Schatten der Vergangenheit

von Tsukumo
GeschichteDrama / P16
Zess (Luka Crosszeria)
07.02.2016
21.02.2016
2
9.445
1
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Dieses Kapitel
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07.02.2016 4.915
 
(So ich habe mich dazu entschieden auch noch die Zweite Variante zu schreiben. Ich habe noch keine Ahnung wo das hinführen wird. Ich habe aber jetzt schon Spaß dabei. Fakt ist es wird auch wieder FSK Szenen geben aber ich weiß noch nicht wann, deswegen erstmal die Einstufung P 16, das würde ich dann wenn es so weit ist ändern. Ich hoffe euch gefällt diese Alternative auch.)

Luca ging wieder zurück nach Tokio, er könnte es niemals übers Herz bringen Yuki wirklich zu verlassen oder ihn im Stick zu lassen. Doch er wollte auf Abstand bleiben. Seine Angst war einfach zu groß. Er folgte nur teilnahmslos den Ermittlungen von Kuroto und Senshiro. Diese bemerkten schnell, das etwas seltsam an dem Duras war, doch fragten nicht weiter nach. Unterdessen blieb jeder Versuch den Yuki unternahm, Luca zu erreichen, erfolglos. Er machte sich Sorgen um seinen Beschützer. Takashiro erfuhr, das Yuki sich viel Gedanken machte und redete mit ihm. Er teilte seine Sorge auf die ein oder andere Weise und schickte Tsukumo zu den Wächtern und Luca. Er sollte nicht nur die Untersuchungen unterstützen, sondern auch versuchen mit Luca zu sprechen. Er und Touko waren neben Yuki die einzigen Bezugspersonen des Duras. Der Weißhaarige kam gegen Mittag bei ihnen an. "Was machst du den hier Tsukumo?", fragte Kuroto. "Ich soll euch helfen.", berichtete er von den Anweisungen, die er bekommen hatte. Zusammen mit Luca sollte er alle Möglichen Informationen zusammen tragen, die sie hatten, bekommen konnten oder der Gleichen. Takashiro schickte die Beiden zu einem eher ländlich gelegenen Sitz des Clans, in dem sich im laufe der Zeit sehr viel Wissen über Duras angesammelt hatte. Ibuki war beschäftigt und so mussten sie mit dem Zug reisen.

Am Bahnhof kaufte Tsukumo grade die Tickets, während Luca genervt an einer Wand lehnte und wartete. Immer wieder liefen Menschen an ihm vorbei, starrten ihn an und tuschelten untereinander. Der Schwarzhaarige fiel einfach auf. Seine Laune wurde immer schlechter und er wäre am liebsten zurück gegangen und hätte sich in sein Zimmer eingesperrt. Doch er war auch neugierig. Er selbst wusste über Duras nur, was ihm beigebracht wurde und was er selbst gesehen hatte. Es war die Gelegenheit für ihn, mehr über seine eigene Rasse zu erfahren und vielleicht befanden sich auch Informationen über seinen Clan darunter.

