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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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Dieses Kapitel
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01.08.2017 1.335
 
Mögliche Schwangerschaft

Nach einer Weile ließ Rin den Weißhaarigen los. Daraufhin holte er ein paar neue Kleider für das Mädchen und nahm sie schließlich mit ins Bad.
„Am besten du nimmst jetzt ein Bad, okay?“, kam es von Allen.
Rin schwieg, zog sich aber gehorsam aus, während Allen schon mal das Wasser in die Wanne einließ.
Vorsichtig half er ihr schließlich in die Wanne, worin das warme und schaumige Wasser enthalten war. Die Augen des Schwarzhaarigen waren noch völlig rot und ihr Körper zitterte.
„Das war nur ein Traum, du musst keine Angst haben, okay?“, versuchte der Narbenjunge das Mädchen zu beruhigen.
Rin hob ihren Blick und sah den jungen Walker an. „Der…“
„Hm?“
„… war echt.“, setzte die Schwarzhaarige murmelnd fort, woraufhin die Tränen auch schon wieder ihre Wangen hinunterrasten.
„Wie meinst du…?“, fragte der Weißschopf vorsichtig.
„Ich musste mir erneut ansehen, wie meine Eltern gestorben sind…“, schluchzte die Kleine und merkte, wie Allen vorsichtig ihre Hand nahm.
„Tut mir leid, ich wollte dich nicht wieder daran erinnern.“, entschuldigte er sich.
Rin schüttelte den Kopf. „Muss es nicht…, konntest es nicht wissen.“
Verdrängte das Mädchen ihre Trauer, indem sie sich so frech verhielt, vor allem gegenüber ihm? Der Tod ihrer Eltern muss wirklich sehr tragisch gewesen sein.
„Trotzdem.“ Nachhaken, was sie träumte, beziehungsweise wie ihre Eltern verstarben, wollte er nicht, da ihm bewusst war, das wäre ihr sonst zu viel. Immerhin konnte er nur ein Liedchen davon singen, wie schmerzhaft sich so etwas anfühlte. Auch er erzählte nur ungern, über das, was mit seinem Pflegevater Mana geschah.
„Allen?“, kam es von Rin, während sie von ihm die Haare gewaschen bekam.
„Ja?“
„Meine Eltern wurden vor meinen Augen umgebracht. Von meiner eigenen Schwester. Mein Vater wurde enthauptet und meiner Mutter wurden alle vier Gliedmaßen ausgerissen, weshalb sie schnell verblutete. Meine Schwester ist wie Lucy ein Diclonius, weshalb ich vor Lucy auch Angst habe und ich davon hörte, dass sie auch schon einige Morde beging… zumindest, dass diese Rasse allgemein auf Töten aus ist.“, murmelte die Dunkelhaarige und unterdrückte ihre Tränen. An irgendjemanden musste sie sich nun anvertrauen, da es für sie eine zu große Last war, damit allein klarzukommen. „Du musstest sicher auch viel Schlimmes durchmachen, zumindest machst du diesen Eindruck. Deswegen kann ich mit dir da am ehesten darüber reden“
Für ihr Alter schien die Kleine eine sehr gute Menschenkenntnis zu haben. Eine Weile lang hielt Allen inne – sogar mit dem Haarewaschen hörte er abrupt auf. Irgendwann bekam er die Fassung wieder und seufzte etwas. „Das… tut mir echt leid für dich. Das ist wirklich sehr hart.“
Die orangefarbenen Augen stachen in die des Narbenjungen. Schließlich überwand sich auch Allen, ihr zu erzählen, was seine Familie betraf, wenn sie ihm auch schon ihre Geschichte anvertraute.
Nachdem er auch seine Geschichte erzählte, schwiegen beide erstmal eine Weile.
„Hab dich lieb, Pa… Allen.“, sagte Rin leise.
„Ich dich auch.“, lächelte der Weißhaarige. „Aber ich heiße doch nicht Pa-Allen.“
Die Schwarzhaarige sah Allen etwas eingeschnappt an und spritzte ihn mit dem Wasser aus der Wanne nass.
„Ey!“, beschwerte er sich.
„Wasch meine Haare fertig, Diener.“
„Ich bin doch nicht dein Diener! Wie heißt das richtig?“, mahnte er das Mädchen.
„Liebster Allenleinchen, wäscht du mir bitte die Haare fertig?“, bat Rin.
Seufzend strich er sich durchs Haar und tat schließlich, ohne ein weiteres Wort, das was sie wollte.

