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Über den Wolken

von Sakihana
KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Akihiko Usami Misaki Takahashi
05.02.2016
18.06.2017
11
28.592
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14.04.2017 4.534
 
Misaki traf der Schock tief.
Diese Frau war komplett wahnsinnig! Gab es irgendwas zu das sie nicht in er Lage war.
Die Angst in ihm stieg weiter an. gleichzeitig aber auch die Wut.
Was hatte sie mit Usagi vor, wo war er ? Was hatte sie mit ihm gemacht ?
Misaki spürte Angst um die Person die er am meisten liebte.
Der Schmerz, den er verspürte war ebenfalls unerträglich. Wenn das so weiter ging würde er den Verstand verlieren. Überall war Blut, sein Blut. Jeder Tropfen, sein Schmerz.
Von seinem gerade verheilten, gebrochenen Bein lief nun auch die rote Substanz hinunter.
Umso verwunderlicher war es, dass er auch einen Funken Mitleid für Yumika verspürte.
Aber so war Misaki nun einmal. Sie war eine verlorene Seele. Ausgelaugt von den Menschen um sie herum.
Und er war sich sicher, dieses Monster vor ihm konnte nicht die wahre Yumika sein, sie war nicht das kleine Mädchen, dass Usagi damals begegnet war. Aber irgendwo in ihr drinnen war sie noch bestimmt.
Hassen konnte er sie nicht, so war Misaki nun mal. Doch er musste weg von diesen Gedanken kommen.
Diese Frau würde ihn umbringen, wenn er es nicht irgendwie verhindern könnte.
Sie war während des Erzählens immer wieder um ihn herumgegangen, bevor sie ihn dann auf bestialische Weise an Armen und Beinen grausame Wunden hinzugefügt hatte. Wie ein wildes Tier.


"Eine schöne Gute-Nacht Geschichte oder? He he. ", ihre eiskalten Finger legten sich von hinten um seine vom Schreien raue Kehle. Sein Kopf sank runter.


Nein .... nicht noch mehr ...Bitte nicht!








