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The maze is just the beginning - Minewt 1

von rumo3371
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 Slash
Alby Ben Minho Newt Vizedirektor Jahnson
10.02.2016
29.05.2017
50
60.233
10
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.05.2016 1.322
 
Guten Morgen allerseits,
Ja, hier mein neues Kapi zwischen meinen Prüfungen. Nur noch Englisch, dann ist alles vorbei.
Irgendwie sinkt meine Motivation zu schreiben. Ich hoffe, das merkt man nicht. Auf einer Skala von 0 bis 10 liegt meine Motivation bei 2. Das Kapitel hingegen würde ich mit 5 bewerten. Ein Aufbau-Kapitel halt. Ich muss mir Motivation besorgen...
In dem Sinne einen schönen Tag,
Rumo
#GetWellSoonDylan

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Janson. Mein Name ist Janson.

Minho fuhr hoch, ließ sich dann aber gleich wieder fallen. Die Schmerzen waren immer noch da, nicht wie in seinem Traum, wo er nichts mehr davon gespürt hatte. Sein Traum. Er fühlte sich so ... real an. Als wäre das wirklich passiert. Dieser Mann, Janson … Minho konnte es noch gar nicht glauben. Er hatte tatsächlich versprochen, ihm zu helfen, aus dem Labyrinth zu fliehen. Er war sich nicht sicher, ob dieser Mann ein Hirngespinst war, ein Traum, oder ob er vielleicht doch existierte und auf irgendeine merkwürdige Weise mit ihm sprechen konnte.

Minho öffnete die Augen. Jemand hatte neben sein Bett etwas von Bratpfannes Eintopf und eine Flasche Wasser hingestellt. Erst jetzt merkte er, wie hungrig er war. Nach einigen Versuchen, Stöhnen und weiteren Schmerzen schaffte er es schließlich, sich aufzusetzen.
Während Minho aß, dachte er weiter nach. Newt, fürsorglich und liebevoll wie er war, hatte ihm bestimmt die Verpflegung hingestellt. Ob er Newt von dem Traum erzählen sollte?
Nein, sagte er sich. Er würde es für einen Fiebertraum halten. Vielleicht war es das ja auch. Alles nur ein Traum. Mach dir keine Gedanken, Minho. Das konnte einfach nicht Wirklichkeit gewesen sein.

Während er trank und nachdachte, klopfte es an der Tür.
"Ja", sagte Minho. Wie von ihm vermutet, trat Newt ins Zimmer. Er sah total übermüdet aus, schien sich aber ein wenig erholt zu haben.
"Ich bin es", sagte Newt wenig geistreich.
"Hätte ich nicht bemerkt", antwortete Minho sarkastisch. "Ich bin zwar verletzt, aber nicht blind. Und wäre ich es, hätte ich mit 'Ich bin es' nicht viel anfangen können." Newt grinste.
"Deinen Sarkasmus habe ich die letzten Tage richtig vermisst", sagte er und ließ sich seufzend zu ihm aufs Bett fallen.
"Nur meinen Sarkasmus? Mehr nicht?", fragte Minho, dem das anfing, Spaß zu machen. Newt sah ihn gespielt entsetzt an.
"Nur deinen Sarkasmus? Das ist doch schon eine ganze Menge. Also, deine Scherze habe ich auch vermisst. Deine Art halt. Deine Anwesenheit. Und ..." Newt stockte.
"Und?", fragte Minho. Newt schien nach Worten zu ringen.
"Nichts", erwiderte er dann bloß knapp.

Minho wollte ihn nicht drängen, deshalb wechselte er das Thema.
"Wie ist es denn zur Zeit auf der Lichtung?", fragte er, um Newt abzulenken.
"Nun ja, wir haben beschlossen, dass jeder, der jemanden angreift und verletzt, bestraft wird. Wir haben jetzt noch keine Strafe für Gally gefunden, aber er liegt eh ebenfalls im Bett und kann nichts machen.
Der Frischling, so nennen alle jetzt den Neuen, also Ben, hat sich sehr gut eingelebt. Er arbeitet in den Gärten, wartet aber ungeduldig darauf, wieder mit dir in das Labyrinth zu gehen." Minho nickte.
"Ich werde ihn beim nächsten Mal wieder mitnehmen. Er ist aufgeweckt und fähiger als die meisten Lichter." Newt sah ihn erneut empört an, zuckte aber mit den Mundwinkeln.
"Hey, nicht beleidigt sein, du gehörst zu den Fähigen", sagte Minho. "Trotzdem, ich weiß nicht, ob du genug Ausdauer hast, um den ganzen Tag zu rennen." Newt seufzte und sah nach draußen.
"Ich will da sowieso nicht raus. Mal ehrlich, ich kann mir was Besseres vorstellen als mich den ganzen Tag dort zu Tode zu laufen. Selbst du, ausdauernder Läufer, kommst am Abend fix und fertig hier an und willst nur noch schlafen. Um am nächsten Tag wieder zu laufen. Das ist für mich kein Leben." Newt sagte das so, als ob er das schon immer mal loswerden wollte.
"Ich würde mir wünschen, dich öfter mal an meiner Seite hier auf der Lichtung zu haben." Minho unterbrach seinen Redeschwall.

