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After Sch...Shopping

von Scipia
KurzgeschichteHumor, Freundschaft / P12 / MaleSlash
Elphaba Thropp Glinda/Galinda Upland of the Upper Uplands
07.02.2016
02.04.2016
3
2.783
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Dieses Kapitel
1 Review
 
 
07.02.2016 2.445
 
Lange, lange überlegt und ewig auf der Festplatte geschlummert - jetzt doch noch hochgeladen. Einfacher One-shot.

Reviews, Anmerkungen usw. sind gerne gesehen, also nicht schüchtern sein. ;)
Als Legastheniker noch der Hinweis: Rechtschreibfehler versuche ich natürlich zu vermeiden - wer einen gravierenden findet darf ihn aber gerne verpetzen.
Meine allererste Fanfiction überhaupt. Und ja, es ist eine Gelphie (wenn auch nur hauchzart). Generell schreibe ich eher über gleichgeschlechtliche Paare - wem so etwas nicht zusagt, für den gilt: don't like it? Don't read it!

Und zuletzt natürlich noch der Hinweis: Nein, die Charaktere, Orte usw. gehören leider mir nicht - sondern natürlich Gregory Maguire.
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1. After Sch..Shopping



„Ich bin wieder da-ha!“ trällerte es hinter einem gewaltigen Berg aus bunten Tüten und Schachteln, bevor die Tür geräuschvoll ins Schloss fiel. Ganz Shiz war bei diesem Geräusch vermutlich erschrocken zusammenfahren. Ganz Shiz, mit Ausnahme von dem grünen Mädchen, das, tief in sein Buch versunken, auf seinem schlichten grauen Bett im gemeinsamen Zimmer saß.

„Damsell Galinda“, begrüßte Elphaba Thropp knapp den eindringenden blonden Wirbelwind.  Sie hob nicht einmal den Blick. Ruhig blätterte die Grüne zur nächsten Seite, während die Angesprochene äußerst geräuschvoll ihre Einkäufe ablud.

„Ach, war das anstrengend!“ Galinda seufzte und vollführte einen theatralischen – und zweifelsohne bühnenreifen – Augenaufschlag, den aber leider niemand außer der Blonden selbst zur Kenntnis nahm. Elphabas Blick hing weiterhin wie gebannt an den kleinen gedruckten Buchstaben, die sich aneinandergereiht zu Wörtern und Sätzen auf dem Papier dahin schlängelten. Voller Konzentration folgten die tief dunklen Augen den Zeilen.
Kein Publikum. Kein Applaus. Ein wenig enttäuscht stöckelte die Blonde in ihren hochhakigen Stiefeln zu ihrem Bett und ließ sich mit einem vergnügten Quietschen in das weiche Meer aus Plüsch und Pink fallen.

Doch auch damit entlockte sie scheinbar keine Reaktion bei ihrer Mitbewohnerin. Und dabei hatte Galinda doch gerade nach einer so ausgedehnten Shoppingtour ein äußerst ausgeprägtes, um nicht zu sagen gewaltiges, Mitteilungsbedürfnis. Ganz zu schweigen von der Vorfreude, die neuen Klamotten noch einmal anzuprobieren und vorzuführen zu können. Und natürlich auch ziemlich wunde Füße, was die Blondine aber niemals öffentlich zugeben würde. Ein Seitenblick auf ihre grüne Zimmergenossin zügelte die kindliche Begeisterung für einen kurzen Augenblick.

„Elphie?“

„Mhm?“ antwortete, oder vielmehr brummte Elphaba während ihre langen schlanken Finger eine weitere Seite umblätterten. Ihre dunkelbraunen Augen liefen weiterhin, wie der Zug auf seinen Schienen, die einzelnen Zeilen entlang. An Galindas eben noch so strahlenden Gute-Laune-Himmel zogen die ersten Wolken auf. Nicht einmal auf ihren Spitznamen, den zugegebener Maßen Galinda höchst selbst ihr verpasst hatte, und auf den sie für gewöhnlich nicht mehr als ein abfälliges Schnauben erwiderte, reagierte Elphaba Thropp, was sie auch nur kurzzeitig von ihrem Buch gelöst hätte.

