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The maze is just the beginning - Minewt 1

von rumo3371
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 Slash
Alby Ben Minho Newt Vizedirektor Jahnson
10.02.2016
29.05.2017
50
60.233
10
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.09.2016 1.908
 
Hey Leute,

Da bin ich wieder. Hattet (oder habt) ihr schöne Ferien? Tja, bei mir geht es jetzt auch wieder los. Hallo, liebe Qualifikationsphase! (Anm. d. Betaleserin: Wohl eher die SEK II, mein Lieber! ^^ Die Qualifikationsphase war doch letztes Jahr, oder?) (Anm. d. Autors: Nein, das war die Einführungsphase)
Das Kapitel/die Geschichte ist etwas aus dem Ruder gelaufen. Ist so eine spontane Idee-Sache. Ich habe es allerdings geschafft, an einer Stelle eine Notbremse zu ziehen. Man muss es ja nicht übertreiben. Ich wünsche euch viel Spaß und bitte um Rückmeldung, wie euch der Handlungsverlauf gefällt. Vielen Dank für die beiden letzten Empfehlungen. Fühle mich sehr geschmeichelt ^^.
Bis bald,

Rumo

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Nicht zu fassen, was Janson jetzt schon wieder gebracht hatte. Ein Wettbewerb, ob sie überhaupt aus dem Labyrinth herauskommen würden. Wenigstens gegen den Neuen, der konnte eh nicht viel ausrichten. Aber was sollten das für Aufgaben sein? Sie könnten auch unfair sein, aber darüber sollte oder wollte sich Minho erst Recht keine Gedanken machen.
Er stand auf und ging wie jeden Morgen zur Küche, als er zufällig an dem schlafenden Corin vorbei kam. Minho könnte ihm auch hier und jetzt die Kehle aufschneiden. Dann hätte er keine Konkurrenz mehr. Und er hatte schließlich ein Messer einstecken. Er griff in seine Tasche und packte den Griff des Messers. Sollte er? Oder lieber nicht?
Minho erschrak als Corin plötzlich die Augen aufschlug und sprach.
"Denk nicht mal dran", sagte er leise. Woher wusste er ...?
"Woran soll ich denn nicht denken?", stellte Minho sich dumm und unschuldig da.
"Das weißt du genauso gut wie ich. Ich hatte ja selbst überlegt, es bei dir zu tun, aber es wäre einfach nicht fair. Und das ist das Risiko nicht wert. Wir wachen schließlich Beide zur selben Zeit auf." Daran hatte Minho tatsächlich noch nicht gedacht. Das war es dann mit 'im Schlaf ermorden'.
"Warum bist du so strikt konservativ?", fragte Minho. Corin zog die Augenbrauen hoch.
"Konservativ?", fragte er.
"Warum willst du hier bleiben?", fragte Minho. "In dieser Hölle. Das ist doch unnatürlich, hier zu leben und auf die Schöpfer angewiesen zu sein."
"Es ist bequem. Und ich muss mich vor dir nicht rechtfertigen. Zudem denke ich doch, dass du zu tun hast. Ich will dich nicht länger aufhalten", sagte er und deutete in der Ferne auf Ben und Newt, die bereits mit seinem Proviant warteten. Minho knirschte mit den Zähnen.
"Nächstes Mal kommst du nicht so einfach davon", sagte er und lief auf seine Freunde zu. Wenigstens sie unterstützten ihn. Doch die Unterstützung einer gewissen Person war die wichtigste überhaupt.
"Was wollte er?", fragte Newt.
"Nichts Wichtiges", sagte Minho ohne ihn anzusehen.
"Na dann. Ich dachte du würdest mir alles anvertrauen, was dich belastet. Ich habe mich wohl getäuscht."
"Es ist nichts", sagte Minho. "Belanglos. Würde dich nicht interessieren."
"Wie du meinst", sagte Newt. "Wo wollen wir heute lang?"


Ich dachte du würdest mir alles anvertrauen, was dich belastet. Ich habe mich wohl getäuscht.


Jetzt hatte er auch noch Newt vor den Kopf gestoßen. Er wusste genau, wenn Minho etwas beschäftigte. Er schaute auf seinen Freund, der rechts neben ihm lief. Mit einem Mal fasste Minho einen Entschluss.
"Du hast doch ein Zimmer im Bau, oder? Kann ich heute Abend kurz bei dir vorbeikommen?" Newt sah ihn kurz an, doch wandte sich dann wieder nach vorne.
"Was willst du?", fragte er kalt.
"Reden."
Eine Weile schwieg Newt.
"Komm heute nach dem Essen", sagte er. Minho nickte.
Er würde Newt einen Vertrauensbeweis vorbringen. Oder einen kolossalen Fehler machen. Er würde ihm von Janson erzählen.

