Das Arschloch das sich Leben nennt

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
Marco der Phoenix Marshall D. Teach "Blackbeard" OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace Thatch Whitebeard alias Edward Newgate
27.01.2016
26.09.2019
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Takaras Sicht

Heute wurden wir alle früher zur Bar gerufen. Der Boss wollte etwas ankündigen. Sicher nichts Gutes. Er war ein kleines Arschloch. Er ließ sich nur blicken, wenn es um Geld ging oder wenn jemand seinem Geschäft im Wege stand. Wie zum Beispiel eine Kellnerin die einer Yonko schlägt. Ich sollte Recht behalten. Kaum war er da zitierte er mich auch schon zu sich ins Büro.

Ich hasste sein Büro. Es war das hinterste Zimmer in der Bar und immer Dunkel. Hier roch es noch stärker nach Alk und Tabak als in der Bar vorn. Seit ich hier arbeite konnte ich mich nicht entsinnen in diesem Raum ein offenes Fenster oder gar einen Besen gesehen zu haben.
Ich betrat den mir so verabscheuten Raum in Begleitung eines Gorillas. So nannte ich die Leibwächter meines Bosses. Viele Muskeln aber kein Hirn. Schon als die Tür geöffnet wurde kam mir eine dicke blaue Rauchwolke entgegen und brachte den Mief des Zimmers mit. Ich musste stark gegen den Brechreiz ankämpfen. Als ich den Raum betreten hatte wurde mir ein Platz angeboten. Ich setzte mich also in einen der Ledersessel vor dem riesigen Schreibtisch.

„Du weißt warum du hier bist?“, fragte mich eine dunkle Männer Stimme von der anderen Seite des Tisches. „Ich denke, wegen des Vorfalls mit dem Yonko gestern“, entgegnete ich. Mein Boss lachte dunkel auf. Ein Schauer lief mir den Rücken herunter. „Dann kannst du mir doch sicher erklären wie es dazukam?“, sprach er leise und sehr ruhig. Diese Ruhe in seiner Stimme war nur gespielt. Er koche vor Wut. Mir wäre es lieber, wenn er mich anschreien würde. Denn diese Ruhe machte mir Angst. Es erinnerte mich Pierre. Er war genauso, wenn er kurz davor war vor Wut zu platzen.

„Ja. Er hat mich an den Hintern gegrapscht und ich habe ihn zurechtgewiesen“, erklärte ich wohl wissend das ihm diese Erklärung alles andere als gefallen wird. Es herrschte kurz Stille, da er sich einen Zigarillo ansteckte. Nachdem er einmal daran gezogen hatte und mir den blauen Dunst ins Gesicht gepustet hatte, sprach er weiter: „Du denkst also das du im Recht bist“, murmelte er.
Jetzt wird er sicher gleich ausbrechen. „Wer denkt du eigentlich das du bist? Wie kannst du es wagen einen YONKO in MEINEM LOKAL eine zu verpassen! Du kannst froh sein das du mein Lokal noch steht und du dein erbärmliches Leben noch hast!“, keifte er los. „Aber-“, wollte ich mich vereidigen doch er schnitt mir das Wort an. „ABER!? DU wagst es MIR zu widersprechen!? DU wertlose kleine Schlampe! Solange er sein Geld bei mir ausgibt kann er dich von mir aus auch vergewaltigen!“, brüllte er weiter und wollte mir eine klatschen doch ich hielt seine Hand fest. Er sah mich überrascht an. „Wage es nicht Hand an mir anzulegen. Oder ich breche dir den Arm“, knurrte ich zurück und drückte seine Hand, was ihm schmerzen bereite. „AHH Du miese kleine Wanze! Jungs! Erteilt ihr eine Lektion!“, schrie er seinen Gorillas zu, die mich sofort packen. Bevor es zu spät war brach ich meinem Boss noch den Arm, was zur Folge hatte, dass ich keine Hand frei hatte um mich zu verteidigen und deshalb einen saftigen Faustschlag kassierte. Während mein Boss schmerzerfüllt aufschrie, wischte ich mir das Blut aus dem Mundwinkel.  

