Samstagabend, halb zehn auf der Starkiller Base

von Genius
GeschichteHumor, Parodie / P16 Slash
Captain Phasma General Hux Kylo Ren Rey
02.02.2016
05.02.2016
5
19097
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** Diese Geschichte hat nichts mit lebenden oder toten, sondern nur mit rein fiktiven Personen zu tun. Die Handlung ist frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit vorhandenen Werken oder real existierenden Personen ist rein zufällig und unbeabsichtigt.

Dies ist kein MSting. Alle Fanfiction - Teile habe ich selbst verfasst. Ja, auch mit extra Rechtschreibfehlern.**


Wenn man Starkiller Base betrat, überzeugte vor allem die fortschrittliche Technologie und die auf Hochglanz polierte Inneneinrichtung. Praktisch, glatt und von schlichter edler Optik.
Genauso wie die Uniformen. Selbst General Hux’ Paradeuniform, die er jeden Tag trug, machte da keine Ausnahme. Silberne Streifen an den Ärmeln, die Abzeichen der First Order an den Schultern und der Mütze und die Generalabzeichen auf den Schultern, fertig. Kein unnötiger Schnickschnack, oder irgendwelche Spielereien, die ihn beim Arbeiten behindern konnten.
Das sah bei Kylo Ren schon anders aus. Helm, lange Robe, wattierte Rüstung, Tunika, Hosen, Stiefel, eng geschnallter breiter Ledergürtel, Hux fragte sich nicht zum ersten Mal, wie der Kerl sich darin überhaupt nur anständig bewegen, geschweige denn kämpfen konnte.
Aber er konnte es und das war alles, was zählte.
Hux hatte einmal gesehen, wie dieser Mann es fertig brachte, ein ganzes Bataillon Sturmtruppen im Alleingang fertig zu machen, das hatte ihm gereicht, um nicht an Ren's Kampfkünsten zu zweifeln.

Aber zurück zu Starkiller Base.
Neben den schicken, blankpolierten schwarzen Böden, den Fightern im Hangar und zahlreichen Waffensystemen, den Verhörräumen und der Kommandozentrale besaß Starkiller Base noch etwas anderes. Im Wohntrakt, weiter hinten im Inneren, wo die verdammte Scheißkälte des arktischen Klimas nicht so einfach hingelangte, befand sich nämlich etwas, was regelmäßig von vielen der First Order frequentiert wurde. Vom obersten General bis hin zum kleinsten Mechaniker. Außer den Nerds aus der Wissenschaftsabteilung, aber die brauten garantiert ihr eigenes Zeug in ihren Laboren. Das wollte Hux auch lieber nicht zu genau wissen, danach fragte er nicht. Hauptsache, sie taten ihre Arbeit. Aber zurück zum Treffpunkt derer der First Order, die sich ihr Gehirn noch nicht mit ätzenden Lackdämpfen weggeschmolzen hatten. Hier trafen sie sich nur, um sich ab und an nach einem harten Arbeitstag die Lampen auszuschießen. Ja, richtig gelesen, oder glauben Sie, dass es auf der Dunklen Seite der Macht nur Kekse und keinen Alkohol gibt?
Weit gefehlt.
Hier in einem recht gemütlich eingerichteten Raum mit schwarzen Loungesesseln, einer Theke, die auf Stahlträgern stand mit acht Barhockern davor und einem beachtlichen Vorrat an Alkohol und einem Bardroiden dahinter, kamen auch die Obersten der First Order mal zusammen, um runter zu kommen, wenn das ganze “Galaxis-Erobern” mal wieder zu sehr schlauchte.

General Hux nannte es ab und an sein “Wohnzimmer”, Captain Phasma nannte es, sehr zur Belustigung ihrer Jungs, ihr “Büro”. Sogar Kylo Ren nannte es seine “einsame Zuflucht”, woraufhin ihn Hux angestarrt und kopfschüttelnd gefragt hatte, ob sich Lord Ren eigentlich auch normal und ohne jeglichen Pathos ausdrücken konnte. Kylo hatte daraufhin entgegnet, er könne das durchaus, ihm sei aber nicht danach, aber die darauf folgende Diskussion ist nicht Teil dieser Betrachtung.

