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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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Dieses Kapitel
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23.10.2018 1.211
 
Wiedersehen

Eine halbe Woche später ging ich zu einem Optiker um mir eine neue Brille anfertigen zu lassen und ließ mir eine Rechnung schreiben, die ich auch im Nachhinein überweisen konnte, da ich momentan kein Geld in der Tasche hatte. Dasselbe tat ich mit der Kleidung, nachdem ich mir eine Jogginghose, Unterwäsche und ein einfaches T-Shirt mit einer Kapuze kaufte und ich mir die Kapuze auch bis halb über das Gesicht zog, damit man mich nicht erkannte. Ich hatte keine Lust, Tiky und den anderen Noahs wieder über den Weg zu laufen und Tiky sonst merken würde, dass ich doch noch am Leben war. Und ich war seiner Kraft einfach noch nicht gewachsen, erst recht nicht jetzt, da ich noch völlig abgeschwächt war, da ich ziemlich abgenommen hatte. Schuhe sparte ich mir besser, barfuß konnte man genauso laufen. Zuvor hatte ich mich noch in einem See gebadet. Das nächste was ich sofort tat, zu einem Frauenarzt zu gehen, um abchecken zu lassen, ob mit meinem Ungeborenen im Bauch alles in Ordnung war. Davor hatte ich die größte Angst, dass das Kleine vielleicht irgendwelche Folgeschäden davontrug. Ich wusste nur, dass das Kleine lebte, da mir Usamaro das versicherte. Auch ich trug keine Folgeschäden davon, aber beim Hosenscheißer wusste ich das immerhin nicht.

Erleichtert verließ ich den Frauenarzt, als ich die Nachricht bekam, dass alles in bester Ordnung sei. Ein Ultraschallbild bekam ich auch gleich mit und mein Bauch war durch die Schwangerschaft auch schon etwas rundlicher geworden. Wovor ich etwas Bangen hatte, dass ich meine Medikamente nicht mehr einnehmen konnte, die mir Komui angefertigt hatte. Diese halfen wegen meiner MS, die extra dafür waren, während ich schwanger war, da man die normalen MS-Tabletten nicht während der Schwangerschaft nutzen sollte. Ein hilfloser Pflegefall wollte ich nun auch wieder nicht werden, die Wahrscheinlichkeit war zwar sehr gering, aber ich musste jetzt ein paar Monate ohne Medikamente aushalten.

Usamaro hatte sich unter meiner Kapuze auf meiner Schulter in seiner Kaninchenform versteckt und schaute schließlich mit dem Kopf heraus. Vorsichtig streichelte ich ihm über den Kopf.
„Sag mal Akira? Ich könnte dich vergessen lassen, diese Sorgen und Befürchtungen in der Zukunft zu haben, dass du vielleicht wegen deiner Erkrankung im schlimmsten Fall enden könntest und auch deine Vergangenheit in deinen Erinnerungen löschen.“, entgegnete der Dämon.
„Das wäre aber nicht so gut.“
„Warum denn nicht? Dich scheinen diese Gedanken ziemlich mitzunehmen.“, stellte der Dämon fest.
Ich lief schließlich weiter. „Naja, ich will aber meinen Ziehvater niemals vergessen wollen und diese Erinnerungen sind auch ein Teil von mir und es würde sich noch negativer auswirken, wenn ich nichts mehr von meiner MS wissen würde, da ich nicht mehr an die Medizin denken würde, außerdem habe ich schon lange akzeptiert, dass diese Nervenkrankheit ein Teil von mir ist. Also mach dir keine Gedanken und ich würde dich auch bitten, nicht von Leuten die Erinnerungen einfach gegen ihren Willen zu löschen, auch wenn sie einen traurig machen. So könnte man auch wichtige Dinge vergessen, verstehst du?“
„Auch wenn es einen traurig macht?“
„Ja, klar.“
„Na, wenn du das sagst, werde ich das wohl lassen müssen.“, seufzte das Kaninchen.
„Wäre auch besser so, du wurdest wohl auch deswegen einmal versiegelt, weil man dachte, du hattest damit etwas Schlechtes im Sinn.“
„Jetzt wo du es sagst, ergibt das Sinn…, dabei meinte ich das nur gut.“
„Naja, du bist eben noch wie ein Kind, du kannst das noch nicht richtig einschätzen.“, lächelte ich etwas. „Aber ich werde dich mitnehmen, bin dir immerhin was schuldig. Wird auch Zeit, dass ich nachhause gehe.“
Ich hatte absolut keine Ahnung, dass man mich zuhause tatsächlich für tot hielt. Immerhin konnte ich auch nicht riechen, dass Allen und Hayate Tiky über den Weg gelaufen waren.