Tsukumo kam zu ihm rüber. "Hier.", gab er ihm das Ticket. "Unser Zug kommt in einer halben Stunde, wir könnten noch was essen. Hier am Bahnhof gibt es ein Fastfoodladen.", sagte er. Der Weißhaarige wusste ganz genau, dass es Lucas lieblings Essen war und versuchte so, seine Laune etwas aufzubessern. Eigentlich hatte der Schwarzhaarige nicht vor etwas zu essen, doch ein Burger war einfach zu verlockend. Erst noch etwas mürrisch folgte er Tsukumo. Der Laden war voll bis obenhin und es dauerte lange bis sie an der Reihe waren. An der Kasse bestellte der Junge direkt für Luca mit, da er es nicht selber getan hätte. Auch wenn es etwas dauerte, da sich Tsukumo mit solchen Sachen ebenfalls etwas schwer tat. Mit der Tüte im Arm schaute er auf sein Handy um die Uhrzeit zu überprüfen. "Der Zug kommt gleich.", lief er schnell die Treppe runter um das Gleis zu wechseln. Luca folgte ihm. Unter den Gleisen hörten sie bereits den Zug einfahren. "Mist.", eilte der Wächter zur Treppe des Gleises. "Gib Gas.", griff Luca an Tsukumos Reisetasche, die er über der Schulter trug und zerrte den Jungen die Treppe hoch. Sie schafften es noch rechtzeitig in den Zug und suchten nach ihren Plätzen. Mit dem Ticket vor der Nase lief der Weißhaarige durch den schmalen Gang ohne auf die Umgebung zuachten und stieß direkt mit einem anderen Passagier zusammen. "Kannst du nicht auf passen? Die Jungend von heute.", schüttelte der Mann den Kopf und quetschte sich an den Beiden vorbei. Leicht peinlich berührt schaute Tsukumo auf den Boden und ging weiter. "Tsukumo schau wo du hin läufst.", zog Luca wieder an der Tasche um ihn anzuhalten. Er war kurz davor erneut in eine Passagierin zu laufen. "Tschuldigung.", nuschelte er. Jetzt schaute Luca auf das Ticket und ging voraus. Er fand kurze Zeit später die Kabine der Beiden und ging hinein. "Eine ganze Kabine nur für uns?", legte Tsukumo die Tasche und die Tüte ab. "Sieht so aus.", setzte Luca sich in Fahrtrichtung ans Fenster. "Hier.", entleerte der Schüler die Burgertüte auf dem Tisch. "Lass uns erstmal was essen.", nahm er sich einen und packte ihn aus. "Du denkst doch ständig ans Essen.", sah Luca aus dem Fenster. "Gar nicht wahr.", biss Tsukumo in den Burger und setzte sich ihm gegenüber. "Willst du nichts?", fragte er, nach dem er den ersten aufgegessen hatte. Ohne zu antworten nahm der Duras sich einen und aß ihn. Er hatte keine Lust auf eine Diskussion. "Wie lange fahren wir?", kaute Luca auf dem Burger rum. "12 Stunden.", antwortete Tsukumo.

Die meiste Zeit redeten sie nicht miteinander. Beide waren eher still und momentan war Luca so oder so nicht sonderlich gesprächig. Es wurde langsam Abend und sie gingen ins Bordrestaurant. Während Tsukumo sich was zu essen bestellte, gab der Schwarzhaarige sich mit einem Getränk zu frieden. "Bist du schon mal mit einem Zug gefahren?", fragte der Weißhaarige neugierig. Luca schüttelte den Kopf: "Und du?" "Das ist das dritte Mal aber vorher noch nie so lange oder ohne Touko.", antwortete er. Das essen wurde gebracht und Tsukumo starrte sabbernd auf den Teller: "Sieht echt lecker aus." Sofort stürzte er sich darauf und stopfte einen Bissen nach dem Anderen in sich hinein. "Du verschluckst dich noch.", sagte Luca und kaum war es passiert. Der Wächter hustete und schnappte nach Luft. Der Duras stand auf und beugte sich zu ihm rüber. Vorsichtig Klopfte er auf Tsukumos Rücken. "Trink was.", setzte er sich wieder, nach dem es besser geworden war. "Danke.", sagte er, nach dem er einen Schluck getrunken hatte und das Glas wegstellte. "Du bist unmöglich.", schüttelte Luca den Kopf und sah aus dem Fenster. Mittlerweile war es stock dunkel draußen geworden. Man konnte die Sterne am Himmel sehen und die Berge. Weit entfernt sahen sie sogar eine hell erleuchtete Stadt. "Sodom hätte das bestimmt auch gefallen.", aß Tsukumo langsamer weiter. "Bestimmt. Aber er wäre noch mehr aufgefallen als ich und es ist besser wenn er bei Yuki bleibt.", erwiderte der Schwarzhaarige. "Er vermisst dich.", sagte der Wächter leise. "Und Yuki dich auch.", dachte er noch. "Ich weiß aber er fühlt sich bei Yuki wohl und mag ihn.", antwortete Luca. "Du willst doch nur, das er auf Yuki aufpasst, weil du weggelaufen bist.", dachte Tsukumo und aß zu ende.

