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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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Dieses Kapitel
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22.10.2017 1.466
 
Danke Tölpel

Als ich nach wenigen Minuten das Ergebnis von diesem Streifen ablas, ließ ich dieses Ding aus Schock zu Boden fallen. Ich musste träumen. Genau, es war sicher nur ein Traum und bald würde ich auch aufwachen, so musste es sein. Anders konnte es nicht sein, da ich mit Allen verhütet hatte und auch eigentlich nichts hätte passieren dürfen. Mir wurde ganz schwummrig, weshalb ich mich auf die Kante der Badewanne niederließ. Seufzend sah ich zu Boden und wusste nicht, was ich tun sollte. Ich hoffte, dass der Traum bald enden würde. Aber was, wenn es nun doch kein Traum war?
Ich schrak völlig zusammen, als jemand an der Toilettentür klopfte.
„Akira? Alles okay? Du brauchst so lang.“, kam es von Allen.
„Ja, bin schon fertig.“, meinte ich und lief zur Tür, um diese aufzuschließen.
„Und?“
„Der ist… negativ?“, murmelte ich.
„Das klingt ja schon fast gelogen. Sag mir die Wahrheit.“ Der Weißhaarige nahm meine Hände und sah mich an.
Seufzend gab ich ihm eben diesen albernen Test. „Es ist eh nur ein Traum, von dem ich bestimmt jeden Moment wieder aufwachen werde.“
„Das ist kein Traum.“, seufzte der Weißschopf.
Ich sah ihn wortlos an. Ich wusste wirklich nicht was ich darauf sagen sollte. Vor allem hatte Allen auch immer wieder mit Missionen zu tun und wir hatten auch Rin, weshalb ich nicht wusste, wie ich jetzt mit dieser Situation umgehen sollte.

„Es tut mir leid.“, entschuldigte ich mich bei ihm. „Dabei haben wir ja verhütet.“
„Muss ja nur ein Loch drin gewesen sein, dass sowas passiert und außerdem entschuldigte dich doch nicht, da kann ja keiner was für. Naja ich hätte vielleicht schon nochmal draufgucken können, ob das Gummi heil war.“, seufzte der Weißschopf.
„Du schiebst es nun bitte nicht auf dich.“, meinte ich. „Aber… was machen wir nun?“
„Ich würde das Kind natürlich behalten wollen.“, gab Allen ehrlich zu. „Zudem müssen wir meiner Meinung nach schon dazu stehen, das Kleine kann dafür ja auch nichts.“
Ich sah ihn eine Weile wortlos an, weshalb er etwas Angst bekam, dass ich eine andere Meinung haben könnte, als er. Schließlich gab ich dann eine Antwort: „Wenn es wirklich für dich okay ist? Du hast ja auch deine Missionen und so…, dann noch Rin. Ansonsten teile ich ja deine Meinung.“
„Darüber musst du dir wirklich keine Gedanken machen.“, erklärte Allen. „Das packen wir schon.“
„Na gut und bitte noch kein Wort zu meinen Brüdern, okay…?“, bat ich ihn, worauf er einverstanden nickte.
Eigentlich war ich wirklich noch nicht bereit für ein Kind. Wir hatten schon Rin. Aber so war es nun mal, das ungeborene Kind, wie Allen schon sagte, konnte schließlich auch nichts für unsere Unachtsamkeit.
„Wir sollten es aber Komoui sagen.“, meinte Allen schließlich.
Ich sah ihn an und nickte einverstanden. Wir verließen schließlich das Bad und gingen wieder zu dem Violetthaarigen.

