Junjo Frozen

von Miharux3
GeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
Akihiko Usami Haruhiko Usami Misaki Takahashi Takahiro Takahashi
05.02.2016
24.12.2017
16
77.241
5
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05.02.2016 2.680
 
Misaki

Ich weiß nicht genau, seit wann ich hier an meinem Fenster saß und das Tor betrachtete.
  Nur noch 3 Tage.. dann werden die Tore geöffnet.. dachte ich und spannte mich an. Wieso musste das passieren..?
  Meine Eltern mussten vor kurzer Zeit irgendwohin reisen. Weswegen sie gehen mussten, hatten sie uns nicht erzählt, mir zumindest nicht. Auf dem Weg wurden sie von irgendwelchen Leuten angegriffen. Sie hatten ihre Kutsche in Flammen gesetzt, woraufhin sie im Feuer starben, da sie es zu spät bemerkt hatten. So wurde uns das zumindest erzählt. Und da unsere Stadt keinen König und keine Königin mehr hatte, musste mein Bruder nun gekrönt werden, weswegen es ein Fest geben würde. Das Schlimmste daran war, dass ich mich nicht irgendwo verziehen konnte. Und ich konnte mich ja auch schlecht die ganze Zeit bei Nii-chan verstecken.
  Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als ich sah, dass mehrere Bedienstete zum Tor liefen und das Tor öffneten.
  Was zum?!?! ich spannte mich nur noch mehr an. Wieso öffneten sie das Tor JETZT?!
  Es fuhr eine recht große Kutsche mit zwei Pferden in unser Gelände, kurz danach schlossen sie das Tor wieder.
  Wer waren diese Leute, die herein kamen? Und wieso jetzt?! Die Feier ist doch erst in 3 Tagen! Ich wurde erneut aus meinen Gedanken gerissen, als ich plötzlich ein Klopfen an meiner Tür hörte. "Ja?" fragte ich und schaute verwirrt zur Tür. Kurz darauf öffnete sich die Tür und mein Bruder kam rein. "Nii-chan..?" sagte ich fragend. Normalerweise kam er nie in mein Zimmer, da er wusste, dass ich allein sein wollte. "Hey.." sagte er lächelnd und schloss die Tür hinter sich. Ich glaube, ich wusste, über was er mit mir reden wollte.. bestimmt über das Fest, und das ich mich gefälligst zusammen reißen sollte.. Dies erwartete ich zumindest im Moment..
  "Wie gehts dir?" Okay, ich war mir sicher, dass er darüber reden wollte, nur vielleicht etwas netter. Ich schaute etwas gequält, was wohl schon Antwort genug war.
  "Mach dir keine Sorgen Misaki. Du schaffst das schon!" Er kam nun näher. "Das bezweifle ich..." murmelte ich und schaute wieder aus dem Fenster. Die Kutsche war nicht mehr zu sehen.
  "Solange du keine Angst hast und deine Handschuhe trägst, wird nichts passieren, das weißt du." nun legte er seine Hand auf meine Schulter, woraufhin ich kurz zusammenzuckte. Er nahm seine Hand zurück.
  "Nun ja.. ich bin wegen etwas anderem hier.." Was meinte er? Ich schaute wieder zu ihm. "Wir haben Besuch." sagte er lächelnd. "Das habe ich mitgekriegt." ich spannte mich an. "Wer..?" es kam nicht mehr als ein Flüstern raus. Er sah mich nun besorgt an. Er schien wohl ganz genau zu wissen, dass ich Angst hatte. "Keine Sorge. Es ist jemand, den du kennst! Sehr gut sogar." Er lief zur Tür, während er das sagte, und blieb dort stehen. Dann drehte er sich lächelnd zu mir. "Es ist eine Überraschung." Ich wusste, was er vorhatte.. "Also, wenn du es wissen willst.." nun grinste er. "komm mit mir nach unten!" Er wusste ganz genau, dass ich neugierig war. "Du.. Du bist gemein Nii-chan.." sagte ich schmollend, woraufhin er kicherte. "Nun komm schon! Die Person wartet extra auf dich!" Was? Auf mich? "Wie, sie wartet auf mich?" fragte ich. Nii-chan sagte nichts, sondern lächelte nur, was mich aufregte. Wir sahen uns für einige Zeit kurz an, dann gab ich seufzend nach und lief leicht genervt zu ihm. Er hatte wirklich meine Neugier geweckt. Wer zur Hölle wollte MICH schon sehen? Mir fiel nicht wirklich jemand ein.
  "Na geht doch!" sagte mein Bruder lachend und wuschelte durch mein Haar.
