The Perfect Disaster

GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Anakin Skywalker / Darth Vader Count Dooku / Darth Tyranus Obi-Wan Kenobi OC (Own Character) Sheev Palpatine / Darth Sidious Yoda
08.02.2016
18.09.2019
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Dieses Kapitel
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WICHTIG:
Das ist meine erste FF, darum seid bitte nicht so streng. Diese FF war schonmal online unter dem gleichen Namen. Ich habe sie etwas überarbeitet.
Schon mal Entschuldigung im Voraus für eventuelle Rechtschreibfehler. Ich bin zwar ein Fan von Star Wars, hab mich aber nicht so sehr damit befasst. Abgesehen davon, bezieh ich mich nur auf Episode I, II und III. D.h. weder Han Solo, noch Luke und Lea bekommen einen Platz hier. (Der aller neuste Star Wars Teil ebenso wenig)
Ich werde diese Geschichte definitiv zu Ende schreiben (nicht wie vor ein paar Jahren, dass ich einfach aufgehört habe) Ich lade voraussichtlich jede Woche ein Kapitel hoch.

Viel Spaß beim Lesen
firephoenixx
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1. Einfach nur weg


Voller Schmerz biss ich die Zähne zusammen. Blut lief aus der Wunde meines Armes. Ich wollte überall sein, überall nur nicht hier. Ein Schnitt, zwei Schnitte und noch einer. Ich sah dem Blut so gerne zu. Wie es den Arm herunterlief. Kein Körper das es gefangen hielt. Nichts drang mehr zu mir durch, nichts außer der ohrenbetäubenden Musik.

"Scheiß Leben!!!!!" hallte es durch den Raum.

Willkommen in meinem Leben!

. . .

Die Glocke läutete und die nächste Stunde begann. Geschichte. Eines meiner Lieblingsfächer. Aber heute war der Unterricht sehr langweilig, was nicht zuletzt daran lag, dass eine Referendarin den Unterricht hielt. Versteht mich nicht falsch, die Unterrichtsatmosphäre war angenehm, was nicht selbstverständlich war. Ein Großteil der Schüler lauschte den Worten der Lehrerin, wenn auch nur mit einem Ohr. Ich lehnte mich gelangweilt zurück. Nach und nach wurden meine Augen glasig und ich fand mich in einem Tagtraum wieder.

Aber nicht nur irgendeinem Traum. Wie so oft war ich in meinem Lieblingsfilm. Star Wars um genauer zu sein. Ich kämpfte mit meinem Lichtschwert Seite an Seite mit den besten Jedis. Meister Yoda, der herum sprang und jeden besiegte, der nur den Hauch einer bösen Aura aufwies. Mace Windu, dessen lila Lichtschwert überall zu sein schien. Und Obi-Wan Kenobi, welcher mit Anakin Seit an Seit kämpfte.
Verstohlen sah ich immer wieder zu Anakin Skywalker hinüber. Er war schon seit ich das erste Mal Star Wars gesehen hatte, mein Lieblingscharakter. Ich hatte mich von der ersten Sekunde an in ihn verliebt. Und zwar richtig, nicht nur so daher gesagt. Ich hatte Gefühle für ihn, Liebe war wohl übertrieben. Ich mochte ihn so sehr, dass es mich fertig machte, dass er eigentlich nicht real war. Ok, vielleicht war es doch nicht übertrieben von Liebe zu sprechen.

Aber es gab natürlich auch einen Haken. Es hatte nur ein Anakin in mein Herz geschafft. Ja, es gibt mehr als einen Anakin! Darth Vader war nicht in meine Liste der Top Ten gekommen und auch der machtgierige Anakin würde es wohl nie schaffen mein Herz derart zu manipulieren, wie es der gute, nette und humorvolle Anakin getan hatte.

Padme konnte ich eigentlich auch gut leiden, aber wer wünschte sich nicht an ihre Stelle, um Anakin vor dem Bösen bewahren zu können. Sie hatte ja das komplette Gegenteil getan. Sie hatte ihn zerstört mit ihrer Liebe. Ja, ich bin sehr dramatisch! Probleme damit? Es ging nunmal um Anakin.

Die Glocke läutete schrill und riss mich aus meinen Gedanken. Ich packte schnell meine Sachen und machte mich auf den Weg zum Zug, der mich – glücklicherweise – schon fast vor meiner Haustür absetzte.

