Das Arschloch das sich Leben nennt

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
Marco der Phoenix Marshall D. Teach "Blackbeard" OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace Thatch Whitebeard alias Edward Newgate
27.01.2016
26.09.2019
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Takaras Sicht

Stöhnend wachte ich auf. Es war kalt, dunkel und es roch bestialisch. Zudem dröhnte mein Kopf und alles um mich herum war irgendwie verschwommen. Bei dem Versuch mich aufzurichten stöhnte ich sofort schmerzhaft auf. Mein Arm gab unter dem Schmerz nach und mein Gesicht landete wieder auf dem harten Steinboden. Mein ganzes Handgelenk war blau angelaufen und schmerzte höllisch. Mit viel Mühe gelang es mir, mich etwas aufzurichten und mich an der Mülltone, hinter mir anzulehnen. Wieder zischte ich vor schmerzen. Diese miesen Wixer. Das würden sie mir Büßen.
Ich versuchte mich irgendwie aufzustehen. Hier konnte ich auf gar keine Fall sitzen bleiben. Anscheinend hatten sie mich vermöbelt und einfach in die Gasse hinter der Bar geworfen. Ich musste so schnell es ging dort weg. Langsam und sehr wackelig erhob ich mich. Dabei musste ich mich auf die Mülltonne stützen. Jede noch so kleine Bewegung tat mir weh.
Ich schwankte stark und krallte mich mit aller Kraft am Rand der Tonne fest. Indem ich einen Fuß nach dem anderen setzte und mich immer gut an den Tonnen und Wänden abstützte, versuchte ich aus der Gasse zu entkommen. Dabei hielt ich mir die schmerzende Seite. Diese elenden Gorillas hatten mir sicher einige Rippen gebrochen. Bei dem Versuch zu Fluchen, keuchte ich schmerzerfüllt auf. Meine Lunge brannte. Ich blieb stehen und hustete einige Male. Kleine Bluttropfen fielen dabei zu Boden. Der Geschmack von Eisen machte sich in meinem Mund breit. Nachdem ich mich etwas erholt hatte und das Blut von meinen Lippen wischte, versuchte ich mich weiter vor zu kämpfen. Doch wenige Schritte später verließ mich die Kraft und ich sackte zusammen. Stöhnend vor schmerzen fiel ich wieder zu Boden. Wieder spuckte ich Blut beim Husten. Verzweifelt versuchte ich wieder aufzustehen. Doch mein Körper weigerte sich zu bewegen. Innerlich fluchte ich. War das hier mein Ende? Würde ich so sterben? Verprügelt von zwei Hirnlosen Gorillas, blutend in einer kalten, dunkeln und nach Urin und Exkrementen riechenden Gasse?
Meine Augen wurden langsam immer schwerer. Ich hatte viel mühe sie offen zu halten. Wenn ich jetzt einschlief, würde ich vermutlich nicht mehr aufwachen. Dessen war ich mir ziemlich sicher. Vor meinem Innerem Auge sah ich mein Leben vorbei sausen. So ein Mist. Ich hatte doch noch so viel vor. Gänsehaut machte sich auf meiner Haut breit. Mir war kalt. Eiskalt. Ich zitterte immer mehr und hatte keinerlei Kraft mich noch in irgendeiner Weise zu bewegen. Irgendwann konnte ich dann nicht einmal mehr die Kraft auf bringen meine Augen offen halten und sie vielen mir zu.

„Wo ist sie nur? Wir sind doch extra wieder in diese Bar gekommen“

Diese Stimme...War das nicht Shanks Stimme? War er etwa hier? War er in der Nähe? Könnte er mir helfen? Shanks... Ich nahm all meine Kraft zusammen und öffnete wieder die Augen. Schwermütig versuchte ich meine Kopf zu drehen. Und tatsächlich. Dort standen sie. Ben, Shanks und Yasopp. Sie standen mit dem Rücken zu mir und unterhielten sich. Ich öffnete meinen Mund um nach Hilfe zu rufen. Doch es kam kein Ton heraus. Mist. Bitte Shanks, Ben, Yasopp! Bitte dreht euch um. Wenigstens einer von euch!! Bitte! Doch alles flehen brachte nichts. Sie unterhielten sich angeregt und sahen sich nicht um. Wenn ich das hier überleben wollte, gab es nur noch eine Möglichkeit. Mit letzter Kraft streckte ich meinen Arm in ihre Richtung aus. Ich hatte geschworen meine Kräfte nie wieder einzusetzen, doch dieses Mal hatte ich keine andere Wahl außer den tot. Tut mir leid Ben...