  "Wer will mich sehen?" fragte ich nach, als wir aus meinem Zimmer gingen. "Das wirst du schon sehen." Maaaan ich wollte es jetzt wissen! Wieso konnte er es mir nicht einfach sagen?
  Nach kurzer Zeit blieben wir vor einer Tür stehen. Auch wenn ich sehr selten, und wenn, dann auch kurz, aus meinem Zimmer ging, wusste ich genau, welcher Raum hinter dieser Tür lag, und zwar die Bücherei.
  Nii-chan drehte sich zu mir. "Bist du bereit, deine Überraschung zu sehen?" ich starrte auf den Boden.  
  War ich das?
  Nach kurzer Zeit nickte ich. "Ja.." Ich atmete tief durch, während Nii-chan die Tür öffnete. Still lief ich hinter ihm her, auf den Boden starrend, während er sprach. "Entschuldige, dass du so lange warten musstest." Ich traute mich weiterhin nicht aufzuschauen. Ich hatte irgendwie Angst herauszufinden, wer da war. "Passt schon." diese Stimme... Ich erstarrte. "Ich konnte mich gut unterhalten." Nun konnte ich nicht anders. Ich schaute hoch. Und als ich die Person vor mir sah, erstarrte ich. Er war es wirklich... "Also Misaki, ich weiß nicht, ob du dich an ihn erinnerst, da es jetzt schon 12 Jahre lang her war, aber das ist-"
  "Akihiko-san!" sagte ich laut und überrascht, als ich meine Stimme wieder fand. Mein Bruder und auch er sahen sehr überrascht aus, weswegen eine kurze Stille folgte. Kurz danach lächelte Akihiko-san mich an. "Das du dich nach ganzen 12 Jahren noch an mich erinnerst." sagte er und kam auf mich zu, danach nahm er mich in seine Arme. Ich erwiderte die Umarmung sofort. Wieso hatte ich nicht sofort an ihn gedacht?
  Ich schloss meine Augen und genoss seine Umarmung. Zum ersten Mal fühlte ich mich toll, wenn mich jemand berührte. Mit seiner Hand fuhr er langsam durch mein Haar, was sich noch toller anfühlte. Nach kurzer Zeit öffnete ich meine Augen und sah, wie mein Bruder bei dem Anblick von uns zwei lächelte.
  GOTT WIE PEINLICH.
  Mit einem Räuspern drückte ich mich leicht von Akihiko weg. Er schien wohl an der Röte in meinem Gesicht, gemerkt zu haben, dass es mir irgendwie peinlich war, denn er kicherte.
Es war für eine kurze Zeit still, dann brach mein Bruder die Stille. "Ich werde mal nachschauen, wie weit sie mit dem Abendessen sind, ihr könnt euch ja solange unterhalten." sagte er und lief schon mal zur Tür.
  Was? Er wollte mich mit Akihiko allein lassen? Spinnte er?!
  "N-Nii-chan!" zischte ich besorgt und drehte mich zu ihm, jedoch verschwand er schon durch die Tür.
  Oh Gott, was sollte ich denn jetzt sagen?!
Als ich plötzlich etwas kaltes an meiner Hand spürte, zuckte ich zusammen. Jedoch bemerkte ich schnell, dass es nur Akihikos Hand war, die meine genommen hatte. Gleich danach zog er mich zu einem Sofa, dass hier rumstand und zwang mich, mich hinzusetzten. Gleich danach setzte auch er sich neben mich. Weiterhin hielt er meine Hand in seine, was mein Herz schneller schlagen ließ. "Misaki, wie geht es dir?" fragte er sanft, trotzdem konnte man den besorgten Ton in seiner Stimme hören. Ich wusste ganz genau, was er mit dieser Frage meinte. "Ich habe Angst.." antwortete ich ihm ehrlich, woraufhin er seufzte. Höchstwahrscheinlich nervte ich ihn damit..
  "Mach dir keine Sorgen." Er nahm mich erneut in den Arm und streichelte diesmal mit seiner Hand über meinen Rücken, was mich fast aufstöhnen ließ, da er als erstes eine sehr empfindliche Stelle traf, die eher auf der Seite war. "Ich weiß, dass du das schaffen kannst. Du musst versuchen, so ruhig wie möglich zu bleiben, dann wird alles gut gehen. Und solange du deine Handschuhe trägst, wird auch nichts passieren." Während er mit einer Hand weiterhin über meinen Rücken strich, strich er mit der anderen über meine Hand, was mir auf einer Weise gefiel. Auf der anderen auch wieder nicht, und zwar weil es mich anmachte! Aber wieso?! Akihiko-san war ein Mann, mich sollte sowas nicht anmachen! Wieso fand ich das trotzdem so toll, wenn er mich  so berührte. Auch wenn ich weiß, dass ich es nicht sollte, schloss ich trotzdem meine Augen und genoss jede einzelne Berührung. Schnell bemerkte ich, dass er ein großer Fehler war, als ich plötzlich spürte wie meine Hose sich langsam recht eng anfühlte. V-Verdammt! Ich musste schnell weg!