„A-Akihiko?“, hauchte er" Wie ..Waru-“
Doch er wurde von der panischen Stimme seines Gegenübers unterbrochen.
Misaki? Wo ist Misaki? Wir müssen ihn retten! ", Akihikos Stimme war von Angst durchzogen.
"Akihiko-sama was ist hier los? Was machst du hier ? Wieso bist du gefesselt?!" Rens unzählige Fragen auf diese überfordernde Situation sprudelten förmlich aus ihm heraus.
"Wir haben keine Zeit! Ich erkläre es dir, aber mach mich erstmal los! ", kam die hektische Antwort des Silberhaarigen.
Ren machte sich sofort dran die festen Seile zu lösen mit denen der Autor an den Stuhl gefesselt war.
Aber selbst für die geschickten Hände des Arztes waren diese Seile einfach zu fest.
" Warte kurz, ich hole etwas zum durchschneiden." Schnell hechtete Ren zurück in den Nebenraum um irgendetwas zu finden das behilflich sein könnte. Er war immer noch komplett verwirrt , von dieser Situation. Usagis Besorgnis um Misaki und die Fragen auf die er noch keine Antworten bekommen hatte.
Der Blondhaarige durchwühlte den Schreibtisch seiner Herrin. Völlig außer Acht lassend, wie unerfreut Yumika darüber sein würde, öffnete er sämtliche Schubladen.
"Ren beeil dich!" rief Akihikos Stimme aus dem Nebenraum.
Er wühlte hektischer durch die vielen Papiere und Ordner und fand lediglich eine kleine Schere
//Damit werde ich nicht weit kommen....// dachte er entmutigt.
Er suchte weiter,die spärliche Beleuchtung des Raumes machte ihm es nicht sonderlich leicht, bis er auf einmal spürte wie sich etwas spitzes an seiner linken Hand.
" Au "entfuhr es ihm.
Er zog seine Hand zurück.
Ein paar tiefrote Tropfen Blut fielen auf den Boden. Doch das interessierte den Blonden recht wenig, er deckte den scharfen Gegenstand frei von den anderen Sachen und war ziemlich überrascht was er dort sah.
Ein langes spitzes Messer, das direkt neben einem Revolver lag. Geladen.
Warum um alles in der Welt hatte Yumika-sama so etwas in ihrem Zimmer. Als Selbstverteidigung?
Bevor er weiter darüber nachdenken konnte unterbrach in Akihikos Stimme
" Ren ! Wo bleibst du? " .
" Ich komme !" schnell griff er das Messer und rannte zurück zu dem noch immer gefesselten Autor.
"Warte kurz, ich mache dich frei. " Während er die Seile durchschnitt bemerkte er wie stark seine Hände zitterten, eine beruhigende Aufregung hatte ihn erfasst.
" Akhiko-sama, bitte erzählen sie mir jetzt wieso sie hier festgehalten sind. Was ist passiert? " seine Stimme hatte leise den Raum durchdrungen und doch eine klare Bestimmtheit ausgedrückt.
Dennoch antwortete der Angesprochene im ersten Moment nicht. Ren guckte Akihiko eindringlich an.
" Ren, ich weiß es selbst nicht so genau. Yumika sie ist wahnsinnig. Wir hatten vor uns unter vier Augen über die Sache mit Yuriko zu unterhalten, ich weiß auch noch wie ich bei ihrem Büro war. Aber danach ist das erste woran ich mich erinnere, dass ich hier gefesselt war. Yumika war bei mir, aber sie war nicht sie selbst. Wahrscheinlich hatte sie mir irgendwas ins Getränk gemischt. Sie war völlig krank, hat die ganze Zeit davon geredet wie sehr sie mich doch lieben würde und das die Welt ohne ihre Schwester, nur uns beiden gehören würde. " Die Stimme des Grauhaarigen verklang. Doch von dem Arzt ging keine Reaktion aus. Er starrte ihn fassungslos an, nicht begreifend.
