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Cold scythe

GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P12 / Gen
Hiyori Iki OC (Own Character) Yato Yukine
05.02.2016
25.02.2017
11
18.340
6
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05.02.2016 988
 
Mit enormer Kraft reißt mich etwas an sich, langsam kehrt mein Bewusstsein zurück und bevor ich auch nur einen klaren Gedanken fassen kann, umschließt etwas Warmes mich. Ich kann nicht sagen wo es liegt, irgendwie spüre ich es überall, und doch nirgendwo als wäre es nur ein Hauch aber dennoch ist dieser leichte Druck da. Für Sekundenbruchteile zucken verschiedene Szenenbilder vor mir auf, doch sie sind zu schnell für meinen scheinbar schlafenden Verstand bis die Bilder weichen und sich eine tiefenlose Weiße vor mich auftut.

Mein Sichtfeld ist nur verschwommen und unklar, sosehr ich mich auch anstrenge, weder mein Körper gehorcht mir, noch kann ich irgendetwas außer dieses milchige Weiß erkennen. So verweile ich, den leicht warmen Druck um mich spürend während mich immer wieder seltsame Schauer durchzucken und gedämpfte Geräusche zu mir durchdringen, metallernes Klirren und eine verwaschene Stimme, klingt nach einem Jungen.  

Wieder durchfährt mein Körper ein eisiges Gefühl, doch dieses Mal ist es anders, stärker. Für Sekunden scheint es als würde die weiße Fläche vor meinen Augen noch greller werden bis sich plötzlich eine dunkle Umgebung vor mir auftut. Brennende Kälte kriecht durch meinen Körper und ich schlinge meine noch immer etwas tauben Arme um meine Hüften. Nach einigen Sekunden in denen ich nur reglos dastand und angestrengt versuche die verschwommenen und stark abgedunkelten Kanten und Farbtupfer direkt vor mir zu deuten ertönt eine jungenhafte, sanfte Stimme. „Komm mit Mayuko“ Während diesen etwas verwirrenden Worten schärft sich meine Umgebung und ich kann einen etwa 18-jährigen Jungen mit weinroten, relativ kurzen Haaren, stechend gelben Augen und dunklen Klamotten erkennen.

Interessanter scheint mir im Moment aber die Umgebung, mitten auf einer einspurigen Straße, umgeben von endlos hohen Betonhäusern doch als ich den Kopf hebe, kann ich wiedererwartet keinen Sternenhimmel sondern graue, dichte Nebelschwaden erkennen. Zu meinem Erstaunen schweben drei knallbunte, rochenartige Wesen mit ewig langem Schweif an einem der Häuser vorbei während ein weiteres seltsam buntes Fantasiegebilde an einer der Fassaden entlang klettert. Mit großen Augen entkommt mir nur ein verstörtes „Ähhh…Was sind das für…Dinger?“

Plötzlich packt mich eine Hand am Handgelenkt und zieht mich quer über die Straße, vorbei an einigen parkenden Autos und durch ein paar schmale Gassen bis vor einer unscheinbaren, grauen Tür mit einem kleinen, verblendeten Fenster. Kurz lasse ich meinen Blick über die graue, gut achtstöckige Hausfassade mit kleinen Fensterreihen und edel wirkenden Gardinen sowie auch den 24 Klingeln und Briefkästen schweifen. Plötzlich ertönt ein metallenes Klirren, so wie ein Schlüsselbund und sofort fällt mein Blick auf den Rotschopf dicht vor mir.

Während mein Gehirn noch gar nicht so richtig geschaltet hat, habe ich mein Handgelenkt mit einer schnellen, professionell wirkenden Drehbewegung des Armes heraus gewindet und stolpere ein paar Schritte rückwärts um mich dann mit dem Rücken gegen die nächste Hauswand zu drücken. Wie naiv bin ich eigentlich? Erst jetzt spürte ich wie sehr mir die Eiseskälte doch in den Knochen lag und ein leichtes Frösteln durchschüttelte meinen Körper.

„Du brauchst kei…“ Ohne auf ihn zu achten unterbreche ich ihn mit angespannten Muskeln und fixierendem Blick. „Alter, ich werd ganz sicher nich mit dir mitgehen du perverses Schwein“ Gerade als ich zu einem schnellen Tritt in sein Gesicht ansetzen will, blockt er aber noch im Keim mein Bein und steht nun recht nah vor mir und macht somit jede Hoffnung auf eine Flucht zunichte. Ohne jegliche Angst zu zeigen, fixiere ich ihn angriffslustig wobei ich zu ihm aufblicken muss da er einen guten Kopf größer ist als ich. Gerade als ich zu einem neuen Knietritt ansetzen will, erhebt er seine weich klingende Stimme und sieht mich warm an „Warum kannst du so gut kämpfen? Erinnerst du dich daran, wie du das gelernt hast?“

Geschockt halte ich inne. Nein, ich…kann mich an gar nichts mehr erinnern um genau zu sein. Egal wie sehr ich mich auch anstrenge, meine Erinnerungen fangen erst ab dem grell weißen Raum an. Verwirrt und auch etwas eingeschüchtert starre ich an dem Jungen vorbei in die Ferne „W-wer bist du?“ Um mir etwas Raum zu geben entfernt er sich wieder von mir und lehnt mit dem Rücken an der Tür gegenüber von mir, lässt mich jedoch nicht aus den Augen.

„Mein Name ist Raidon und ich bin ein Gott, um genau zu sein bin ich der Gott des Kampfes. Und um deine nächste Frage auch gleich zu beantworten, du bist Mayuko. Du bist tot, ich habe deine Seele zu meiner heiligen Waffe, meinem Shinki gemacht. Dein Waffenrufname lautet Gyoki. Es gibt noch eine Menge Zeug was ich dir erklären muss aber zuerst musst du nur wissen dass ich dein Meister bin, wir sind miteinander verbunden und wir sind von heute an ein Team.“ Meine Gedanken überschlagen sich förmlich dennoch lasse ich mir nichts anmerken, ich spüre dass er nicht lügt, immerhin kann ich mich auch an nichts erinnern. Die Tatsache dass ich Tod bin fühlt sich irgendwie…bekannt an, ich hatte schon so ein Gefühl, ich kann mich an einen Bruchteil einer Szene erinnern. Grelle Schreie, darunter eine tiefe und männliche Stimme, ruhig und bestimmt dann ein ohrenbetäubendes Geräusch und Schwärze.

Halb in Gedanken versunken brumme ich ihm mit gesenktem Kopf entgegen „Und du willst jetzt von mir, dass ich dir einfach wehrlos in dieses Haus da folge?“ Etwas genervt seufzend dreht er sich wieder um und sperrt die Haustür auf. „Und du willst mit mir weiter in der Eiseskälte Diskutieren während drinnen ein warmes Heim wartet? Schon vergessen, ich bin jetzt dein Meister und jetzt komm“


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Sooo, das wars dann auch schon mit dem ersten Kapitel, meine Kapis werden immer ungefähr diese Länge haben aber ich werde unregelmäßig uploaden. Schreiben ist ja nur mein Hobby und wenn ich viel Motivation habe, durchaus in Form von  Empfehlungen, Favos, Reviews die übrigens sehr gern gesehen und beantwortet werden, dann werden auch viele Kapis kommen;D.
Oh und ich werde die typisch japanischen Anreden wie YukineKUN oder so nicht verwenden, ist nicht so mein Stil
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