„Und?“, forschte der verrückte Brillenträger.
Ich und Allen sahen uns erstmal wortlos an, bis der Weißhaarige schließlich erklärte, was nun wirklich Sache war.
„Dann musst du während der Schwangerschaft deine Tabletten weglassen.“, meinte Komui.
„Ist das nicht eher schlecht?“
„Naja, denke nicht, dass du das Kind gefährden willst?“, kam es nun von ihm, woraufhin ich ihm mit einem Kopfschütteln zustimmte. „Ich lass mir was anderes einfallen, bis spätestens morgen früh habe ich da schon was für dich.“
„Danke dir.“, bedankte ich mich bei ihm. Ich spielte mit den Gedanken, mit Allens Schwester darüber zu reden, aber ich war mir unsicher. Vielleicht sollte es besser vorerst keiner wissen.
Dies galt insbesondere für meine Brüder, vor allem da ich Akio selbst noch versekelte, als ich von Akinas Schwangerschaft Wind bekam. Aber das Wichtigste für mich war, dass Akio zu seiner Freundin hielt.
„Allen?“, kam es von mir.
„Ja?“
„Danke.“
„Für?“
„Dass du zu mir hältst, dass du mich liebst, obwohl ich der Gefahr hinauslaufe, ein Pflegefall werden zu können. Du gibst mir Unmengen an Kraft.“, gab ich zu.
Ich war zwar sonst zu stolz um so etwas zu sagen, aber ich wollte, dass Allen das wusste, wie ich darüber dachte.
Oft zog mich meine Krankheit auch psychisch runter, was ich meist aber nicht zeigte.
Aber mir ging es damit besser, als am Anfang, als ich die Diagnose bekam. Deswegen war ich früher auch eine Zeit lang in Therapie, was aber nicht der einzige Grund war. Der zweite Grund war der Tod unseres Vaters. Jetzt sah ich es mittlerweile so, dass es Schlimmeres als MS gab, womit diese Betroffenen erstmal mit klarkommen mussten, denn immerhin war meine Krankheit keine tödliche, unter der ich litt.
„Akira, ich liebe dich eben genau so wie du bist und egal was kommen mag, ich werde zu dir halten.“, versprach der junge Walker.
Ich lächelte verlegen und rückte mir die Brille zurecht. „Ich liebe dich auch, Tölpel.“
Eigentlich passten wir nicht mal wirklich zusammen. Wir waren völlig verschieden, was insbesondere die Charakterzüge betraf. Aber wie sagte man immer so schön? Gegensätze ziehen sich an. Das einzige was wir gemeinsam hatten, war, dass wir unsere Eltern schon sehr früh verloren.
„Wieso nennst du mich immer noch so…?“, fragte Allen verzweifelt.
„Weiß nicht, passt zu dir.“, grinste ich vor mich hin.
„Aber das ist so… abwertend.“, jammerte der Weißschopf.
„Och, für mich ist das nicht abwertend… also nicht mehr.“, lächelte ich ihn an.
„Also meintest du das anfangs auch noch ernst?“
„Du bist in mich reingerannt, wer weiß?“, triezte ich ihn ein wenig.
Seufzend strich sich Allen über seinen Nacken. Er öffnete den Mund, schloss ihn jedoch wieder, da ihm darauf nichts mehr einfiel. Ich sah ihn darauf nur mit hochgezogener Augenbraue an.
„Du hast grad so süß angefangen und dann ärgerst du mich wieder.“, schmollte der Narbenjunge. „Wies-“
Ich küsste den Blaugrauäugigen, damit er endlich seine Ruhe gab und gab mich auch damit zufrieden, als er meinen Kuss erwiderte. Vorsichtig legte ich meine Arme um seine Schultern und drängte ihn dabei an die Wand. Ich könnte stundenlang so weitermachen, jedoch unterbrach uns Komui: „Eure Privatsphäre könnt ihr ruhig woanders ausführen.“
Ich löste mich vom Weißhaarigen und sah den Brillenträger an. Ich fragte mich, ob er nicht irgendwie das Bedürfnis nach einer Freundin hatte, aber direkt fragen wollte ich da jedenfalls nicht. Ich wusste schließlich nicht, ob das vielleicht ein wunder Punkt war oder ob er einfach kein Interesse an so etwas hatte. Immerhin war dieser Typ nicht ganz dicht und hatte meistens andere Dinge im Kopf, zum Beispiel Roboter zu bauen, die er lustigerweise auch noch nach sich benannte. Zudem hatte er ein ziemliches Schwestersyndrom, wenn es um Lenalee ging, was ich aber von seiner Seite aus schon sehr verstehen konnte, da die beiden eine Zeit lang getrennt lebten.

„Wieso müssen sich Erwachsene eigentlich immer aufessen?“, wollte Rin wissen, da sie bei dem Kuss zusah.
„Äh… das verstehst du dann, wenn du größer bist.“, erklärte ich.
„Aha.“, machte die Schwarzhaarige. „Kriege ich etwa ein Geschw-“ Rin schüttelte den Kopf und fuhr fort: „Freundin zu spielen?“
„Was wolltest du denn wirklich sagen?“, war meine erste Frage.
„Ähm… ich habe es vergessen.“, grinste Rin. „Krieg ich was zu essen? Ich habe echt Kohldampf.“, erwiderte das kleine Mädchen.
Ich sah die Kleine perplex an und konnte ihr irgendwie nicht glauben, dass sie es vergessen haben sollte. Ich könnte schwören, sie wollte fragen, ob sie ein Geschwisterchen bekäme. Mein Blick fiel dabei auf Allen, der scheinbar nicht mal checkte, was ich mit meinem Blick nun sagen wollte. Ich seufzte nur. Er war wirklich schwer von Begriff.
„Lass uns nachher darüber mal reden.“
„Worüber?“, wollte er von mir wissen.
Während Rin schon mal umdrehte und vorauslief, deutete ich nur auf die Kleine, damit er verstand, was ich meinte.
„Ich verstehe zwar nicht über was, aber klar.“, lächelte er und folgte schließlich dem Mädchen.
Ich folgte ihnen nur seufzend. Er stand sehr gerne auf der Leitung, aber das machte ihn erst so liebenswürdig.

Nana hatte sich mittlerweile von der Schussverletzung schon etwas erholt. Dies war nun ein paar Stunden her und ihre Wunde wurde nun auch besser verbunden, wodurch die Blutung auch endlich aufhörte. Währenddessen lauerte sie im Wald auf etwas Essbarem. Sie wollte sich revanchieren. Bei wem? Bei demjenigen, der sich um sie kümmerte.
Als sie sah, dass ein kleiner Hase aus dem Busch sprang, schnappte sie sich diesen mit eines ihrer Vektoren. Der kleine Racker schaute sie mit einem großen, leidenden Blick an, als wollte es nicht sterben. Der Rosahaarigen überkam auf einmal ein Mitleidsgefühl, weshalb sie den Nager wieder freiließ. Sie konnte ihn einfach nicht töten. Wieso fiel es jedem anderen Diclonius so leicht zu töten? Und sie schaffte es nicht einmal Beute für einen fleischfressenden Dämon zu fangen.
„Alles okay?“, fragte der braunäugige Halbdämon.
Nana fuhr völlig zusammen und wandte sich zu diesen Jemand um. „Meister.“
„Wieso nennst du mich ständig Meister? Ich habe dir nur die Wunde versorgt, mehr nicht.“, entgegnete er.
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