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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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28.02.2016 1.225
 
Verabredung

Nachdem die drei Tage vergingen, durfte ich das Krankenhaus endlich verlassen. Während ich meine Sachen zusammenpackte, kamen meine Brüder in das Krankenzimmer hinein. Selbstverständlich klopften sie zuvor an.
Gerade als mich mein besorgter Bruder Akio umarmen, oder besser gesagt umrennen wollte, wich ich zur Seite, sodass er gegen den Kleiderschrank lief.
„Wieso weichst du meiner Umarmung aus?“, wollte der Braunhaarige von mir wissen, worauf Daike nur grinsen konnte.
„Du wolltest mich umrennen, aber ganz sicher nicht umarmen!“, feuerte ich zurück.
„Wieso sollte ich so etwas tun?“, fragte er empört.
Ich strich mir nur seufzend durch den Pony und fand auf seine Frage keine passende Antwort. Manchmal meinte es Akio zu gut. VIEL zu gut.
„Können wir bitte nach Hause?“, bat ich meine beiden Brüder, nachdem ich mit der ganzen Zusammenpackerei fertig war.
Die beiden nickten zustimmend und gingen anschließend mit mir nach Hause. Akio wollte mir auf dem Heimweg die Tasche abnehmen, jedoch ließ ich ihn nicht, da ich diese auch selbst tragen konnte. Ich verklickerte ihn sicher schon zum gefühlten tausendsten Mal, dass ich nicht todkrank war. Seine Überfürsorge war ja echt nett, aber er übertrieb es einfach.
Ich war letztendlich froh darüber, als wir dann auch endlich zuhause ankamen.

„Wir bekommen nachher Besuch. Also benimm dich bitte.“, befahl ich meinem ältesten Bruder.
Als er fragen wollte, wer käme, hob ich meine Hand, sodass er schwieg. Ich wusste auch, dass er fragen wollte, warum ich es nur ihm sagte und nicht Daike. Aber dies wusste Akio auch selbst, da Daike der wohl Anständigste von uns war.
„Der flirtet eh ständig mit unserer Lehrerin, vor allem während du nicht da warst. Also denke ich nicht, dass er irgendwelche Einwände bei deiner Verabredung hätte.“, gab der Rothaarige grinsend von sich.
„Wahrscheinlich gefällt ihr das auch noch, da sie ihn schon am ersten Tag so angesehen hat.“, gab ich auch noch meinen Senf dazu.
„Äh… hallo? Ich bin auch noch anwesend.“, rief Akio uns ins Gedächtnis.
Ich und Daike sahen uns gegenseitig an und grinsten nur. Akio wollte etwas sagen, jedoch unterbrach ihn das Klingeln an der Tür.
Ich sprang auf und lief sofort zur Tür. Ich öffnete diese und erblickte den weißhaarigen Tölpel.
„Du bist ja ziemlich… überpünktlich.“, stellte ich fest, während ich auf meine Armbanduhr starrte.
„Ist das etwa schlecht?“, wollte er von mir wissen.
Ich schüttelte den Kopf. „Nein, nein. Nur du bist etwas zu früh und ich hab noch nicht mal angefangen, etwas zu kochen.“
„Das ist nicht so schlimm. Ich helfe gerne.“, lächelte Allen verlegen.
Auch auf meinen Lippen erschlich sich ein sanftes Lächeln. Er schien ziemlich gut gelaunt zu sein und kam tatsächlich zu unserer abgemachten Verabredung. Deshalb rechnete ich eher damit, dass er sich nicht über meine Krankheit informierte. Jedoch täuschte ich mich da in ihn, als ich ihn vorsichtig darauf ansprach.
„Das ist für mich nicht schlimm. Ich stehe da voll auf deiner Seite, also mach dir keinen Kopf.“, beruhigte er mich.
Es war echt überraschend, dass er es so locker hinnahm und er schien mich nicht zu bemitleiden, wie Akio es tat, was ich selbstverständlich gut fand.
„Aber du weißt, dass es auch mal Folgen haben könnte. Wenn ich ziemliches Pech habe, könnte ich früher oder später auch ein Pflegefall werden, falls du dich weiterhin mit mir abgeben möchtest.“, warnte ich ihn vor und kratzte mir nachdenklich den Hinterkopf.
„Sowas hält mich nicht davon ab, mit jemanden wie dir befreundet zu sein.“, antwortete er ehrlich.
Er schien mir ein sehr optimistischer Kerl zu sein. Aber ich war froh darüber, dass er es einfach so hinnahm. Ich wunderte mich, was ich auf einmal so sehr an ihn gefressen hatte, da ich ihn irgendwie mochte, trotz er ein Trampel war, der nicht auf seinen Weg achtete. Anfangs ging er mir echt ziemlich auf den Geist.
„Du bist schon ein wenig seltsam.“, stellte ich taff fest.
„Und du nimmst dir überhaupt kein Blatt vor dem Mund, nicht wahr?“, konterte der Weißhaarige.
Statt einer Antwort, gab ich nur noch ein leichtes Grinsen von mir.
Ich bemerkte, dass Akio und Daike uns zu beobachten schienen. Bevor sie dies noch länger taten, zog ich Allen mit mir mit in die Küche, wo sich die beiden auch schon befanden. Daraufhin stellte ich Allen einfach meinen Brüdern vor und meinen Brüdern Allen.
„Du hast ihm sogar verraten, dass du MS hast?“, hakte Daike neugierig nach, da er und Akio unser Gespräch im Flur mitbekamen, „Das verrätst du doch sonst nie jemanden.“
„Das stört mich nicht, dass eure Schwester dieses MS hat.“, mischte Allen sich ein.
„Aber die Krankheit kann sie nach einer Zeit lahm legen.“, meinte Akio, „Also es kann sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür ziemlich gering ist, dass sie mal zu einem Pflegefall wird.“
„Wie ich schon zu deiner Schwester sagte, hält mich das nicht auf, mit ihr befreundet zu sein.“, erwiderte Allen lächelnd.
„Können wir jetzt endlich was zu essen machen?“, bat ich die Jungs, da ich echt ziemlich Hunger hatte. Vom Krankenhausfraß konnte ich noch nie viel essen.
Erleichterung stieg in mir auf, als alle drei zustimmend nickten.

