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The maze is just the beginning - Minewt 1

von rumo3371
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 Slash
Alby Ben Minho Newt Vizedirektor Jahnson
10.02.2016
29.05.2017
50
60.233
10
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
20.04.2016 1.352
 
Ja, da bin ich wieder. Dieses Mal sogar mit einer zwischenzeitlichen Danksagung!
Vielen Dank für das erste Review und die beiden Empfehlungen!
Nochmals vielen Dank an die Dimensionfee Pauline fürs betan!
Außerdem habe ich noch eine Frage an euch: Um die Geschichte abwechslungsreicher zu machen, möchte ich entweder
1. Ein Mädchen auf die Lichtung schicken oder
2. Eine Minewt Story aufbauen.
Bitte schreibt mir ein Review oder eine PN. Ich freue mich darauf!
Bis zum nächsten Mal,
rumo3371

(Beinahe hätte ich vergessen, die FF anzufügen ;-))

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Einen kurzen Moment schaute Minho den Fremden schweigend an.
"Wer bist du?", fragte er zurück. Der Neue verschränkte störrisch die Arme.
"Ich habe dich zuerst gefragt", sagte er frech zu ihm. Na super. Jemand den er nicht einschüchtern konnte. Oder vielleicht doch? Er holte ein Messer aus der Tasche und sprang zu dem Anderen. Dieser war vollkommen überrascht und konnte sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen.
"Nun?", fragte Minho mit dem Messer an der Kehle des unbekannten Strunks. "Redest du oder muss ich erst handgreiflich werden?"
Der Fremde schluckte. "Ich weiß nicht viel", sagte er. Minho drückte das Messer fester, sodass ein wenig Blut austrat.
"Wirklich!", rief er, "ich weiß nur noch, dass ich Ben heiße! Der Rest ist irgendwie..." Er stockte.
"Verschwunden? Vergessen?", versuchte Minho weiterzuhelfen.
"Genau!", sagte Ben. Minho nahm das Messer von seinem Hals.
"Du glaubst mir?", fragte Ben erstaunt.
"Hätte ich es nicht selbst hinter mir", antwortete Minho, "würde ich dir nicht glauben." Ben sah ihn verwirrt an.
"Also", begann Minho, "wir, so circa dreißig Jungen, sind vor einer Woche hier oben aufgewacht. Ohne Erinnerung. Ohne Perspektive. Ohne Hoffnung." Ben unterbrach ihn.
"Oben?", fragte er.
"Was glaubst du denn, wo wir leben? Komm mit", sagte Minho und nahm ihn an der Hand. "Es ist zwar Nacht, aber etwas kann man immer sehen." Sie gingen zum Seil.
"Warte hier kurz, ich muss oben nur noch etwas abklären", sagte Minho und kletterte am Seil hoch. 'Oben' wartete Alby schon ungeduldig auf ihn.
"Und", fragte er, "was ist in der Box?"
"Sehr viele Kisten", antwortete Minho. "Und ein Neuer." Alby sah ihn verwirrt an.
"Wie, ein Neuer?" Minho lächelte.
"Na, ein neuer Frischling!", sagte er grinsend. Alby sah ihn jetzt warnend an.
"Mensch, ein Junge sitzt da drin. Er hat alles vergessen, außer dass er Ben heißt."
"Okay", sagte Alby, "dann hol ihn mal hoch."
"Kannst kommen", rief Minho in die Box hinein.
"Sag mal, geht's noch? Du weckt ja alle auf hier!", fuhr Alby ihn an.
"Wäre das so schlimm?", fragte er. Alby kommentierte es nicht, denn in diesem Augenblick war Ben mit großen Augen angekommen.
"Das ist er, ja?", fragte Alby. Minho sah ihn abschätzig an.
"Wer soll er denn sonst sein? Gott persönlich, der uns aus diesem Labyrinth rausbringt?"
"Labyrinth?", fragte der Neue.
"Das hast du wieder mal toll hinbekommen", brummelte Alby.
"Was denn, dann ist alles schon mal im Voraus geklärt. Also Junge", sagte Minho an Ben gewandt, "das hier ist die Lichtung. Hier leben wir. Hinter diesen Mauern liegt ein Labyrinth. Wir versuchen, seit einer Woche hier rauszukommen. Jeden Morgen gehen die Tore in den Wänden auf, Unterbrich mich nicht,...", sagte er, als Ben gerade anhob, etwas zu sagen, "und du wirst nicht durch diese Tore gehen, verstanden? Ich bin der einzige, der das darf und anderen erlaubt, die Lichtung zu verlassen. Den Rest erkläre ich dir morgen. Jetzt sollten wir erst einmal die Kisten untersuchen. Am besten, ich gehe runter und binde sie an das Seil. Ihr beide zieht sie hoch."
Ohne irgendwelche Einwände abzuwarten, sprang er in die Box, wo er sich prompt den Fuß umknickte.
"Verdammt", zischte er und hielt sich den Fuß. Dann humpelte er zur nächstbesten Kiste und band sie an das Seil.
"Hochziehen!", rief er. Es klappte leiser, als er gedacht hatte. Mit einem Satz sprang er ebenfalls hoch, wobei er mit demselben Fuß an der Kante hängen blieb und sich erstmal packte.
"Ganz stilvoller Auftritt", sagte Alby grinsend.
"Mach dich nur über mich lustig", sagte Minho, "dann erwarte keine Hilfe von mir, wenn du sie mal brauchst."
"Hey hey hey, keine schlechte Laune bitte", sagte Ben.
"Minho hat ein Faible für schlechte Laune", sagte Alby zu ihm.
"Anstatt hier rum zustehen und blöd zu quatschen könntet ihr auch mal die Kiste öffnen", sagte er.
"Das haben wir bereits, kurz bevor du hier hochgesprungen bist. Sie ist voller Kartoffeln." Minho sah ihn verblüfft an.
"Kartoffeln?", fragte er. "Wirklich?"
"Bratpfanne wird sich freuen", sagte Alby.
"Bratpfanne? Was ist das für ein Name?" Ben wirkte leicht verwirrt.
"Das ist nicht wichtig", antwortete Minho ihm, "lasst das Seil runter, ich hol den Rest."
Unten angekommen, sah er, dass das Vorhaben schwierig werden würde. Mindestens dreißig Behälter. Das konnte lange dauern.

