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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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11.02.2016 1.217
 
Ungewöhnlicher Dämon oder doch etwas anderes?

Diese Überfürsorge meines ältesten Bruders konnte so unerträglich sein. Ich wollte nur allein trainieren gehen und schon folgt er mir, und das ohne mich überhaupt gefragt zu haben.
„Ich kann selbst auf mich aufpassen, Akio.“, gab ich murrend von mir, während ich weiterlief.
„Schon, aber nicht dass du mir zusammenbrichst.“, sorgte er sich.
„Geh nach Hause. Du kannst ja gerne schon mal etwas zu Abendessen vorbereiten, damit bin ich dann auch schon zufrieden. Ich bin alt genug um auf mich selbst aufzupassen.“, wiederholte ich mich sicher schon zum hundertsten Mal. Gut, das war vielleicht übertrieben, aber mein Bruder übertrieb mit seiner Sorge noch viel mehr.
Klar, war er einer der Beschützertypen, aber das konnte manchmal ziemlich nerven.
„Versprichst du mir auch heil nach Hause zu kommen?“, wollte er meine Bestätigung.
„Nö.“, führte ich ihn an der Nase herum.
Ungläubig fiel er mit dem Schädel voraus zu Boden. „Musst du mich damit verarschen? Das ist echt nicht witzig!“
„Ich finde das witzig.“, gab ich ehrlich zu und lief weiter. Ich war froh, dass er mir nun nicht mehr folgte und den Heimweg einschlug.

Ich ging in den Wald, um dort nach einem Dämon zu suchen, gegen den ich kämpfen konnte, was ich auch als Training nutzen wollte. Nur irgendwas beunruhigte mich. Hier war es ungewöhnlich duster und still. Sonst war der Wald immer so lebhaft mit Tieren und Dämonen. Nur diesmal schien es hier wie ausgerottet. Sogar einige Pflanzen schienen ihr Leben hier gelassen zu haben. Irgendwas sagte mir, dass ich besser nicht weiter in den Wald rein sollte, aber andererseits konnte ich es auch nicht auf  mir ruhen lassen, was hier war. Es musste ja irgendeinen Grund dafür geben, wieso es hier so verwüstet aussah. Wenn Akio davon wüsste, was ich gerade tat, würde er sicher ausrasten. Egal. Darüber konnte ich mir auch später noch Gedanken machen und außerdem wusste er davon auch gar nichts. Deshalb ging ich einfach weiter und zog ein Schwert. Dieses war ähnlich, wie das meines Bruders. Zwar hatte ich keine dämonischen Anzeichen, wie den Schwanz oder diese Ohren, aber die blauen Flammen waren wohl schon Beweis genug, ein Abkömmling Satans zu sein.
Warum ich ein Schwert zog ließ sich einfach erklären. Immerhin war da ein Dämon, dass ich noch nie zuvor gesehen hatte. Eigentlich fragte ich mich sogar, ob das überhaupt ein Dämon war. Immerhin trug dieses Wesen einen roten Stern auf der Stirn und der Körper dieses Wesens war komplett weiß und sah einem Menschen ein wenig ähnlich. Und Flügel ragten aus seinem Rücken heraus. Diese sahen ein wenig Insektenflügel ähnlich. Aber es konnte ja nicht allzu viel schief laufen, dachte ich, weshalb ich dieses Wesen einfach mit dem flammenden Schwert attackierte. Jedoch geschah nichts. Nicht einmal einen Mucks gab es von sich oder ein Zucken.
„Das macht keinen Sinn, Dämon.“, meinte das weiße Wesen nur.
Seit wann konnten Dämonen sprechen und seit wann beschimpfte ein Dämon einen anderen Dämon? Zudem ich nur ein Mischling war. Vielleicht ja deshalb. Aber das Sprechen verunsicherte mich.
„Bist du für diese Verwüstung hier verantwortlich?“, wollte ich von diesem ungewöhnlichen Wesen wissen.
„Du wirst wohl gleich ein Teil der Verwüstung sein.“, meinte es, ohne eine Miene zu verziehen.
Diese Augen schienen ziemlich leer und nach den Brüsten zu beurteilen schien es wohl weiblich gewesen zu sein. Aber warum sah es so menschlich aus aber andererseits auch wieder nicht? Dann dieses Loch in dessen Bauch, das auch wie ein Stern aussah.
Mit meinen Händen umklammerte ich fest mein Schwert und griff es erneut an, diesmal viel stärker, in der Hoffnung ich konnte es zerschlagen oder wenigstens mit meinen Flammen verbrennen. Was geschah? Wieder nichts.
Ich trat einige Schritte zurück und biss mir auf die Unterlippe. Das konnte nicht sein, dass das Ding überhaupt keinen Schaden nahm.
Gerade als dieses Wesen mich angreifen wollte, stellte sich ein weißhaariger Typ sich dazwischen. Ernsthaft? Musste er sich in MEIN Kampf einmischen? Zudem sah er echt zerbrechlich aus. Für einen Typen war er echt viel zu schlank gebaut.
Aber irgendwie schockierte mich, wie unzählige schwarze Sterne seinen Körper zierten. Diese Sterne sahen genauso aus, wie von dem Wesen auf der Stirn.
Doch diese verschwanden nach Kurzem wieder. Ich hatte echt keine Ahnung was dieses Wesen war. Entweder ein mir unbekannter Dämon oder es war nicht mal ein Dämon.
Ich konnte echt nicht fassen was ich sah. Zwar hatte der Weißhaarige auch bisschen Schwierigkeiten, gegen das Wesen zu kämpfen, aber er schaffte es wenigstens es zu schaden. Dabei sah er so… schwächlich aus.
Jetzt fiel es mir wieder ein. Das war der Junge, der mich neulich umrannte. Der - meiner Ansicht nach faszinierende - rote Arm wurde zu einem Metallarm und nahm etwas an Größe zu. Die Finger sahen mehr oder weniger schon Klauenmäßig aus.
Wie erstarrt sah ich den beiden im Kampf eine Weile lang zu.

