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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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18.03.2016 1.190
 
Nyu

Nach zwei Wochen hatte Lucy dieses Menschenwesen noch immer an der Backe. Sie konnte nicht glauben, dass sie nicht aufgeben konnte. Aber mittlerweile hatte sie sich schon an Melina gewöhnt.
Warme Sonnenstrahlen kitzelten an Lucys Nase, weshalb sie aus ihrem Tiefschlaf erwachte. Sie stand vom Boden auf und lief zum Ausgang der Höhle. Mittlerweile hatte sie schon Kleidung. Eigentlich wollte Melina ihr diese kaufen, jedoch lehnte sie ab. Stattdessen hatte sie Kleidung einer Frau an, die sie umgebracht hatte.
Melina gefiel es nicht wirklich, dass Lucy immer wieder mordete, aber andererseits wollte sie sich in ihre Angelegenheiten nicht einmischen, da sie selbst wissen musste, was sie tat.
Endlich hatte es aufgehört zu regnen. Lucy verließ die Höhle und sie merkte unter ihren nackten Füßen, dass der Boden noch immer sehr matschig und glitschig war. Sie lief noch einige Meter weiter, bis sie in einer Pfütze ausrutschte und mit dem Kopf an einem Baumstamm aufkam. Ohnmacht ergriff ihren Körper.
Nach einer Weile wachte auch Melina auf und wunderte sich, wo Lucy auf einmal geblieben war. Die Schwarzhaarige stand vom Boden auf und schaute außerhalb der Höhle nach dem rosahaarigen Mädchen.
Dort fand sie den Diclonius ohnmächtig am Boden liegen. Sofort eilte sie zu ihr und versuchte sie zu wecken. Erst war es vergebens, doch dann schlug Lucy ihre Augen auf.
„Alles in Ordnung?“, fragte Melina etwas besorgt.
„Nyu?“ Mit einem verwirrten Blick sah die Rosahaarige Melina an.
„Bitte was?“ Melina schüttelte den Kopf, „Du kannst auch… ordentlich mit mir reden.“
Freudig sprang Lucy vom Boden auf. „Nyu!“
Nun fragte sich Melina, ob Lucy sie verarschen wollte.
Die Schwarzhaarige sah dem Diclonius tief in die Augen und musste feststellen, dass auch ihre Augen ganz anders aussahen. Sonst hatten ihre Augen immer einen kühlen Ausdruck und nun schienen ihre Augen vor Freude zu strahlen.
Verwirrt lief Lucy im Kreis, bis sie zu Boden ging. Sie musste ganz dringend mal auf Toilette, jedoch kapierte Melina nicht, was die Rosahaarige von ihr wollte.
„Nyu…“, jammerte Lucy.
„Was hast du denn? Und könntest du aufhören nur nyu zu sagen?“, bat Melina verzweifelt ihre Freundin.
„Nyu?“, fragte die Rosahaarige und ließ ihren Stuhlgang einfach laufen.
Ungläubig fasste sich Melina an die Stirn und ihr rechtes Auge fing an zu zucken. Auf einmal hatte sich Lucy komplett verändert. Was sollte das? Sie war auf einmal so harmlos und unschuldig. Noch dazu verhielt sie sich wie ein Kleinkind oder besser gesagt wie ein Baby.
„Na los, steh wieder auf. Du bekommst jetzt frische Kleidung.“ Die Schwarzhaarige hielt Lucy die Hand hin.
Freudestrahlend nahm Lucy ihre Hand an, und ließ sich von Melina aufhelfen. Mit ihr ging sie wieder in die Höhle und Lucy hopste ihr freudig hinterher.

Die Schwarzhaarige reichte der Rosahaarigen frische Kleidung, jedoch sah Lucy die Kleidungsstücke nur verwirrt an, als wüsste sie nicht, was damit anzufangen war.
„Du sollst dich umziehen.“
„Nyu?“, fragte Lucy und tippte mit ihrem Finger vorsichtig auf die Klamotten.
„Soll ich dir etwa beim Umziehen helfen?“, fragte Melina.
„Nyu nyu!“ Lucy nickte lächelnd.
„Herrje…“, seufzte die Schwarzhaarige und half dem Mädchen beim Umziehen, was sie sich auch noch gefallen ließ.
Als Melina Lucy umgezogen hatte, besorgte sie draußen ein wenig Obst, das sie gemeinsam essen wollten. Erst brachte Lucy ihr bei, wie man richtig aß und diesmal musste sie ihr dabei helfen.
Warum Melina das Schlucken nicht richtig beherrschte, lag daran, dass sie alles nur über eine Sonde bekam, weshalb sie etwas untergewichtig war. Melina hatte nie gelernt, wie man auf natürlichem Wege aß, doch Lucy hatte ihr in den letzten Tagen sehr dabei geholfen, weshalb sie sich langsam daran gewöhnte.
Lucy schien es ziemlich zu gefallen, sich von Melina füttern zu lassen. Als die beiden satt waren, zog Melina die Rosahaarige mit, da sich die beiden wieder ein neues Versteck suchen sollten, ehe man die beiden auffand.
Melina fragte sich wirklich, wieso sich Lucy schlagartig verändert hatte. Lag es daran, dass sie sie ohnmächtig auf dem Boden auffand? War sie vielleicht gestürzt und hatte ihr Gedächtnis verloren? Aber sie hatte nicht mal eine Platzwunde, so schlimm konnte der Sturz nicht einmal gewesen sein.
Sie wusste nicht, welche Seite Melina nun besser gefallen sollte. Die jetzige oder ihre mörderische Persönlichkeit?