Die Bar hatte an sich keinen Namen, jeder nannte sie für sich anders, je nachdem, warum er oder sie hier war. Zumeist war es ein und derselbe Grund: Sich in gepflegtem Ambiente mal wieder ordentlich einen hinter die Binde zu kippen und den Alltagsfrust abzubauen.
Es war Kylo Ren's Idee gewesen, nachdem er die ersten drei Wochen auf Starkiller verbracht und eine halbe Etage aufgrund mehrerer Wutanfälle lahmgelegt hatte. Und Hux musste zugeben, es war nicht die schlechteste Idee gewesen. Seither ließ Kylo Ren die Einrichtung ganz… na ja, zumindest meistens und auch dem Rest der Truppen schien dieser Moralverstärker gut zu tun. Und alles, was gut für seine Truppen war, war gut für die First Order, befand Hux.

Die Bar war schnell fertiggestellt und gut besucht. Auf die Stahlträger an der Theke hatte Hux bestanden, damit sie auch einem wild gewordenen Lord Ren standhalten konnte. “Jetzt”, so hörte man manches Mal Datoo zu Phasma sagen, “jetzt könnten die Rebellen alles in Schutt und Asche legen, die Bar hier würde noch stehen. “
Sie pflegte dann zu nicken und zu erwidern: “Aber wer beim Tanzen dagegen fliegt, handelt sich ‘n Schädelbruch ein.”

Im Normalfall kam man durch die Schiebetür und schaute in Colonel Malonys zufriedenes Grinsen, der auf seinem Lieblings-Loungesessel fläzte, hier, wo er mal nicht steif und förmlich sein musste, in der Hand einen gut gemixten Mai-Tai und ein gutes Buch, worin er las, wenn er nicht Ren beim Billardspielen zusah. Ren spielte meist gegen sich selbst, weil keiner mehr wegen seiner Treffsicherheit gegen ihn antreten wollte. Hinten, am Stammtisch der höheren Offiziere, war General Hux in ein Gespräch mit Datoo vertieft, wobei ihn anscheinend doch immer wieder der Drang ablenkte, Ren auf den Hintern zu starren, wenn der sich mal wieder mit dem Queue über den halben Tisch beugte. Datoo bestellte sich dann für gewöhnlich noch einen Gin und Hux einen Whiskey, wobei er so tat, als bemerke er nicht, dass sein Vorgesetzter gerade geistig vollkommen abwesend war. Hux riss sich dann los und stürzte den halben Whiskey hinunter, ehe er sich wieder auf das Gespräch konzentrieren konnte.

Wenn Phasma und ihre Jungs nach dem Training kamen, wurde es meistens lustig. Irgendeiner schmiss die Jukebox an und die Sturmtruppen setzten sich zu den Technikerinnen, während Phasma direkten Schrittes auf den Offizierstisch zusteuerte, nebenbei Ren die weiße Kugel vor dem Queue wegnahm, sie betrachtete und wieder hinlegte, was diesen jedes Mal fast zur Raserei und zum Griff zu seinem kaum angetasteten Glas am Tischrand brachte.

Wie gesagt, soweit der normale Alltag, oder vielmehr, Allabend in dieser Bar.
Es gab aber auch Tage, da lief einfach alles schlecht, keine Rebellen zu verhören, keine X-Wing - Fighter abzuschießen, nichts. Alles lief nach Zeitplan und es herrschte eine Ruhe, die sich an so einem Samstag schon mal zur Langeweile ausdehnen konnte.
So wie heute.

Wie spät es genau war, hätte von ihnen eh niemand genau sagen können.
War auch für den Verlauf der Handlung nicht wirklich relevant.
Irgendwas zwischen Feierabend und Schichtbeginn.