Irgendwann riss es mich aus dieser Starre, als ich den beiden ausweichen musste.
„Wieso mischt du dich in meinen Kampf ein?!“, schrie ich den Jungen an und es war mir auch egal, dass er gerade kämpfte.
„Weil…“, versuchte er mir zu erklären, während er seinem Gegner auswich, „du ihn nicht besiegen kannst.“
„Was?! Ich bin nicht so schwach, wie du denkst! Du siehst viel schwächlicher und zerbrechlicher aus!“, beurteilte ich ihn eiskalt nach seiner Statur und seinem harmlosen Aussehen, ausgenommen von seinem linken Arm vielleicht.
„Das ist kein Dämon!“, fuhr der Weißhaarige fort und setzte diesem Wesen endlich ein Ende.
„Wieso konntest du ihm Schaden zufügen und ich nicht?“, fragte ich noch immer perplex, „Und was soll dieses Ding sonst gewesen sein?“
„Das liegt an meinem Arm. Dir fehlt es eben an der Waffe. Mit einer normalen Waffe, kannst du Akumas nichts anhaben.“, erklärte er knapp und verwandelte seinen Arm wieder zurück.
„Das ist keine normale Waffe.“, murrte ich, da ich es echt beleidigend fand, dass er mein Schwert, als ‚normal‘ bezeichnete.
„So meine ich das ja nicht.“
„Wie dann?“, fragte ich ihn mit hochgezogener Augenbraue und schob meine Brille wieder zurecht.
„Das ist eine längere Geschichte.“, erwiderte der Narbenjunge.
„Ich habe alle Zeit der Welt.“, meinte ich.
„Eigentlich muss ich zu einem Auftrag…“, wollte er mich abwimmeln.
„Auf den Weg dahin kannst du mir alles in Ruhe erklären.“, lächelte ich friedlich.
„Das ist zu gefährlich.“, versuchte er mich weiterhin loszuwerden. Wobei er mich eher nicht in solche Gefahr bringen wollte.
„Ich kann auf mich aufpassen.“, knurrte ich.
„Das hab ich gesehen.“
„Was kann ich dafür, wenn ich nicht so eine Waffe habe, die diese Akumas, was auch immer das ist, besiegt?!“, platzte mir letztendlich der Kragen.
„Wenn er dich erwischt hätte-“
„Was hatten diese Sternchen auf deinen Körper vorhin auf sich?“, unterbrach ich ihn.
„Das wollte ich gerade erwähnen. Wenn dieser Akuma dich damit erwischt hätte, wärst du tot gewesen.“, erklärter er.
„Von dem bisschen Tätowierung?“, hakte ich nach.
„So ist es.“, bestätigte er meine Frage und wollte weitergehen.
Ich folgte ihm ohne wenn oder aber.
„Wieso folgst du mir jetzt?“, fragte der Weißhaarige.
„Weil du mir noch ‘ne Erklärung schuldig bist.“, erwiderte ich.
„Fragt man nicht wenigstens zuerst nach den Namen? Das hat doch was mit Höflichkeit zu tun.“, meinte er.
„Dein Name interessiert mich gerade nicht.“, sagte ich taff und steckte mein Schwert wieder in die Scheide zurück, woraufhin auch die blauen Flammen wieder verschwanden.
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