Your Delicious Blood

von Mokuna
GeschichteRomanze, Fantasy / P18
25.01.2016
23.02.2020
12
19.240
12
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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24.10.2019 2.947
 
(Hallo meine Lieben :) Mokuna ist wieder zurück mit einigen Änderungen ^^
Also zur Zeit werden alle Kapitel wieder überarbeitet, also haben sich auch Teile der Geschichte geändert. Die vorherigen 14 Kapitel hab ich schon hier gelöscht und werden neu und überarbeitet nach und nach hochgeladen. Die 13 oder besser nach den noch 12 Kapitel werden schneller hochgeladen werden.
Wenn diese dann überarbeitet und hochgeladen wurden, werde ich an der Weiterführung arbeiten.
Ich freue mich über jeden Review
Eure Mokuna )

Es war früh am Morgen, als ich das schrille Geräusch meines Weckers hörte. Leise murrte ich, ließ meine Augen geschlossen und tastete mit der Hand auf meinem Nachttisch rum, um den Übeltäter, der mich wecken wollte, zu ergreifen und verstummen zu lassen. Es dauerte ein paar Sekunden, ehe ich den Wecker erwischte und ihn ausschaltete. Schlaftrunken richtete ich mich auf und blickte auf die Uhr. 6.30 Uhr. Unzufrieden murrte ich erneut. Ich musste wohl oder übel schon aufstehen.  Ich streckte mich leicht, ehe ich mich aufsetzte und aus dem Bett stieg. Wie so oft, hatte ich die anderen Wecker überhört.
Seit einem Jahr bin ich nun schon an der Akademie Blackroses und war eine von wenigen, die hier im Internat alleine lebten. Von meinem Zimmer aus ging ich zum Badezimmer und nahm erstmal eine Dusche, damit ich auch richtig wach werde. Bevor ich das Wasser auf die wärmste Stufe stellte, ließ ich das eiskalte Wasser auf meinen Körper niederregnen. Ich sog scharf die Luft ein, aber ich fühlte mich endlich wach. Ich stieg aus der Dusche und wickelte mich in ein Handtuch. Ich ging in mein Zimmer zurück und kramte ein paar Klamotten aus meinem Kleiderschrank.  Ich entschied mich für eine schlichte, blaue Jeanshose und ein schwarzes Top mit einem V-Ausschnitt. Ich schloss die Tür meines Kleiderschranks, schnappte mir meine Bürste, setzte mich vor den großen Spiegel und machte mich an meine Haare.  Ich kämmte meine schulterlangen, blonden Locken und blickte, nachdem ich fertig war, nochmal genau in den Spiegel.
Ja. So konnte ich gehen. Das bin immerhin ich. Ich, Ashley, war nichts Besonderes. Eine ganz normale Schülerin. Ich besaß blaugraue Augen und nicht zu große oder zu kleine Brüste. Mittelmaß eben. Ich war weder dick noch dünn. Einfach nur schlank. Das würde man allgemein so denken, doch ich habe ein Geheimnis. Ich seufzte leise, strich mir ein paar blonde Haarsträhnen hinter mein rechtes Ohr und lächelte leicht. Schnell schnappte ich meine Tasche und holte noch etwas zu Essen und mein Trinken aus dem kleinen Kühlschrank, der in meinem Zimmer stand, und verstaute Essen und Trinken in meiner Tasche. Ich zog hastig meine schwarzen Turnschuhe an und ging aus meinem Zimmer.

Kleine Grüppchen versammelten sich bereits auf dem lebendigen Campus.  In Ruhe machte ich mich auf den Weg zum Schulgebäude und ging geradewegs auf meinen Klassenraum zu.  Das Internat gehörte direkt zur Akademie, die eigentlich nur wohlhabende Schüler aufnahm. Ich lief in Ruhe weiter, ehe ich eine sehr vertraute Stimme hinter mir hörte.