  Ich drückte mich leicht weg von ihm, aber nicht so weit, sodass er meine Beine sehen konnte. Mein Blick blieb gesenkt, als ich versuchte irgendetwas zu sagen.
  "I-Ich muss kurz ins Zimmer!" eine bessere Ausrede fiel mir gerade einfach nicht ein, die ich murmeln konnte. Gleich danach drückte ich mich stark von ihm weg und sprintete aus dem Raum... und knallte gleich danach in meinen Bruder. "Misaki?!" Fragte er überrascht. "Was ist los?" er schien besorgt zu sein. "N-Nichts! Ich muss einfach nur ins Zimmer!" mit diesen Worten rannte ich schnell an ihm vorbei, sodass er nichts merkte. Nach kurzer Zeit kam ich endlich in meinem Zimmer an, woraufhin ich die Tür hinter mir zuknallte und sofort abschloss. Dann wandte ich mich keuchend zu meinem Bett und setzte mich erstmal hin und versuchte, mich zu beruhigen. Verdammt.. dachte ich. Ich muss das Ding irgendwie wegkriegen, aber... war ich nun wirklich dazu gezwungen? Seufzend gab ich auf und öffnete langsam meine Hose. Mir blieb wohl keine Wahl..

Akihiko

  Was war nur mit dem Jungen los? Er schien sich vor ein paar Sekunden noch gut zu fühlen. Oder tat er einfach nur so? Nachdenklich saß ich da, sodass ich nicht mal bemerkte, wie Takahiro rein kam. "Akihiko." Als ich seine tolle Stimme hörte, wurde ich sofort aus meinen Gedanken gerissen, trotzdem machte ich mir natürlich weiterhin Sorgen um Misaki. "Was ist passiert?" Er hatte wohl Misaki auf den Weg getroffen. "Ich habe keine Ahnung.. Ich nahm ihn in den Arm, um ihn zu beruhigen und um ihm Mut zu machen wegen des Festes.. Zuerst schien es ihn wirklich zu beruhigen, doch von einer Sekunde auf die andere wurde er plötzlich so panisch und meinte in ein Zimmer zu müssen, das habe ich zumindest verstanden... Ich schätze er meinte sein eigenes." erzählte ich ihm. Ich hoffte, dass er nun nicht wütend auf mich war. Ich wusste ganz genau, wie viel sein kleiner Bruder ihm bedeutete. Und das letzte, was ich nun wollte, war, dass er wütend auf mich war, wegen ihm. Selbst das würde mein Herz schon fast zum zerbrechen bringen. Wir redeten nicht mehr weiter, was mich sehr nervte. Endlich sah ich meine große Liebe nach ganzen scheiß 12 Jahren wieder und dann reden wir nicht einmal. Natürlich hatten wir sehr viel geschrieben, in der Zeit, in der die Tore geschlossen waren, aber das reichte mir nicht! Ich wollte ihn sehen, mit ihm reden und am liebsten auch berühren. Aber ich konnte das nicht, das letzte zumindest. Nun ja, ich könnte ihn berühren, klar, aber nicht so, wie ich es wollte. Solange ich ihn jetzt sehen und mit ihm reden konnte, war alles in Ordnung und ich würde es aushalten. Und ich schätzte, dass Misaki, sobald er das Fest hinter sich hatte, realisieren würde, dass es nicht so schlimm war, unter Menschen zu sein und die Tore erneut geöffnet werden würden. Dann konnte ich Takahiro endlich wieder öfters sehen.
  Natürlich war ich nicht sauer auf Misaki wegen den geschlossenen Toren, ich schätzte, dass war wirklich das beste für ihn damals, jedoch verstand ich nicht, warum sie die Tore so lange schlossen. Klar, der Junge hatte große Angst, Menschen verletzten zu können, aber trotzdem hätte man die Tore schon früher öffnen sollen und ihn langsam wieder in die Nähe von Menschen bringen sollen, damit er sehen konnte, dass es kein Grund gab, Angst zu haben. Er hätte dann gewusst, auf was er achten sollte und hätte sich bestimmt langsam wieder an die Menschen in seiner Umgebung gewöhnt. Aber ihn jetzt, nachdem er 12 Jahre lang ganz allein war, in so eine Menschenmasse zu schicken, die bei dem Fest da sein wird, machte es doch bestimmt nur noch schlimmer.