Die Kilikinesin und die Munchkinländerin hatten sich mittlerweile mit einander arrangiert, aber dennoch blieb nun einmal, was nicht zu ändern war: die beiden Mädchen waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Dabei war sich Galinda vorhin noch so sicher gewesen, dass sie und Elphaba endlich Freunde geworden waren. Und wenn sie ganz ehrlich mit sich selbst war, musste die beliebte Blonde sich eingestehen, dass sie das zynische grüne Mädchen eigentlich auch nicht einmal am ersten Tag wirklich gehasst hatte. Wahrscheinlich hatte sie die Situation damals beide einfach überfordert und sie hatten folglich BEIDE überreagiert. Die neue Umgebung, die vielen neuen Eindrücke, die ersten Schritte fern ab der elterlichen Fürsorge – ja, diese Erklärung fand Galinda Upland ziemlich einleuchtend. Und sie gefiel ihr. Mit diesem Gedanken war die Blondine vorhin in den Straßen sehr zufrieden gewesen, doch half er ihr jetzt gerade auch nicht wirklich weiter.

Ein letztes Mal versuchte Galinda subtil die Aufmerksamkeit der Grünen zu gewinnen und streckte sich genüsslich gähnend. Ihr Kleid knisterte und raschelte, was die Unmengen an Tüllstoff hergaben. Verstohlen blickten die blauen Augen zu dem benachbarten Bett hinüber. Aber alle Mühe war vergebens: Elphaba Thropp schien nicht nur einfach in ihr Buch versunken zu sein. Nein, es war offensichtlich viel schlimmer - die Schwarzhaarige schien Galindas Anwesenheit gar nicht weiter zu beachten.  

Kurzerhand sprang die Kilikinesin von ihrem Bett und zog ihrer Mitbewohnerin in einem plötzlichen Anflug von Mut das Buch vorsichtig – wenn sie es bei dieser Aktion beschädigen würde könnte selbst der Zauberer von Oz sie nicht vor dem Zorn des grünen Mädchens beschützen – aber bestimmt aus den Händen und legte es – nachdem sie rasch ein Blatt Papier als Lesezeichen zwischen die Seiten schob – schwungvoll auf den Nachttisch ihrer Mitbewohnerin.

„Das kannst du doch noch heute Abend weiter lesen.“, kam Galinda rasch Elphaba zuvor, deren Augen bereits tief schwarz geworden waren.

„Ach, kann ich das?“ der scharfe Ton in der Stimme der Grünen schnitt tief in das fluffig rosane Gemüt. Dennoch erwiderte die Blonde nichts darauf, sondern rief sich innerlich zur Ordnung. >Ganz ruhig Galinda, ganz ruhig. Du schaffst das, ohne dass der Frosch dich anspringt. <

„Elphie, ich habe gedacht…“ – „Gedacht hast du?“ – „Ja, hab ich. Ich…“ – „Du machst Fortschritte.“ Galinda spürte, wie sie dunkelrot anlief. Sie konnte die Wut über Elphabas unpassenden Sarkasmus förmlich über ihre Wagen strömen spüren. Und plötzlich kam sie sich einfach nur noch dumm vor. Wieder einmal.  Lustlos und ohne jede Freude sprudelten die Worte dennoch aus ihrem Mund. „… ich könnte dir meine Einkäufe vorführen.“

Es verstrichen endlose Sekunden, in denen Galinda bereits zur Tür, ihren möglichen Fluchtweg planend, schaute und gedanklich eigentlich schon auf halben Weg hinaus war. Besser wenn das grüne Mädchen jetzt nicht ihr Gesicht sah. Den Rücken hatte Galinda bereits ihrem Gegenüber zugewandt ehe die deutlich überraschte und weit weniger scharfe, wie auch kurze Antwort über die grünen Lippen kam: „Warum?“

Vor wenigen Wochen noch wäre Galinda Upland bereits mit Tränen der Wut und hochrotem Kopf aus dem gemeinsamen Zimmer gestürmt, um sich bei einer ihrer „Hofdamen“ – diese Bezeichnung hatte Elphaba einmal verächtlich benutzt und irgendwie war er klamm heimlich in Galindas Vokabular gewandert – über das unmögliche Benehmen ihrer Mitbewohnerin auszuheulen. Doch nicht heute. Nicht nachdem sie sich eingestanden hatte, dass die Grüne weit mehr war als das grässliche „Ding“ in ihrem Zimmer. Und jetzt hatte die eigene Courage die quirlige Blondie doch tatsächlich mundtot gemacht.