" Y-Yumika-sama soll das getan haben?" Ihm entwich nur ein leises Flüstern.
" Ja und nach allem was sie erzählt hat, war das nicht das einzige das sie getan hat. Sie hat sehr wirr geredet aber scheinbar ... Sie meinte, dass sie Yuriko getötet habe, damit ich frei sei. Für sie und wir eine glückliche Zukunft haben. Als ich ihr widersprochen habe, dass ich doch mit Misaki zusammen sei und sie komplett verrückt sei, da ist sie aufgebrochen. Ich glaube sie wird Misaki furchtbare Dinge antun, wenn wir ihn nicht rechtzeitig finden! " Besonders zum Ende hin schwing unglaublich fiel Angst in seiner Stimme mit.
Für Akihiko war Misaki das Wichtigste auf der Welt. Aber trotzdem seine Herrin die er sich sein Leben lang verschrieben hatte, sollte auf einmal eine Entführerin und Mörderin sein. Das war lächerlich.
"A-Aber Yuriko hatte Suizid begangen. " Trotz das er nicht glaubt was der Autor sagte war seine Stimme voller Unsicherheit.
" Ich weiß es nicht Ren. Und es spielt auch im Moment keine Rolle, wir müssen Misaki finden, das ist das einzige was zählt." Niemand auf diesem Planeten konnte diesen Mann von dieser Tat abbringen, davon war Ren überzeugt. Das Schicksal sollte auch mal auf ihrer Seite sein, denn im selben Moment, war das Seil, welches den rechten Arm des Silberhaarigen am Stuhl festband durchtrennt.
" Ren bitte gib mir das Messer, so stark wie du zitterst, brauchen wir noch Ewigkeiten um mich loszumachen. Beruhige dich erstmal." Ohne zu zögern übergab der Arzt die scharfe Waffe dem anderen. Dazu nickte er noch dankend. Der Blick des Älteren viel auf die Verletzung an der Hand des anderen. Es war beeindruckend wie schnell Akihiko die restlichen Seile durchtrennt hatte, diese Entschlossenheit und Unruhe, die Person zu retten die er liebte, verlieh ihm scheinbar bisher ungeahnte Kraft.
" Wir brauchen unter Umständen eine Waffe,dieses Messer ist nicht schlecht, aber ..."
"Was?! Aber wir können Yumika-sama doch nicht verletzten!" rief Ren entsetzt durch den Raum.
" Ren, dieses etwas war nicht Yumika und sie hat keinen Skrupel Gewalt einzusetzen. Ihr Blick war so leer, schon fast tot. Sie ist wie besessen. " erwiderte Akhiko mit fester Stimme,während er sich erhebte.
Der junge Arzt wandte seinen Blick ab, es war offensichtlich, dass er im inneren Konflikt mit sich stand.
"G-Gut ich habe eben einen Revolver in einer der Schreibtischschubladen gesehen, ich hole ihn kurz."
" Ich komme mit, ich habe nicht das Bedürfnis auch nur eine Sekunde länger in diesem Raum zu bleiben. " der Blick des Silberhaarigen verdüsterte sich.
" Akihiko-sama ist mit dir wirklich alles ok ? Bist du irgendwie verletzt ? Ich kann mich um die Wunden kümmern." fragte der junge Arzt unsicher.
" Nicht nötig. Ich bin nicht verletzt. Misaki zu retten hat Vorrang." kam es kurz angebunden von seinem Gegenüber. // Lügner ...// dachte Ren sich. Die Gelenke des Mannes neben sich waren blutig gescheut, bei dem vergeblichen Versuchen sich zu befreien.