Datoo stützte seit einer guten halben Stunde die Ellbogen auf den Tisch und rührte mit dem Cocktailschirmchen die Olive in seinem Glas herum, wobei er immer wieder laut die Luft ausstieß, Kylo hatte sich auf seinem Stuhl zurückgelehnt und den Kopf in den Nacken gelegt, die Augen geschlossen und schien zu dösen. Hux las die Seite seines Buches gerade zum gefühlt achtundzwanzigsten Mal, ehe er es genervt zuklappte.
Was genau ist heute bloß anders als sonst?”
Keine Ahnung”, murmelte Datoo und stocherte wieder nach der Olive, “soll ich mir noch ‘ne Cola bestellen?”
Hängt davon ab, wie lange wir hier noch sitzen”, kommentierte Hux trocken und fischte einen Eiswürfel aus seinem Glas, um ihn Ren in den Kragen zu stecken.
Was zum…. sehr witzig, General”, fuhr dieser auf und ließ ein langgezogens genervtes Stöhnen hören.
Was denn?”
Mir ist so langweilig”, murrte Ren und drehte sich auf seinem Loungesessel, den Kopf im Nacken, bis ihm schwindlig wurde.
Billard?”
Ne.”
Ich spiele auch mit”, bot Hux an.
Keine Lust!”
Jetzt blickte auch Datoo auf. “Sie haben keine Lust auf ein Wettspiel gegen General Hux? Dann muss es aber ernst sein mit Ihrer Langeweile, Ren.”
Wirklich, manchmal war der Kerl gruselig, weil er aussprach, was Hux gerade dachte.
Kylo hob den Kopf und blinzelte benommen gegen die blaue Raumbeleuchtung.
Er legte die Arme auf den Tisch und den Kopf darauf und murrte unverständliches Zeug in seine Kapuze.
Wir könnten Gin in Ihren Helm füllen und…”
Ren's Kopf hob sich und Datoo winkte ab, selbst erkennend, wie blöd diese Idee war.
Dazu bin ich nicht betrunken genug”, meinte Hux und schnippte einen weiteren Eiswürfel in Ren's Kragen, dessen Blick daraufhin von genervt zu tödlich wechselte.
Gehe ich jetzt meditieren?”
Weiß ich doch nicht.”
Oder bleiben wir hier?”
Verpassen wir doch nichts.”
Der Bardroid rollte herbei und brachte eine weitere Runde.
Gefangene befragt?”, kam es von Hux, als er das Whiskeyglas in seiner Hand drehte.
Schon passiert.”
Protokoll geschrieben?”
Liegt auf Ihrem Schreibtisch”, kam es dumpf von Ren, der den Kopf wieder auf dem Tisch platziert hatte.
Aber was könnten wir sonst noch machen?”

Die Schiebetür öffnete sich zischend und Phasma stapfte herein, sah sich suchend um, wurde offenbar fündig, als sie die drei Gestalten am Offizierstisch ausmachte. Mit einem Stoß Blätter in den Händen durchquerte sie den Raum, auf den Fersen einige Sturmtruppen, die kicherten wie kleine Schulmädchen.
Gentlemen, ich sehe, Sie haben auch noch keine ansprechende Samstagabendbeschäftigung?”
Die drei Angesprochenen blickten auf, sogar Kylo Ren nahm wieder eine halbwegs aufrechte Sitzhaltung ein.
In der Tat, Captain. Unsere Gemütslage wäre durchaus….”
...mörderisch gelangweilt zu nennen”, unterbrach Kylo Ren Hux und sein Mundwinkel zuckte verräterisch, als Hux ihn verärgert musterte.
Phasma wedelte mit den beschriebenen Blättern.
Dann habe ich hier das perfekte Mittel dagegen. Ihre Langeweile hat ein Ende, meine Herren.”