Sie gingen wieder zurück in ihre Kabine und machten es sich bequem. Der Weißhaarige zog sein Handy aus der Tasche um seine Schwester anzurufen, als es klingelte. "Tsukumo, du wolltest doch anrufen.", sagte Touko am Hörer, nach dem ihr Bruder ans Telefon gegangen war. "Hatte ich grade vor.", antwortete er. "Ist Luca bei dir?", fragte sie. "Nein, der läuft neben dem Zug her, natürlich, wo soll er den sonst sein?", antwortete Tsukumo. Luca schmunzelte kurz. "Oh man Touko.", dachte er. "Stell mich mal auf laut.", sagte Touko. Der Junge tat, was sie gesagt hatte und legte das Handy auf den Tisch: "Hab ich." "Shusei geht es langsam besser, er darf bald aus dem Krankenhaus raus.", berichtete die Wächterin. "Das ist gut.", lächelte Tsukumo. "Senshiro und Kuroto haben bei der Zeugenbefragung nicht viel raus bekommen. Die Meisten konnten sich an nichts mehr erinnern. Ein Opfer hat erzählt das Wesen hätte weiße Haare und blaue Augen.", erzählte sie weiter. Luca wurde an dem Gespräch plötzlich interessiert. "Blaue Augen?", fragte er. "Ja genau, warum?", wollte das Mädchen wissen. "Hast du schon mal einen Duras mit blauen Augen gesehen?", erwiderte Luca. "Nein. Aber vielleicht war es ja ein Mensch der von einem Duras besessen war. Wie wir schon angenommen hatten.", antwortete sie. "Dann wäre der Duras trotzdem nicht einfach aus Shuseis Käfig entkommen.", sagte Der Schwarzhaarige. "Worauf willst du hinaus?", fragte Touko. "Es gibt einen einzigen Clan, bei dem es Duras mit blauen Augen gibt. Dieser Clan existiert aber schon seid Jahrhunderten nicht mehr. Ansonsten müsste es ein halb Duras sein. Eine andere Erklärung gibt es nicht, glaube ich.", erklärte Luca. "Darum fahren wir doch jetzt zu diesem Sitz.", sagte Tsukumo. "Ich hoffe ihr findet was raus. Wenn dieses Ding weiter frei rum rennt und wir es nicht besiegen können... Ich mag mir gar nicht ausmalen, was dann passiert.", sagte seine Schwester traurig. "Mach dir keine Sorgen, wir finden was.", versuchte der Weißhaarige sie zu beruhigen. "Ich drück euch die Daumen. Du kannst mich jetzt wieder leise stellen.", erwiderte sie. Tsukumo nahm das Handy stellte es auf leise und hielt es ans Ohr. Er hörte seiner Schwester zu, als sie erzählte. Sie redete darüber, wie es Yuki, Sodom, sich und den Anderen ging. "Hast du schon was aus ihm raus bekommen?", fragte Touko. "Nein.", antwortete er kurz und knapp. "Bleib weiter dran ja?", sagte sie. "Mach ich, schlaf gut.", verabschiedete sich der Wächter. "Du auch Tsukumo.", legte Touko schließlich auf. Tsukumo steckte das Handy wieder in die Tasche und sah zu Luca: "Du solltest dir auch mal eins zu legen." "Was?", drehte Luca den Kopf zu ihm. "Ein Mobiltelefon.", antwortete er. "So ein Ding?", zog der Schwarzhaarige eins aus der Tasche. "Du hast eins? Warum hab ich deine Nummer nicht?", schaute Tsukumo überrascht. "Keiner hat sie nur Takashiro und ich geh nie ran.", antwortete Luca. "Wieso?", wollte der Wächter wissen. "Weil er sich dann immer ärgert.", sagte er. "Dann geh ran.", erwiderte Tsukumo. "Nein, zu nervig.", packte Luca es wieder weg. "Und wenn es wichtig ist?", blinzelte der Junge verwirrt. "Muss er mehrmals anrufen.", grinste der Schwarzhaarige. "Macht dir das Spaß?", fragte Tsukumo immer noch verwirrt. "Irgendwie schon.", sah Luca wieder raus aus dem Fenster. "Ich bekom deine Nummer noch, irgendwie.", seufzte der Weißhaarige.

