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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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11.12.2017 1.221
 
Die Herausforderung

„Du bist für mich mein Meister, weil du mir geholfen hast, obwohl ich ein Diclonius bin.“, erklärte Nana dem Halbdämon.
„Die Spezies dabei ist irrelevant.“, meinte der Dunkelhaarige.
Nana sah den Jungen an und lächelte etwas. Gerne würde sie mit ihm befreundet sein, jedoch traute sie sich nicht zu fragen, da sie nicht wusste, wie er reagieren würde und da er hier allein war, ging sie davon aus, dass er eher der Einzelgänger war.
Der Wolfsjunge wunderte sich, dass die Rosahaarige nichts mehr sagte und fragte daraufhin: „Alles in Ordnung oder sagte ich etwas Falsches?“
Nana schüttelte den Kopf. „Nein, alles gut.“
Vielleicht war er allein, weil man ihn auch wie sie mied? Und hätte eigentlich gerne Gesellschaft? Immerhin hatte er sie auch gerettet.
„Hast du eigentlich keine Angst vor mir? Diclonius sind eigentlich die reinsten Killermaschinen und… naja… ja…“, weiter kam die Kurzhaarige nicht.
„Du konntest nicht mal dem Hasen vorhin etwas antun, wieso solltest du dann anderen auch etwas zuleide tun?“, forschte er.
„Äh…“
„Rede dich selbst nicht schlecht, wenn du nicht so bist. Auch wenn die anderen deiner Art vielleicht so sein mögen, es gibt immer mal wieder die ein oder andere Ausnahme.“, entgegnete er. „Und nenn mich bitte Taro und nicht Meister.“
Nana blickte den Mischling eine Weile lang wortlos an und fand auch keine passenden Worte darauf.
Warum war er so nett zu ihr? Noch nie war jemand so freundlich zu ihr, ausgenommen von ihrem ‚Papa‘.
„Warum bist du nur so freundlich und gar nicht misstrauisch?“, wollte Nana schließlich von ihm wissen.
„Nicht jeder deiner Art ist so. Folgst du mir kurz?“
„Wohin denn?“
„Komm einfach mit.“, forderte er sie erneut auf, woraufhin sie schließlich nickend einwilligte und dem Braunhaarigen folgte.
Er brachte sie bis zum anderen Ende der Höhle, woraufhin sie sofort eine Präsenz ihrer Art wahrnahm.
„Pass auf!“, rief sie und stellte sich zum Kampf bereit vor dem Wolf. Sogar ihre Vektorarme hielt sie bereit.
„Kein Grund zur Aufregung, er tut hier keinem was.“, meinte Taro und hoffte, Nana beruhigte sich wieder.
„Er?“, fragte sie verwirrt.
„Ja.“
„Aber männliche meiner Art kann man nicht spüren, du musst dich irren.“, entgegnete sie.
Der Braunhaarige mit den Wolfsohren packte ihre Hand und zerrte sie schließlich mit sich mit.
Nana sah, dass ein ziemlich junger Diclonius schlief und sich dieser an einen schwarzweißen Wolfsdämon kuschelte und dieser ebenfalls schlief. Der Wolf schien ein paar Verletzungen davongetragen zu haben, da er an einigen Stellen seines Körpers Verbände trug.
„Sicher, dass das ein Junge ist?“ Manche Mädels kleiden sich auch nur so.“, meinte Nana.
„Wir sind sicher.“, erwiderte Taro.
Nana ging vorsichtig zu den beiden Schläfern hin und kniete sich vor ihnen nieder. Der Junge war viel jünger als sie. Gerade die Jüngsten ihrer Spezies galten eigentlich als besonders gefährlich, inklusive dem ersten Diclonius, die Königin Lucy.
Das Mädchen schrak etwas zurück, als der Dicloniusjunge seien Augen aufschlug.
„Du bist ja wie ich.“, stellte der Rosahaarige verschlafen fest, als er ihre Hörner am Kopf bemerkte und rieb sich über die Augenlider. „Chem und Taro haben mir geholfen, nur wurde Chem wegen mir verletzt. Dann war da noch eine andere Wolfsdame.“
„Mach dir keine Vorwürfe.“, beruhigte Taro den Jungen
Nana sagte nichts. Sie war eher verwundert, dass seine Präsenz Lucys irgendwie sehr ähnelte.