Drei Augenpaare starrten sie an, während sie sich setzte und die kichernden Sturmtruppen sich ungefragt ein paar Hocker näher zogen, um besser hören zu können.
Das hier”, sie hielt die eng bedruckten Blätter hoch, “ist die beste Samstagabendunterhaltung, die ich seit langem hatte.”
Hux runzelte die Stirn.
Was soll das sein, Captain? Berichte? Danke, ich kann mir wirklich Besseres vorstellen, als meinen Samstagabend mit noch mehr Berichten zuzubringen.”
Beipflichtendes Gemurmel seiner Leidensgenossen.
Bei allem Respekt, General, aber Sie irren sich”, Phasma legte den Stapel Blätter vor sich auf den Tisch und winkte dem Bardroiden, “Einen Scotch bitte. Und für meine Jungs, was sie wollen.”
Was soll das sein”, Kylo Ren schnappte sich ein paar Blätter und begann zu lesen. Binnen kürzester Zeit wurden seine blassen Gesichtszüge erst rosa, dann dunkelrot.
Das...das ist …..eine Unverschämtheit!”, fuhr er auf.
Zeigt mal”, forderte Hux und griff nach den Blättern in Ren’s Hand, die dieser ihm aber entriss und mit hochrotem Gesicht hoch über seinen Kopf hielt, wo der General wirklich nicht hinreichte.
Das wollen Sie nicht lesen!”
Ich entscheide immer noch selbst, was ich lesen will, vielen Dank auch, Lord Ren. Jetzt gebt endlich diese Blätter her! Das ist ein Befehl!”
Sie haben mir nichts zu befehlen…”
Ja”, murrte Hux und gab es auf, nach den Blättern zu angeln, “leider…”
Kylo schüttelte den Kopf und biss sich auf die Unterlippe, das Kichern der Sturmtruppen steigerte sich zu unterdrücktem Lachen.
Das”, ließ sich nun Phasma vernehmen, die das verspiegelte Visier ihres Helms hochgeschoben und sich mit Genuss einen Schluck ihres Scotch gegönnt hatte, während sie das Kompetenzgerangel verfolgte, “sind eigene Werke, meine Herren. Fanfictions.”
Sechs Augen und drei verwirrte Mienen hingen an ihr.
Fan-....was bitte?”, fragte Datoo und vergaß seine Olive vollständig, sodass der Bardroid endlich das Glas abräumen konnte.
Fanfictions”, wiederholte Phasma und nahm einige Blätter zur Hand, “offenbar gibt es in den Weiten der Galaxis Menschen, die über bekannte oder minder bekannte Persönlichkeiten schreiben oder..”, sie unterdrückte ein Glucksen, ihre Sturmtruppen hinter ihr indes mussten an sich halten, nicht jetzt schon vor Lachen vom Stuhl zu fallen, “oder es zumindest versuchen.”
Soll das heißen… wir haben…. Fans?”, fragte Datoo verwirrt und lehnte sich nach vorne.
Naja, manche von uns ja.”
Sie sicher nicht. Die kennen nicht mal Ihren Namen.”
Charmant wie immer, Ren.”
Ist doch wahr”, Kylo strich sich die Locken aus der Stirn und warf sie in einer dramatischen Geste nach hinten, “wer hat wohl am meisten Fans? Natürlich der gutaussehende Force-User, hin- und hergerissen zwischen dem Licht und der Dunkelheit.”
Ich muss mich gleich übergeben”, murrte Datoo zu Hux gewandt.
Ob das so vorteilhaft ist, wird sich zeigen, Lord Ren”, Phasma sprach ungerührt weiter, nur das Zucken ihrer Mundwinkel verriet ihr Amüsement, “Ihr seid in der Tat der meist beschriebene Charakter dieser… Machwerke. In mehr oder minder treffenden Situationen.”
Kylo, der sich gerade in seinem Helm spiegelte, blickte auf.
Was soll das heißen?”
Dass man Euch oft als Emo-Sith, Crybaby und pubertierenden Teenie mit Vaterkomplex hinstellt!”, Datoo hatte sich die Blätter geangelt und grinste breit über das Gesicht, während er sie studierte.
Das Auftreffen an der nächsten Wand wischte ihm dieses Grinsen allerdings schnell vom Mund, als Ren mit schnaubendem Atem und zitternd vor Wut vor ihm stand.
Lasst ihn los, Lord Ren”, Hux hob den Kopf und schüttelte ihn, “er hat dieses…. Geschreibsel nicht verbrochen. Kommt her, bestellt Euch einen Drink auf meine Rechnung und regt euch wieder ab.” Er wandte sich an Phasma. “Was steht da drin. Ich will das jetzt wissen.”
Am lustigsten ist es, wenn man es vorliest, nicht wahr, Jungs?” Phasma wandte sich zu ihren Sturmtruppen um, die sich wieder an ihren Drinks verschluckten und unter erneuten Lachsalven nur nicken konnten.
FT-2138, sammel’ mal die Blätter ein, damit wir sie neu ordnen können”, Phasma nickte ihrem Untergebenen zu, der dieser Aufforderung direkt nachkam. Indes hatte sich Datoo von der Wand geschält und betastete noch seinen Hals, während Kylo Ren mit raumgreifenden Schritten zur Bar geeilt war und jetzt mit einem großen bunten Cocktail mit Ananasscheibe, Cocktailkirsche und sage und schreibe zwei! Cocktailschirmchen wieder an den Tisch kam, um sich mit selbstzufriedener Miene neben Hux nieder zu lassen. Dieser fixierte immer noch Phasma, während er die Arme vor der Brust verschränkte.
Also?”
Phasma brachte die Blätter alle auf einen akkuraten Stapel und zog ein paar Seiten heraus.
Sind Sie bereit, meine Herren, für eine Reise in die tiefsten menschlichen Abgründe?”
Als ob”, winkte Kylo Ren ab, “was Master Snoke mir schon gezeigt hat, da würden Ihnen allen die Augen und Ohren übergeh-…” weiter kam er nicht, weil sich Hux’ behandschuhte Linke auf seinen Mund legte, während der General Phasma zunickte.
Ich übernehme keine Haftung für Ihre Lachmuskeln”, setzte Phasma hinzu, sich der Aufmerksamkeit der drei Hohen und ihrer Sturmtruppen absolut sicher, ehe sie zu lesen begann:


Kylo’s ware Liebe
Hallihallo Halöchen.
Ich bin Kylosgirl14 und das hir ist meine erste FF. Ich bin voll der Fan von unserem süßen Emo-Sith und deswegen musste ich jetzt einfach über ihn schreiben. Ich werde jeden Tag ein oder zwei kapitel onstellen, also keine sorge… achja, ich schreibe die ff mitm handy, wers nich mag, solls nich lesen.

Und nu viel Spaß mit unserem sweetie.

Ich glaub’ mir wird schlecht! Wie heißt die? Und dieser...Titel? Ich glaub’, ich muss...”
Beherrschen Sie sich, Ren. Sie kennen die Regel: Wer kotzt, putzt!”
Datoo starrte Ren, Ren Datoo nieder, während sich Hux zu Phasma beugte.
Ist das Ihr Ernst, Captain?”
Phasma zuckte amüsiert mit den Schultern.
Das war erst das Vorwort.”
Ja, mit ich weiß nicht wievielen Rechtschreibfehlern. Anscheinend wird die neue Rechtschreibung in manchen Teilen der Galaxis nur als möglicher Vorschlag, nicht als feste Regel verstanden.”
Ist notiert, General”, Datoo steckte das Datapad weg, “ich werd’ mal die Schulsysteme der einzelnen Planeten genauer unter die Lupe nehmen.”
Hux griff nach seinem Glas und nahm einen tiefen Zug, während Kylo neben ihm schmollend an dem Strohhalm zog.
„Ren?“
„Was?“
„Himmel, erstens heißt es wie bitte. Und hört verdammt nochmal auf, zu schlürfen.“
Ich bin nicht emo. Und ich bin kein Sith.” Kylo verschränkte die Arme vor der Brust, zog nochmal extra laut am Strohhalm.
Hux’ Blick brachte ihn zum Schweigen, ehe Phasma fortfuhr:

Sie stand wieder draußen. Es war eiskalter Winter. Auf dem Balkon. Sie konnte nicht einschlafen und ging auf den Balkn ihres Haus. Sie war siebzehn Jahre und lebte mit ihren Eltern und kleinen Bruder in einem kleinen Dorf.
Seit sie vor etwas einen Monat den Traum gehabt hatte, ließ es ihr keinen Schlaf mehr.
Was war das? Diese Augen…
Diese wunderschönen, dunkelblauen Augen und diese schwarzen Locken von denen sie seit dem Dezember jeden Tag träumte.
Sie sah nach oben in den Himmel. Sie hätte diesen Film nie sehen dürfen… ihn nie kennenlernen dürfen.
Was heist kenenlernen? Er war ja nicht echt, nur eine Schwärmerei. Aber immer wieder musste sie an ihn denken.
Sie schüttelte ihr hüftlanges Haar mit den lilane Strähen. Wie oft hatte ihre Mutter gesagt:”Du sollst die Haare nicht färben. Mal türkies, dann pink und jetzt lila.”
Ihr egal. Sie fandt es schön.
Da! Etwas in den Sternen kam auf sie zu… es fiel und fiel immer schneller zu ihr runter.
Sie rannte in den Garten und zog den Bademantel über ihr Top und Slip.
Als sie in den Himmel sah, erkannte sie es ganz deutlich: Ein Mann. und der fiel direkt in ihre Arme. Sie stolperte und schaffte es aber, ihr Balance zu hallten.
Erschrocken schrie sie auf.
Es war Kylo Ren!
Der Schwarzhaarige hatte die dunklen Augen geschlossen und lag bewusstos in ihren Armen. Sie trug ihn zum Hus, als ihr Vater ihr entgegen kam.
Oceana Sylvania Arienne, wer ist das?”
Das ist nicht wichtig” antwortete sie kurz und ging an ihrem Vater vorbei, mit dem bewustlosen Schwarzgekleideten Schwarzhaarigen auf dem Arm in ihr Zimmer und legte ihn vorsichtig auf ihr Bett. Flatternt öffneten sich die dunklen Obsidiane und er starrte sie an.
Wer bist du?”
Mein Name ist Oceana Sylvania Ariane udn du bist Kylo Ren”, antwortet sie ihn und lächelte ihn an.
Woher weist du das?”
Weist du”, sie setzte sich an den Bettrand und deckte ihn zu, da sie rot wurde, da er wenig anhatte, nur seine Unterwäsche, “ich ahbe dich in einer Art Vision gesehen.”
Vision? Was soll das sein? Verfügst du über die Macht?”
Nee ey, echt nicht. Aber ich… naja ich kenn’ dich halt. Und ich liebe dich seit ich dich zum ersten mal gesehen habe” Sie wurde rot udn sah weg, aber er legte seine Hand unter ihr Kinn….
Der Kuss war atemberaubend, sie schloßte ihre Augen und seine Zunge tanzte mit ihrer und sie fror unter ihrem dünnen Top. Sie wollte ihn, ganz für sich, die gehörte ihm schon längst.
„Oh Kylo“ murmelte sie leise, als er sie ansah und tausende Sterne in seinen Augen glitzerten,