" Nun komm hol endlich die Waffe, damit wir los können." Der Blondhaarige tat das eben gesagte, und holte sich in Windeseile den befremdlich anfühlenden Gegenstand.
Es war nicht das erste Mal, dass er eine Waffe sah, doch in seinen Händen gehalten hatte er nie eine.
Er konnte nicht einmal damit schießen. Auf einmal begriff er erst das Ausmaß der Situation.
Er war Arzt durch seine Hände sollte Menschen gerettet werden, keine sterben und nun sollte er die Person jagen der er am meisten Vertraute, der er die Schwester genommen hatte. Und das alles nur weil ein jemand der seit etlichen Jahren wieder aufgetaucht ist, behauptet, Yumika sei in Wirklichkeit eine gewaltige Psychopathin und Mörderin. Sollte Ren das wirklich glauben ? Auf der anderen Seite passte vieles Zusammen die Abwesenheit seiner Herrin, die Tatsache das Akhiko ebenfalls so lange verschwunden war und nun gefesselt von ihm selbst aufgefunden wurde.
Es gab keinen Grund sich so etwas auszudenken. Und davon abgesehen war Akihiko auch nicht die Person für etwas, doch das stärkste Argument waren seine ruhelosen Augen.
Noch nie hatte er diesen Mann so innerlich zerwühlt gesehen, voller Sorge, voller Befürchtungen.
Er wusste wie er sich zu entscheiden hatte, er musste der Realität ins Auge schauen.
" Akihiko, ich finde wir sollten die Polizei dazuziehen, wenn Yumika-sama wirklich so gefährlich ist, dann werden wir vielleicht alleine damit nicht fertig." wagte Ren einen mit neuer Entschlossenheit gefüllten, Vorschlag.
" Mhm... du hast wahrscheinlich recht, aber wir liegen hier recht abgeschottet von dem Rest der Stadt. Wie lange dauert der Weg von dort bis hier? " fragte Akihiko ihn bedacht.
" Bei Nacht ca. 20 Minuten und sie werden wohl keinen Hubschrauber schicken, wenn wir lediglich einen Verdacht haben...." versuchte Ren zu erklären.
" Das ist zu lange ! Eine Familie wie diese müsste doch höchste Priorität haben ! " brachte der Silberhaarige aufgebracht hervor.
"Seit Yumika-sama nach dem Tod ihres Vater das Unternehmen verkaufte, verlor die Familie ihr Ansehen. Dazu zeigte sie sich nie in der Öffentlichkeit.… Auf einen Fall wie diesen ist man nicht so vorbereitet wie du es wahrscheinlich gewohnt bist. Dennoch bin ich der Meinung wir sollten die Behörden trotzdem informieren." sagte der Jüngere beschwichtigend.
"Das kann nicht schaden. Allerdings hat Yumika mir mein Handy abgenommen ... wie müssten also ein anderes suchen. Im Empfangssaal gibt es doch eins. Dann komm wir haben keine Zeit." Schnellen Schrittes entfernte Akihiko sich aus Yumikas Zimmern in Richtung des Speise- und Empfangsaals wo es ein Telefon gab.
Ren hechtete hinterher. Durch den langen,nur durch einige Lichter an den Wänden beleuchteten, Gang.
Ihre Schatten eilten hastig, sie hatten keine Zeit. Jede Sekunde war eine zu viel. Dennoch war Ren auf einmal von einer Angst ergriffen, er wollte dieser Person, dem etwas was Misaki entführt hatte nicht begegnen.
Die zwar unsinnige, aber tiefe Befürchtung etwas käme aus der Dunkelheit gesprungen und würde sich auf ihn stürzen, packte den jungen Arzt. Umso mehr hatte er fast aufschreien müssen, als er fast blind vor Dunkelheit, um die Ecke abbog und beinahe jemanden umgerannt hätte.

