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Dreams come true (2 Broke Girls)

KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Gen
30.01.2016
30.01.2016
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Er war unglaublich. Wir hatten es wirklich geschafft. Wir hatten ein ganzes Cupcakeimperium erschaffen. Jeder liebte unsere Max hausgemachte Cupcakes. Und wir waren reich. Stink reich. Ich musste zugeben, dass es sich wirklich verdammt gut anfühlte so viel Geld zu besitzen. Ja! Ich Max Black, das Mädchen dass die Reichen immer verurteilt hatte und nie daran geglaubt hätte, war reich. Unsere Freunde von damals hatten wir jedoch ganz und gar nicht vergessen. Caroline und ich wohnten zwar nicht mehr in unserer alten Wohnung, die wir aus nostalgischen Gründen jedoch gekauft hatten damit wir wenn uns danach war dorthin zurück konnten, sondern in Carolines altem Penthouse, aber vergessen hatten wir niemanden. Chestnut war aus unserem kleinen Garten mit Privathäuschen für ihn, zurück in seinen Luxusstall von früher gezogen, der Caroline mittlerweile gehörte, oder besser gesagt uns und meine Katze Nancy fühlte sich auch im Penthouse pudelwohl. Auch wenn ich mir sicher war das Chestnut und Nancy sich gegenseitig vermissten. Deswegen durfte sie auch immer mit wenn wir den Großen besuchten. Wir besuchten Sophie und Oleg, die immer noch in Sophies Wohnung lebten, regelmäßig. Wir trafen uns also nicht nur Sonntags zum Lunch. Sophie kam auch täglich für einen Cupcake vorbei. Sogar Han besuchten wir ab und an im Diner. Denn auch wenn wir es nie im Leben zu geben würden, war uns der Kleine schon irgendwie ans Herz gewachsen. Unsere Nachfolgerinnen im Diner waren natürlich die reinste Katastrophe. Sie lächelten und waren freundlich. Sie hatten einfach keine Erfahrung. Nur Earl mussten wir nicht besuchen. Er hatte es nicht nehmen zu lassen, ab sofort bei uns zu arbeiten. An dem Tag als wir verkündeten das wir kündigen da unser Cupcakeshop so gut läuft, hat er sofort bei Han die Kündigung eingereicht und sich bei uns beworben. Mit offenen Armen hatten wir ihn empfangen. Han war deswegen zwar ziemlich enttäuscht, aber er verstand es. Sogar Big Mary hatten wir in einem unserer Shops untergebracht, in dem er voller Begeisterung backen und am Tresen arbeiten durfte. Nicht im Hintergrund. Alles im allen war es perfekt. Wir hatten alles was wir uns je erträumt hatten. Caroline Channing zu treffen, war wohl das Beste was mir je widerfahren war. Wir hatten es sogar geschafft den Namen ihres Vaters rein zu waschen und in drei Jahren würde er entlassen werden. Caroline freute sich darauf und wenn ich ehrlich war, ich auch ein bisschen. Martin Channing war schon verdammt cool.

„Max sieh dir das an, wir sind fast ausverkauft.“ rief auf einmal Caroline und hüpfte aufgeregt auf und ab.

Sie sah aus, als wolle sie mich gleich umarmen. Um das zu verhindern hab ich eine Hand und streckte meinen Zeigefinger aus.

„Nein! Wir spielen hier nicht reiches Mädchen das einen Freudentanz aufführt, weil es mega gut läuft. Denn du machst das jeden Abend. Obwohl du ganz genau weißt, dass es seid der Eröffnung vor zwei Jahren jeden Abend so ist. Und das in so ziemlich in jeder Filiale die wir Besitzen! Also hör auf damit Caroline.“ sagte ich und sah sie ernst an.

Meine beste Freundin hörte sofort auf und stemmte die Hände in die Hüften.

„Ach komm schon Max. Du  bist doch jetzt selbst ein reiches Mädchen. Und das weißt du verdammt genau.“ sagte sie.

Ich grinste, sah sie über eine meiner Schultern hinweg an und warf mein Haar zurück.