Mit meinen Teufelskräften fügte ich Ben schmerzen zu, so dass er auf die Knie sackte.

„BEN!! Was ist los??“, schrie Shanks halb Panisch, als er Ben sah wie er sich vor Schmerzen krümmte. Ben zischte schmerzerfüllt. „Ich weiß nicht... Ich-“, erklärte er keuchend und hielt sich die Brust. Da mich wieder die Kräfte verließen, ließ ich von ihm ab. Schaut zu mir! Ich flehte Gott an, dass er mir helfen sollte. Er soll Shanks auf mich aufmerksam machen. Bitte! Ich liege hier!! Bitte Shanks!!

„Der Schmerz ist wieder weg“, murmelte Ben. „Sicher? Das sah sehr schmerzhaft aus“, fragte Yasopp besorgt. „Vielleicht wird er einfach nur Alt“, warf Shanks ein und kratzte sich am Kinn.Angeregt unterhielten sie sich weiter. Yasopp gab Ben einen Schluck Wasser und wollte ihn überreden zu einem Arzt zu gehen. Sie sahen sich nicht um.
Wieso schauen sie nicht zu mir? Was muss ich machen? Verflucht! Bitte! Helft mir! Schaut her!!
Ich konnte meinen Arm nicht mehr oben halt. Meine Augen wurden immer schwer und schwerer ich konnte sie nicht länger offen halten. Das wars dann wohl....

„Oh mein Gott! Yasopp! Ben! Helft mir“

Bevor ich mein Bewusstsein verlor, sah ich noch Shanks auf mich zu rennen. Sie haben mich gefunden...