Mit wenigen Schritten taumelte er zitternd zurück.

Die Person war kleiner als er selbst und er war erleichtert als er sie im fahlen Lichtschein doch erkannte.
Schnell versteckte er den Revolver hinter seinem Rücken. Eine ältere ihm wohlbekannte Frau stand gebückt vor ihm und lächelte ihn verwundert an.
" Hah...Masami-san, sie haben mir vielleicht einen Schrecken eingejagt!", begrüßte er die Köchin des Anwesens, mit stockendem Atem. Sein Herz hämmerte wie verrückt in seinem Brustkorb. Und er atmete schwer.
" Guten Abend Ren, Guten Abend Usami -sama ", sprach sie auch direkt Akhiko an der hinter ihm stand.
" Tut mir leid ich wollte sie gewiss nicht erschrecken, aber wer hätte auch ahnen können das sie zu so später Stunde noch unterwegs sind " lächelte die Alte. Ihre grauschimmernden Haare waren zu einem Dutt hochgebunden und sie trug noch immer ihre weiße Kochschürze.
" Kein Problem. Wir sind zu auf dem Weg zum Telefon. " wandte sich nun Akihiko mit einer gewissen Ungeduld ein. "Oh so eilig, darf ich wissen, wen sie mitten in der Nacht anrufen wollen ? "fragte Masami verwundert.
"Das ist privat. "antwortete Akihiko kurz angebunden. Ren ahnte, wieso sein Begleiter nicht die Wahrheit sagen würde. Die ältere Dame würde zu viele Fragen stellen und dafür hatten sie keine Zeit.
"Ach so, nun dann wenn ich ihnen noch irgendwie helfen kann sagen sie mir Bescheid " mit einem Lächeln wollte sich die Köchin verabschieden.
Doch Akihiko kam ihr zuvor " Ja, ich hätte noch eine Frage haben sie Yumika-san vielleicht gesehen". Masami schaute den Silberhaarigen überrascht mit Argwohn an.
" Yumika-sama möchte nicht das man sie stört."antwortete die Alte ausweichend. Der prüfende Blick mit dem sie Akihiko dabei beäugte, entging Ren nicht. Sie verschwieg etwas. Doch Akihiko schien die abweisende Art der Köchin kalt zu lassen
" Dann wissen sie, wo sie ist ?" harkte er mit eisiger Stimme nach.
"Finden sie nicht das sie , sie in Ruhe lassen sollten, nach allem was sie wegen euch durchgemacht hat?! " wies Masami den Autor erneut ab. Die Stimmung war auf dem Gefrierpunkt angelangt.
" Masami -san es geht hier um Menschenleben ! Sagen sie mir wo Yumika ist !" Akihiko warf ihr die volle Wucht seiner Stimme an den Kopf.
" W-Was sagen sie ? Das ist doch Schwachsinn " entgegnete sein Gegenüber mit einiger Unsicherheit. Wenn Akihiko wütend wurde ging das an einem nicht spurlos vorbei. Ren stand nur da, sah wie der Silberhaarige langsam den Widerstand der älteren Dame brach.
" Bitte Masami-san!"verlieh Akihiko seiner Stimme erneut Nachdruck. "Nun gut " sie seufzte " ich hoffe es ist wirklich wichtig. Yumika hat sich vor wenigen Stunden ins Untergeschoss zurückgezogen mit den Worten sie wolle nicht gestört werden . Sie hatte keinen schönen Gesichtsausdruck, ich nahm an sie leide wieder an den Erinnerungen der Ereignisse von früher." Auf einmal merkte man ihr Alter an, sie sah müde aus.
"Vielen Dank, Masami-san " verbeugte sich Akihiko vor ihr." Hah...gute Nacht." seufzte sie und ging in die Richtung aus der die anderen beiden gekommen waren, bog dann allerdings rechts ab zu den Zimmern der Bediensteten.
Sie hatte bestimmt ein schlechtes Gewissen gegenüber Yumika, aber gegen Akihiko kam man einfach nicht an.
Die ältere Köchin hatte man immer um einen Gefallen bitten können, besonders wenn Yumika sie um etwas bat , führte sie es durch, ohne nachzufragen. Man spürte immer wie viele Sorgen Masami sich um sie machte.
"Zumindest wissen wir jetzt in etwa wo die beiden sind", setzte Ren hoffnungsvoll an.
Er wollte nicht aussprechen wie verwinkelt die Gänge dort unten waren, er selbst wusste nicht wie viele Räume es genau gab. Aber die Hoffnung nicht aufzugeben war in Momenten wie diesen wichtig.
"Mehr oder weniger ich hoffe Yumika ist wirklich dort...Ren wo sind die Kellereingänge? " Akihiko schien nicht völlig überzeugt. Aber es war der einzige Anhaltspunkt den die beiden hatten.
"Den Gang hier runter und dann links, ich zeige es dir, der Empfangssaal liegt ohnehin in der Nähe.", erklärte der Blondhaarige. Der Autor nickte nur auf diese Aussage, schien keine Sekunde mehr verlieren zu wollen.
Die beiden rannten los, Ren voraus er musste schließlich sie schließlich durch diese dunklen Gänge leiten.
Die großen Gemälde an den Wänden schienen im spärlichen Licht so unglaublich verzogen, die Blicke als würden sie einen durchlöchern. Doch er durfte sich davon nicht einschüchtern lassen.
