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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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18.01.2018 1.053
 
Kidnapping

Nach gut einer Stunde waren Akio und Ryuzaki mit der Tennisrunde fertig. Der Braunhaarige trug einige Schrammen an den Armen und im Gesicht davon. Er hatte diesen seltsamen Typen zu sehr unterschätzt. Der Schwarzhaarige könnte locker schon als Tennisprofi durchgehen. Akio dachte zuerst, der Typ konnte genauso wenig Tennis wie er selbst. Jedoch hatte er sich gewaltig geirrt.
„Du bist besser als ich dachte.“, gab der Halbdämon ungerne zu.
„Man sollte seine Gegner auch nicht nach dem Erscheinungsbild beurteilen.“, meinte Hideki, womit er vollkommen recht hatte, musste Akio zugeben. „Ich hoffe du bist okay.“
„Keine Sorge, ich bin zäh.“, beruhigte Akio diesen merkwürdigen Typen.
„Na wenn du das sagst.“, entgegnete der Schwarzhaarige. „Gehst du noch mit oder doch nicht mehr?“
„Doch, klar. Danke fürs Angebot.“, lächelte der Halbdämon.
„Bei Matt wirst du um einiges billiger davonkommen, als in eines der Läden, wo du schauen wolltest.“
„Na dann, warum auch immer du mir vertraust, obwohl ich wildfremd für dich bin.“
„Vertrauen tue ich niemanden so schnell.“, gab Ryuzaki zu.
Schräger Vogel, dachte sich Akio und gab nur ein verschmitztes Lächeln von sich.
Ohne ein weiteres Wort lief Hideki in dieser urkomischen Haltung voraus, woraufhin der Braunhaarige ihm einfach geradewegs folgte.