Eine weile Später

Als ich meine Augen wieder öffnete, fand ich mich in einem Bett wieder. Mein Körper war überseht von Verbänden. Selbst meine Stirn war von einem Verband geschmückt. Ich hatte ein bisschen Angst mich zu bewegen. Ich befürchtete Schmerzen zu erfahren. Doch überraschenderweise verspürte ich nur leichte Schmerzen. Sie waren erträglich. Mein Blick wanderte durch das Zimmer in dem ich mich befand. Es war weiß und wirkte Steril. Ich sah noch mehr Betten neben denen Vorhänge hingen. Ich war offensichtlich in einem Krankenhaus oder auf einer Krankenstation. Aus der Ferne vernahm ich Schritte und Gequatsche. Die Schritte kamen immer näher, bis sie vor der Tür stehen blieben. Durch die Tür hindurch konnte ich hören wie sich zwei männliche Stimmen unterhielten. Obwohl das Gespräch sehr Laut war, konnte ich kein einziges Wort verstehen. Plötzlich verstummten die Männer vor der Tür und die Schritte entfernten sich. Zeitgleich wurde die Tür geöffnet. Ein etwas älterer Mann, mit schwarzen Haaren, in denen sich schon die ersten grauen Strähnen bemerkbar machten, standen in der Tür. Er hielt eine Tasse in der Hand. Sie dampfte. Unter seinem Arm klemmte eine Zeitung. „Oh“, entfuhr es ihm, als er mich erblickte. „Du bist ja wach“, murmelte er während er die Zeitung auf den Tisch legte und seinen Kaffee daneben abstellte. Mit leisen Schritten kam er auf mich zu. „Und wie geht es dir? Hast du Kopfschmerzen? Ist dir übel?“, fragt er und kontrollierte mit einer kleinen Lampe meine Pupillenreaktion. Ich wollte ihm antworten, doch meine Stimme versagte. Mein Mund war zu trocken. „Oh warte! Hier. Drink das“ Er reichte mir ein Glas mit Wasser, in das er einen Strohhalm steckte und mir vor den Mund hielt. Mit meinen Lippen fixierte ich den Strohhalm und trank ein paar Schlücke. Das kühle nass, meine Kehle hinunter fließen zu spüren, tat mir einfach nur unglaublich gut. Er stellte das Glas beiseite als ich es gelehrt hatte. „Danke“, haute ich mit kratziger Stimme. Er lächelte mich an. „Also wie geht es dir?“, wiederholte er seine Frage. „Ganz gut. Was ist passiert? Wo bin ich?“, nuschelte ich. Der Arzt kratzte sich am Kinn. Dann griff er zu einem Klemmbrett, welches am Ende meines Bettes befestigt war. Kurz überflog er die Notizen und fügte noch etwas hinzu. „Du hattest viele Prellungen und Quetschungen. Zwei gebrochene und drei geprellte Rippen, mehrere Schürfwunden und einige Platzwunden“, erklärte er und sah mich wieder freundlich lächelnd an. „Du hattest großes Glück, dass du so schnell gefunden wurdest. Nur wenige Minuten später und es wäre aus gewesen. Bei der menge Blut die du verloren hattest, wundert es mich, dass du jetzt schon wieder wach bist“, fügte er hinzu und hängte das Klemmbrett zurück. Ich sah auf meine Arme die in Bandagen eingewickelt waren. Der Mann erhob sich. „Ich werde dir mal was zu essen holen und Bescheid geben, dass du aufgewacht bist“, beschloss er und ging zur Tür. Ich sah ihm nach. Als er den Raum verlassen hatte, starrte ich noch einen Moment die Tür nieder. Es war still. Zu still für meinen Geschmack. Ich hob die Decke an und betrachtete meine Beine. Sie waren ebenfalls komplett bandagiert. Leise seufzte ich und sah zur Decke.  Mir wurde wirklich zugesetzte. Sicherlich sollte ich jetzt noch nicht aufstehen, dennoch versuchte ich mich langsam aufzurichten und dann aufzustehen. Nach mehreren Versuchen hatte ich es endlich geschafft. Ich war zwar etwas wackelig auf den Beinen aber dennoch stand ich. Langsam ging ich zu einem der Fenster und sah hinaus. Im selben Augenblick stockte mir der Atem. Ich sah nichts außer Wasser. Ich drehte mich um und humpelte zur Tür. Den Gang erkannte ich sofort. Ich befand mich auf der Red Force. In dem ich mich an der Wand abstützte ging ich langsam den Gang entlang, bis zu der Tür kam, die mich an Deck führen sollte. Zitternd legte ich meine Hand auf die Türklinke, drückte sie nach unten und öffnete die Tür. Ich hoffte inständig, dass sich mein schlechtes Gefühl nicht bestätigt, doch genau das tat es. Die Red Force befand sich nicht mehr am Hafen der Insel auf der ich lebte, sondern mitten auf dem Meer. Ich schluckte. Sie hatten abgelegt. Mit mir an Bord haben sie einfach abgelegt. Wie angewurzelt stand ich da und starrte das Meer an. Das kann doch wohl nicht war sein!! Sie haben mich einfach mitgenommen. Das konnte ich einfach nicht glauben.