„Glinda?“ sanft, um nicht zu sagen beinahe zärtlich, klang Elphabas Stimme. Der erste Vokal war genauso verschwunden, wie die bisherige Kälte in den Worten der Grünen. Bestimmend drehte sie die Blonde zu sich herum. Forschend betrachteten braune Augen blaue. Und die Blonde ließ es geschehen. So sehr sich Galinda auch fest vorgenommen hatte unter gar keinen Umständen zu weinen, besonders nicht vor Elphaba Thropp, so brach doch eine dicke Krokodilsträne aus ihrem rechten Augenwinkel heraus und lief die gepuderte Wange hinab.

„Nein, bitte..., nicht weinen“, vorsichtig strich eine schmale grüne Hand die Träne fort. Sofort zeichnete sich eine feine rote Linie in der grasgrünen Handfläche ab. „Elphie nicht!“, quiekte Galinda und drückte die Hand der Grünen etwas von ihrem Gesicht. Dabei rollten unbeachtet zwei weitere dicke Tränen ihr Gesicht  hinab. „Du tust dir weh.“

„Ach, ich spüre es kaum“, versicherte Elphaba mit leiser Stimme, ließ aber dennoch die Hand wieder sinken. Für einen Augenblick war es so still, dass man draußen die Blätter der gewaltigen Ulmen vor dem Fenster rauschen hörte. Stumm sahen sich die beiden Studentinnen gegenseitig in die Augen, die der Blonden zunehmend wässrig und rot, die der Grünen klar und bei Weitem nicht mehr ganz so dunkel, wie noch zu Beginn des Gespräches.

„Ich wollte dich nicht anfahren“, ungewohnt rau und trocken klang die Stimme der Munchkinländerin in Galindas Ohren. War das etwa eine Entschuldigung? Sie musste sich verhört haben, doch die Grüne durchkreuzte den Gedankenwirbel der kleinen Blondine bereits mit dem nächsten Satz: „Du möchtest mir also wirklich deine Einkäufe zeigen?“ etwas heiserer und vielleicht auch etwas unsicher fielen Elphabas Worte in die Stille. Galinda musste darauf heftig blinzeln. Zum Einen, um endlich den nicht versiegen wollenden Tränenfluss zu unterbinden, zum Anderen, um etwas Zeit zu gewinnen ihre Stimme wiederzufinden. War da nicht ein Hauch von Frohsinn im Satz der Grünen gewesen? Derweil pumpte ihr eigenes Herz eifrig frisches Blut in ihren Kopf. Galinda setzte schnell ein strahlendes Lächeln auf, was eigentlich nicht sonderlich schwer war, und auch die einsetzende Röte, die ihr ins Gesicht schoss, hoffentlich kassierte.

„Ja, natürlich!“ quiekte die Blondine enthusiastisch und packte ihre Zimmergenossin schwungvoll an den Handgelenken. Ehe Elphaba Thropp überrascht auch nur einen einzigen Laut des Protests äußern konnte wurde sie von der Kilikinesin, die ihrer Begeisterung endlich den gewünschten Raum geben konnte, durch das Zimmer gezerrt und prompt zwischen dutzenden von Einkaufstaschen auf dem pinkfarbenen Bett platziert. So dermaßen überrumpelt fehlte es der Grünen eindeutig an einer adäquaten - wie auch eloquenten - Äußerung. Zumal sie die Blondine nicht schon wieder verletzen wollte. Darin war sie zugegebener Maßen bisher der unangefochtene Meister der gesamten Universität gewesen. Zumindest, wenn irgendjemand Punkte in einer derartigen Kategorie verteilt hätte. Ein einziges Wort von ihr und schon schienen die heiteren – und vermutlich schrecklich unschuldig naiven – Traumwelten in der Gedankenwelt ihrer Mitbewohnerin wie hauchdünne Seifenblasen zu zerplatzen. Skeptisch zog sie daher nur die dunklen Augenbrauen in die Höhe, als Galinda Upland ihre Hände endlich freigab und kichernd verkündete: „Oh, ich freu mich ja so! Warte hier – ich zieh gleich das erste Kleid an.“