„Guten Morgen, Ash!“ Ich drehte mich um und erblickte meine beste Freundin Mia. Mia ist die Tochter des Direktors und findet somit sehr schwer Freunde, weil viele denken, dass sie ihrem Vater alles erzählen würde. Besonders, wenn man schwänzen oder bei einer Klausur schummeln würde. Am Anfang dachte ich, dass sie mir als Freundin viel nützen könnte - ich weiß, dass hört sich jetzt wirklich gemein von mir an -, aber dann sind wir beste Freundinnen geworden. Sie wusste einfach alles über mich. Na ja. Fast alles. Sie wusste nicht, dass ich eine Vampirjägerin war und sie wusste auch nicht, dass Vampire diese Schule besuchten.
„Guten Morgen, Mia“, antwortete ich ihr lächelnd und wartete, dass sie zu mir kam und wir zusammen weiter gehen konnten. Mia war mir ähnlich, denn für andere war sie eher unscheinbar. Obwohl ich sie schon von ihrer Art und Weise her niedlich finde. Sie war ein wenig kleiner als ich und hatte lange, braune Haare. Mit ihren strahlend, braunen Augen sprach sie freudig weiter.
„Ich habe von meinem Vater gehört, dass wir einen neuen Schüler bekommen.“ Immer, wenn sie so strahlte, wusste ich, dass es nur irgendein Kerl sein konnte und rollte innerlich mit den Augen. Natürlich hatte ich auch was für das andere Geschlecht übrig, aber mit meinen siebzehn Jahren hatte ich mich bis jetzt noch nie verliebt.
„Das ist schön“, meinte ich, während wir das Hauptgebäude betraten und zu den Treppen gingen.
„Nur ‘Das ist schön?’ Ich hab’ gehört, er soll ein richtiger Augenschmaus sein“, sprach Mia weiter und blickte verträumt in die Luft. Sie stellte sich bestimmt schon vor, wie er wohl aussieht. Wir beide liefen noch ein wenig den Flur entlang, bis wir bei unserem Klassenzimmer ankamen. Einige Mitschüler waren schon da und unterhielten sich aufgeregt über das Wochenende. Jeder hatte wohl etwas zu erzählen. Ihre unterschiedlichen Stimmen mischten sich zu einem eintönigen Summen. Ich ging an meinen Platz und setzte mich hin. Wegen dieser dummen Sitzordnung konnten Mia und ich nicht nebeneinander sitzen, aber das hielt uns nicht davon ab, Freunde zu werden.
Ein neuer Schüler. Wie er wohl so ist? Schnaubend drehte ich den Kopf zum Fenster. Ist ja auch egal. Ich bin nicht hier, um andere Kerle zu begaffen oder ihnen nachzurennen.
Immer mehr Schüler fanden den Weg in das Klassenzimmer, sodass jetzt fast alle anwesend waren. Alle bis auf den neuen Schüler.
Plötzlich fuhr eine schwarze Limousine auf den Campus und ein junger Mann stieg aus.  
“Ist das ein neuer Schüler?”, sprach einer meiner Mitschüler und fast die ganze Klasse rannte zu den Fenstern. So wie die alle dort standen und den Neuankömmling anhimmelten, konnte es nur wieder so ein reicher Schnösel sein.
Von meinem Platz aus konnte ich die Szene in Ruhe beobachten. Auch wenn ich ihn nur von hinten sah. Der Direktor kam aus dem Schulhaus und begrüßte den jungen Herrn.
„Herzlich Willkommen an der Blackroses-Akademie, Mister Millington“, sprach der ältere Herr. Der junge Mann nickte leicht und antwortete ihm ruhig.
„Danke. Es ist mir eine Ehre, dass ich an dieser Akademie aufgenommen wurde.“  Vom Direktor wurde er zum Haupthaus geführt. Von meinem Platz aus konnte ich noch erkennen, wie sie in die zweite Etage liefen und vor einer Tür stehen blieben, vor der ein Lehrer wartete. Als der Junge nicht mehr zu sehen war, setzten sich zwar die Mitschüler wieder hin, unterhielten sich aber angeregt über den Neuen, besonders die Mädchen. Er schien wohl wirklich gut auszusehen, so wie Mia es mir gesagt hatte.

***


Alle wurden still, als sich die Tür des Klassenzimmers öffnete. Als erstes kamen der Lehrer, der vorhin vor der Tür gestanden hatte, und der Direktor in den Raum, gefolgt von einem jungen Mann.  Alle setzten sich ordentlich hin und betrachteten den neuen Schüler. So wie die anderen Schüler, blickte auch ich, mehr unbewusst als bewusst, nach vorne und sah ihn an.