Wieder war es eine Weile still, bis Tsukumo die Beine hoch legte. "Bleibst du wach?", fragte er. "Ja.", antwortete der Duras. "Dann ruh ich mich etwas aus, weck mich wenn was ist.", legte der Weißhaarige seinen Kopf gegen die Wand und schloss die Augen. Tsukumo konnte ohne seine Schwester nicht besonders, Sodom hatte ihm beim einschlafen geholfen, während seine Schwester auf Klassenfahrt war, doch dieser war jetzt auch nicht da. Er konnte schlecht Luca fragen, ob er sich an ihn kuscheln durfte. Wahrscheinlich wäre er im hohen Bogen aus dem Zug geflogen oder so ähnlich. Es dauerte eine Weile bis er eingeschlafen war. Doch schließlich gelang es ihm. Selbst das Ruckeln des Zuges störte ihn nicht. Luca stand irgendwann auf und ging über den Gang vor der Kabine. Wenn man so viel Zeit zum nachdenken hatte wie er, war es nicht sonderlich ungewöhnlich, dass er sich irgendwann die schlimmsten Szenarios ausdachte. Diese steigerten seine Angst nur noch weiter und machten die ganze Situation kein Stück besser. Während keiner außer Takashiro seine Nummer hatte, hatte er die Nummern aller. Er hielt sein Handy in der Hand und scrollte seine Kontakte runter. Bei Yuki blieb er stehen und starrte fast fünf Minuten auf seinen Namen, bis er das Telefon wieder wegsteckte. Er stütze sich mit den Händen auf den Handlauf und schaute raus in die Nacht. Der Zug fuhr grade in einen Tunnel und andere Wagons, die noch hell erleuchtet waren, warfen einen Schatten an die Mauer des Tunnels. Plötzlich sah er etwas. Etwas das nicht zum Zug gehörte. Den Schatten einer menschlichen Gestallt. Er schob die Tür der Kabine auf: "Tsukumo wach auf." Der Weißhaarige grummelte. "Tsukumo!", warf er ihm etwas gegen den Kopf. "Was ist den?", richtete Tsukumo sich auf. "Komm mit, schnell.", zog Luca ihn raus auf den Gang. Sie hatten den Tunnel bereits wieder verlassen und die Umgebung war keinen so klaren Schatten, wie der Tunnel. "Verdammt.", biss sich der Duras auf die Lippe. "Was ist?", fragte der Wächter verschlafen. "Da war etwas auf dem Zug. Jemand.", antwortete Luca. "Jemand war auf dem Zug?", schaute Tsukumo verwundert. Luca nickte nur und versuchte etwas in den Schatten draußen zu erkennen. "Das hast du dir bestimmt nur eingebildet.", ging der Junge wieder zurück. Wenn er nicht im Halbschlaf gewesen wäre, hätte er das nicht gesagt. Er wusste ganz genau, dass Luca so etwas nicht ohne Grund sagen würde. "Das hab ich mir nicht eingebildet.", folgte er ihm. "Tsukumo, irgendwer verfolgt uns.", sagte Luca ernst. Langsam etwas klarer im Kopf starrte der Weißhaarige ihn an: "Bist du dir sicher? Spürst du etwas?" "Nein nichts. Aber ich bin mir sicher!", zischte er. "Takashiro hätte nicht dich schicken sollen, sondern ein Wächterpärchen. Du bist so nutzlos wie ein Stück Brot ohne Touko.", seufzte Luca und versuchte alles im Auge zu behalten. "Stimmt doch gar nicht.", beschwerte Tsukumo sich. "Ihr seid aber effizienter als Team.", erwiderte er. "Dann sind wir solange ein Team.", sagte der Wächter. "Ich brauch keinen Partner aber du, also habe ich keine andere Wahl.", stimmte der Schwarzhaarige ihm zu. "Das war nicht nett. Du brauchst mich sehr wohl, du kannst keine besessenen Menschen von dem Duras befreien.", schaute er Luca an. "Na gut, so nutzlos wie nen Sack Kartoffeln.", ging Luca zum Ende des Wagons. Tsukumo folgte ihm: "Na immer hin eine Steigerung. Wohin willst du?" "Ein paar Wagons weiter, vielleicht kann man es besser sehen, wenn wir in dem Wagon sind über dem die Gestallt war.", ging er durch die Tür.