„Was hast du?“, wollte der Halbwolf von ihr wissen.
„Äh… ach gar nichts.“, stritt das Dicloniusmädchen schließlich ab und seufzte. Sie wollte wirklich wissen, was es mit dieser Präsenz auf sich hatte. „Sag mal, hast du Geschwister oder so?“
„Wen meinst du?“, fragten Taro und der Junge wie aus einem Mund.
„Na den Kleinen.“
„Oh ach so, naja ich weiß eigentlich gar nichts von meiner Familie.“, murmelte der Gehörnte. „Wieso fragst du?“
„Passt schon, nicht so wichtig.“, meinte Nana letztendlich. Also war Taro doch nicht allein und hatte sich diesbezüglich geirrt. „Ich geh dann mal wieder, ich rück euch sonst nur auf die Pelle.“
„Bleib doch.“, sagte der Braunhaarige und hielt dabei ihre Hand fest.
Aus irgendeinem Grund wurde sie rot, noch dazu sah er sie an, weshalb sie irgendwie wegsehen musste. Was war das nur für ein seltsames Gefühl? Dabei hatte er doch nur ihre Hand.
„Du hast doch schon die beiden, um die du dich kümmern musst.“
„Ach weißt du, Chem ist mein Halbbruder und der Junge war wie du auch verletzt, weshalb ich und er ihm halfen.“, erklärte der Wolfsmann.
„Aber ich werde jemanden wie Lucy ganz schnell anziehen und sie ist nun mal eine reine Killermaschine.“
„Das regeln wir schon.“, lächelte er freundlich.
Nana fragte sich wirklich, warum er so nett zu ihr war. Vielleicht verstand er sie auch einfach besser, weil er kein Mensch war, da die Menschen nun mal bei anderen Wesen, die stärker als sie selbst waren, seltsam waren. Wobei die Menschen in Massen auch wieder stärker werden konnten, jedenfalls waren sie nicht ungefährlich. Immerhin hatten sie es sogar geschafft, Lucy eine ganze Weile lang unter Gewahrsam zu halten.

Derweil lief Akio quer durch die Stadt und dachte nach. Er fragte sich, was er seiner Liebsten so schenken könnte, vor allem da sie nun schwanger war. Dass seine Schwester schwanger war, davon ahnte er jedoch noch nichts.
Der Braunhaarige schlenderte Gedankenversunken an einigen Läden vorbei, war jedoch kaum konzentriert, sodass er gegen einen anderen Typen rannte.
„Oh, sorry.“, entschuldigte sich der Halbdämon und beäugte sein Gegenüber. Komischer Kerl. Er lief barfuß herum und sonderlich ordentlich war er auch nicht gekleidet. Noch dazu war seine Haltung sehr eigen und die Augenringe fielen an dem Schwarzhaarigen auch sehr auf.
„Nichts passiert.“, meinte der Schwarzhaarige. Auch dieser begutachtete Akio. Noch nie hatte er jemanden mit so spitzigen Ohren, spitzen Eckzähnen und einem seltsamen schwarzen Schwanz gesehen. Und er schleppte offensichtlich ein Schwert herum, welches er in Stoff eingewickelt um seine Schulter trug.
„Lust auf eine Runde Tennis?“, warf der Fremde auf einmal völlig aus dem Nichts ein.
„Das habe ich noch nie gespielt.“, gab Akio zu.
„Dann lernst du es.“
Der Typ konnte Tennis spielen? Er sah nicht sonderlich sportlich aus, aber Akio hatte mittlerweile schon daraus gelernt, dass man Leute nicht nach dem Aussehen urteilen sollte.
„Na gut, wieso nicht?“, willigte er schließlich ein und konnte seinen Blick von diesem Jugendlichen nicht lassen, der seinen Daumen gegen die Unterlippe drückte.
„Super. Eigentlich wollte ich nach einem Freund suchen, da er seine Schneiderei hier hat. Aber das kann auch noch etwas warten.“, entgegnete der Typ mit der Wuschelfrisur.
„Schneiderei?“, wurde er hellhörig.
„Genau, immerhin hat er für ein Mädchen das bei mir wohnt Kleidung angefertigt, da sie schwanger ist.“, meinte er schulterzuckend und lief voraus, woraufhin Akio ihm folgte.
„Was verlangt er denn so dafür?“, wollte Akio von ihm wissen. „Und wie heißt du überhaupt?“
„Ryuga Hideki.“, log er, da er seinen richtigen Namen nicht preisgab. „Und was er dafür verlangt, musst du mit ihm abhandeln, ich kann dich nachher gerne mitnehmen.“
„Das wäre echt cool. Und freut mich, ich bin Akio Niwa.“, stellte sich der Halbdämon vor.
Ryuzaki lächelte verschmitzt und kam nach einer Weile auch an einem Tennisplatz an.
„Dürfen wir eigentlich hier sein?“, wollte der Braunhaarige wissen.
„Die Schüler haben eh schon längst Schluss, von daher wird das schon okay sein.“, meinte Ryuga und suchte in einem Container, der am Sportplatz stand, nach zwei Tennisschlägern und einem Ball und gab dem Halbdämonen schließlich den anderen Schläger.
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