Nein. Ich starrte ihn an. Er hatte kurze, schwarze Haare und strahlend, blaue Augen, in denen man sich wirklich verlieren konnte. Er trug eine Jeanshose in der gleichen Farbe wie seine nachtschwarzen Haare und ein weißes T-Shirt. Es fiel mir schwer, das zuzugeben, aber er sah ziemlich gut aus. Und das sagte ich nun wirklich nicht über jeden.  Er blickte sich ein wenig im Klassenzimmer um und er traf auf meinen Blick. Er lächelte leicht. Schnell wendete ich mich ab und blickte verkrampft aus dem Fenster. Hitze stieg mir ins Gesicht. Auf sowas war ich nicht gefasst. Ich tat so, als ob es mich nicht interessieren würde, jedoch hörte ich zu.  
„Das hier ist euer neuer Mitschüler. Logan Millington“, sprach der Direktor nun.
'Logan heißt er also', dachte ich mir und starrte weiter aus dem Fenster. Ich wollte wirklich nicht nochmal seinem Blick begegnen. Ich konnte schon erahnen, dass ich ihn nur anstarren würde.  Allerdings kann ich das wohl nicht für immer verhindern. Denn der einzige freie Platz im Klassenzimmer war direkt neben mir. Ich wünschte mir, dass die Eltern des Mädchens, was damals neben mir saß, nicht Pleite gegangen wären. Dann könnte ich verhindern, dass er sich neben mich setzt. ... Und ich könnte seinen Blick meiden.
Vielleicht war es auch einfach nur Schicksal, dass er neben mir saß. Er könnte sich ja auch als netter Kerl entpuppen und vielleicht etwas mit uns unternehmen. Für einen Moment schweifte ich mit meinen Gedanken ab. Stille herrschte im Raum bis eine leichte, aber tiefe Stimme die Stille durchriss.
„Auf ein gutes Jahr“, sprach er ruhig und seine Stimme legte sich wie ein angenehmer Schleier auf meine Haut.
„Logan, du kannst dich hinten neben Ashley setzen“, sprach der Lehrer und Logan nickte leicht. Der Direktor ging aus dem Klassenzimmer und Logan schritt langsam zu seinem zugeteilten Platz. Direkt neben mir! Ich spürte, dass er immer näher kam. Ich musste nicht hinsehen, um das zu spüren.  Vielleicht lag es einfach an meinem Jägerinstinkt, dass ich ihn spürte. Oder vielleicht, weil ich nicht aufhören konnte, ihn anzustarren. Eins von beiden musste es wohl gewesen sein.  Ich hörte das leise Kratzen des Stuhles, den Logan nach hinten zog, um sich zu setzen. Dabei spürte ich kurz, wie sich sein Blick auf mir ruhte. Allerdings wendete er seinen Blick nach einem kurzen Moment wieder ab. Ich ließ die Luft, die ich unbewusst angehalten hatte, langsam aus meiner Lunge entweichen.  Ich hatte zwar nur kurz die Aufmerksamkeit der gesamten Klasse, aber ich hasste es im Mittelpunkt zu stehen.  Stur blickte ich nach vorne, als der Lehrer mit dem Unterricht fortfuhr.
„Du riechst nach altem Blut...“, sprach er leise, jedoch absichtlich so laut, dass ich es hören konnte. Mich überkam ein leichter Schauer und ich blickte erschrocken in seine Richtung. Hatte ich das gerade wirklich richtig verstanden? Hatte er das gerade wirklich gesagt? Er blickte mich grinsend an und wusste genau, dass er mich damit getroffen hatte. Schockiert und gleichzeitig ertappt blickte ich in seine Richtung.
Ich hatte nicht gemerkt, dass er ein Vampir war und das als Jägerin!  Es kam mir noch nicht mal in den Sinn, dass er ein Vampir sein könnte. Warum hatte ich diese Kleinigkeit übersehen? Hitze stieg in mir auf.  Er wusste genau, was ich war, bevor ich überhaupt wusste, was er war. Er war der erste Vampir, der mich geschockt hatte.
Eins konnte ich definitiv sagen: Er war anders als die anderen Vampire, die ich zuvor kennengelernt hatte.