Leise und aufmerksam gingen Beide Wagon für Wagon nach vorne, bis sie in dem waren, auf dem Luca den Schatten gesehen hatte. Sie schauten durchs Fenster, konnten aber durch das Licht drinne nicht viel sehen. Mit den Händen versuchten sie sich etwas bessere Sicht zu verschaffen und klebten an der Scheibe. Plötzlich flog etwas an der Scheibe vorbei und Tsukumo erschreckte sich. "Ah!", versteckte er sich hinter Luca, der auch leicht zusammen gezuckt war. "Das war nur ein Blatt.", sagte der Duras. Die Beiden seufzten erleichtert und machten sich wieder auf den Rückweg. "Luca, hörst du das?", fragte Tsukumo. Sie blieben stehen. ein dumpfes metallisches Geräusch ertönte regelmäßig und wurde lauter. Als würde es näher kommen. "Klingt wie Schritte.", antwortete er. "Langsam wird´s gruselig.", sah der Weißhaarige sich um. "Mach dir nicht ins Hemd.", schaute Luca sich auch um. "Das ist schlimmer als ein Horrorfilm.", kam der Junge dichter an den Duras heran. "Warum schaust du dann so was?", sah der Schwarzhaarige ihn an. "Keine Ahnung.", antwortete er. "Selber schuld.", ging Luca weiter.
Wieder in der Kabine kam Tsukumo immer noch nicht wieder runter.Er versuchte sich mit einer Tüte Chips abzulenken. Er griff in die Tüte und nahm sich einen, dabei zitterte er so stark, das der Chip zu Boden fiel. "Das war jetzt schon der fünfte, du solltest das vielleicht lassen, sonst liegt die ganze Tüte bald auf dem Boden.", sah Luca zu ihm. Der Wächter antwortete nicht und starrte ihn nur an. "Ich finde die Tatsache, das du mich so anstarrst ja irgendwie gruseliger, als das uns was verfolgt.", dachte der Duras. Nach und nach machte sich ein seltsames Gefühl bei ihnen breit. Sie fühlten sich beobachtet und was auch immer es war, es war ganz nah. "Du schaust aus dem Fenster hier, ich raus auf den Gang.", sagte Luca und drehte sich zum Gang. "Touko-chan, ich hab Angst.", versuchte Tsukumo seine Schwester zu erreichen und sah aus dem Fenster. "Sie schläft bestimmt schon.", sagte der Schwarzhaarige. Die ganze Nacht starrten sie in verschiedene Richtungen raus. Als Luca am Morgen, nach dem es wieder hell geworden war, das erste Mal wieder zu Tsukumo sah fiel er fast von der Sitzbank: "Wie siehst du denn aus?" Der Junge war geistig total abwesend und reagierte nicht. Er hatte tiefe Augenringe und einen irren Blick. "Ich hol dir mal einen Kaffee, den kannst du gut gebrauchen.", stand der Duras auf und verließ die Kabine. Vor einem Automaten blieb er stehen und steckte Geld hinein. "Ich glaube ein zweiter könnte nicht schaden.", holte er noch einen und ging wieder zurück. "Tsukumo?", stand er vor einer leeren Kabine. "Was macht der Junge jetzt schon wieder?", dachte er und ging rein. Er stellte die Kaffeebecher auf den Tisch und schaute unter den Sitzen nach, es hätte ja sein können das er sich dort versteckte. Doch dort war nichts. Plötzlich wurde die Tür aufgeschoben und Luca schreckte hoch. "Gott, du bist es nur.", setzte der Schwarzhaarige sich hin. Wie ein Zombie schlurfte Tsukumo zu seinem Platz, setzte sich und haute den Kopf auf den Tisch. "Trink jetzt den scheiß Kaffee.", zeigte Luca auf die Pappbecher. Mit beiden Händen griff der Junge nach einem der Becher, zog ihn an sich ran, hob den kopf und fing an zu trinken. Nach dem halben Becher ließ er den Kopf wieder fallen und grummelte. "Vielleicht hab ich mir das doch nur eingebildet.", dachte Luca laut. "WAS?!", stürmte Tsukumo zu ihm und schüttelte ihn. "Machst du jetzt einen auf Hotsuma?", nahm er den total schlappen Jungen am Shirt hoch und setzte ihn wieder auf seinen Platz. "Lass das lieber und trink den Kaffee.", hielt der Duras ihm den Becher an den Mund. Der Weißhaarige nahm in in die Hände