Währenddessen saß ich draußen vor dem Waldrand am Boden. Völlig Gedankenversunken starrte ich den blauen Himmel an, der leicht von den weißen Wolken, die im wahrsten Sinne des Wortes wie Watte aussahen, verdeckt wurde.
Am besten wäre es, ich erzählte meinem Bruder nichts von der Schwangerschaft. Das Problem war nur, dass es irgendwann auffallen würde.
„Alles okay?“, fragte mich eine bekannte Stimme, weshalb ich erschrocken zusammenfuhr.
„Akina.“, stellte ich nur fest, ohne überhaupt auf ihre Frage einzugehen.
Ich riss ziemlich meine Augen auf und war erstmals wie erstarrt, ehe ich mein Gegenüber zu mir zog und sie deswegen völlig auf mir flog. Beinahe hätte dieses Vieh sie am Rücken erwischt, wenn ich sie nicht zeitig genug weggezogen hätte.
Dieses Wesen sah einem menschlichen Skelett ziemlich ähnlich und er trug Flügel die ein wenig wie Spinnenweben aussehen, nur dass diese aus knochenartiges Material bestand. Im ersten Moment fragte ich mich, was das für ein Wesen war, bis Akina diesen Stern an seiner Stirn bemerkte und sie nur „Ein Akuma…“, vor sich her tuschelte. Mir war klar, dass sie in ihrem Zustand nichts machen konnte, da sie doch schon ziemlich weit mit ihrer Schwangerschaft fortgeschritten war. Das war jedoch nicht alles, auf einmal wurde ich von jemanden nach hinten gezogen und knapp verfehlten mich scharfe Ranken, die ziemlich riesige Dornen an sich trugen. Daraufhin musste ich auch noch einem Goblin ausweichen, der zu einer Dämonenkategorie gehörte.
„Ich glaube das sieht nicht so gut aus.“, musste ich zugeben, noch dazu war ich völlig unbewaffnet.
„Du hast die Wahl: Entweder ich töte dich und wir machen dich zu einem Akuma oder ich lass dich am Leben und du begleitest mich.“, sagte das grünhaarige Mädchen und ließ die Ranken wieder ab, die sie zurückzog und als Tätowierung ihre Haut zierten. Anscheinend konnte sie diesen Pflanzen Leben schenken, oder so ähnlich. Solch ein Dämon hatte ich noch nie zur Sicht bekommen.
„Sag mal Kina, hast du schon mal solch einen Dämon gesehen?“
„Bisher nein.“, musste sie zugeben.
„Hörst du mir überhaupt zu?!“, wurde das unbekannte Mädchen langsam ungeduldig.
„Meinte sie mich?“, fragte ich nur.
„Wen sollte ich denn sonst meinen? Du bist schließlich ein Teil von Satan und wenn du deine Wahl nicht triffst, wird deine Freundin gleich draufgehen.“, drohte die Dämonin.
Der Akuma der 3. Klasse wickelte seine messerscharfen Finger um den Hals der Braunhaarigen.
„Du willst doch nicht etwa eine Schwangere killen, oder? Und seit wann arbeiten Dämonen und Akumas zusammen?“, hakte ich nach und versuchte ruhig zu bleiben, genauso wie Akina, auch wenn sie ein bisschen mehr Muffensausen hatte.
„Akumas und Dämonen… die sind doch fast ähnlich oder nicht? Außerdem habe ich einen Vertrag mit den verehrten Grafen.“, erklärte die Grünhaarige.
Auch sie trug solch einen Schwanz wie mein Bruder, nur war dieser grün und sah mehr pflanzenartig aus, auch beide ihrer Ohren verliefen eher spitzig.
Wenn ich jetzt angreifen würde, war mir bewusst, würde dieser verdammte Akuma Akina Garaus machen. Ich wusste wirklich nicht was ich tun sollte. Völlig überfordert versuchte ich mir irgendeinen Ausweg nachzudenken.
„Wo willst du mich denn hinbringen, hm?“, wollte ich von der Dämonin wissen.
„Das wirst du schon noch sehen.“, grinste die Feindin und spielte mit ihrem zusammengeflochtenen Haar.
Fluchend ballte ich meine Hände zu Fäusten. Noch nie habe ich mich so hilflos gefühlt. Einmal wenn man mal keine Waffe bei sich trug.
„Tu es nicht.“, krächzte Akina nur, da der Akuma noch fester zudrückte und sie offensichtlich nicht mal reden durfte.
Ich sah die Braunhaarige nur an. „Ich werde nicht sterben und du bist schwanger.“, verklickerte ich ihr, ohne sie wissen zu lassen, dass ich dies selbst war.
„Aki… ra…“, mehr brachte sie nicht mehr raus.
„Tut mir leid.“ Dieses eine Mal musste ich mich wohl auf meinen Bruder und die anderen verlassen, da ich mir relativ sicher war, dass sie mich wohl zurückholen würden. Aber ich wollte keine Toten sehen und das Leben von Akina zu sichern, war vorerst das Wichtigste, da ich den Eindruck hatte, dass die Dämonin die Wahrheit sagen würde. „Ich willige ein.“
Bevor man Akina losließ, verpasste mir dieses Mädchen, das nicht viel älter als wir aussah, solch einen Schlag in den Nacken, woraufhin ich das Bewusstsein verlor.
Daraufhin ließ der Akuma auch Akina los und meinte nur: „Sag besser niemanden was, sonst ist sie und ihr Bruder sowas von tot.“

Die Grünhaarige nahm mich über die Schulter und grinste Akina nur schief an. „Hör besser darauf, wir machen ernst. Nur so als Warnung.“
Ehe Akina ihnen folgen wollte, flog sie direkt nach dem Aufstehen wieder zu Boden, als sie von zwei Ranken, die aus dem Boden kamen, sie an den Beinen fesselten. Dies war auch noch schmerzhaft, da die Dornen sich durch die Haut drangen.
Sie konnte und wollte das nicht zulassen, aber sie kam einfach nicht weg. Wer weiß, wohin man mich hinbringen würde und was man mit mir vorhatte. Noch dazu war sie selbst etwas aufgeschmissen, da hier kein Mensch in der Nähe war, der das mitbekommen hätte und ihr hätte helfen können.
„Verdammt!“, fluchte die Braunhaarige nur und griff ziemlich fest ins Gras, das aus dem Erdboden wuchs.
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