„Herein.“, bat Allen, als es an der Badtür klopfte, woraufhin diese Person dann auch hineinkam. „Akira?“
„Sorry.“, entschuldigte ich mich, ehe ich zur Toilette eilste und mich erstmal übergab.
„Was ist denn mit dir los?“, fragte Walker etwas besorgt.
„Keine Ahnung.“, antwortete ich, nachdem ich mich ausgekotzt hatte.
„Wirst du krank?“, wollte Rin wissen, die noch immer in der Wanne saß.
„Kann sein.“, seufzte ich und setzte mich auf den Boden.
Allen sah mich eine Weile lang an, ehe er Rin beim Abtrocknen und Umziehen half. „Dann lass dich von Komui abchecken.“
„Muss ich das?“
„Ja.“, meinte Allen im ernsten Unterton.
Seufzend strich ich mir durchs Haar. „Dann geh ich halt.“
„Ich komm aber mit.“
„Ne, kommst du nicht.“, widersprach ich ihm.
„Und ob.“
„Ich will auch mit.“, kam es nun auch von Rin.
„Ihr seid doch eh noch beschäftigt.“, entgegnete ich.
„Sind aber gerade fertig geworden.“, sagte Allen.
„Nö, du musst ihr noch beim Haare kämmen und föhnen helfen.“ Ich stand auf und wollte das Bad verlassen, jedoch wurde ich vom Weißhaarigen festgehalten. „Ey, kannst du dich auch mal entscheiden, ob ich mich nun von Komui untersuchen lassen soll oder nicht?
„Wirst du auch, aber erst, wenn wir fertig sind.“
Seufzend ließ ich mich auf der Wannenkante nieder. Wie konnte man nur so dickköpfig wie er sein und was war schon dabei, wenn ich alleine ging?

Nach einer Weile hatte Allen die Haare des kleinen Mädchens gekämmt und geföhnt.
„Fertig?“, fragte ich ihn.
„Ja.“, nickte mein Freund.
„Na dann.“ Seufzend stand ich wieder auf. „Eigentlich bin ich alt genug, dass ich auch allein gehen kann.“
„Ja und? Mich interessiert es eben auch, was dir fehlt.“, meinte Allen.
„Na wenn es denn so unbedingt sein muss.“ Eigentlich mochte ich es nicht, wenn man so besorgt um mich war, da mein Bruder Akio schon immer sehr übertrieb. Aber immerhin war Allen da nicht so wie der Halbdämon.
Ich hatte auch schon bemerkt, dass Rins Augen völlig rot und auch geschwollen waren, jedoch wollte ich nicht hinterfragen, was losgewesen war, da ich mir ziemlich sicher war, dass sie sich bereits die Seele bei Allen ausheulte.
Als wir dann soweit waren, ging ich mit den beiden widerwillig zu Komui und schilderte ihm auch meine ‚Probleme‘ und sagte sogar, dass ich nun seit ein paar Wochen keine richtigen MS-Schübe mehr bekam, was mir sehr konfus vorkam, da es immerhin keine heilbare Krankheit war. Als er mich dann auch noch fragte, wann ich das letzte Mal einen Schub hatte und ob ich Geschlechtsverkehr hatte, wenn ja wann, wurde mir ganz schön schwindlig. Vor allem als er dann noch sagte, dass es Frauen, die wie ich unter Multipler Sklerose litten, während der Schwangerschaft, meist besser erging.
Nein, nein, das kann nicht sein. Ich und Allen hatten verhütet, also kann ich nicht schwanger sein..., stritt ich in Gedanken ab.
Auch Allen war auf einmal mucksmäuschenstill, während Rin uns nur verwirrt ansah und nicht so recht kapierte, um was es ging.
„Du solltest vielleicht einen Schwangerschaftstest machen.“, schlug nun Komui vor.
„Ich bin nicht schwanger.“, stritt ich felsenfest überzeugt ab.
„Aber auch die Morgenübelkeit spricht dafür.“, sagte der Brillenträger.
„Und? Auch ein Halbdämon kann sich mal erkälten.“ Ich blieb bei meiner Meinung, nicht schwanger zu sein. Ich fühlte mich für sowas einfach noch nicht bereit.
Ich konnte das noch sooft sagen, nichtsdestotrotz hielt mir dieser verrückte Typ einen Schwangerschaftstest vor die Nase.
„Nein, ich mach den nicht. Wozu auch, wenn ich nicht schwanger bin?“
„Mach schon.“, forderte mich nun auch noch Allen dazu auf.
„Wieso? Du weißt, dass wir verhütet haben.“
„Das ist wichtig, dies zu tun, weil die Medikamente, die du nimmst, sonst das Kind gefährden könnten.“, warnte mich Komui.
Das verschlug mir erstmal die Sprache. Ich sah ihn an und fragte schließlich: „Und wie soll ich dann meine Medikamente einnehmen, falls ich doch schwanger bin?“
„Die während der Schwangerschaft und Stillzeit absetzen.“, erklärte er mir. „Aber ich könnte auch schauen, ob ich irgendwas anderes machen kann.“
„Ist das nicht eher schlecht?“
„Viele hatten sogar das Gefühl, während der Schwangerschaft wie geheilt zu sein. Geht dir doch momentan genauso, oder?“, hakte Komui nach.
„Ja…“ Nicht, dass ich das schlecht fand, das Gefühl war natürlich schon schön, mal keine Schübe zu erleiden, aber ich war definitiv nicht bereit für ein Kind. Noch dazu hatten wir Rin, die scheinbar Allen schon fast als ihren Vater anerkannte. Oder so ähnlich zumindest.
„Also machst du den Test?“, wollte der Lilahaarige wissen.
Ich seufzte und nahm ihm diesen albernen Test aus der Hand und verschwand daraufhin auf die Toilette. Ich hörte jetzt schon meinen Bruder mich auslachend, dass ich selbst nicht aufpassen könne und erst selbst über ihn schimpfte.
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