„Ich sollte dich zerquetschen, wie das niedere Insekt, dass du bist!“, brüllte er sofort wieder los. „Aber zu deinem Glück brauch ich dich noch. Du musst also heute noch laufen könne. Für deine Unverschämtheit wirst du das gesamte Lokal reinigen und du wirst dich bei dem Yonko entschuldigen. Außerdem wirst du ihm JEDEN Wunsch von den Lippen ablesen. Egal was er will. Du bist heute nur für ihn und seine Leute da! Die Küche bleibt heute geschlossen und Max übernimmt deinen platz im Service. Und eins sage ich dir! Wenn du das nicht tust wirst du den nächsten Morgen nicht erleben“ Er sprach mittlerweile leiser aber immer noch bestimmt und ließ keine Wiederworte zu. Ich musste mir ein Lachen verkneifen. Eine Morddrohung. Wie süß. Da musste ich jetzt aber Angst haben. Ich hätte es mir verkneifen sollen doch ich konnte einfach nicht widerstehen. „Soll mir das jetzt Angst mache?“, fragte ich lachend und kassierte gleich noch einen Schlag. Diesmal aufs Auge. „Missgeburt. Wenn du nicht hörst und tust was ich sagen, kann ich ja mal sehen was deine kleine Kollegin zu deinem Verhalten sagt. Auch wenn es eine Schande ist so ein hübsches Gesicht zu verunstalten“, lachte er dreckig. „Ich warne dich! Lass sie da raus! Das ist eine Sache zwischen dir und mir!“, fauchte ich ihn an und war drauf und dran ihm noch den anderen Arm zu brechen, doch seine Gorillas reagierten schnell und hielten mich fest.
„Dann rate ich dir zu tun was ich dir sage!“, knurrte er. Damit war unser Gespräch beendet und er ließ mich aus seinem Büro werfen.
Innerlich kochte ich vor Wut. Am liebsten würde ich zurück stürmen und ihm eine Abreibung verpassen, aber ich konnte Annas Sicherheit nicht gewährleisten und ich wollte sie da nicht mit hineinziehen, wenn ich sie nicht beschützen konnte. Deshalb ging ich murrend an meine Arbeit und reinigte das Lokal von unten bis oben. Nach kurzer Zeit schon bemerkte ich wie mir mein Auge zuschwoll. Ein Blick in den Spiegel bestätigte meinen Verdacht. Ich hatte ein wunderschönes Veilchen. Ich knurrte leise und drückte den Besenstiel fest in meinen Händen. Dabei zerbrach er. Das knackende Geräusch blieb nicht unbemerkt und Anna schaute um die Ecke. „Kara alles Okay ich habe etwas Knacken gehört und- Oh mein Gott was ist mit deinem Auge passiert!?“ Panisch kam sie zu mir und betrachtete das Hämatom an meinem Auge. Ich zog den Kopf weg. „Halb so wild. Ich habe nicht aufgepasst wohin ich laufe und bin gefallen und hab mich am Schreibtisch vom Boss gestoßen“, erklärte ich unschuldig lächelnd. Anna blies die Backen auf. „So ein Schwachsinn! Das waren diese Zwei Idioten von ihm, oder? Du konntest dich sicher wieder nicht beherrschen und bist ihm blöd gekommen“, fuhr sie mich an. Ich lächelte ertappt. Anna seufzte. „Du weißt doch wie er ist. Wie oft habe ich dir schon gesagt das du dich zusammenreißen musst. Sonst gibt es nur Schwierigkeiten“, seufzte sie und betrachtete das Veilchen. „Ich kann mich bei so viel Ego einfach nicht beherrschen! Man sollte ihn mal in seine Schranken weisen und-“ - „Kara! Du weißt doch ganz genau, dass du es damit nur schlimmer machst“, scheltet sie mich. Ich seufzte. „Ja ich weiß“, murrte ich und hob den Zerbrochenen Besenstiel auf. „Du hast einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Aber die Welt ist nicht gerecht“, erklärte Anna. Die Welt ist nicht gerecht. Wie war. Wenn sie es wäre, würde ich nämlich nicht hier sein und Pierre würde anstelle meiner Mutter unter der Erde sein. Die Welt war alles andere als gerecht. Sie war ein Arschloch. Das größte, dass ich kannte. „Soll ich dir helfen bei sauber mache?“, riss mich meine blonde Freundin aus den Gedanken. „Hm? Oh, ehm Nein ich bin eh gleich fertig. Mach du lieber mal die Bar vorne fertig“, gab ich zurück und brachte den kaputten Besen weg und holte einen neue. Anna stimmte mir zu und ging wieder zur Bar nach vorn, während ich den Rest reinigte. Nach getaner Arbeit fand ich mich in der Bar ein. Mein blaues Auge hatte ich unter meinen Haaren versteckt. Musste ja nicht jeder gleich sehen. Es war noch etwas Zeit bis wir öffneten. So konnte ich noch etwas meine Nerven beruhigen und machte eine Qualitätskontrolle unseres Alkohols. Wir mussten schließlich unseren Standard bewahren. Anna ermahnte mich. Der Boss mochte es nicht, wenn wir den Alkohol tranken ohne dass uns jemand eingeladen hatte. Normalerweise gaben wir darauf keine Acht aber heute war er im Haus und könnte jeder Zeit nach vorn kommen. Da war da Risiko zu groß. Ich stellte also murrend die Flasche weg. Dabei schwor ich mir heute jeden Drink anzunehmen, der mir angeboten wurde. Es war Samstag. Wir machten heute erst 19 Uhr auf, da die Meisten die Nacht durchmachen wollten und wir dementsprechend länger aufhaben mussten.
Ich säuberte grade die Tische als Punkt 19 Uhr die Tür auf ging und, wer hätte es gedacht Shanks die Bar betrat. Er hatte ein Pflaster über der Nase kleben. Er suchte den Raum ab. Als er mich sah blieb sein Blick an mir hängen und er kam geradewegs auf mich zu. Ein breites Lächeln lag auf seinen Lippen. „Netter rechter Haken, Kleine.“, schmunzelte er und setzte sich wieder an den Tisch, an dem er gestern gesessen hatte. Ben, Yasopp und Lou waren auch wieder dabei und setzten sich dazu. Anna war schon auf dem Weg Bestellung auf zu nehmen doch ich fing sie ab. „Der Boss will das ich mich um sie kümmere“, murmelte ich ihr zu. „Sicher, dass du das willst?“, fragte sie leise zurück. „Um wollen geht’s hier nicht. Es war eine aus ausdrücklicher Anweisung. Ich bin heute nur für ihn und seine Leute da.“, erklärte ich ihn. Anna viel das Gesicht ein. „Ich soll die anderen Gäste ganz alleine Bedienen??“, fragte sie entsetzt. „Nein keine Sorge. Der Boss meinte die Küche bleibt heute kalt und Max kommt heute aus der Küche und kümmert sich um den Tresen“, erklärte ich ihr. Sie sah sofort erleichterter aus.