Unschlüssig stand er vor der Tür von Newts Zimmer und überlegte, ob er es ihm wirklich erzählen sollte, als sich die Tür öffnete und Newt vor ihm stand.
"Komm rein", sagte er. Zögerlich trat Minho in den Raum. Ein Bett, ein Stuhl, ein kleiner Tisch, ansonsten war der Raum leer. Mehr hätte auch nicht hineingepasst. Newt schloss ab und setzte sich auf das Bett. Dann deutete er auf eine freie Stelle neben sich.
"Setz dich", sagte er. Minho setzte sich auf das Bett und schloss die Augen. Wo sollte er anfangen? Newt sagte nichts, sah ihn nur abwartend an und beobachtete seine Regungen.
"In letzter Zeit ... habe ich merkwürdige Träume", begann er. Mist, total schlechter Anfang.
"Das erste Mal vor zwei Wochen oder so. Es kommt immer eine Person vor, allerdings immer in einem anderem Umfeld, in einer anderen Traumwelt. Ein Mann mit leicht gräulichem, kurzem Haar und einem Rattengesicht. Er stellte sich mir als Janson vor." Minho sah es an Newts Augen, dass ihm der Name bekannt vorkam. Kein Wunder, das Tattoo hatte sich garantiert ewig in sein Gedächtnis eingebrannt.
"Er schlug mir einen Handel vor. Er hilft mir beim Finden eines Ausgangs. Und ich tue alles dafür, was er von mir verlangt. Selbst wenn dabei jemand stirbt. Ich schlug ein. Es kam mir fair vor. Für jede Aufgabe, die ich erledigte, sollte ich einen Hinweis erhalten. Er scheint einer der Schöpfer zu sein."
Minho sah, dass Newt etwas sagen wollte, hob aber die Hand, um ihm zu verdeutlichen, dass er nicht unterbrochen werden wollte.
"Das nächste Mal kam er mit einer Aufgabe: Mache Newt zum Läufer. Er setzte mir eine Frist und tätowierte sie mir in den Nacken. Also schlug ich vor dich mitzunehmen. Ich sagte, ich hielte dich für geeignet. Ich tat alles dafür, sonst würde Janson mich verlassen oder sogar umbringen. Ich wäre einfach nicht mehr aufgewacht. Am letzten Tag sagtest du zu und ich war erleichtert." Er nahm sich ein Glas vom Tisch und kippte sich Wasser ein.
"Und der Hinweis?", fragte Newt.
"Kam nicht. Stattdessen hat er mich heute Nacht in ein Vernichtungslager mitgenommen. Doch nicht nur mich. Corin war auch dabei.
Er meinte, der Plan hätte sich geändert. Corin und ich bekommen verschiedene Aufgaben. Wer sie besser löst, bekommt was er wünscht. Oder zumindest seine Hilfe bei dem Vorhaben.
Du weißt, dass ich um jeden Preis der Welt hier raus möchte. Corin allerdings ... will für immer hier bleiben."
"Dementsprechend ist es egal, ob wir im Labyrinth rum rennen, den Ausgang gibt es erst, wenn du Corin geschlagen hast", sagte Newt mit fragendem Unterton.
"Nicht direkt. Ich glaube, dass es den Ausgang wirklich zur Zeit gibt. Wir können ihn nur nicht finden, da das Muster zu komplex ist. Wir brauchen seine Hinweise. Heute Morgen habe ich überlegt, ob ich Corin nicht einfach im Schlaf die Kehle durchschneide." Newt schaute ihn entgeistert an.
"Du hast was?", fragte er.
"Allerdings war er, oh Wunder, auch schon wach. Wir haben uns gegenseitig, mehr oder weniger, verdeckte Drohungen an den Kopf geworfen. Und da sage noch einer, das Leben wäre nicht spannend."
Newt sagte eine Weile nichts.
"Warum hast du mir nichts davon erzählt?", fragte er dann.
"Ich glaube, sie überwachen das Labyrinth. Sehen alles, hören alles. Aber jetzt musste ich endlich jemanden davon erzählen. Und du schienst mir der Geeignetste zu sein", antwortete Minho.
"Okay. Ich danke dir für dein Vertrauen. Du meintest vorhin, um mich ins Labyrinth zur bekommen, sagtest du, du hieltest mich für geeignet. Hast du da gelogen? Soll ich lieber wieder hier bleiben?" Erschrocken sah Minho ihn an.
"Nein!", sagte er. "So war das nicht gemeint. Ich halte dich für geeignet, allerdings mache ich mir Sorgen um dich. Du bist die einzige Person, die mir wirklich etwas bedeutet. Ich habe irgendwie ... Gefühle für dich entwickelt. Gefühle, die über die Freundschaft hinaus gehen."
"Diese Umschreibungen! Erst erzählt mir der große, starke Läufer alles, und dann hat er Angst, die drei Worte 'Ich liebe dich' in den Mund zu nehmen, weil er nicht weiß, ob es auch auf Gegenseitigkeit beruht." Minho starrte ihn an und schwieg.
"Da habe ich wohl ins Schwarze getroffen", scherzte Newt. Da begann Minho zu grinsen. Er warf sich gegen Newt, sodass sie beide längs aufs Bett fielen.
"Wollen wir nicht lieber erst mal die Tür abschließen?", fragte Newt.
"Man kann hier abschließen?", fragte Minho verblüfft und ging zur Tür.
"Reingefallen!", rief Newt. "Das habe ich vorhin schon getan."
Als Minho sich wieder umdrehte, donnerte Newt ihn gegen die Tür.
"Darauf habe ich seit Ewigkeiten gewartet", schnurrte er in Minhos Ohr. Dann fing er an, ihn wild zu küssen.

