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My friend Freddy

KurzgeschichteAngst, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Freddy Krueger
03.02.2016
06.02.2016
2
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03.02.2016 879
 
Was soll man über einen Mann schreiben, der als Kindermörder abgestempelt wurde, wenn man ganz andere Seiten von ihm kennt?
Was soll man über einen Mann schreiben, ohne seine Privatsphäre zu verletzten oder die Gedanken anderer?
Mum denn, ich tu es. Mein Name ist Mary und ich möchte jemanden ganz besonders vorheben. Einen Freund, denn ich als kleines Kind hatte. Er arbeitete als Hausmeister in unserer Schule und war nicht gerade believt. Wehalb weiß ich bis heute nicht. Aber was ich weiß, es waren Gerüchte die dass Feuer noch mehr hochtrieb.
Mit 12 Jahren war ich ein ziemlich stilles Mädchen. Viele fanden es etwas unheimlich. Ich las lieber oder malte viel. Eines Tages kamen etwas ältere Mädchen nach der Schulzeit zu mir, den Gang entlang. Eine davon schlug meinen Ranzen nach unten und eine andere trat mir ins Schienbein. Sie beschimoften mich als Monster, weil ich kaum redete. Eine von ihnen zog meine Hrote Haarschleife aus meinen blonden Haare und warf sie mir ins Gesicht. Mein Knöchel pochte, geprellt. Da hörte ich hinter mir eine tiefe raue Männerstimme. Er brüllte sie sollen verschwinden und sich nicht so dumm aufführen. Die Mädchen rannten vor Schreck weg. Ich versuchte aufzustehn, doch mein Knöchel zog. Ich hätte heulen können, doch ich tat es nicht.
Der Mann der hinter mir auftauchte kam zu mir und ging in die hocke.  Er sah mir erst tief in die Augen. Es war der Hausmeister. die Mädchen hier hatten Angst vor ihm, da er so ernst und berdrohlich wirkte. Sie gingen ihm aus dem Weg oder schmissen absichtlich Schokopackungen auf den Boden. Doch ich, begrüßte ihn jeden Morgen. Vielleicht haben sie mich deshalb nicht gemocht.
Mr. Krueger sah sich mein Knöchel an und bot mir an mich nach Hause zu fahren. Er hob mich also hoch und trug mich zu einem alten schon zerkrazten Auto. Etwas was ziemlich seltsam war, fühlte ich mich sehr wohl in seinen Armen und ich mochte seinen Geruck irgendwie.Als wir im Auto sahßen - ich sahß vorne - bedankte ich mich natürlich. Weil mn es eben tat wenn einem geholfen wird. Meine Eltern jedoh waren nur wütend und schlugen die Tür vor Mr. Kruegers Nase zu. Immernoch nicht, wusste ich, weshalb ihn viele nicht mochten.
Am nächsten Tag als ich ihn traf, gab ich ihm eine Schokoladentafel als Dank. Erlächelte mich an und strich mir über den Kopf, kurz packte er meinen Haarschiof, dann ließ er wieder locker, bedankte sich für die Schokolade und ging wieder an die Arbeit. An manchen Tagen als ich alleine im Gang sahß, kam Mr. Krueger zu mir, sah sich um, setzte sich zu mir und wir fingen an miteinander zu reden. Es tat mir ganz gut. Er tat mir ganz gut. Mr. Krueger lächte mir nun immer zu wenn wir uns sahen. Vielleicht tat e ihm auch gut. Es waren belanglose Themen über die wir uns unterhielten. Es fing mit dem Wetter an, über seinen Job - er hasste seinen Job - und irgendwann fingen wir auch an ein wenig an zu lästern.
Tag zu Tag entwickelte ich eine gewisse Sympathie für Mr. Krueger. Manchmal am Abend wenn ich allein in meinem Bettchen lag, stellte ich mir vor, wie er meine Hand hielt und mir ein Küsschen gab. War das Normal? Aber was ist schon normal?
Eines Tages, an meinem 13. Geburtstag als mein Vater auf einer Betriebreise war - Er hatte eine Geburtstagskarte für mich da gelassen und geschrieben dass es ihm Leid täte - , sagte meine Mutter ich solle daheim warten und am Abend gäbe es eine kleine Party für mich. Wie neugierig ich auch war sah ich aus dem Fenster wie sich eine Traube von Erwachsenen, darunter meine Muter, bepackt mit Kanistern die Straße entlangstampften.
Schnell zog ich meine weißen Balerinas an und folgte ihnen ganz still und hielt Abstand. Nach einer Weile blieben sie stehen. Es war Mr. Kruegers Haus. Sein Auto parkte davor. Mir wurde ganz mulmig im Bauch. Ein paar Erwachsene und meine Mutter gingen in dieses Haus. Es ging alles so schnell und ich sah wis das Haus in Flammen aufging. Ich hörte die fürchterlichen Schreie des Mannes den ich als Freund sah. Als einzigen Freund. Der Schrei war so schmerz erfühhld und laut, dass ich mir meine Ohren zuhaltren musste.
Am Abend, bei meiner kleinen Prty - die eigentlich nicht für mich galt, sondern eher einem Straßenfest ähnelte - lachten alle und redeten wirr durcheinander. Meine Mutter stand neben mir, strich mir über den Kopf und sagte zu mir, es würde jetzt alles gut werden. Das Monster sei tot.
Ob ich jemals gewint habe? Ja. Ich habe geweint. Jedes Mal als ich an Mr. Krueger dachte.

Nun sind es zehn Jahre her und weiß nun weshalb sie ihn nicht mochten. Freddy Krueger war ein Kindermörder. Er riss sie mit in sein Auto und tötete sie mit seinem Handschuh, an denen Messerscharfe Kliingen an den Fingerspitzen befanden. Doch weshalb tat er mir nie etwas? An dem Tag, wo mein Knöchel verstaucht war, wäre ich doch ein perfektes Opfer gewesen.
In den Jahren habe ich ihn nie vergessen können. Vor allem jetzt nicht. Ich sehe die Bilder aus der Zeitung und dem Internetheute noch. Die Gerichtsverhandlung, die vermissten Kinder und das brennende Haus. Manchmal höre ich noch das Knistern und spüre die Hitze des riesigen Feuers.
 
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