„Ich weiß.“ und damit machte ich mich auf den Weg zu Earl, jedoch hörte ich Caroline noch hinter mir lachen.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt wie gut es sich anfühlte reich zu sein? Wenn ich ehrlich war, hätte ich nie gedacht dass wir es schaffen würden. Wir mussten so viele Rückschläge erleiden. Manchmal hatte sogar eine von und aufgegeben. Und jetzt stand ich wirklich hier. Ich hatte es allen bewiesen. Allen die nicht an mich geglaubt hatten und gemeint hatten dass ich zu nichts taugte. Ich hatte es ihnen bewiesen! Ich war keine Versagerin!

„Na Max Schatz? Wie geht es dir?“ fragte Earl, als ich bei ihm ankam.

Ich strahlte über beide Ohren und sah ihn an. Mir konnte es gar nicht besser gehen.

„Mir geht es unglaublich gut und dazu musste ich heute noch nicht mal eine Pille einwerfen oder was rauchen. Es ist alles noch wie in einem unwirklichen Traum. Ich glaube ich bin glücklich. Aber sag das bitte nicht Caroline. Die würde mich nur den ganzen Tag damit nerven.“

Earl lachte nur und schüttelte den Kopf. Ich wusste das ich mich auf ihn immer verlassen konnte und dass er mir zuhörte. Umgekehrt war das natürlich genauso. Er war wie ein Vater für mich und das wusste er.

„Das würde mir nie im Traum einfallen.“ sagte er mir und zwinkerte mir zu.

Grinsend gab ich ihm einen Pack Geldscheine aus der Kasse, die er mir gleich wechselte. Earl verwaltete das Geld. Er sorgte auch dafür, dass wir genügend Wechselgeld hatten. Mit dem nun gewechselten Geld machte ich mich auf den Weg zurück zu Tresen und legte das Geld zurück in die Kasse. Der Shop lief so gut, dass wir ständig neues Kleingeld brauchten. Und das mit der Cupcakeproduktion  war auch so eine Sache. Ich hatte für jede Filiale höchstpersönlich einen Bäcker gewählt, den ich vertraute und ihnen mein Geheimrezept verraten. So wie Big Mary, doch in diesem Laden hier, stellte ich die Cupcakes immer noch selbst her. Schließlich war das hier unser Baby. Unser erstes Geschäft. Natürlich wurden die Cupcakes nicht maschinell hergestellt, denn dann wären sie ja nicht mehr hausgemacht. Wir legten Wert auf selbstgemachte Backwaren. Neue Kreationen probierte ich noch immer zu Hause aus. In unserer alten Wohnung, mit meinen wunderschönen violetten Backofen. Schließlich war das der Traum eines jeden Bäckers. Caroline schlug zwar vor ihn mit in das Penthouse zu nehmen, aber ich wollte lieber dort Dinge ausprobieren,  wo alles angefangen hatte.

„Einen Springbrake-Bacon-Cupcake bitte!“ riss mich eine Stimme aus meinen Gedanken.

Perplex schüttelte ich den Kopf. Ich sollte nicht so viel träumen. Schließlich hatte ich ein Geschäft zu führen. Und das Geld hüpfte schließlich auch nicht von selbst in die Kasse und von dort aus direkt in meine Taschen. Da musste ich schon etwas dafür tun.

„Kommt so...“ begann ich, stockte dann jedoch.

Als ich aufsah, blickte ich direkt in ein mir nur allzu bekanntes Gesicht. Ich hatte das Gefühl, als würde meine Vergangenheit wieder aufleben. Mit offenen Mund starrte ich auf die Person  vor mir.

„Hallo Max.“ sagte er und grinste mich an.

Mit einem Schlag waren all die Gefühle von damals wieder da, die ich so sorgfältig verschlossen hatte.

„Deke...“ war alles was ich raus brachte.

Wie ein Fisch auf dem trockenen sah ich ihn an. Nicht fähig mich zu bewegen. Nach all der Zeit war er wieder hier. Die Schlange an Kunden hinter ihm wurde immer länger. Die Leute wurden auch immer ungeduldiger. Doch mir war das im Moment vollkommen egal. Aber Caroline anscheinend nicht. Schnell kam sie angerannt.