Einige Tage musste es Melina mit Lucys kindlichem Verhalten aushalten. Bis sie über ihre eigene Füße stolperte und mit dem Kopf gegen einen Felsen aufprallte. Melina war schon aufgefallen, dass ihre kindliche Persönlichkeit sehr tollpatschig war. Sofort kniete sie sich zu ihr und schüttelte die Rosahaarige durch. Lucy wachte auf und sah Melina mit einem düsteren Blick an.
Sie fasste sich nachdenklich an die Stirn, bis sie schließlich meinte: „Ich war wohl wieder eine Weile weggetreten.“
„Bist du wieder die Alte?“, hakte Melina nach.
Lucy stand vom Boden auf und sah die Schwarzhaarige in die Augen. „Ja.“
„Ich wusste ja nicht, dass du ‘ne zweite Persönlichkeit hast.“, stellte das schwarzhaarige Mädchen fest.
„Nun… das ist auch total unwichtig.“, grummelte Lucy und lief weiter. Melina folgte der Rosahaarigen.
Nach einer Weile blieb Lucy auf einmal vor einem bewohnten Haus stehen und Melina lief in sie hinein.
„Sorry.“, entschuldigte sie sich bei Lucy, jedoch beschwerte sich die Gehörnte nicht, „Aber wieso bleiben wir stehen? Wir sollten besser weiter.“
„Wir könnten doch dieses Haus als Unterschlupf nutzen. Das ist auch viel bequemer als diese kalten Höhlen.“ Weiterhin musterte Lucy das Gebäude.
„Aber das Haus ist doch bewohnt.“, bemerkte Melina.
„Ich werde diese Menschlichen Kreaturen einfach beseitigen.“ Der Diclonius lief zur Haustür und Melina lief ihr hinterher. Sie hielt Lucy am Handgelenk fest und wollte sie von ihrem Vorhaben aufhalten.
„Was denn?“ Lucy wandte sich zu Melina um.
„Bitte lass das.“, bat sie den Diclonius.
„Willst du lieber weiterhin in Höhlen hausen, oder wie?“ Mit hochgezogener Augenbraue sah sie Melina an.
Die Schwarzhaarige nickte. „So ist es. Es ist doch viel besser, als unschuldige Menschen dafür umzubringen.“
„Unschuldig? Man kann sich niemals auf die Menschen verlassen!“
„Ich bin doch auch einer der Menschen.“, blieb Melina hartnäckig.
„Du wurdest von diesen Kreaturen missbraucht. Wie kannst du diese Wesen dann verteidigen? Du müsstest sie doch verabscheuen, selbst wenn du selbst ein Mensch bist.“ Lucy war von Melinas Verhalten fassungslos, „Ich werde die Menschen im Haus jetzt beseitigen.“
Melina sah der Rosahaarigen traurig in die Augen. Enttäuschung stieg in der Schwarzhaarigen auf.
Seufzend strich sich Lucy durchs Haar. Sie konnte es nicht fassen, dass sie sich tatsächlich von ihr einlullen ließ. Sie nahm ihre Hand und lief mit ihr weiter.
Nun war Melina sehr erleichtert darüber und war sogar überrascht, dass sie Lucy doch noch davon abhalten konnte, die Familie umzubringen. Da lebte sie lieber weiterhin in Höhlen, ehe unschuldige Menschenleben daran glauben mussten.

Als die beiden mittlerweile eine Stunde unterwegs waren, rannte Melina zu einem Gebüsch und übergab sich auf einmal. Allmählich wunderte sich Lucy, warum das Mädchen sich so oft übergab.
Zudem hatte sich die Schwarzhaarige mittlerweile an die Ernährung über natürlichem Wege gewöhnt. Deshalb konnte es auch nicht daran liegen.
„Geht es wieder?“, fragte Lucy ihre Begleitperson, als sie wieder zurückkam.
„Ja.“ Melina nickte.
„Na dann.“ Ein kühles Lächeln zierte Lucys Lippen. Daraufhin gingen die beiden weiter, bis sie einen neuen Unterschlupf fanden.
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