Er hatte einen Revolver mit dem er sich verteidigen konnte, gegen wen auch immer.
Diese Sicherheit war der Grund wieso die Angst ihn nicht komplett einnahm.
Wenn er gewusst hätte was er in dieser Nacht damit tun würde, hätte er ihn vielleicht nicht mitgenommen.
Doch Ren konnte es nicht ahnen. Was für furchtbare Dinge diese Nacht zu seinem immer währenden Albtraum machen sollte.
Leicht außer Atem erreichten beide die Tür des Empfangsaals. Ich wollte gerade an den Türknauf greifen, da hielt mich der Silberhaarige auf.
" Ren zeig mir bitte zuerst wo sich die Kellertür befindet? " fragte Akihiko bestimmend.
" Klar, selbstverständlich" er verbeugte sich aus Gewohnheit und erntete sofort einen musternden Blick des Älteren " Du machst diesen Job zu lange.... du solltest verschwinden wenn das hier vorbei ist. Ren schaute verblüfft, lächelte dann aufgesetzt, antwortete allerdings nicht auf diese Aussage.
Die Tür die sich vor der Kellertreppe befand, war lediglich aus dünnem Mischholz. Es war nur eine Übergangstür, denn Yumika hatte ein Stahlexemplar bestellt, nachdem die alte antike Holztür kaputt gegangen war.
Akihiko versuchte sofort das Schloss zu öffnen.
" Verdammt verschlossen....damit war zu rechnen " zischte der Autor, Verzweiflung bebte in seiner Stimme.
" Warte, lass mich mal versuchen." Ren drückte dem anderen den Revolver in die Hände und holte die auch schon eben verwendete Haarnadel aus seiner Hosentaschen.
Er ließ sie bedacht in das Schloss gleiten, sicher das es auch bei dieser recht simplen Tür funktionieren würde. Doch damit hatte falsch gelegen, er bekam die Nadel nicht reingesteckt.
"Was...?" murmelte Ren. Er übte ein wenig Gewalt aus, die Nadel zerbrach sofort. Frustriert ließ er den Kopf sinken. " Akihiko, tut mir leid. Ich kann das Schloss auf diese Weise nicht öffnen, der Schlüssel scheint auf der anderen Seite zu stecken. " gab der jüngere mit ärgerlichem Unterton dem anderen zu verstehen.
" Kein Problem, geh bitte mal kurz zur Seite " erwiderte der Silberhaarige ruhig. Ren folgte ohne zu zögern der Anweisung. Das war er schließlich gewohnt, womit er allerdings nicht rechnete war das sein Begleiter mit voller Kraft versuchte die Tür einzutreten. Ein lautes Krachen erschauderte das ganze Haus.
Der Jüngere war von der Kraft des Autors beeindruckt. Die Tür stand allerdings noch.
Deshalb probierte Akihiko erneut die dünne Tür aus dem Weg zu schaffen, was ihm diesmal auch gelang.
"Das war lauter als ich mir es gewünscht hätte, hoffentlich ist Yumika jetzt nicht vorgewarnt" sagte Akihiko finster.
Er gab Ren seine Waffe zurück. " Komm nach wenn du die Behörden verständigt hast "
" Was ?! Aber Akihiko es ist doch viel zu gefährlich ....." setzte der Arzt entsetzt über das Vorhaben seines Begleiters an. " Wir haben schon viel zu viel Zeit verloren ! Wir haben keine andere Wahl." gab Akihiko zurück, seine Stimme ließ keinen Widerspruch zu. Ren seufzte und schaute auf den Boden
" Ok...sei aber vorsichtig." gab er sich geschlagen. Aber als der junge Arzt aufsah war der Angesprochene schon weg.
Nun lag es auch an Ren, möglichst schnell Misaki zu finden.
Er verstand Akihiko, je mehr Zeit sie verloren, desto unwahrscheinlicher war es das Misaki noch lebte.
Deshalb ging er schnellen Schrittes zurück zur Eingangstür des Empfangsaals und öffnete diese.
In dem Raum war es stockdunkel. Mühsam musste Ren sich in dem Raum vortasten um einen Lichtschalter zu finden. Ein plötzlicher Schmerz an seinem Bein signalisierte ihm das er gegen eine der Kommoden gestoßen war. Beinahe ließ er seine Waffe fallen. Glücklicherweise befand sich darüber aber auch ein Lichtschalter.
Die darauf folgende Helligkeit brannte in seinen Augen, doch er hatte keine Zeit.
Er blinzelte ein paar Mal und besann sich,sich wieder auf seine Aufgabe zu konzentrieren.
Der Raum war ziemlich groß, aber schließlich wurden hier in der Vergangehit auch viele Gäste empfangen.
// Was allerdings nach den Eltern von Yumika-sama so gut wie gar nicht mehr vorgekommen war.// dachte Ren nachdenklich.
Der Raum wurde nun ausschließlich von den Bediensteten zum Telefonieren genutzt, da Yumika keine Handys gestattete. Auf einem der Schränken neben der Kommode, mit dem das Bein den jungen Arztes Bekanntschaft gemacht hatte, war ein altmodisches Drehtelefon, er griff schnell zum Hörer und wählte die Nummer der Polizei. Diese ging, wie nicht anders zu erwarten sofort dran.

