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Welcome to Pandoraland!!

KurzgeschichteAllgemein / P16
04.02.2016
20.01.2019
22
13.230
3
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21 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
24.05.2016 925
 
Mimi, du hast mich mit dem Pair angesteckt xD
Ja, ich hoffe, es ist nicht zu verwirrend. Äh. Viel Spaß beim Lesen :)
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"Seit wann gehst du gerne shoppen?", fragte Ozeana verblüfft, als sie grade einen Vintageladen betraten.
"Ich bin halt auch nur ein Mädchen. Außerdem gehe ich nicht gerne shoppen, ich probiere gern die Sachen an und mach dann lustige Fotos", entgegnete Leona.
"Ah, verstehe. Ja, das hört sich schon witziger an."
"Ja, also los! Suchen wir dir was raus!"
"W-- wieso mir?", fragte Ozeana. "Na, weil ich das lustig finde!" Leona grinste. Ozeana schmollte.
Der Blick der Schwarzhaarigen wurde weich, als sie ihre Freundin ansah. Sie liebte sie. Sie konnte es nicht mehr leugnen, ihre Gefühle waren viel zu eindeutig, als sich das als einfache Freundschaft einzureden. Und das machte ihr das Leben verdammt schwer, weil sie ihre beste Freundin einerseits immer bei sich haben wollte, aber andererseits da trotzdem diese Distanz zwischen ihnen war, auch, wenn sie direkt nebeneinander standen, weil sie halt trotzdem nur befreundet waren.
Schnell wandte Leona ihren Blick ab, bevor sie sich in den leuchtend grünen Augen verlor. Stattdessen sah sie sich die ganzen Klamotten an und suchte nach dem Dämlichsten, was sie finden konnte.
"Hey! Da gibt's Hüte!", rief sie plötzlich begeistert und schlug Ozeana eine Hand auf die Schulter. Diese zuckte kurz vor Schreck zusammen und sah sich dann um.
"... W-- was? Wo?", fragte sie, rein aus Reflex. Leona packte sie am Handgelenk und zog sie in die Hutabteilung. Staunend sahen sich die beiden Mädchen um.
"Wow", entfuhr es Ozeana. "Ja", stimmte die Schwarzhaarige ihr zu.
Dann: "Los, probieren wir sie an!"
Leona konnte sich schon immer sehr für Hüte begeistern, auch wenn sie selbst nie welche trug. Es war genau wie mit Ohrringen oder Armbändern. Solange sie nicht zu schrill und eher schlicht gehalten waren, liebte sie diese Kleinigkeiten, aber selbst trug sie sowas nie. Okay, Ohrringe schon, aber das war alles.
"Hier, was ist mit dem?", fragte sie, als sie inmitten der Hüte standen, und setzte der Blonden eine Baskenmütze auf. Perplex sah diese zu ihrem Kopf hoch. Dann sah sie sich in einem Spiegel an, der irgendwo, zwischen vielen Hüten, platziert war.
"Der steht mir ja sogar!", sagte sie belustigt.
"Tja, du hast halt auch so ein Hutgesicht", grinste Leona.
"Und du etwa nicht?"
Sie zuckte die Schultern. "Hat mir jedenfalls noch nie jemand gesagt."
"Jetzt hast du's von mir gehört!"
Ozeana sah wieder in den Spiegel und schob sich die Baskenmütze zurecht. Diese Gelegenheit nutzte Leona, um mit ihrem Handy unbemerkt ein Foto zu schießen.
"Hey!", rief die Blonde plötzlich. Leona zuckte zusammen und hielt die Kamera schnell dem Boden entgegen. Ozeana war in den Hüten verschwunden.
"Oz?", fragte die Schwarzhaarige. Ihre Freundin kam zurück, mit einem platten... Ding.
"Was ist das?"
Sie drückte von unten dagegen und das Teil ploppte hoch.
"Ein Faltzylinder! Hier, setz ihn auf!" Leona lächelte und setzte sich ihn auf den Kopf.
"Wow, jetzt wirkst du voll seriös!", rief Ozeana und lachte.
"Ach ja? Meinst du, hier gibt es auch irgendwo einen Gehstock?", entgegnete ihre Freundin.
"Junge Dame?"
Beide Mädchen drehten sich sofort um. Vor ihnen stand ein weißhaariger Mann, der einen schwarzen Gehstock in der Hand hielt und lächelte.
"Oh. D-- danke." Leona nahm ihn entgegen.
"Wie eine Magierin!", sagte Ozeana begeistert. Der Mann nickte zustimmend.
"Warte, ich mach ein Foto! ... Wenn ich darf." Sie sah den Mann fragend an, der ihr zunickte. Begeistert holte sie ihr Handy raus und fotographierte die Schwarzhaarige.
"Levi?", fragte eine leise Stimme. Alle drei drehten sich um. An der Kasse des winzigen Ladens stand ein schwarzhaariger Mann, der den Weißhaarigen ansah.
"Du weißt doch genau, dass Lacie nicht will, dass du fremden Leuten einfach die Waren ausleihst."
"Ach Ossi. Diese zwei jungen Damen sind Kunden!"
"Um ehrlich zu sein sehen wir uns nur um", sagte Leona und setzte den Zylinder wieder ab. Levi drehte sich zu ihr und zwinkerte ihr zu. "Dann seid ihr halt Kunden, die erst in der Zukunft noch kaufen", sagte er. Dem Schwarzhaarigen allerdings schien diese Sache gar nicht zu gefallen, obwohl er total ruhig blieb, aus irgendeinem Grund. Vermutlich hatte er irgendwann aufgehört, richtige Gefühle zuzulassen. Oder so.
"Äh, Leo, ich denke, wir sollten gehen", sagte Ozeana und warf ihrer Freundin einen erklärenden Blick zu.
"Ja. Danke, dass wir die Sachen anprobieren durften", sagte Leona und lächelte den Männern zu. Dann griff sie nach dem Handgelenk der Blonden und zog sie unauffällig aus dem kleinen Geschäft, in dem die Luft schon dick wurde.
Ozeana ließ sich raus ziehen. Ihr ganzer Körper kribbelte, weil Leona sie berührte. Ihr Herz flatterte.
Als sie sie draußen wieder los ließ, war es irgendwie eine Enttäuschung. Oh verdammt, sie war verliebt. In ihre beste Freundin.
Es war nicht so, als wäre ihr nicht schon früher aufgefallen, dass sie Gefühle für Leona hatte, aber immer, wenn sich das bestätigte, wurde sie unfassbar glücklich und gleichzeitig wollte sie in Tränen ausbrechen.
"Das war echt lustig", sagte sie und grinste. So konnte sie halt am besten ihre Gefühle verstecken.
"Ja!", entgegnete Leona. Dann begannen sie, zu lachen.
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