  Ich bemerkte nicht einmal, wie viel Zeit ich damit verschwendet hatte, mit den Gedanken an Misakis Probleme. Erst als der Junge nach so ca. 15 Minuten wieder in die Bibliothek kam, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Er schaute mit einem leicht errötetem Gesicht zu Boden. Ich musste zugeben, er sah wirklich süß aus.
  "Entschuldigung, dass ich einfach so weggerannt bin..." sagte er und lächelte schüchtern. Jetzt sah er wirklich viel süßer aus. Wie konnte man nur so goldig sein? Schon seitdem er ein kleines Kind war, war er einfach so bezaubernd. Ich erinnerte mich noch gut an den ersten Tag, an dem Takahiro ihn mit zu unserer Familie geholt hatte. Er hatte sich die ganze Zeit hinter seinem Bruder versteckt. Zuerst dachte ich, er sei einfach schüchtern, doch kurze Zeit später, als er abgehauen war und wir ihn suchen mussten, woraufhin ich ihn im Garten fand, hatte ich gesehen, wie er einige rote Rosen eingefroren hatte, das jedoch ausversehen, da er irgendwas anderes versucht hatte, aber jedoch gescheitert ist. Zuerst war ich wirklich schockiert und dachte, dass ich mir das alles nur einbildete, jedoch realisierte ich schnell, dass das nicht der Fall war. Daraufhin fand mich Takahiro, wie ich schockiert auf seinen Bruder, der mich immer noch nicht bemerkt hatte, starrte. Daraufhin hat er uns erklärt, was es mit dem Jungen auf sich hatte. Er wurde von einer bösen Zaubererfamilie mit dieser Fähigkeit 'verflucht'. Meine Familie war die einzige Familie, mit Ausnahme der Takahashis natürlich, die von Misakis Geheimnis wussten, und natürlich verbargen wir es. Desto öfter Takahiro mit dem Kleinen vorbeikam, desto besser konnte ich ihn leiden. Er hatte mir mal eine Rose nur aus Eis gemacht, und hatte mir dann (noch einmal) erklärt, dass er das schon beim ersten mal, als er da war, versucht hatte. Ich erinnerte mich ebenso gut daran, wie er sich jedesmal sehr gefreut hatte, zu wissen, dass er mich besuchen konnte und wie er mir immer in die Arme sprang. Es machte mich sehr glücklich, zu wissen, dass er mich so lieb hatte, nur eins regte mich auf. Und zwar, dass er meinen Bruder ebenso behandelte. Hätte ich nur nie versucht, diesen Jungen bei ihm abzuschieben...
  "Weswegen bist du überhaupt weggerannt?" fragte Takahiro, womit man mich erneut aus meinen Gedanken riss. "Ich.." sein Lächeln erstarb und er schien jetzt wieder Angst zu haben. Aber wieso? Am liebsten wollte ich aufstehen und ihn wieder in meine Arme nehmen, um ihn, erstens, zu beruhigen, zweitens, seine Wärme spüren zu können. Jedoch entschied ich mich schnell dagegen, als ich mich erinnerte, was vor ein paar Minuten erst geschehen war.
  Takahiro seufzte. "Naja egal, du bist ja wieder hier." sagte er und lief zu seinem Bruder.  Gerade als Misaki etwas sagen wollte, klopfte es an der Tür. Kurz darauf kam dann ein Dienstmädchen mit langem, braunem Haar, dessen Name Manami ist, hinein und verkündete, dass das Abendmahl serviert wurde. "Ah, vielen Dank." sagte Takahiro mit einem warmen Lächeln. Ich liebte seine freundliche Art. "Wir werden gleich da sein." Das Dienstmädchen verbeugte sich lächelnd und ging dann aus dem Raum, danach wandte sich Takahiro wieder uns zu. "Also gut, gehen wir Essen. Ich hoffe, ihr habt Hunger."
  "Natürlich." sagte ich lächelnd, während Misaki nur still nickte. Daraufhin machten wir uns gemeinsam auf dem Weg zum Speisesaal. Während des ganzen Weges sprachen Takahiro und ich ohne ende, während Misaki mit gesenktem Kopf hinter uns her lief und nur was kurzes sagte wenn er dazu gezwungen war, was mich etwas besorgte. Ich wollte gern wissen, was ihn bedrückte und wollte ihm helfen, jedoch sollte ich ihn vielleicht etwas in Ruhe lassen...
  Ich wollte nicht, dass so etwas wie vorhin noch einmal geschah.
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