Nach einer guten Stunde waren wir mit dem Kochen fertig. Ich deckte noch den Tisch und als ich auch damit fertig war, kam Kuro auch schon freudestrahlend angerannt, da ihr Magen auch schon nach etwas essbarem rief.
„Wer ist denn das?“, fragte Allen neugierig und musterte die Dämonin.
„Ich bin Kuro.“, antwortete die schwarze Katze und schmiegte sich an das Bein des Weißhaarigen.
Sie rieb ihren Kopf an seinem Schuh entlang und streckte ihren Katzenbuckel in die Höhe. Allen kniete sich daraufhin zu der jungen Dämonendame nieder und kraulte ihren Hals, der mit einem Halsband geziert war, was ihr sehr zu gefallen schien, da sie das Schnurren anfing.
„Wir haben auch einen Dämon zuhause. Einen Hundedämon.“, lächelte der Weißhaarige.
„Katzen sind viel eleganter.“, sagte Kuro und schleckte dabei ihre linke Pfote ab.
„Natürlich sind sie das.“, grinste der Narbenjunge zustimmend.
Kuro gab ein beruhigendes Kichern von sich und sprang auf eines der freien Stühle. Sie bekam auch am Tisch ihr essen.
Allen ließ sich auch auf einen freien Platz nieder und sah das Essen an. Es sah für ihn echt ansprechend aus und er sah auch, dass genügend da war, dennoch wollte er sich bemühen, nicht allzu viel zu essen.
„Du kannst ruhig so viel essen, wie du willst.“, meinte Akio.
„Bist du sicher?“, fragte der Weißhaarige sicherheitshalber nach.
„Klar.“, grinste der Braunhaarige.
Daraufhin fingen wir auch an, etwas zu essen. Und wir staunten echt nicht schlecht, wie viel Allen, in seinem noch so zierlichen Körper, hinunterschlang. Ich dachte schon immer, Akio sei verfressen. Aber Allen aß beinahe für eine ganze Fußballmannschaft. Aber das störte uns nicht. Im Gegenteil, wir waren froh, dass es ihm zu schmecken schien und auch so viel aß.

Als wir nach einer Weile mit dem Essen fertig waren, half uns Allen auch beim abräumen, wobei dies nicht mehr nötig gewesen wäre. Immerhin war er Gast. Aber er wollte helfen und verbieten wollten wir es ihm immerhin auch nicht. Es war immerhin auch freundlich, dass er seine Hilfe anbot.
Nachdem wir auch damit fertig waren, zog mich Allen auf einmal mit und fragte zuvor meine Brüder, ob er mich entführen dürfe. Perplex sah ich den Weißhaarigen an, der mir dann auch erklärte, dass er mit mir ein wenig spazieren gehen wollte, wo ich auch keine Einwände hatte.
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