„Max? Was ist denn los? Unsere Kunden werden ungeduldig!“ sagte sie angespannt.

Doch da bemerkte sie erst, dass etwas nicht stimmte. Sie folgte meinen Blick und sah ebenfalls direkt in Dekes Gesicht. Sie wirkte genauso überrascht und überrumpelt wie ich. Sie wusste auch, dass ich nie über ihn hinweggekommen war. Zu meinen Glück reagierte sie schnell.

„Okay. Kein Problem. Ich zwei müsst dringend reden. Also geht ihr nach hinten ins Büro und redet. Und ich werde mich um unsere Kunden kümmern. Das bekommen wir schon hin. Earl, hilfst du mir an der Kasse?“ rief sie und schob mich schon Richtung Büro.

Earl der die Situation sofort erkannt hatte, kam auch schon auf uns zu und schob dann sogleich Deke Richtung Büro.

„Bin schon da Caroline.“ sagte er.

Earl war süß und wollte wie immer nur das Beste für mich. Das wusste ich.

„Hey! Was ist mit meinen Cupcake?“ fragte Deke.

Doch mein Ersatzvater schüttelte nur den Kopf und schubste Deke durch die Tür.

„Nach diesem Gespräch kannst du noch so viele Cupcakes essen wie du willst Junge. Es sei denn du tust meinem Mädchen weh, dann isst du nie wieder etwas, was nicht aus einer Schnabeltasse kommt.“ sagte Earl drohend.

Lächelnd ging ich zu ihm und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.

„Danke für alles Earl. Wenn ich jemals heiraten sollte, wäre es mir eine Ehre wenn du mich zum Altar führen würdest.“ sagte ich lächelnd.

Ich gab ihn jedoch keine Chance darauf zu antworten. Ich wusste schließlich schon was er sagen würde. Als ich dann im Büro stand, beobachtete ich Deke. Er stand einfach nur da und sah sich erstaunt um. Er schien beeindruckt zu sein. Er schien mich auch nicht zu bemerken. Also räusperte ich mich, um auf mich aufmerksam zu machen. Sofort drehte Deke sich zu mir um, die Hände in den Hosentaschen vergraben.

„So, du bist jetzt also auch ein Schlumpf was?“ fragte er mich und brachte mich damit zum lachen.

Den Vergleich mit dem Schlumpf und der Hexe würde ich wohl nie vergessen, auch wenn ich diesen gebracht hatte. Genauso wenig wie sein Müllcontainer – Haus und unsere gemeinsame Zeit. Langsam lief ich zum Schreibtisch und setzte mich auf die Kante. Dann zuckte ich mit den Schultern.

„Ja. So ein bisschen. Aber ich bin am Boden geblieben und nicht hochnäsig geworden. Ich bin lediglich nur mit Caroline in das alte Penthouse ihrer Familie gezogen, habe unsere alte Wohnung gekauft und wir haben alle ihre alten Imobilien zurück gekauft. Chestnut ist in den hauseigenen Channing-Black-Stall gezogen und Nancy fühlt sich in ihren neuen zu Hause königlich. Dann haben wir und noch ein Privatflugzeug gekauft, oh und eine Yacht. Dazu haben wir uns eine Limousine gegönnt. Also nichts Großes.“ sagte ich lässig.

Deke lachte. Ein ehrliches lachen, dass ich so verdammt vermisst hatte. Mit ihm war alles immer so leicht gewesen. Und ich vermisste diese Zeit so sehr. Sicher hatte ich nach ihm noch die eine oder andere Beziehung gehabt. Aber von diesen hatte nie eine längere Zeit gehalten und sie hatte sich nie mehr so wohl gefühlt wie mit Deke.

„Stimmt das sind nur Kleinigkeiten. Genauso wie die Eigentumswohnung die ihr Earl gekauft habt. So wie ein lebenslanger Vorrat Gras. Nein ernsthaft Max. Ihr lebt auf ganz schön großen Fuß. Das hätte ich von dir nie erwartet. Von Caroline schon, aber von dir nicht. Ich dachte du magst die Reichen nicht besonders.!