„Bekommen wir langsam mal was zum Trinken?“, rief Yasopp. Ich nahm Anna den Notizblock und den Stift ab und drückte ihr den Lappen in die Hand. Dann drehte ich mich mit meinem Liebevollen Lächeln zu ihnen. „Komme schon“, lächelte ich und kam auf den Tisch zu. „Heute ist euer Glückstag Jungs. Mein Boss möchte das ich heute nur für euch da bin“, grinste ich. Shanks zog eine Augenbraue hoch. „Wofür haben wir das denn verdient?“, fragte er schließlich. Ich beugte mich zu ihm vor und strich mir meinem Finger über seine Nase. „Sagen wir mal so. Mein Boss mag es nicht, wenn ich grob zu wichtigen Kunden bin. Ich soll mich auch dafür entschuldigen, aber ganz ehrlich du hattest es verdient und ich sehe nicht ein warum ich-“ Ich unterbrach meinen Satz als ich ein Räuspern hinter mir hörte. Es war mein Boss, der sich dann mit seinen Gorillas an einen Tisch setzte. Sein Arm war eingegipst und er warf mir einen Bösen Blick zu. Ich räusperte mich. „Ehm was ich eigentlich sagen wollte... Es tut mir aufrichtig leid, das mit der Nase. Ich habe etwas überreagiert und möchte es wieder Gut machen“, lächelte ich und strich ihm durch die Haare. Shanks signalisierte deutlich, dass es ihm gefällt. Ben rollte mit den Augen. „Also Jungs was wollt ihr Trinken?“ Ich kam mir irgendwie schlecht vor. Jeder dieser Kerle könnte mein Vater sein und ich verdankte ihnen viel. Deshalb würde ich auch alles für sie tun. Aber mich an sie ran machen. Das ist wirklich eine Nummer zu viel. Aber wenn ich es nicht machte, wäre Anna in Gefahr. Deshalb musste ich jetzt wohl oder übel da durch.  
Ben betrachtete mich kurz. „Scotch“, gab der grauhaarige knapp von sich und zog an seinem Zigarillo. Ich notierte es mir lächelnd und sah dann die anderen an. Yasopp und Shanks bestellten beide Bier. Nur Lou wusste nicht so recht. „Heute gibt es kein Essen hier?“, fragte er traurig. „Nun leider nicht. Unser Koch ist heute mit im Service tätig“, gab ich zurück. Lou ließ den Kopf hängen. Noch bevor ich etwas sagen konnte trat mein Boss zu uns an den Tisch. „Meine Herren. Ich entschuldige mich für meine Mitarbeiterin. Natürlich ist die Küche geöffnet. Würdest du nun bitte die Bestellung der Herrschaften aufnehmen?“, seine Stimme war freundlich. Zu freundlich für ihn. Ich schluckte leicht. Anna tut mir heute verdammt leid. Ich nickte und notierte mir alles was Lou bestellte und gab diese dann weiter. Kurze Zeit später stellte ich den Jungs die Getränke auf den Tisch.
Shanks wollte das ich mich zu ihm setzte. Das tat ich auch. Er legte seinen Arm um mich und grinste mich an. „Wie alt bist du kleine?“, fragte er. Alle sahen mich an nur Ben brummte und drehte sich weg. „Man fragt eine Frau nicht nach ihrem Alter“, entgegnete ich, nahm Shanks Bier und nippte daran. Shanks grinste breit nahm den Arm von meinen Schultern und mir das Bier aus der Hand. Dann trank er einige Schlücke und stellte es wieder ab. „Ach komm schon. Mir kannst du es doch sagen“, raunte er mir ins Ohr. „Na schön Rotschopf. Ich bin 19“, erklärte ich. Shanks brummte. Ich konnte es nicht wirklich einordnen. „20 Jahre“, flüsterte er zu sich selbst. „Wie bitte?“, fragte ich. Shanks lächelte nur. „Ach nichts Kleine“
Ich musterte ihn. Seit damals hatte er sich verändert. Er wirkte viel erwachsener. Vielleicht war es auch nur Einbildung. Es ist immerhin schon 10 Jahre her und als Kind sieht man Dinge sowieso aus einem anderen Blickwinkel. Ich hätte aber niemals gedacht, dass er so ein Schürzenjäger war.