"Für mich, Newt, ist das Labyrinth das Einzige, was zählt. Hier auf der Lichtung, hier würde ich versauern, mich langweilen und schließlich Selbstmord begehen. Aber im Labyrinth, da fühle ich mich frei. Es ist eine erbärmliche, kleine, gefährliche Freiheit, aber es ist eine. Nicht eingesperrt auf der Lichtung." Newt nickte.
"Ich weiß", sagte er seufzend. "Ich wünsche mir trotzdem manchmal, dass du mehr Zeit für mi ... äh,  für uns hier hättest.
"Habe ich doch jetzt", sagte Minho. "Die nächste Woche werde ich nicht laufen können." Newt grinste ihm zu.
"Na, immerhin schon ein Anfang." Dann legte Newt seinen Kopf auf Minhos Brust.
"Bleib mal so sitzen", sagte Newt. "Ich habe die letzten Tage nicht geschlafen, da brauche ich mal ein wenig Ruhe." Er gähnte und schloss die Augen.
"Warte kurz", sagte Minho, hob ihn von sich hoch und legte sich selber hin. Ohne die Augen zu öffnen legte Newt seine Beine auch auf das Bett und seinen Kopf wieder auf Minho.
"Hm, daran könnte ich mich gewöhnen", sagte er.
"Lass das ja nicht zur Gewohnheit werden!", sagte Minho vorwurfsvoll. Newt lächelte.
"Und wenn ich es so machen würde?", fragte er.
"Dann ... dann ... ähm." Newt erwiderte nichts darauf. Minho hob seinen Kopf und sah ihn an.
"Newt?", fragte er. Keine Antwort. Na toll. Newt schien eingeschlafen zu sein. Seufzend ließ er seinen Kopf wieder sinken. Dann würde er selbst auch noch eine Runde schlafen, konnte ja nichts schaden.

Eine Stunde später schlief Minho immer noch nicht. Es hatte keinen Sinn, nach all den Tagen, die er verschlafen hatte, war er hellwach. Außerdem war es interessanter, Newt zu beobachten. Die Haare des Blonden waren verstrubbelt wie eh und je, er lächelte insgeheim im Schlaf. Was er wohl träumte?
Die Tür ging auf und Ben kam herein, stolperte aber zurück, als er die Beiden sah.
"Komm ruhig rein", sagte Minho. "Aber leise."
Ben trat ein und schloss die Tür vorsichtig hinter sich. Dann deutete er auf Newt.
"Eingeschlafen", sagte Minho. "Der Gute scheint ja total übermüdet gewesen zu sein."
"Er hat die letzten Nächte nicht geschlafen", sagte Ben. "Ich habe ihm ab und zu Gesellschaft geleistet. Er hat ein bisschen erzählt, über dich hauptsächlich." Minho runzelte die Stirn.
"Was hat er denn erzählt?", fragte er.
"Dass er sich Sorgen macht und ... ja." Minho fühlte, dass Ben ihm etwas verheimlichte, wollte ihn aber auch nicht bedrängen.
"Du arbeitest jetzt in den Gärten?", fragte er stattdessen.
"Ja", antwortete Ben. "Das einzige, das mich hier nicht zu Tode langweilt. Abgesehen davon, mit dir ins Labyrinth zu laufen. Aber das hat sich ja vorerst erledigt." Minho winkte ab.
"Eine Woche. Dann können wir wieder, egal was die anderen sagen." Er deutete auf Newt. "Vor zwei Tagen hätte mir das hier noch höllisch weh getan. Es bessert sich also." Ben sah nicht so überzeugt aus.
"Warten wir erst einmal ab", sagte er. Minho nickte.
"Gut", sagte Ben, "ich muss dann mal wieder." Er ging zur Tür und war kurz darauf verschwunden.
Minho strich Newt die Haare aus dem Gesicht. Wie er so da lag, klein, süß und verletzlich. Er seufzte und beschloss, da er eh nichts zu tun hatte, und auch in dieser Position nichts tun konnte, es noch einmal mit dem Schlafen zu probieren. Dann würde er schneller wieder gesund werden, hätte seine Mutter jetzt gesagt. Aber konnte sich ja nicht einmal mehr an sie erinnern. Mit dem Gedanken in seinem Kopf, wie sie wohl ausgesehen haben musste, schlief er ein.
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