Alice im Museum

von LeoSamra
GeschichteDrama, Romanze / P16
Ahkmenrah OC (Own Character)
07.02.2016
14.05.2016
5
5.739
 
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11 Reviews
Dieses Kapitel
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07.02.2016 1.116
 
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Hey ihr,
ich war ja wirklich schockiert, als ich gesehen habe, wie wenig FFs es zu Nachts Im Museum gibt, also dachte ich mir, schreib ich doch mal die Nr. 16 *hehe*
Allerdings hoffe ich, dass ihr es mir nicht übel nehmt, wenn es mit neuen Kapiteln etwas dauert, ich hab momentan viel zu tun und noch zwei weitere offene Geschichten, aber wie gesagt, diese FF konnte ich mir nicht verkneifen XD
Also viel Spaß beim Lesen und über Reviews würde ich mich freuen *grins*
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Prolog


Aufgeregt saß ich im Flugzeug nach New York. Abgesehen von meiner Studienfahrt nach London bin ich noch nie geflogen und ich bekam gar nicht genug davon, in die Wolken zu starren, Musik zu hören und nachzudenken. Ja, es gab viel in meinem Kopf, das ich erstmal verarbeiten musste. Vor nicht mal einer Woche war es absolut undenkbar, dass ich jemals hierher kommen würde und nun flog ich durch die Luft. Ich hatte nämlich erfahren, dass ich einen entfernten Verwandten, also Onkel des so-und-so-vielen Grades in New York hatte, meines Vaters Seite aus. Dazu musste man wissen, dass ich abgesehen von meinen Urgroßeltern niemanden aus der Familie meines Vaters kannte, ihn selbst auch nur einmal gesehen habe, also eine komplizierte Familie die ich nicht als Familie akzeptiere.
Deshalb war ich auch so verwirrt, als meine Mutter plötzlich mit der Nachricht kam mein Onkel Larry wollte mich mal kennenlernen, wahrscheinlich um so ein bisschen gut zu machen, was diese Familie verbockt hatte. Na gut, aufgeregt war ich schon, aber ich konnte nicht versprechen, ob ich ihn mögen würde, schließlich hatte er sich ja auch erst nach 18 Jahren gemeldet.

Als die Maschine landete wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und neugierig machte ich mich auf den Weg um meinen Koffer zu bekommen. Die letzte Hürde war: Wer war Larry? Suchend blickte ich mich um und entdeckte einen Mann mit dunklen Haaren, der ebenfalls auf jemanden zu warten schien. Da aber sonst niemand da war, der mein Onkel hätte sein können, ging ich einfach mal auf ihn zu.

„Alice?“, fragte der Mann vorsichtig.

Ich nickte und er lächelte nun. „Ich bin Larry, hattest du einen guten Flug?“

Wieder nickte ich und antwortete nur „Ja.“

Vielleicht war ich grade nicht die Höflichkeit in Person, aber ich musterte ihn immer noch ganz genau und fragte mich, wie er denn so unbeschwert wirken konnte. Ich hingegen war einfach nur misstrauisch.

„Komm, ich zeige dir erstmal dein Zimmer für die nächsten drei Wochen“, meinte er dann und blickte mich fragend an.

Und wieder nickte ich nur. So langsam machte es mir sogar etwas Spaß, dass ich ihn sichtlich verwirrte.

Zusammen hievten wir meinen Koffer ins Auto, er war so schwer wegen all dem Kram, den ich im Winter nun mal brauchte. Ganz normal natürlich.
Die Fahrt zu seiner Wohnung verlief dann allerdings nicht mehr einsilbig, denn er erzählte mir viel über New York und ich war einfach so verdammt fasziniert, dass ich aus dem Staunen gar nicht mehr rauskam. Noch nie in meinem Leben war ich in so einer Metropole, wahrscheinlich galt ich hier als Landei, obwohl ich schon aus einer süßen 50.000 Einwohner-Stadt kam.
Mittlerweile war mir Larry sogar etwas sympathisch, denn er stellte keine blöden Fragen sondern lenkte das Gespräch in eine ganz ungezwungene Richtung, worüber ich mehr als dankbar war. Über Familie zu reden hatte ich wirklich keine Lust.

