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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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56 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.08.2018 1.009
 
Die Flucht - ein fataler Fehler?

Mittlerweile waren drei Monate vergangen. Die verletzten Exorzisten, die gegen die Noahs gekämpft hatten, waren wieder völlig genesen. Nur konnte Allen überhaupt keine Ruhe mehr bewahren und die ganze Situation machte ihn sehr zu schaffen.
„Allen, du musst dich beruhigen.“, versuchte Lavi ihn zu besänftigen.
„Verdammt, sie ist schwanger! Das ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, zudem hat sie MS und kein Arzt kann all das beobachten!“ Verzweifelt und fluchend über sich selbst, schlug der Weißhaarige frustriert mit seiner linken Hand auf den Tisch ein, sodass dieser sogar nachgab und in zwei Hälften gespalten wurde.
„Die Nerven zu verlieren wird uns aber auch nicht weiterhelfen.“, seufzte der Rothaarige. „Sie ist psychisch sehr stark und stabil.“
„Bist du sicher, wenn sie rausfinden, dass sie schwanger ist?“, zweifelte Walker an. „Was ist…, wenn sie schon tot ist?“
„Sie wird nicht tot sein.“
„Was macht dich da überhaupt so sicher…?“
„Gefühl?“, gab der rothaarige Exorzist von sich.
Allen wusste einfach nicht mehr weiter. Allmählig fing er sich an zu fragen, was und wen er noch alles verliere würde. Das mit seiner Freundin war sogar ein doppelter Verlust, da er hierbei sogar sein Kind verlieren würde.
„Vor allem gibt sich meine Schwester noch dazu die Schuld für das alles.“, fügte er hinzu.
Leider stimmte das auch. Egal was man ihr sagte, Akina gab sich weiterhin die Schuld für dieses Geschehen. Selbst Akio konnte ihr den Irrsinn nicht ausreden. Sie trug dafür keine Schuld, da dies jeden anderen hätte passieren können.

Zur selben Zeit saß ich an der Wand gekettet auf einer kühlen Bank in einer recht düsteren Zelle. Mein Körper war schon recht abgemagert, da ich oft einfach zu stolz war, jedes Mal etwas zu essen anzunehmen. Jedoch aß ich wenigstens so viel, dass es das Kind nicht beeinträchtigen sollte. Gerade war ich alleine hier, niemand bewachte mich. Nachdenklich sah ich zu den Ketten an meinen Handgelenken auf. Mir wurde bewusst, dass die Fesseln etwas lockerer saßen, aufgrund dessen, dass ich etwas abnahm. Schließlich fing ich an, an diesen Ketten so herumzuzerren und verkniff mir hierbei die Schmerzen, doch ich merkte, dass sich etwas tat. Nach ganzen zehn Minuten schaffte ich es tatsächlich mit den Händen durch diese Ringe zu gelangen und konnte so immerhin meine Hände befreien. Leise in mich hineinkichernd legte ich meine Hand übers Gesicht und schlenderte schließlich zu den Gittern dieser Zelle. Doch ziemlich schnell schrak ich wieder zurück als ich jemanden bemerkte. Erleichtert atmete ich auf, dass es nur ein kleiner, blonder Knirps war.
Ich beobachtete nur, wie er seine Gestalt in ein blaues Kaninchen änderte. Sein Schwanz war kein normaler, viel eher sah dieser nebelhaft aus. Dieser Dämon hatte einen Schlüssel bei sich und warf mir diesen zu, den ich auch auffing. Ich wusste nicht, ob ich diesem kleinen Racker trauen konnte, aber mir blieb vorerst keine andere Wahl, auch wenn ich der Gefahr auflief, in eine Falle zu geraten. Mit diesem Schlüssel ließ sich die Türe tatsächlich öffnen und ich nahm den Kleinen natürlich mit und setzte ihn auf meine Schulter. Mehr als eine kurze Short, die bereits zerfetzt war und ein paar Verbände um die Brust trug ich nicht. Und man sah mich selten mit offenen Haaren, aber letztendlich war all das momentan egal. Eigentlich hatte ich überhaupt keine Kraft mehr um mich überhaupt richtig bewegen zu können. Aber ich wollte hier einfach nur noch raus, was mich dazu brachte, die letzte Kraft dazu zu nutzen, die Flucht zu ergreifen.
Meine Flucht blieb nicht lange unentdeckt, da ich nach einer Weile einen Noah rufen hörte, dass ich geflohen sei. Aber ich konnte auf keinen Fall zulassen, dass sie ihren Plan umsetzen konnten. Bisher hatte Road sich die ganze Zeit mit mir amüsiert, indem sie sadistisch mit mir ‚herumspielte‘. Aber ich konnte wirklich nicht sagen, ob sie tatsächlich böse war.

Bevor man mich entdeckte, musste ich eine Abkürzung finden. Mir war bewusst, in meinem Zustand, würde man mich schnell einholen. Ich sah ein Fenster und ohne weiter nachzudenken sprang ich von dort aus hinunter, auch wenn es gute fünf Meter Höhe waren, aber irgendwie gelang es mir auf allen vieren zu landen, verknackte mir dabei aber völlig den linken Fuß. Dies schmerzte wie sonst was, jedoch unterdrückte ich mir jeglichen Schmerzensschrei. Im Gegenteil, ich erhob mich wieder, sodass ich auf meine Beine Stand. Ich mied jeglichen Blick nach unten, da ich mir durch den Sprung eine offene Fraktur holte. Gerade als ich weiter fliehen wollte, stand auf einmal Tiky vor mir. Gelassen hielt ich inne und wusste erstmal nicht, was ich tun sollte. Mir war bewusst, dass ich absolut keine Chance gegen den Noah hatte. Ich tat einen Schritt zurück, aber dann merkte ich, dass er seine Hand in mich hindurch schlug. Ich verspürte hierbei keinerlei Schmerz, da er die Fähigkeit hatte, durch Objekte hindurchzufassen, ohne diese zu berühren.
„Ich wette, dass Allen ziemlich wütend werden wird, wenn ich dich hier und jetzt töte und dein Herz zerquetsche.“
Ich schluckte schwer, hatte aber keine Angst vor dem Tod. Viel mehr war meine größte Sorge das Ungeborene und ich spürte in seiner Tonlage, dass er es gerade ziemlich ernst meinte. Er hatte seine Hand tatsächlich an meinem Herz. Ehe ich überhaupt etwas sagen konnte, riss er auf einmal das Herz hinaus, nachdem er sich entschied, dieses Organ anfassen zu können. Daraufhin spuckte ich Blut und meine Augen begannen leer zu werden und ging schließlich regungslos zu Boden.
„Ich hätte von Satans Tochter mehr erwartet.“, gab der Noah schließlich etwas enttäuscht zu.
Er bemerkte den hasenähnlichen Dämon, ließ diesen aber in Frieden und beschloss stattdessen zurückzugehen.
Der kleine Dämon ging auf mich zu und bemerkte das viele Blut am Boden, das aus dem riesigen Loch aus der Brust strömte. Ihm war bewusst, dass ich sofort ins Gras gebissen hatte, immerhin hatte dieser Typ mir das Herz hinausgerissen. Normal war Tiky gerne mal der Typ dafür, sein Opfer langsam und qualvoll mit seinen Tease sterben zu lassen, aber er wollte diesem kleinen Knirpsendämonen zeigen, dass er mich wirklich umbringen würde.
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