und trank ihn dann aus. Sofot danach zog er den Zweiten zu sich und trank ihn in einem Zug leer. "Du siehst immer noch scheiße aus.", sah Luca aus dem Fenster. "Ich geh mir das Gesicht waschen.", stand Tsukumo auf. "Und wo warst du grade?", fragte der Schwarzhaarige. "Auf Klo.", antwortete der Wächter. "Und da bist du noch nicht auf die Idee gekommen dein Gesicht zu waschen?", zog Luca eine Braue hoch. "Nein.", schlurfte der Junge den Gang runter zur Toilette. "So ne Pflaume.", holte der Duras sein Handy wieder raus und tippte eine Nachricht. "Es tut mir leid." stand drine. Er musste nur noch einen Knopf drücken um sie abzuschicken. Doch dann kam Tsukumo wieder zurück und er steckte es schnell wieder zurück. "Wir sind gleich da.", nahm der Wächter die Tüte Chips die er in der Nacht auf gemacht hatte und aß welche.
Der Zug wurde langsamer und fuhr in den Bahnhof ein. Die Beiden nahmen ihre Taschen und gingen zum Ausgang. "Wir sind echt mitten in der Pampa gelandet.", sagte Tsukumo und stieg aus. Luca folgte ihm und drehte sich dann um. Auf dem Dach war nichts. Er fing langsam wirklich an zu zweifeln. "Takashiro hat gesagt wir werden hier abgeholt.", sah der Weißhaarige sich um. "Tsukumo, hier ist nichts.", sagte Luca. Sie standen auf einem vielleicht 100 Meter langen Bahnsteig auf dem grade mal eine Bank und ein Ticketautomat stand. Davor war nur eine smalle sandige Straße. Niemand außer ihnen war dort. "Vielleicht verspäten die sich einfach nur.", drehte Tsukumo sich um. Luca setzte sich auf einen größeren Stein am Straßenrand und schaute in eine Richtung. "Da kommt was.", sagte der Wächter. "Was?", fragte der Duras.  "Keine Ahnung, sieht aus wie ein Auto.", versuchte Tsukumo etwas zu erkennen. "Sieht so aus?", zog Luca eine Braue hoch und stand auf. "Macht ziemlich krach.", wunderte sich der Schwarzhaarige. "Und Staub.", fügte der Weißhaarige hinzu. Das Auto war ein alter kleiner Farmerwagen, mit Ladefläche hinten drauf. Eine alte kleine Frau schaute aus dem Fenster: "Ihr seid bestimmt Luca und Tsukumo." Die Beiden nickten und wunderten sich immer noch. "Springt auf.", lächelte sie. Luca warf zu erst die Taschen hoch und kletterte dann auf die Ladefläche. Oben angekommen half der Tsukumo hoch und sie setzten sich auf zwei Kisten. "Woher wusste sie wer wir sind?", fragte der Junge. "Hast du noch wen anders außer uns gesehen? Wer sollten wir den sonst sein?", seufzte der Duras. "Wisst ihr, man sieht nicht jeden Tag einen Duras und kann ihm so nahe kommen, ohne Angst um sein Leben zu haben.", rief die alte Frau nach hinten.Verdutzt sahen sich die beiden Männer an. "Sie wissen was Luca ist?", fragte Tsukumo. "Ja, selbstverständlich!", tuckerte sie mit dem Gefährt los.  "Sie haben für ihr alter aber noch ein ganz schön gutes Gehör!", rief der Weißhaarige bei dem Lärm. "Ich sehe vielleicht nicht so aus, bin aber noch bestens in Schuss.", lachte die alte Dame. "Aber ich glaube dein Freund hier ist älter als ich Und du doch irgendwie auch.", fügte sie hinzu. "Da hat sie recht.", sagte Luca. "Wie heißen sie eigentlich?", wollte Tsukumo wissen. "Nennt mich einfach Nana.", antwortete sie. "Also Nana-san, wie weit ist es bis zum Sitz des Clans?", kniete der Weißhaarige sich auf die Kiste und schaute über durch die Holzbretter am Wagen. "Eine ganze Stunde.", lächelte sie. "Sie sind doch schon den ganzen weg her gefahren, wollen sie sich nicht etwas ausruhen, ich könnte fahren.", bot Luca an. "Das ist wirklich nett von dir, aber lass doch bitte das sie weg und eine Pause brauch ich nicht. Ich fahre gerne.", sagte Nana. "Okay.", blinzelte der Duras erstaunt. Tsukumo nutze die Gelegenheit und legte sich auf die Flache er schaute in den Himmel und schloss die Augen. Nach kurzer Zeit war er eingeschlafen. "Das er bei dem Krach schlafen kann.", schüttelte der Schwarzhaarige ungläubig den Kopf. "Er sieht ziemlich fertig aus.", sagte die alte Frau. "Er hat auch kaum geschlafen.", antwortete Luca. "Wieso den nicht?", fragte Nana. "Nicht so wichtig.", drückte der Duras ein Lächeln raus. Er wollte der netten alten Dame nicht sagen, das sie glaubten verfolgt zu werden, um sie nicht zu verängstigen. Doch Nana war nicht auf den Kopf gefallen und hatte so ihre Vermutungen.