"Hey, Luna, ich hab gehört du bist wieder Single!" "Mach ne Fliege Tom!“ schrie ich einem hochgewachsenem Jungen entgegen. Tom war 3 Jahre älter als ich, muskulös und wohl der Traum von viele Mädels in meinem Alter. Er war alles andere als unbeliebt und das wusste er nur zu gut. Seit geraumer Zeit versuchte er mich ins Bett zu bekommen. Wortwörtlich. Abgesehen davon, dass ich noch nie mit jemanden mehr als geknutscht hatte, war es seine Art, die mich abschreckte. Natürlich schmeichelte es mir, von einem Jungen als hübsch und begehrenswert angesehen zu werden, aber deshalb musste ich mich doch nicht gleich in seine Arme schmeißen. Jungs wie Tom wollten Mädchen, die nicht mental instabil waren, Mädchen, die Erfahrung hatte. Aber auch nicht zu viel Erfahrung. Ein Mädchen, das immer an seiner Seite war, aber nicht zu aufdringlich war. Er reduzierte mich auf mein Aussehen, und darauf hatte ich sowas von keine Lust.

Tom hatte inzwischen aufgeholt. Er zog mich grob am Arm und zwang mich somit, mich zu ihm umzudrehen. "Ich sag das jetzt nur einmal Tom: Lass. Mich. Los." Er lächelte nur selbstsicher. „Luna, wie soll das nur weitergehen mit uns?“
Ok, eine Sache war da noch. Ich hatte mich vor einer Woche auf ihn eingelassen. Nur ein einziges Mal! Ich war sehr betrunken gewesen, er leider das komplette Gegenteil. Aber wie gesagt, mehr als knutschen war da nicht. Und er hatte jetzt anscheinend irgendwelche Fantasien, dass ich auf ihn stand. „Tom, bitte. Das, was letztes Mal passiert ist, hatte nichts zu bedeuten! Und das weißt du genauso gut wie ich. Ich war voll, bis oben hin. Ein Wunder, dass ich dich nicht dabei angekotzt habe.“ Mein Gegenüber sah an mir herunter, blieb für einige Sekunden an meinem Dekolleté hängen, und wanderte dann wieder nach oben. Einfach nur widerlich. „Alkohol bringt nur die geheimen Gelüste der Menschen hervor. Was so viel bedeutet wie: du wolltest mich sowieso! Und-“ Er ging auf mich zu, ich wich zurück. Ein einhalb Schritte später befand ich mich mit dem Rücken an der Wand. Ich war wie paralysiert. Tom war anziehend, ohne Frage. Und wäre ich in ihn verliebt, wäre das hier wohl traumhaft. Aber ich liebte ihn nicht. Noch wollte ich ihn jetzt im Moment küssen. Tom hatte eine Hand inzwischen auf eine Stelle neben meinen Kopf abgelegt. Die andere näherte sich meiner Wange. Er strich mit dem Daumen meine Wangen entlang, bis hin zu meinen Lippen. Er war erstaunlich zärtlich. Ich drehte mich weg, richtete mich auf und wollte gehen. Ich war nicht sehr erprobt im Körbe verteilen. Ich bin zu schüchtern um Einwände zu erheben. Selbst wenn es um meinen Körper ging. Als auch Tom erfasste, dass ich mich wohl nicht auf ihn einlassen würde, hielt er mich fest. „Tom du tust mir weh!“ sagte ich, nachdem sein Griff immer strenger wurde. Er kam bedrohlich nahe an mich heran. Dicht neben meinem Ohr machte er halt und flüsterte. „Du weißt ich bekomme immer was ich will“ Seinen Atem an meinem Hals spürend, war es mir nicht möglich mich zu bewegen. Tom fasste das falsch auf, und begann an meinem Ohr zu knabbern. Und wiedermal, anstatt laut ‚Stopp‘ zu sagen, versuchte ich mich nur aus seinem Griff zu befreien. Ein ziemlich schwachsinniges Unternehmen, immerhin war er locker zweimal so stark wie ich.
Je mehr ich versuchte von ihm wegzukommen, desto schmerzhafter umklammerte er meinen Arm. Langsam bekam ich es mit der Angst zu tun. Tom war berühmt für seine Wutausbrüche, bei denen er auch öfter mal handgreiflich wurde. Mir wurde alles zu viel. In diesem einen Moment legte ein Schalter in mir um. Ich hatte genug davon, mich herumschubsen zu lassen. Genug von meinem Leben, genug von allen Menschen, die dachten mich zu kennen. Und vor allem hatte ich genug davon, nichts zu machen. Mich stumm zu stellen und einfach zuzusehen.
„Lass mich sofort los!“ giftete ich Tom an.