Noch nie hatte mich einer so überrascht wie er.
Und noch nie war ich von einem Vampir so angetan.
Es dauerte eine Weile bis ich meinen Blick von ihm abwenden konnte. Ich starrte auf meinen Block und dann wieder zur Tafel. Ich war unsicher und wusste nicht, wo ich hingucke sollte. Ich bekam Angst, ihn anzusehen, denn ich wusste nicht, was er noch in mir auslösen könnte. Ganz auf den Unterricht konzentriert verging nach einer gefühlten Ewigkeit die erste Schulstunde.

***


Den restlichen Tag versuchte ich angestrengt, Logan zu meiden und ihn aus meinen Gedanken zu verbannen. Jedoch war das gar nicht so einfach. Bis jetzt war ich die beste Schülerin gewesen und konnte auch gut damit leben, dass ich irgendwo mal schlechter als einer der Vampire an der Schule war. Irgendeinen Vorteil mussten diese erbärmlichen Blutsauger ja haben. Aber wie kann so ein elender Vampir überall besser sein als ich? Den ganzen Tag hatte mir Logan gezeigt, dass er alles besser konnte als ich.  Und zwar überall. Entweder wollte er meine Aufmerksamkeit oder er wollte mir einfach nur demonstrieren, dass ich eigentlich nur ein kleiner Mensch war und keine Chance gegen ihn haben würde. Aber zum Glück war der Unterricht bald zu Ende und die letzte Stunde nahte. Die letzte Stunde. Oder besser gesagt: Die letzte Doppelstunde. Sport. Ich liebte Sport.  Durch mein Training war ich sehr sportlich und es fiel mir sehr leicht, mich den unterschiedlichen Disziplinen zu stellen. Heute stand Fußball auf dem Programm und Logan war, so wie es der Zufall wollte, in der Gegnermannschaft. Zusammen mit Mia saß ich auf der Bank und wir sahen immer mal wieder auf das Spielfeld, wo Logan gerade spielte.
„Ist er nicht einfach klasse?“, wollte Mia von mir wissen und himmelte ihn schon wieder an. Leise seufzte ich und blickte sie an.
„Ich kann ihn nicht leiden. Er ist bestimmt ein Arschloch“, meinte ich murrend. Ich wusste, dass ich diese Aussage zum größten Teil nur gemacht hatte, weil er mich überall schlägt und Mia war das auch klar.
„Das sagst du nur, weil er überall besser ist“, sprach Mia wissend und lehnte sich an die Wand. Ihre braunen Augen funkelten mich an, ehe sie sich wieder dem Neuen zuwandte. Eigentlich war sie nie so besessen von einem Kerl, aber bei ihm war das anscheinend anders. Vielleicht hatte er sie mit seinen Vampirpheromonen in seinen Bann gezogen. So suchten sie sich die meisten Vampire ihre Opfer. Ich selber hatte sowas noch nie gespürt. Ich dachte immer ich wäre davor immun. Ich blickte auch zu Logan und wandte dann wieder den Blick ab. Allerdings bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher, dass ich immun war.
Am Ende spielte meine Mannschaft gegen die von Logan. Ich ging mit Mia auf das Feld, gefolgt von der restlichen Mannschaft und blickte den Schwarzhaarigen an. Vielleicht schaffte ich es jetzt endlich, ihn zu besiegen.
Der Lehrer pfiff das Spiel an und es ging los. Immer wieder traf ich auf Logan, der es im Zweikampf immer wieder schaffte, mir den Ball abzunehmen. Immer wieder versuchte ich zu gewinnen, jedoch schien es hoffnungslos. Und so endete dieses Spiel wie die anderen Wettkämpfe zwischen mir und Logan. Es endete mit einer erneuten Niederlage für mich. Der Unterricht war vorbei und die anderen fingen an, aufzuräumen.
“Du hast gut gespielt für einen kleinen Menschen,” sagte Logan grinsend und blickte zu mir runter. Ich wollte nicht seinem Blick begegnen, deswegen drehte ich mich um und tat es meinen Mitschülern gleich. Es dauerte nicht lange, bis alles weggeräumt war und so war die Sportstunde zum Glück vorüber. Ich ging zurück in die Mädchenumkleide, machte mich erstmal ein wenig frisch und dachte nach.