Während der Fahrt stellte sie Luca immer wieder Fragen, wie es in seiner Heimatwelt so ist, wie andere Duras so sind, wie die Wächter so sind und leider auch wie Yuki so ist. Sie merkte schnell das Luca nicht so gerne drüber reden wollte aber dennoch mit viel Begeisterung und Emotionen von seinem Schützling sprach. Die Alte Frau wurde ihm trotz der Frage irgendwie immer sympatischer. Nana drängte ihn dazu zu erzählen und ins Detail zu gehen. Er konnte ihr aber auch einfach nicht widersprechen. "So ein netter junger Mann. Wie alt bist du eigentlich?", fragte sie kurz bevor sie ankamen. "426.", antwortete Luca. "Wie ist das bei euch Duras, ab wann seid ihr erwachsen?", wollte Nana noch wissen. "Durchschnittlich mit 375. Es gibt kein festes Alter.", kletterte der Schwarzhaarige, der sich mittlerweile auf den Beifahrer sitz gesetzt hatte, wieder nach hinten. "Tsukumo! Wir sind gleich da, wach auf.", rüttelte er sanft an dem Wächter. Dieser öffnete langsam seine Augen und richtete sich auf. "Was ist?", sah er verschlafen zu Luca. "Wir sind fast da.", lehnte er sich über die Holzbretter. "Schaut mal dahinten ist es.", lächelte Nana. "Ich hätte nicht gedacht, das es so groß ist.", staunte der Duras nicht schlecht. Tsukumo stand auf und stellte sich neben ihn: "Wow." Das Anwesen, so konnte man es schon nennen, lag auf einen Berghang. Es bestand aus vielen kleineren Häusern, die alle mit Brücken verbunden waren und in der Mitte stand das Haupthaus. Nana hielt am Fuß des Berges und stellte den Motor ab. "Wir müssen nur noch die Treppen hoch.", nahm sie ihre Gehhilfe zur Hand und ging voraus. Die Beiden Männer hüpften vom Wagen, hängten die Taschen um und folgten ihr. "Du bist echt noch top fit Nana-san.", grinste Tsukumo. "Das ist die Luft, das gute Essen und die viele Bewegung. Wer rastet der rostet.", antwortete sie. Oben angekommen zeigte sie den Zwei ihr Zimmer, die in einem kleinen Nebenhaus, nahe dem Haupthaus waren. "Ruht euch noch etwas aus, es gibt bald Mittag. Kommt dann einfach ins Haupthaus das erste Zimmer links.", ließ sie die Beiden alleine. Luca schmiss die Tasche auf das Bett und ging raus auf die Veranda. Er verschaffte sich einen kurzen flüchtigen Überblick. "Über dem Gelände liegt auch eine Barriere.", kam Tsukumo dazu. "Ich weiß, ich habe sie bemerkt, als wir angekommen sind.", antwortete der Schwarzhaarige. "Es ist hier viel friedlicher, als in der Stadt.", legte der Wächter den Kopf auf das Gelände. "Nana ist total putzig.", fügte er hinzu und grinste. "Stimmt.", schaute Luca sich die Landschaft an. "Wollen wir nach dem Mittag direkt los legen?", wollte Tsukumo wissen. "Sollten wir besser, wer weiß, wie viel sich in fast 1500 Jahren angesammelt hat.", antwortete der Duras. "Hast du noch mal was bemerkt?", fragte der Weißhaarige. "Nein.", wurde Luca leise. "Ist doch gut.", ging Tsukumo wieder rein und lag sich auf sein Bett. "Warum müssen wir uns ein Zimmer teilen?", fragte der Schwarzhaarige. "Stört dich das?", sah der Junge zu ihm. "Ich hätte lieber eins alleine.", antwortete er. "Es sind ja nur ein paar Tage.", lächelte Tsukumo. "Und so kann ich hoffentlich mit dir reden.", dachte er.

