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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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Dieses Kapitel
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19.04.2018 1.059
 
Das Ass im Ärmel

„Ich sagte doch, dass er kommen würde.“, sagte ich nur grinsend, woraufhin mich das Dämonenmädchen böse ansah.
Sie zückte ein Messer und drückte mir dieses an den Hals. „Ein Schritt weiter und ich schneide ihr die Kehle durch.“
Ich seufzte nur, blieb jedoch gelassen. Angst vor dem Tod hatte ich jedenfalls nicht und ich vertraute auf Allen und die anderen, da sie sich sowieso eine Lösung einfallen lassen würden, da war ich mir sicher.
Entnervt schien die Feindin zu brummen. „Wie kannst du so gelassen bleiben?!“
Es amüsierte mich schon so ziemlich, dass sie sich über meine Art aufregte.
Allen schaute mich ziemlich entsetzt an, da ich doch schon ziemlich zugerichtet aussah. „Was machst du da mit meiner Liebsten?“
„Hast du ihr überhaupt alles erzählt? All deine Geheimnisse?“, hakte sie nach.
„Nein.“, antwortete er ehrlich und schluckte schwer, da er schon Angst hatte, ich würde sauer auf ihn werden.
„Das hat doch kein Stück mit Vertrauen zu tun, findest du nicht?“
„Doch, er hätte halt nur Zeit gebraucht um das zu erzählen.“, erklärte ich ihr.
Erleichtert sah mich der Weißschopf an und lächelte ein wenig. Ihm war bewusst, dass man solch eine Freundin wohl nicht überall herbekommen würde. Daraufhin aktivierte der junge Walker seinen Innocence, der zu einem Metallarm wurde.
„Ich sagte: Keinen Schritt weiter!“ Sie machte scheinbar ernst, da mir schon etwas Blut am Hals hinunterlief, als sie schon einen leichten Schnitt in die Haut machte.
Lucy warf den Jungs einen Blick zu, dass sie nichts tun sollten. Stattdessen nutzte sie die Gelegenheit um ihre Vektoren gegen das Dämonenmädchen anzuwenden und schlug ihr mit einem Schlag die Hand ab, in der sie das Messer hielt, woraufhin sie vor Schmerz aufschrie und zu Boden sackte.
„Wie…?!“, fluchte sie und biss sich auf die Unterlippe, sodass diese zu bluten begann.
„Hätte es nicht gereicht, ihr einfach das Messer abzunehmen?“, seufzte Hayate.
„Ich hätte sie ja auch gleich töten können.“, keifte sie zurück.
Weiter wollte der Braunhaarige schließlich nicht mehr mit ihr diskutieren, sonst würden sie sich überhaupt nicht mehr auf das eigentliche Problem konzentrieren.
Kurz darauf musste Allen mit seinem linken Arm diesen Akuma abwehren, der von hinten Hayate und Lucy attackieren wollte, da beide nicht gegen dieses Virus immun waren. Dazu müsste man schon ein Parasitentyp wie Allen sein.