„HEY! Was soll das! Du hast strenge Bettruhe!“

Ich schreckte zusammen und drehte mich um. Der Mann von vorhin stand vor mir. Er sah sehr wütend aus. Er kam auf mich zu und brachte mich zu einigen Kisten. „Hinsetzen“, murrte er. Ich tat was er sagte ohne zu murren. „Und sitzen bleiben. Ich komme sofort wieder“ Dann verschwand er durch die Tür in der ich eben noch stand.Nun saß ich auf einer der Kisten und starrte die Holzplanken vor mir an. Dabei kaute ich auf meiner Lippe herum. Mein Boss wird mein verschwinden nicht gut heißen. Er wird Anna sicher wieder S chlagen. Ich muss sofort zurück, um das Schlimmste zu verhindern.
Die quietschende Tür riss mich aus meinen Gedanken. Der Mann kam mit einem Rollstuhl zu mir. „Setz dich hier rein. Du solltest nicht laufen“, meinte er nur und half mir mich in den Rollstuhl zu setzen. „Ich kann hier nicht bleiben. Ich muss zurück zur Insel“, sagte ich. Der Mann sah mich an. „Nun das wird nicht möglich sein. Wir sind bereits seit drei Tagen unterwegs und der Kapitän wird mit Sicherheit nicht umkehren“, erklärte er mir und fuhr mich wieder in Richtung Tür. „Warum wurde ich überhaupt mitgenommen?“, wollte ich wissen. Der Mann schwieg einen Moment. „Nun, der Kapitän hatte dich zu mir gebracht. Nachdem ich dich zusammengeflickt hatte, war dein Zustand sehr kritisch und eine Verlegung in ein Krankenhaus hätte dir das Leben kosten können. Der Kapitän entschied deshalb, dass du bei uns an Bord bleibst, bis du wieder voll genesen bist. Vorher lässt er dich nicht gehen“, erklärte er mir dann, während er mich zur Krankenstation zurück brachte. „Ich bin also eine Gefangene?“, fragte ich ihn. Doch er lachte leise. „Nein. Natürlich nicht. Aber ich als Arzt habe einen Kodex und kann dich mit solchen Wunden nicht dich selbst überlassen. Außerdem scheinen der Kapitän und auch der Vize einen Narren an dir gefressen zu haben. Sie scheinen sich wirklich zu Sorgen und waren beide auch sehr aufgebracht über deinen Zustand“, sprach er weiter. Dabei öffnete er die Tür zur Krankenstation und schob mich hinein. Neben dem Bett machte er halt und hob mich hoch. Ohne sichtliche Anstrengung setzte er mich im Bett ab. Er schien stärker zu sein als er aussah. „Und wehe du verlässt das Bett noch einmal ohne meine Erlaubnis. Ich schwöre ich kette dich fest“, knurrt er mich noch böse an. Um seine Drohung noch zu verstärken hob er ein paar Handschellen hoch die am Bett befestigt waren. Ich nickte ihm zu, als Zeichen das ich verstanden hatte. „Okay sehr schön. Ich habe dir eine Schüssel Suppe mitgebracht. Bitte iss etwas damit du zu Kräften kommst“ Er deute auf die Schüssel mit warmer Suppe und einen Löffel auf den kleinen Betttischchen neben mir. Er schob den Nachttsich so an mein Bett, dass die Tischplatte über meinen Beinen hing. „Lass sie dir schmecken. Unser Koch Linus hat sie extra nur für dich gekocht“, zwinkerte er mir zu und setzte sich dann an seinen Schreibtisch. Er griff zu der Tasse, welche er vor geraumer Zeit dort abgestellt hatte und trank einen Schluck. Grummelnd verzog er das Gesicht. „Schon wieder Kalt“, murrte er und stellte die Tasse zur Seite. Dann begann er in seinen Unterlagen zu blättern.
Ich richtete meine Aufmerksamkeit auf die Schussel Suppe vor mir. Es war eine einfache Hühnersuppe. Die Brühe war klar und roch einfach nur Himmlisch. Vorsichtig nahm ich den Löffel in die Hand und begann zu essen. So gut wie sie roch schmeckte sie auch. Genau wie die Suppe von meiner Mutter. Einfach nur Lecker. Kurz ertappte ich mich wie ich in Erinnerungen an sie schwelgte doch ich fing mich schnell wieder und aß weiter. Die Schüssel war schnell leer und ich stellte sie beiseite. Dann sah ich mich wieder um. Langeweile machte sich breit „Wie lange muss ich im Bett bleiben?“, fragte ich den Mann. Dieser warf mir einen kurzen Blick zu. „Mindestens eine Woche. Wahrscheinlicher sind aber eher zwei“, antwortete er. Ich seufzte leisen. Na großartig.


- Fortsetzung Folgt -
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