Ein Klirren unterbrach sie.
Phasma hielt inne. FN-3521 und TC-7213 waren vor Lachen vom Hocker gefallen und sammelten, immer noch lachend, ihre Gläser wieder ein.
Ich brauch’ was zu trinken”, Hux’ Stimme war trocken und übertönte die rhythmischen Schläge, mit denen Kylo Ren neben ihm seinen Kopf immer wieder gegen die Tischplatte donnern ließ.
Ren, zur Hölle nochmal, hört auf damit!”
Macht….dass...es….aufhört….”, kam es gequält unter der Kapuze hervor, die ihm ins Gesicht gerutscht war. Hux nutzte einen Moment, in welchem er wieder ausholte und hielt die Kapuze fest.
Für einen Moment gefror Ren in der Bewegung, ehe der General die Kapuze wieder losließ.
Ihr habt braune Augen, Lord Ren. Keinesfalls dunkelblaue.”
Volle Punktzahl für Ihre Beobachtungsgabe, General”, schnarrte Ren und stürzte den Rest seines Hurricane hinunter. Er sah unglücklich drein.
Mit den Buchstaben, die sie bis jetzt vergessen hat und den Rechtschreibfehlern oder den fehlenden Kommata könnte man die komplette Offiziersmesse füllen”, Datoo unterdrückte immer noch das Lachen und schaute zu Ren hinüber, der sich halbwegs wieder gefasst hatte und leidend leichenblass aus der schwarzen Kapuze herauslugte.
Phasma nickte.
Man beachte vor allem die mangelnde Logik. Erstens hätte Lord Ren beim Eintritt in irgendeine atembare Atmosphäre verglühen müssen, zweitens hätte niemand, nicht einmal Lord Ren einen solchen Sturz überlebt”, konstatierte Hux und orderte zwei Whiskey, wobei er einen vor Ren hinstellte.
Trinkt das, Mylord. Das verleiht Euch wieder Farbe.”
Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, gegen Hux’ Forderungen und Befehle zu argumentieren, griff Kylo Ren einfach nur stumm nach dem Whiskeyglas und stürzte es hinunter.
Was er sagt”, er deutete auf Hux.

Kurze irritierte Stille im Raum.

Ich finde einige Dinge verwirrend. Wo ist Ihr Helm, Lord Ren? Ohne den gehen Sie nirgendwohin und abstürzen mit dem Raumschiff zähle ich jetzt einfach mal dazu. Und, unterbrechen Sie mich, sollte ich mich täuschen, hieß die Protagonistin nicht vor... einer halben Seite noch anders?”, erkundigte sich Datoo. Phasma gluckste nur und reichte FN-3521 seinen Strohhalm, der ihm bei seinem Sturz vom Barhocker heruntergefallen war.
“Vielleicht hat sie sich zwischenzeitlich umtaufen lassen. Aber warten Sie es ab. Es wird noch viel besser.”
Lasst mich raten: Ich verliebe mich unsterblich in sie, wir heiraten und kriegen vier Bälger?”, seufzte Kylo theatralisch und wagte einen hoffnungsvollen Blick, dass dem vielleicht doch nicht so wäre.
So in etwa”, nur zu gern zerstörte Hux diese Hoffnung, der einen Blick auf Phasmas Blätter geworfen hatte, “aber nur zwei Kinder. Die Ihr Sylvania Denise Yoranna und Theorian Ben Skywalk-”
Das Klirren des Glases auf der Tischplatte und der Whiskey auf Hux’ Uniformjacke unterbrachen ihn.
Wie ungeschickt von mir”, murmelte Kylo und griff nach einer Serviette, “Sie müssen entschuldigen, General.”
Lasst meine Jacke in Ruhe, Ren, ich bin durchaus in der Lage, das selbst…”
Während Kylo Ren an Hux’ Jacke herumwischte und dieser protestierte, lehnte sich Phasma zurück, nippte an ihrem Whiskey-Cola und schaute Datoo ins Gesicht.
Bereit für Runde zwei?”
Sicher doch”, grinste Datoo und griff nach dem Stapel, “aber jetzt bin ich dran mit vorlesen.”


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