" Polizei Notruf. Wie kann ich ihnen helfen?"

" I-ich äh ..." Ihm viel auf das er sich noch keine Wortre zurechtgelegt hatte.

"Sir?"

" Hier wurde jemand entführt! Bitte kommen sie schnell! Er schwebt wahrscheinlich in Lebensgefahr!"

"Beruhigen sie sich. Wie ist ihr Name, Sir?"

" Ren Soma "

"Alles klar, wir kommen sofort. Bitte bewahren sie Ruhe. Wo befinden sie sich gerade?"

Ren gab schnell die Adresse des Anwesens durch und legte dann auf. Keine Zeit mehr zu verschwenden.
Darauf kam es jetzt an. Er schaltete das Licht wieder aus und verließ den Saal. Jetzt musste er mutig sein.
Den Revolver fest umklammert stieg er die Treppe in den Keller hinunter, dort gab es zumindest einigermaßen ausreichendes Licht.
Dennoch strahlte das kalte Lichter zusammen mit den sterilen Wänden eine seltsame Atmosphäre aus.

Er sah sich im Gang um.
"Akihiko?? Wo bist du?" rief er mit voller Stimme. Doch er bekam keine Antwort.
//Hoffentlich ist ihm nichts passiert ! Obwohl ....vielleicht ist er auch einfach zu weit weg in diesem Labyrinth an Gängen. // dachte er besorgt.
Er war also auf sich allein gestellt. Nicht schlimm. Er würde das schaffen!
Nur wo sollte er anfangen, wo sollte er suchen? Bei so vielen Räumen war es aussichtslos.
Jeden einzelnen zu durchsuchen würde Tage dauern.
Das lag auch am Alter des Anwesens im wieder wurde dieses erweitert.
Die Grundrisse überschnitten sich teilweise. Oben war das nicht zu bemerken, doch hier unten herrschte Chaos. Trotz dessen zog es Yumika in den letzten Jahren immer mehr hier herunter.
Sehr zu Rens Verwunderung,sie war früher stundenlang draußen gewesen.
In diesem Moment ging Ren ein Licht auf. Er suchte ja nicht nach dem Versteck eines Fremden, sondern nach Yumikas. Er hatte fast sein komplettes bisheriges Leben mit ihr verbracht.
Ren musste nur denken wie sie. Aber hatte er die wahre Yumika denn jemals wirklich kennengelernt.
Zweifel keimten in ihm auf. //Egal ich muss es zumindest versuchen// fasste er innerlich einen Entschluss.
Wo würde Yumika sich am wohlsten fühlen? Sie müsste doch wissen, dass man sie hier am ehesten suchen würde… Was zog sie hierher? Ein Bild tauchte vor seinem Inneren auf. Yumika wie sie ganz allein am Baum gelehnt las.
Voller Ruhe und Lieblichkeit.


Trotz ihrer Einsamkeit.


Und er wusste, wo er hinmusste.



Draußen herrschte ein starken Sturm. Nicht ungewöhnlich hier zu dieser Jahreszeit.
Der kalte Regen klatschte gegen die Frontscheibe des Wagens.
Es war schwer etwas zu erkennen, schwer voranzukommen. Trotz des Blaulichts, konnten die beiden nicht schnell fahren. Zu groß die Gefahr von den glatten Straßen abzukommen.
Doch für den Polizeikommissar war das nicht das Beunruhigenste in dieser Nacht.
Das Ziel, das Anwesen der Familie Aishi. Bis auf die jüngere Tochter war die Hauptfamilie allesamt nicht auf natürliche Weise gestorben.
Nachdem die erste Tochter der Familie im jungen Alter von 15 sich ihr Leben genommen hatte, war das Ansehen, welches die Familie genossen hatte verschwunden. In einer Kleinstadt wie dieser sprach sich derartiges schnell herum. Man beäugte skeptisch wie das andere Kind der Aishis, wie aus dem Nichts in die Öffentlichkeit gedrängt wurde und den Ansprüchen nicht gerecht wurde. Yumika, so war ihr Name wirkte immer sehr unnahbar, viele sagten ihr nach arrogant zu sein.
Andere Wiederum meinten, dass sie nun von ihren Eltern gezwungen wurde, öffentlich als Tochter eines der größten Unternehmen aufzutreten und sie daher in ihrer Aufgabe nicht aufgehen konnte.
Doch der mysteriöse Autounfall der Eltern, bei dem beide umkamen, ließ erst die Leute auf Abstand gehen.
Selbst er wusste nicht, ob an den Gerüchten die Tochter wäre für den Unfall verantwortlich was dran war, da er zu der Zeit noch in der Ausbildung war und für den Fall nicht zuständig gewesen war. Dennoch hatte er seinen Kindern eingeprägt, sich von dem Anwesen fernzuhalten. Sicher war sicher.
Der verängstigte Anruf des Mannes hatte jedoch seinen Gerechtigkeitssinn wachgerufen. Was auch immer dort vor sich ging, der Kommissar hoffte, es zusammen mit seinem Kollegen noch rechtzeitig stoppen zu können.