Minho vergaß alles um sich rum. Die Lichtung, das Labyrinth, Janson. Alles unwichtig. Das Wichtigste war dieser Moment. Er ließ seine Hände über das Shirt von Newt gleiten und tastete sich den Rücken bis zu den Schultern hoch, ohne nur ein einziges Mal die Küsse zu unterbrechen. Leider hatte Newt kein Hemd an, das er ihm einfach abstreifen konnte, also stoppte er kurz und sagte leise:
"Also wenn du dein Shirt ausziehst, ziehe ich meins auch aus."
"Deswegen hast du alles unterbrochen?", fragte Newt schmollend, zog es dann aber doch mit Minho zusammen aus. Minho ging sicherheitshalber von der Tür weg und an Newt vorbei, der sofort da weitermachte, wo er meinte, aufgehört zu haben. Kurze Zeit später fiel er durch einen Stoß des anderen rückwärts auf das Bett. Newt kletterte mit leuchtenden Augen hinterher.
Als Minho anfing, ihm die Hose auszuziehen, stoppte er.
"Hier drin ist es sehr hellhörig", sagte Newt. "Wir sollten die anderen nicht verstören." Jetzt war es an Minho zu schmollen.
"Wir müssen es ja nicht gleich übertreiben", sagte Newt. "Dann können wir noch gespannt sein, was da noch irgendwann auf uns zukommt." Minho lächelte.
"Wie du meinst." Er griff Newt fest an der Schulter und warf ihn mit einer Bewegung des Handgelenks rücklings aufs Bett. Dann kroch er langsam und bedrohlich grinsend auf ihn. Er konnte seine Erregung und die Frust spüren, weil er alles verzögerte.
"Du bist fies", stöhnte Newt, doch da stürzte Minho sich wieder auf ihn, um ihn zum Schweigen zu bringen. Newts Hände wanderten auf seiner Brust entlang, langsam runter zu seinem Bauch, wo sie liegen blieben, bis Minho sich aufrichtete, um nach Luft zu schnappen.
"Machst du etwa schon schlapp?", fragte Newt. Er machte eine Rolle seitwärts, sodass sie zwar auf den Boden prallten, er jedoch wieder oben lag.
"Dann zeig ich dir mal, was für eine Ausdauer ich habe, Anführer der Läufer."

Kurze Zeit später lagen sie Beide keuchend nebeneinander auf dem Rücken.
"Wir sollten schlafen", sagte Minho, als er bemerkte, dass durch die Ritzen der Bretter kein Tageslicht mehr fiel.
"Willst du hier bleiben?", fragte Newt. Minho zuckte mit den Schultern.
"Warum nicht." Er legte sich ins Bett und breitete die Arme aus.
"Komm her", sagte er. "Oder willst du auf dem Boden schlafen?" Mit einem Lächeln im Gesicht kletterte er über Minho hinein.
"Wieso sollte ich?", fragte er. Minho allerdings antwortete nicht mehr. Er war bereits voll weggetreten. Newt nahm einen seiner Arme und legte ihn um sich. Eingekuschelt und geborgen schlief er endlich mal wieder eine Nacht ruhig.
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