Nach dem Essen brachte Nana sie zu dem Haus, in dem sie die Schriften aufbewahrten. Es war ein kleines Haus, doch voll gestopft bis oben hin. Es schien alles eine gewisse Ordnung zu haben und sie teilten sich auf. Schnell fiel Beiden auf, das es nicht viele Informationen über halb Duras gab trotz der vielen Jahre. Sie lasen sich mühevoll durch die Schriften bis spät in den Abend. Nana kam rein und brachte ihnen etwas zu essen. "Vielen Dank.", sagte Tsukumo und legte das Buch was er grade in der Hand hielt weg.  "Danke.", sagte Luca leise und blätterte weiter. Er hatte etwas interessantes gefunden und konnte sich nicht davon lösen. Er lass über eine besondere Art von Duras. "Blutmond Duras" wurden sie genannt. "Es sind jene Welche in der Nacht des Blut getränkten Vollmondes geboren werden. Besonders stark und resistent. Oftmals mit großem verlangen nach menschlichem Blut. Brutaler und wilder als die Anderen, Jene, die nicht dem Ruf des roten Mondes hörten und folgten.", stand in dem Text. "Blutmond? Davon habe ich noch nie etwas gehört.", dachte Luca und suchte in dem Buch nach weiteren Informationen. "Luca was sind Blutmond Duras?", fragte Tsukumo plötzlich, der neben dem Essen weiter lass. Sofort sprang der Schwarzhaarige auf und kam zu ihm rüber. "Lies mal vor.", sagte er. "Der blutrote Mond. Ebenso selten wie wunderschön. Man kann ihn auch hier zu lande bestaunen, doch in der Welt des Bösen erhält er eine andere Bedeutung. Er ist nur zusehen zu Vollmond und nach einem voran gegangenen Blutbad. Besonders abscheulich und beängstigend. Ih...", sagte Tsukumo, nachdem er vorgelesen hatte. "Lies weiter.", haute Luca ihm auf den Hinterkopf. "Ihre Kraft steig an, die der Wesen aus der Finsternis. Nur so lange, wie der Mond klar am Himmel zu sehen ist. Unserer, ein Abbild des Mondes in ihrer Welt. Von Wolken verdeckt übt er keinen Einfluss hier. Doch es gibt jene Eine, die Blutmond Duras. Gerufen von Mond getränkt in Blut, ist sein Einfluss bei ihnen allgegenwärtig.", lass er weiter.  "So langsam kommen wir der Sache näher. Daran sollten wir weiter arbeiten.", sagte Luca und gab ihm das Buch in dem er grade lass. Tsukumo überflog es kurz. "Auf der Anderen Seite hab ich noch etwas gefunden.", blätterte der Wächter in seinem um. "Sieht aus wie ein Kalender.", schaute der Duras darauf. "Wenn es noch dazu gehört, würde ich sagen, dass er jeden Blutmond in den letzten 1000 Jahren zeigt.", erwiderte Tsukumo. Luca nahm das Buch und schaute sich den Kalender genau an, als er plötzlich stoppte. Eines der Daten war sein Geburtstag.