An seiner Wohnung angekommen meinte er fast schon beiläufig: „Dein Cousin Nick kommt leider erst gegen Abend, aber dann essen wir alle zusammen, okay?“ Moment. Cousin? Niemand erwähnte, dass er einen Sohn hatte. Okay, gut, ich hatte also noch einen Cousin, warum nicht.

Larry schien meine Überraschung gar nicht zu bemerken und redete einfach weiter, während er die Tür zu der wirklich geräumigen Wohnung öffnete und den Koffer hinter sich herzog. „Dein Zimmer ist gleich hier vorne, ich muss erstmal noch ein bisschen was erledigen, Bad gleich nebenan, oh und wenn du was essen willst, die Küche siehst du ja.“

„Ist okay.“ Ich öffnete die Tür zu meinem Zimmer. Ein relativ großes Bett (Freude), ein kleiner Schrank, ein Schreibtisch und ein Stuhl. Alles was ich brauchte war da und der Raum komplett ausgefüllt. „Danke Larry, das ist wirklich gemütlich.“

Er lächelte. „Schön, dass es dir gefällt. Also bis später, in Ordnung?“

„Ja, viel Spaß“ Gut, ich musste zugeben, er war wirklich okay, also ja, wirklich nett.

„Dann fühl dich wie zu Hause“, sagte er im hinaus Gehen und zwinkerte mir noch zu, bevor er die Tür wieder schloss.

Erstmal allein begann ich meine Sachen auszupacken. Meine Klamotten fanden ihren Weg in den Schrank und zufrieden registrierte ich den Spiegel an einer der beiden Türen. Dann packte ich meine Kulturtasche aus und suchte mir einen Platz im Bad. Und mein Koffer leerte sich immer weiter, bis ich zuletzt meinen Zeichenblock und die Stifte auf den Schreibtisch legte. Ich liebte es einfach zu zeichnen, dabei konnte ich so gut entspannen, und ich zeichnete wirklich oft.

Als ich mich diesmal umdrehte, um den Rest der Wohnung zu erkunden, bemerkte ich zum ersten mal mein Spiegelbild und ich musste zugeben, dass ich wirklich etwas ramponiert vom Flug aussah. Meine goldblonden Haare, die mir knapp über die Schultern fielen, hatten so viel Volumen wie schon lange nicht mehr. Das kam wohl davon, wenn die Locken wieder hervorbrachen. Nun sah mein Haar einfach nur komplett wirr und wild aus, und provisorisch strich ich es mit den Fingern glatt. Das Schöne an meinen Haaren war, dass sie lockig, wellig oder glatt sein konnten,  je nachdem wie ich sie föhnte. Das ging erst, seit ich sie mir so kurz geschnitten hatte, da sie jetzt einfach nicht mehr so schwer waren.

Ganz das Klischee Blondine mit blauen Augen musterte ich meine leichten Augenringe nun genauer. Und wo ich grade dabei war, meine Augen waren groß und, Überraschung, blau, hatten allerdings einen gelben Ring, sodass viele einfach sagten, ich hätte grüne Augen.
Was aber (glücklicherweise) dieses typische Bild zerstörte, war meine Größe, 1.60m war nun wirklich klein, als Art Ausgleich war ich allerdings wieder schlank. Im Großen und Ganzen war ich echt zufrieden mit mir, zwar glaubte ich nicht, dass ich eine absolute Schönheit wäre, fand mich jetzt aber glücklicherweise auch nicht hässlich.

Als ich also Concealer über die Schatten unter meinen Augen aufgetragen hatte, ging ich in die offene Küche und nahm mir was zu trinken mit in mein Zimmer. Die Wohnung war echt schick, dachte ich, als ich mich an den Schreibtisch setzte und anfing zu zeichnen.
Und so verging also die Zeit, bis Larry wiederkam, zusammen mit einem etwa 16 Jahre alten Jungen, der wohl Nick sein musste. Na dann, hallo Familie.
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