Mia war schon gegangen, weil sie mal mit Logan sprechen wollte. Ich schloss meine Augen und versuchte meine Gedanken zu sammeln. Wenn es wirklich der Fall war, dass die Vampirpheromone auf Mia wirkten, dann muss ich sie beschützen und etwas dagegen tun. Mia ist meine beste Freundin und will nicht, dass ihr irgendwas passiert. Zum ersten Mal wusste ich nicht recht, was ich tun sollte. Natürlich könnte ich kämpfen, aber würde ich gewinnen? Nachdem heutigen Tag war ich mir da nicht so sicher.
Ich zog mich an und verließ die Umkleide und dann auch die Sporthalle. Mia wartete und blickte in meine Richtung, als ich auf sie zukam.
“Ich habe Logan leider nicht mehr getroffen, deswegen habe ich dann lieber auf dich gewartet, Ashley,” sagte Mia lächelnd und ich erwiderte ihr Lächeln. Zusammen gingen wir zum Wohnhaus und ich blickte sie an.
„Mia?“, sprach ich leise und blickte wieder gerade aus.
„Was ist denn, Ash?“, antwortete sie sofort und blickte zu mir.
„Kannst du mir versprechen, dass du dich von Logan fernhälst? Er tut dir nicht gut“, fuhr ich leise fort und blickte sie nun ernst an. Jedoch lachte Mia nur leise.
„Warum soll er mir nicht guttun? Logan scheint doch nett zu sein, auch wenn er überall besser ist als du. Er ist einfach toll, und sieht gut aus... er hat etwas an sich, ich kann ihn einfach nicht vergessen...“, antwortete Mia leise und ging mit mir durch den Flur. Schlimmer hätte es wohl nicht kommen können. Was sollte ich nur tun, wenn sie ein Opfer von ihm wird? Vielleicht liegt es auch nicht an den Pheromonen. Vielleicht hatte sie wirklich Interesse an ihm. Ich verabschiedete mich von Mia, als sie in ihr Zimmer ging und war nun alleine. Egal, ob sie wirklich Interesse an ihm hat oder nicht, ich musste es verhindern. Zwar wusste ich nicht, wie ich dies verhindern sollte, aber ich werde wohl einen Weg finden müssen. Ich würde mir nie verzeihen, wenn ihr was passieren würde. Das klang gar nicht gut. Sie durfte kein Opfer von diesem Vampir werden! Ich musste das um jeden Preis verhindern. Zwar wusste ich noch nicht wie, aber ich werde schon einen Weg finden. Nein. Ich musste einen Weg finden!
Ich machte mich auf den Weg in mein Zimmer. Als ich gerade rein gehen wollte, blickte ich kurz aus dem Fenster im Flur. Ich erhaschte einen kurzen Blick auf Logan. Er lief gerade zu einem großen Baum, der einsam hinter dem Wohnheim stand. Er schien irgendwas dort zu suchen, denn eigentlich ging dort nie einer hin.  Ich sah ihm eine Weile nach und beobachtete ihn durch das Fenster. Kurz dachte ich nach, ob ich etwas tun sollte.  Sollte ich nachsehen, was er dort machte oder sollte ich lieber in mein Zimmer gehen? Leicht schüttelte ich den Kopf. Wenn ich nun einfach in mein Zimmer gehen würde, käme es mir so vor, als ob ich fliehen würde. Ich drehte mich um und eilte aus dem Wohnheim. Ich musste herausfinden, was er dort wollte. Was wollte er an einen Ort, wo nie ein Schüler hin ging? Vielleicht hatte er ja einen Mitschüler dorthin bestellt und würde dort von ihm trinken? Wenn das so wäre, dann musste ich es verhindern. Schnell machte ich mich auf den Weg.
Als ich hinter dem Wohnheim ankam, lief ich langsamer und leiser. Ich ging hinter der Mauer entlang und lehnte mich an sie. Eine kurze Zeit herrschte Stille, jedoch wurde diese durch Logan unterbrochen.
„Endlich habe ich dich gefunden, geliebte Schwester.“ Logan ging näher an den Baum und legte seine Hand auf ihn. Ein kalter Schauer überkam mich.
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