„Nun frag schon endlich“

Irritiert sah ich den Rothaarigen an. „Wie bitte?“, fragte ich. „Na wegen meinem Arm. Diese Frage brennt dir doch sicher auf der Zunge“, entgegnete er. Ach ja, der Arm. Ich schüttelte den Kopf. „Ehrlich gesagt nein“, antwortete ich. Immerhin wusste ich ja was passiert war. Ich war ja selbst dabei. „Echt nicht? Das ist sonst das Erste wonach ich gefragt werde. Die zweite Frage bezieht sich dann meist auf die drei Narben über meinem Auge“, lächelte er. Ich grinste in mich hinein. Beide Geschichten kannte ich. Warum sie also noch mal hören? „Na ja... Ich finde Narben und fehlende Extremitäten nicht so interessant. Es sind meistens brutale und blutige Geschichten. Und ich bin ein kleines, sanftes Mädchen mit einem sehr sanften Gemüt. Solche Brutalen Geschichten sind nichts für mich“ Währen ich sprach, veränderte ich meine Stimme und ließ einen zuckersüßen unschuldigen Ton mitschwingen. Shanks musterte mich. „Ist das so? Der Hacken von Gestern lässt aber auf das genaue Gegenteil schließen“, gab er zurück. Ich fühlte mich ertappt. Ihn konnte man nicht so leicht um den Finger wickeln wie so manch andere Piraten. Er war sehr aufmerksam.
Nach kurzem Schweigen ergriff er wieder das Wort. „Wieso versteckst du heute dein bezauberndes Gesicht unter deinen Haaren?“, fragte er und wollte mir die Haare hinter mein Ohr schieben. Ich hielt reflexartig seine Hand fest.  „Nein!... Nicht“, schrie ich leicht panisch. Alle am Tisch sahen mich verwundert an. „Du willst mir doch nicht meine Frisur zerstören, oder?“, fragte ich schnell. Shanks sah mich nur an. „Na schön“, murrte er. Ich ließ seine Hand los und wollte mich grade erkundigen ob jemand noch was zu trinken brauch, da packte mich Shanks, zog mich zu sich wodurch ich erschrocken aufschrie. Er schob meine Haare nach hinten und die Stille kehrte zurück an den Tisch.

„Wer war das?“, knurrte er mit dunkler Stimme.

-to be continued-
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