Die grünhaarige Dämonin rappelte sich schließlich wieder auf – kämpfen konnte sie immerhin noch. Und aufzugeben kam für sie auch überhaupt nicht infrage.
„Ich werde euch sowas von fertigmachen.“, murrte sie. „Das Mädchen wird ein Akuma für das Gräflein werden.“
„Das kannst du knicken!“, widersprach Allen und griff das Mädchen an, während Hayate den Akuma übernahm.
Er wollte um jeden Preis seine Freundin beschützen und wütend machen konnte man ihn normalerweise nur sehr schwer. Diesmal war seine Grenze aber erreicht, da man erstens seine Freundin verletzte, zweitens auch entführte und drittens auch noch seiner Schwester damit drohte.
Das Mädchen grinste nur hämisch und hielt seinen metallenen Arm mit ihren Ranken fest. Jedoch machte sie große Augen, als er diese mit Leichtigkeit in zig Einzelteile einriss, obwohl ihre Ranken sehr stabil waren, anders als die gewöhnlichen Pflanzen.
Stattdessen musste sie seinen Arm mit ihrer Hand zum Stillstand bringen. Für so ein zierliches Dämonenmädchen war sie ziemlich stark, wie Allen bemerkte, da sie einfach so standhalten konnte.
„Ihr solltet besser aufgeben, wir sind sowieso in der Überzahl.“, forderte Allen das Mädchen auf, da nun auch Kuro und Mara in ihren übergroßen Formen hinter ihr standen, sodass sie nicht entweichen konnte.
„Könnt ihr knicken.“, grinste sie nur und blieb stur, auch wenn sie wusste sie würde wohl allein mit dem Akuma verlieren, auch wenn es eines höheren Levels war.
Dadurch wurde für Walker klar, dass sie wohl noch irgendeinen Ass im Ärmel hatte, weshalb er auf der Hut blieb, wie Lucy und die anderen auch. Entweder es würde Verstärkung kommen oder sie hatte noch etwas auf den Kasten. Wenn ersteres der Fall wäre, sollten sie sich besser beeilen.
Mich hingegen nervte es tierisch, dass ich nichts machen konnte. Immerhin war ich noch an diesem Stuhl gefesselt. Wenigstens störte mich diesmal nicht meine Nervenkrankheit, was offensichtlich an meiner Schwangerschaft lag. Meine einzige Sorge war nur, dass durch den ganzen ausgelösten Stress und dass die Dämonin auf mich mehrmals eingeschlagen hatte, es irgendwelche Auswirkungen auf das Ungeborene hatte oder ich es verlieren würde. Eigentlich war das Kind absolut gar nicht gewollt, aber jetzt wo ich ohnehin schon schwanger war, hing ich schon an dem kleinen Etwas, auch wenn es noch überhaupt gar nicht weit entwickelt war.  
„Hältst du noch durch?!“, rief Lucy besorgt, als sie mich gerade befreien wollte, sich jedoch dieser Akuma des 3. Levels dazwischenfunkte. Sofort attackierte Hayate dieses Wesen mit seinem Schwert, das ein Innocence in sich trug, ehe es den Diclonius mit seiner Attacke treffen konnte.
„Allen, hilf du mir beim Akuma, Lucy du hilfst Mara und Kuro bei diesem Dämonenmädchen.“, verordnete Hayate.

Einverstanden nickte Allen und rannte zu seinem Bruder hinüber, während Lucy den beiden Tierdämonen unter die Arme griff. Ich fühlte mich schon fast schlecht, dass ich sie damit belastete, dass sie nicht nur kämpfen mussten, sondern auch noch darauf achten mussten, dass mir nichts zustieß, da sowohl dieses Skelettähnliche Akuma als auch das Dämonenmädchen immer wieder versuchten mich während des Kampfes anzugreifen, um es den Jungs, Lucy, Kuro und Mara extra schwer zu machen.
Als Lucy gerade dieses Mädchen mit ihren Vektoren attackieren wollen, errichtete sie eine Mauer um sich, die aus Ranken bestand. Damit hatte die Rosahaarige jedoch überhaupt kein Problem, diese mit ihren Vektoren zu zerstören, doch es reichte für die Dämonin, das zu tun, was sie vorhatte.
Diese Präsenz war sehr unangenehm und schien nun viel stärker zu sein, das bemerkten alle sofort, dass da etwas nicht stimmte, weshalb sämtliche Blicke zu der Dämonin fielen. Sie hatte sich verwandelt. Ein wahrliches Monster. Ihre Füße waren zu Klauen geworden, ihre Hände waren nur noch Knochen, worunter die aus Dornen bestehenden Ranken herausragten. Ihre Zähne verliefen sehr zackig, wie bei einem Hai, der Rücken war gepanzert, genauso wie ihr Bauch. Ihr ganzer Körper war grau-grün gefärbt.
Auch Hayate staunte nicht schlecht, da er noch nie solch einen Dämon wie diesen gesehen hatte. So etwas sah er heute zum ersten Mal und es war so wie Allen ahnte, dass sie tatsächlich noch ein Ass im Ärmel aufbewahrte, den sie nun ausgepackt hatte.
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