Und damit war sie auch schon mit der ersten Tüte im gemeinsamen Badezimmer verschwunden. Elphabas ersticktes „Äh…Halt, warte. Ich…“ wurde komplett von den Geräuschen der zufallenden Tür geschluckt. Wieder allein im Raum schloss die Grüne erstmal die Augen und atmete mehrmals tief durch. So hatte sie sich diesen Abend definitiv nicht vorgestellt. Wie um sich selbst zu beruhigen verschränkte sie die langgliedrigen Finger ihrer Hände ineinander. Dennoch durchzog ein leichtes Zittern weiterhin die schmalen grünen Schultern bis hinab in die Fingerspitzen. Ein kausaler Zusammenhang für diese heftige körperliche Reaktion fiel der Schwarzhaarigen jedoch nicht ein. Zumindest kein logischer.

Hinter der Tür zum Badezimmer polterte es laut, was Elphaba sofort erschrocken zusammen fahren ließ. "Alles in Ordnung?" Ihre Augen richteten sich unweigerlich auf den verschlossenen Durchgang zu dem angrenzenden Raum, als dieser bereits schwungvoll geöffnet wurde und eine vergnügte Galinda Upland ausspuckte. „Tada!“

Das grüne Mädchen erstarrte. Die Leistung ihres Gehirns reduzierte sich schlagartig auf den einzigen Befehl, bloß nicht das Atmen zu vergessen.

„Ist das nicht toll?!“, nur mit Mühe gelang es Galinda, dass sich ihre Stimme in den höchsten Tönen nicht überschlug. Begeistert schwenkte sie ein in der Taille eng anliegendes, cremeweißes Sommerkleid, dessen zart rosa Bänder sanft ihre freiliegenden Waden umspielten. „Ja…das…das…ist…ist…wirklich toll“, kam es etwas lahm von der Grünen. Doch ihre blonde Mitbewohnerin schenkte ihr für diesen Satz ein vergnügtes und unsagbar hell strahlendes Lächeln. Das war neu. Und auf eine verquere Weise fühlte sie die Grüne davon angesteckt.

Mit der Zeit leerten sich die Einkaufstüten und sehr zur Freude der kleinen Blonden taute auch ihre grüne Freundin aus ihrer anfänglichen Erstarrung auf. Sie bemerkte durchaus, wie die Grüne versuchte ihre Worte mit Bedacht zu wählen – um sie nicht mit einer weiteren Unachtsamkeit zu verletzen. Dennoch konnte auch diese Taktik nicht verhindern, dass Elphaba Thropps forsche Art sich irgendwie ihren Weg in die Konversation bahnte – wenngleich zum höchsten Amüsement der kleinen Kilikinesin. Gerade raffte die zierliche Blonde den Saum eines schlicht blaugrauen Kleides aus besten Leinen. Es besaß keine weiteren Applikationen oder Stickereien, nicht einmal Rüschen und schon gar keinen raffinierten Verschluss. Insofern war dieses Kleid eindeutig nicht der übliche Stil der lebhaften Blonden. Elphabas dunkle Augen folgten jeder ihrer Bewegungen genau, doch schien ihr Mund mal wieder nicht die richtigen Worte finden zu wollen. Somit platzte die Ungeduld nur so aus Galinda heraus: „Und? Wie findest du das hier?“ Sie drehte sich direkt vor ihrer Mitbewohnerin wiederholt um die eigene Achse.