Der Fußweg zog sich ziemlich in die Länge, da ich mich auch erstmal zurechtfinden musste, weil ich keinen Schimmer hatte, wo ich mich momentan befand. Bei einer Touristeninformation konnte ich schließlich auch eine Karte ergattern und so fand ich nach fast einem ganzen Tag Fußmarsch nach Hause und klingelte schließlich am Tor des Ordens.
Erstmal überprüfte mich dieser seltsame Torwächter des Ordens, ob ich irgendein Akuma wäre, was ich schließlich nicht war und gaffte mich auch ein wenig an, da er gerne nach Frauen Ausschau hielt, woraufhin ich ihm nur einen verbissenen Blick zuwarf.
„A-akira?“, stammelte er etwas erstaunt und auch ängstlich vor sich hin.
„Wer soll ich denn sonst sein?“, hinterfragte ich und zog mir schließlich die Kapuze vom Kopf runter.
„Du musst ein Akuma sein, mein Sensor scheint wohl hinüber zu sein!“, schrie er nur panisch und löste den Alarm aus.
„Was soll denn jetzt der Scheiß?!“, regte ich mich auf und merkte, dass mich kurz darauf Kanda, Allen und Lavi umstellten.

Ich riss meine Augen ziemlich erschrocken auf, als man auch noch die Waffen gegen mich richtete und auf mich losgehen wollte, jedoch schlug Allen seine beiden anderen Kollegen mit seinem Metallarm wieder zurück.
„Was soll das denn?!“, regte sich Kanda auf. „Sie kann nur ein Akuma sein, offenbar hat sie sich vielleicht jemanden zurück ins Leben gewünscht und man nutzt ihren Körper.“
„Ist sie nicht…, sonst würde ich es doch deutlich mit meinem Auge sehen. Und Tiky sagte doch, er hätte sie ums Eck gebracht…“, erwiderte Allen.
„Bist du sicher? Nicht dass du es nur nicht wahrhaben möchtest.“, meinte Lavi.
„Ich bin sicher…“ Der Weißschopf brach in Tränen aus und rannte mich beinahe um und legte seine Arme um meine Schultern.
„Ich bin doch nicht tot und auch kein Akuma, was denkt ihr bitte von mir…? Naja… eigentlich war ich wirklich tot, aber nicht wegen eines Wunsches, jemanden zurück ins Leben zu rufen, sowas würde ich nie tun und dass ich hier bin, habt ihr Usamaro zu verdanken…“, erklärte ich und streichelte Allen über den Rücken und verlor auch ein paar Tränen. „Aber ich bin froh, wieder hier zu sein, mit unserem Mädchen ist auch alles okay.“
„Usamaro? Man, Schatz, ich… war völlig aufgelöst, als Tiky uns sagte du seist tot… er meinte, er habe dich getötet.“
„Tut mir leid, ich wollte keinem Sorgen bereiten. Ich musste nur schauen, wie ich unentdeckt hierherkomme. Wenn mich Tiky gefunden hätte, wäre ich wohl wirklich geliefert, da Usamaro nur begrenzt diese Fähigkeit nutzen kann. Er kann für bestimmte Dinge oder Lebewesen die Zeit rückgängig machen und naja…“
Allen schaute mir in die Augen und lächelte erleichtert. Daraufhin nahm er den Dämonen auf meiner Schulter hoch. „Ich danke dir…“
Usamaro lächelte darauf nur, ohne eine Antwort von sich zu geben.
Vorsichtig setzte er den Kleinen auf den Boden ab und zog mich an sich und fing an mich zu küssen, was ich auch erwiderte. Er hörte schon gar nicht mehr auf mich zu küssen und ich bekam nicht einmal mit, dass Kanda die Augen verdrehte und wieder reinging.
„Bitte mach das nie wieder…“, bat Allen.
„Eigentlich bin ich echt zäh. Ich werde stärker und werde nicht sterben, bis ich alt und schrumpelig bin, aber dafür musst du das genauso machen.“, erwiderte ich, woraufhin er nickte.
„Wir sollten aber erstmal rein, damit die anderen auch Bescheid wissen. Und dann isst du erstmal was und lässt dich von Komui bitte untersuchen.“
Ich nickte zustimmend und gab ihm die Ultraschallbilder, was ihn wenigstens zum Lächeln brachte, als er sich diese ansah.
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