Er sah mich erst erstaunt, dann aber belustigt an. Was war so verdammt lustig daran? Ich wurde noch wütender als ohnehin schon. Ich hielt noch immer den Augenkontakt. „Du willst, dass ich dich loslasse?“ War der eigentlich schwerhörig? „Ganz genau, richtig gehört! Lass mich auf der Stelle los!“ Im Nachhinein war das wohl die unglücklichste Wortwahl, die ich hätte treffen können. Im Gegensatz zu Tom, war mir nicht bewusst, dass ich in einer solchen Schieflage, nur von Toms Handgriff zurückgehalten wurde umzufallen. „Na gut, aber du wolltest es so.“ lachte er selbstzufrieden.
Als er mich losließ, bekam ich die Schwerkraft zu spüren. Mit den Armen rudernd, versuchte ich mich noch vorm unvermeidlichen Fall zu retten. Vergeblich. Wie ein tollpatschiger Affe schwankte ich immer weiter nach hinten und stürzte dem Steinboden entgegen.
Ein unglaubliches Schwindelgefühl breitete sich in mir aus, noch bevor ich realisierte, dass ich mit dem Hinterkopf auf dem Boden geknallt war. Ich sah Tom verschwommen vor mir, der irgendetwas sagte, und dann verschwand. Er ließ mich doch ernsthaft hier am Boden liegen. So ein Arsch! Meine Haare waren nass, ich fasste mir an den Kopf und spürte warmes, dickes Blut.

Wieso immer ich? Immer musste mir so eine Scheiße passieren.
Viel zu lange dauerte es, bis mich das erlösende Ohnmachtsgefühl einholte.

. . .

Das erste was ich hören konnte, waren ohrenbetäubende Motorengeräusche. Der Boden unten mir war weder weich, noch warm. Ich befand mich also immer noch auf dem Gehweg, wo mich Tom zurückgelassen hatte. Meine Umgebung war von künstlichen Lichtern erhellt. Der Mond am Himmel spendete nur wenig Licht.
Halt. Zwei Monde. Dass ich doppelt sah, führte ich auf meinen angeschlagenen Kopf zurück. Zu allem Überfluss, musste es jetzt auch noch anfangen zu regnen. Da meine Arme und Beine sich wie Wackelpudding anfühlten, blieb mir nichts anderes übrig, als die Augen zu schließen und zu warten.
Auf was? Bessere Zeiten oder darauf, zu verbluten natürlich. Müdigkeit übermannte mich. Zu sterben war nie eine Option für mich gewesen, der ich mit Angst gegenüberstand. Ich musste lächeln, bei dem Gedanken, endlich frei zu sein.


„Kannst du mich hören? Hallo?“ Eine Stimme schrie durch den Regen hindurch in meine Richtung. Sie kam mir seltsam bekannt vor. „Seht euch ihre Haare an.“ „Sie blutet stark. Wir sollten sie reinbringen, sonst verblutet sie noch.“, brüllte eine andere Stimme. Ich wollte meine Augen öffnen und sehen, wer da sprach, aber meine Lider waren viel zu schwer. Jemand griff unter meine Beine und meinen Rücken. Eine weitere Hand tastete sich durch meine Haare und verursachte ein schreckliches Brennen an der Hinterseite meines Kopfes. Ich stöhnte kurz auf und mein Herzschlag, sowie meine Atmung beschleunigten sich rasant. Zudem drehte sich alles, sobald ich hochgehoben wurde. Es war ein Gefühl, als würde ich Achterbahn fahren. Ich musste mich unbedingt irgendwo festhalten. Meine Hände klammerten sich hektisch an etwas, das sich wie Leder anfühlte. Etwas beruhigter schmiegte ich mich an die Brust meines Trägers. Einen Millimeter weit öffnete ich die Augen. Ich konnte nicht viel erkennen. Der Mann der mich trug, war um die 20 Jahre alt. Seine Haare waren länger als es Männer in seinem Alter gewöhnlich trugen. Sie waren dunkelbraun, wellig und tropfnass. . „Keine Angst, ich lass dich nicht fallen.“ Sein Kopf wandte sich nach unten. Wie in Zeitlupe erfasste ich immer mehr von seinem Gesicht, wenn auch nur verschwommen. Aber irgendwoher kann ich ihn. Ganz sicher.

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