Natürlich hatte Earl vor Deke damit angegeben. Ich würde s ja auch nicht anders machen. Doch Dekes Worte trafen mich wie ein Schlag. Er machte mir Vorwürfe. Doch ich würde mich von ihm jetzt nicht runter ziehen lassen. Dafür hatte ich zu hart gearbeitet. Klar zwischendurch waren wir mal vom Weg abgekommen, doch hatten wir es geschafft.

„Ach komm schon Deke. Mein ganzes Leben lang war ich ein Nichts. Nie konnte ich mir irgendetwas schönes, geschweige denn teures leisten. Jetzt kann ich es endlich mal. Und das Beste daran ist, ich habe für das Geld hart gearbeitet. Ich habe es mir selbst verdient. Und ich bin verdammt stolz drauf. Es ist mir scheißegal was andere von mir denken oder über mich sagen. Ich mache mein Ding. Und der Rest ist mir egal. Außerdem bin ich keineswegs wie all die reichen Schnößel. Denn ich habe keine Vorurteile gegenüber den Armen. Ich halte weiterhin Kontakt mit meinen alten Freunden. Denn ich war mal eine von ihnen. Und ich verurteile Caroline auch noch immer nicht, wegen den Fehlern ihres Vaters. Denn sie kann nichts dafür. Aber das verstehen die anderen einfach nicht.“ machte ich meinen Standpunkt klar.

Das Ganze schien Deke jedoch nur noch mehr zum grinsen zu bringen. Jetzt verstand ich gar nichts mehr.

„Das ist die Max die ich kenne und liebe.“ sagte er und kam auf mich zu.

„Was...?“ setzte ich an.

Doch da zog er mich auch schon in seine Arme und küsste mich. Wie von selbst schlangen sich meine Arme um seinen Nacken. Verdammt wie hatte ich das nur vermisst. Wie hatte ich Deke vermisst. Damals war ich noch Kellnerin in Hand Diner gewesen, als das, dass letzte mal passiert war. Doch dann riss ich meine Augen auf und stieß ihn von mir. Das durfte nicht sein ! Seine Eltern würden ihn wieder verstoßen. Sie würden ihm sein Geld nehmen und das durfte ich unter keinen Umständen zulassen.

„Deke nicht. Wir hatten das alles doch schon mal. Ich will nicht das deine Eltern dich verstoßen und du nur noch dein Müllcontainer-Haus hast. Klar könnte ich dich jetzt unterstützen. Aber wir wissen doch Beide dass das unsere Beziehung nur belasten würde.“ erklärte ich.

Deke schüttelte nur den Kopf und zog mich wieder in seine Arme. Ich versuchte mich zu befreien, hatte jedoch keine Chance.

„Max, Max, Max. Du kapierst aber auch gar nichts. Nachdem du mich damals mit meinen Müllcontainer zu meinen Eltern geschoben hattest, zerbrach für mich eine Welt. Ich stritt mich regelrecht mit meinen Eltern, dann hab ich mich von ihnen losgesagt. Daraufhin haben sie mir den Geldhahn zugedreht. Vermutlich wollten sie mich damit zwingen zu ihnen zurück zu kehren, doch tat ich das nicht. So wollte ich aber auch auf keinen Fall vor dir treten. Also habe ich mir eine eigene Existenz aufgebaut. Was mit meinen Nachnamen recht einfach war. Mit harter Arbeit habe ich mir eine eigene Konditorschule aufgebaut. Ich war für einige Zeit eine Hexe, doch jetzt bin ich wieder ein Schlumpf. Oder glaubst du, ich hätte mich sonst auch nur eine Sekunde von dir und deinen Brüsten fern halten können?“ fragte er und zeigte zur Verdeutlichung auf besagte Körperteile.

Ich lachte und drückte mich enger an ihn.

„Ja es ist schwer sich von den Beiden fern zu halten. Ich schaffe es auch nie. Morgens ziehen sie mich immer wieder in ihren Bann.“ sagte ich grinsend.

Dann küsste ich ihn. Lange und leidenschaftlich. Ich vergass alles um mich herum. Doch eines war mir nun klar. Jetzt hatte ich wirklich alles, was ich je wollte.
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