Nachdem er eine ziemlich große (und außergewöhnlich schwere) Kiste hoch geschleust hatte, nahm er sich eine neue. Als er sie anhob, klirrte es darin. Merkwürdig. Er öffnete sie, nahm seine Taschenlampe aus dem Mund und richtete sie auf den Inhalt. Dort lagen lauter Spritzen aus Glas, die eine bläuliche Flüssigkeit enthielt. Es war als "Griewerserum" gekennzeichnet und trug außerdem die Aufschrift "ANGST". Wie die Käfer im Labyrinth. Interessant. Mit einem "Vorsicht zerbrechlich" ließ er es Ben und Alby hochziehen. Neugierig geworden, wandte er sich der letzten Kiste zu. Sie enthielt Armbanduhren. Ganz normale Digitaluhren mit Weckfunktion. Er schnappte sich eine raus und ließ die Kiste hoch, bevor er sich selbst nach oben zog.
Vor ihm standen stöhnend, müde und schwitzend Ben und Alby.
"So", sagte Minho zu ihnen und fing an zu grinsen.
"Jetzt müssen wir nur noch die Sachen in die Küche bringen und Bratpfanne wird sich freuen!" Beide schienen nicht so begeistert von der Idee zu sein.
"Zum Schlafen ist es eh zu spät. Die Sonne geht schon langsam auf." Alby nickte.
"Na gut. Nur weil du es bist, Minho. Und da ich sowieso nicht mehr zum Pennen komme."

Nach einer weiteren halben Stunde hatten sie die Kisten in die Küche gebracht. Die Tore mussten sich bald öffnen.
"Dann werde ich mal los", sagte Minho, als die Tore sich wieder öffneten.
"Darf ich mitkommen?", fragte Ben aufgeregt.
"Dort draußen ist ein Labyrinth", sagte Minho erstaunt. "Voller Monster, die dir dein Leben nehmen wollen! Und du willst da raus?"
"Irgendwie muss ich mich hier ja auch nützlich machen", antwortete er. Minho fing an zu lachen.
"Du gefällst mir! Wenn du mithalten kannst, ist es dir gestattet mitzukommen. Und ich könnte auch mal ein wenig Unterhaltung draußen gebrauchen." Alby's Blick war Skepsis pur.
"Bist du dir sicher, dass du ihn mitnehmen willst? Er war die ganze Nacht wach!"
"Ich etwa nicht? Ach, ich trau ihm das zu. Du kannst ja indessen den anderen verklickern, was die Box so alles enthalten hat. Und ich erkläre Ben das System auf der Lichtung. Okay?" Alby seufzte.
"Na gut." Ben flippte vor Freude fast aus.
"Das heißt, ich darf mitkommen. Super!"
"Ich hol uns noch ein wenig Proviant. Wir treffen uns am Tor", sagte Minho zu ihm. "Und mal sehen, wenn du dich gut machst, er nenne ich dich vielleicht zum Läufer!" Dann drehte er sich um und lief in die Küche um Proviant zu holen und Bratpfanne zu wecken. Das würde sicher lustig werden, wenn er die ganzen Vorräte entdeck!
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