„Ja..., das ist auch... sehr nett“, kam es mit einiger Verspätung von dem grünen Mädchen. Die Blonde konnte ein heiteres Kichern nicht mehr unterdrücken, ehe sie antwortete: „Sagtest du nicht einmal „nett“ ist nur eine höfliche Umschreibung für sch…?“

„Jajaja! Ja – ich weiß, ich weiß – was ich über dieses Wort gesagt habe“, versuchte die Grüne noch die Situation zu retten. Doch folgte prompt ein weiteres verbales Crescendo: „…es…es ist eben ...nicht... so … aufgeblasen.“

Galinda Upland quiekte bei dieser Rechtfertigung nur noch lauter und schaffte es damit, dass ihre Mitbewohnerin um eine deutliche Spur grüner um die Nase wurde.

„Das Wort was du suchst, heißt „ausdrucksstark“, Fräulein Thropp“, grinste die Kleinere, als sie rasch nach Elphabas Händen griff. Die hellen blauen Augen suchten die dunkelbraunen ihres Gegenübers. Die Grüne schien einmal mehr deutlich schlucken zu müssen, ehe sie ihre Stimme wiederfand.

„Ist auch egal, wie ich es bezeichne, oder? Es ist eben auch ein schönes Kleid.“

Die Hände aus dem Griff der Blonden lösend und den Blick abwendend fügte sie noch etwas hinzu, was Galinda jedoch nicht mehr verstand. Doch schaute die Grüne sie umgehend etwas scheu an und verzog ihre dunklen Lippen zu einem aufrichtig Lächeln.

Das Herz der kleinen Blondine frohlockte bei diesem Anblick und legte einen wahren Tango aufs Parkett. Zum ersten Mal in ihrem Leben schien sie selbst im Mittelpunkt zu stehen. Nicht die eigentlich vorgeführten Konsumgüter. Und noch etwas war anders: Die Grüne war sicherlich sehr verkrampft und alles andere als geübt mit ihrer doch eher äußerst verlesenen Wortwahl. Doch sah Galinda Upland in den tiefbraunen Augen jedes Mal, wenn sich ihre Blicke trafen, eine Ehrlichkeit, die sie um ein Haar nahezu körperlich umhaute.

Sie war die unangefochtene Königin unter den zahlreichen Studenteninnen von Shiz. Sie wurde begehrt und bewundert. Ihrem Geschmack und ihrer Meinung wurde – meist ohne großes Aufsehen darum zumachen - ausnahmslos entsprochen und nachgeeifert. Und all jene zahllosen Blicke, die ihr galten, waren seit jeher unaufrichtig und offensichtlich falsch gewesen. Sie galten dem Preis des Kleides. Ihrem Status. Ihrer Abstammung. Ihrem perfekten Auftritt. Eben der ganz großen Show. Aber nie ihr selbst.

Doch das hier war etwas Neues. Es fühlte sich echt an. Herzlich. Aufrichtig. Wie das warme Leuchten der ersten Sterne an einem sonst noch so verlassen kalten Nachthimmel. Und das ausgerechnet von Elphaba Thropp. Es war einfach wundervoll. Glücklich drehte sich Galinda ein letztes Mal unter dem Blick der Grünen in ihrem neuen Kleid vor dem großen Spiegel.

„Ich…ich muss jetzt in die Bibliothek. Hat mich gefreut Glinda.“ Elphaba sprang plötzlich ruckartig von dem großen, pinkfarbigen Bett auf und schien den Raum augenblicklich in Windeseile verlassen zu wollen. Doch eine letzte Überraschung hatte sich die kleine Blondine für ihre Mitbewohnerin bis zum Schluss aufgehoben. Der Gedanke dafür war ihr in den Kopf geschossen, als sie den Blick der Grünen bei Anprobe des ersten Kleides auf sich gespürt hatte. Spontan. Ohne Berechnung.

„Danke Elphie!“, und bevor sich die Grüne versah, hatte ihr das elfengleiche Wesen mit den goldenen Locken einen sanften Kuss auf die Wange gehaucht, bevor sie den gemeinsamen Wohnraum verlassen konnte.

Dann trennte die beiden die zufallende Tür.
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