Ren sollte recht behalten.
Keuchend stand einige Meter er vor dem Raum. Der einzige Ort den er sich hat vorstellen können.
Der Raum der direkt unter der Trauerweide hing unter der Yumika immer Zeit verbracht hatte. Sie hatte den Ort zwar öffentlich gemieden seitdem sich ihre Schwester dort umgebracht hatte // oder ermordet wurde// fügte er in Gedanken hinzu, aber er hatte sie dennoch ab und an dort erwischt.
// Was auch Sinn macht , wenn sie wirklich eine kalte Psychopathin ist//dachte er bitter.
Mittlerweile wusste er wirklich nicht mehr was er denken sollte.
Die Hoffnung Yumika dort alleine lesend vorzufinden oder sich alles ganz simpel erklären ließ. Aber unbewusst wusste er es.

Was er nicht wusste war, dass er auf nichts was er sehen würde vorbereitet war.

Die feste Metalltür glänzte leicht im sterilen Licht der Lampen.
Sollte er wirklich dorthin gehen? Er hatte gar keine andere Wahl. Mit schweren Füßen bewegte der Blonde sich vorwärts. Auf dem Gang hallten seine Schritte. Nun stand er vor der Tür. Erstarrt. Trotz seiner Vorahnung.
Er kannte die Stimme hinter der Tür. Nur der Klang war ihm unbekannt. So kalt. Mit einem mal wusste er das die Tür offen war. Mit Absicht. Yumika hatte gewusst das er sie finden würde. Ren straffte die Schultern an.
Umklammerte die Waffe noch fester. Er drückte die Türklinke mit der freien Hand runter.
Doch das was er dort sah zerstört ihn innerlich. Und würde ihn in seinen schlimmsten Träumen ein Leben lang verfolgen.

Ein lauter Schrei. Vor Furcht und Qual durchzogen. Akihiko hörte ihn aus der Richtung vor ihm.
"Ren?!" rief er. Die Stimme des Blondhaarigen konnte er raushören.
Hatte er etwas gefunden ? Es kam ihn vor wie Ewigkeiten indem er die wirren Gänge in dem Keller durchquerte .
Zu viele Räume hatte er gesehen. Zu viele Enttäuschungen.
Akihiko fing an in die Richtung zu laufen wo er den Arzt vermutete. Hatte er Misaki gefunden?
Wieso schrie er dann?Wwa-- // Nein! Misaki lebt ! // er wollte diese Gedanken nicht akzeptieren.
Konnte es nicht.
Ohne Misaki würde sein Leben keinen Sinn machen. Hätte keinen Wert mehr.
// Hätte ich ihn nur niemals hierher gebracht ! Wenn ihm was passiert ist dann...// seine Gedanken brachten ihn fast um den Verstand, während er rannte und einen weiteren Schrei hörte.
Ren rief irgendwas. Doch er konnte es nicht verstehen. Zu groß war die Entfernung.
Akihiko bog links in einen breiten Gang ein. Und erblickte wie der junge Arzt in einen Raum am Ende eintrat.
Die Tür schloss sich. Ren schien nichts zu bemerken. Dann hörte er zwei weitere Stimmen. Beide bekannt.
Die eine verhasst, die andere geliebt.
Akihiko rief mit lauter Stimme die so viele Emotionen beinhaltete das es kaum zu beschreiben war. " Misaki!!!"


Doch zu spät die Tür fiel zu.


In binnen von Sekunden erreichte der Autor sie.
Doch sie war abgeschlossen. Noch bevor er sich fragen konnte wieso. Hörte er einen Schrei der sein Herz einen Moment aussetzen ließ.

Dann ertönte ein Schuss.

"MISAKI!!!"















Hey^^
Joa mit Deadlines hab ichs scheinbar nicht so . Aber dafür werden die Kapitel immer länger :D
4500 Wörter neuer Rekord ^^ Und danke an alle die immer so fleißig Reviews schreiben. Das motiviert mich immer total und hilft mir die Kapitel schneller fertigzustellen. Ich habe schon ein gutes Stück für das nächste Kapitel geschrieben ;) So lange wird es diesmal nicht dauern(hoffentlich......^^;)
Danke noch an meine Beta-Leserin:https://www.fanfiktion.de/u/neko-kagome
Ach ja nächstes Kapitel wird das Finale sein.:) Bei großer Nachfrage wird es eventuell danach noch ein Special Kapitel geben ;) Mal schauen
Bis dann
Saki
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