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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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25.12.2016 1.290
 
Unsicheres Mädchen Rin

„Wo willst du überhaupt mit mir hin?“, wollte Lucy von Hayate wissen.
„Lass uns einfach ein bisschen spazieren gehen.“, meinte der Braunhaarige und nahm sie an der Hand.
Die Rosahaarige starrte auf seine Hand hinab, die ihre umschloss. Ihre Wangen nahmen eine rötliche Farbe wahr, weshalb sie wieder wegsah.
„Alles in Ordnung?“, hakte er nach.
Lucy nickte.
Hayate sah sie lächelnd an und lief mit ihr weiter durch den Wald. Jedoch wechselte Lucy vorerst kein Wort mehr mit ihm, was ihm aber nichts ausmachte.
Nach einer Weile blieb der Diclonius abrupt stehen.
„Was ist denn nun?“, fragte Hayate.
„Ich hab nur etwas gehört.“ Lucy lief in die Richtung, wo sie etwas bemerkt hatte und der Braunhaarige folgte ihr.
Unter einem Baum saß ein Mädchen, das noch sehr jung war. Ihre Beine hatte sie angewinkelt, die Arme lag sie drum herum und ihr Kopf lag in ihren Oberschenkeln vergraben. Leise schluchzte sie vor sich hin und bemerkte die zwei nicht einmal.
„Hey…“, sagte Hayate vorsichtig. Jedoch erschrak das Mädchen trotzdem.
Sie sah die beiden Fremden verheult an und wollte gehen, jedoch ließ Hayate sie nicht.
„Lassen Sie mich bitte los.“, bat das schwarzhaarige Mädchen verängstigt.
„Dann lauf nicht weg.“ Hayate ließ sie los und sie blieb auch stehen. „Wie siehst du überhaupt aus? Was ist denn passiert?“
Die Schwarzhaarige war total blutverschmiert, jedoch war es nicht nur ihr eigenes Blut. Sie hatte einige Hämatome, auch ein blaues Auge trug sie davon. Noch hinzu kam, dass sie am Arm stark blutete.
„Wir sollten sie mitnehmen und von hier verschwinden.“, sagte Lucy. Natürlich hatte sie bemerkt, dass das Mädchen Angst vor ihr hatte. „Da ist jemand meiner Art in der Nähe und sie ist nicht gerade ohne.“
Hayate nickte zustimmend und nahm das Mädchen vorsichtig hoch. Daraufhin wollten die drei gehen.
„Wo wollt ihr denn mit meiner liebsten Schwester hin, Lucy?“, fragte ein weiteres Mädchen und stellte sich ihnen in den Weg.
„Mariko.“, brummte Lucy. „Verschwinde mit ihr.“ Die Rosahaarige sah Hayate dabei an.
„Ich lass dich doch nicht allein.“, widersprach der Braunhaarige.
„Geh! Ich kann sonst nicht garantieren, dass ich euch beide beschützen kann und sie ist viel stärker als sie aussieht. Ich komme auch unversehrt zurück, versprochen.“, schwor Lucy, was Mariko natürlich zum Lachen brachte.
Während Lucy auf Mariko losging, nutzte Hayate die Chance mit der Kleinen zu flüchten. Das war normalerweise überhaupt nicht seine Art, davonzurennen und jemanden zurückzulassen, jedoch ging es jetzt um die Sicherheit des Mädchens.

Zuhause kümmerte sich Hayate um das Mädchen, zumindest gab er diese an Komui weiter, damit er ihre Wunden versorgte. Mittlerweile waren schon mehrere Minuten seit der Flucht vergangen. Statt tatenlos zu warten, machte Hayate sich sofort auf den Weg zurück, um nach Lucy zu sehen und um ihr zu helfen. Gerade als er rausgehen wollte, um Lucy zu suchen, lief sie ihm völlig erschöpft entgegen. Ehe sie zusammenbrach, stützte er sie und ging mit ihr zu dem Mädchen, das im Bett eines freien Zimmers lag.
Lucy ließ sich auf den Stuhl nieder, der neben dem Bett stand.
„Geht es dir gut?“, wollte Hayate sofort wissen.
„Bis auf die paar Schrammen, ja. Also mach dir keinen Kopf.“, meinte die Rosahaarige, die letztendlich selbst irgendwie flüchten konnte.
„Okay.“ Hayate atmete erleichtert auf.
„Wird sie mich töten…?“, fragte die Schwarzhaarige, die mittlerweile wieder aufgewacht war.
„Werde ich nicht.“, brummte Lucy.
„Bist du etwa netter als Mari? Sie tötet echt jeden…“, sagte das Mädchen leise.
„Naja…“ Mehr kam von Lucy nicht.
„Wie heißt du?“, lenkte Hayate vom Thema ab.
„Rin…“, antwortete das kleine Mädchen. „Ich bin drei Jahre alt. Bald vier…“
„Ein schöner Name.“, lächelte der Braunhaarige. „Was ist überhaupt mit deinen Eltern?“
Bei dieser Frage verstummte Rin und wandte den Blick von den beiden ab.
„Wahrscheinlich hat Mariko sie getötet.“, sagte Lucy kühl.
„Oh… okay. Wenn das stimmt, darfst du gerne bleiben.“
Rin sah die beiden wieder an und setzte sich auf. Dabei tat ihr alles Mögliche weh, jedoch ließ sie sich das nicht anmerken.
„Hast du Hunger?“, fragte der braunhaarige Kämpfer.
„Bisschen.“, meinte das Mädchen.

Hayate ging mit Lucy und Rin nach unten, wo das Essen schon bereitstand und auch einige schon aßen. Ängstlich klammerte sich Rin an Hayate.
„Du brauchst hier vor keinem Angst haben.“, versuchte der Braunhaarige das Mädchen zu beruhigen.
Sie sah ihn an und nickte vorsichtig. Wegen ihrer ganzen Wunden waren viele Teile ihres Körpers waren verbunden.
Vorsichtig nahm der junge Mann das Mädchen hoch und setzte sie zu Allen und er setzte sich ebenfalls neben ihr. Lucy ließ sich auf der anderen Seite neben Hayate nieder.
„Wen habt ihr denn da mitgebracht?“, wollte Allen von den beiden wissen und musterte dabei die kleine Schwarzhaarige.
„Das ist Rin, wir haben sie verletzt aufgefunden.“, erklärte der ältere Bruder des Weißhaarigen.
„Und wieso ist Lucy auch verletzt?“, hakte Allen nach.
„Ach, nicht so wichtig.“, sagte Lucy emotionslos.
„Okay?“
Rin starrte ihr Essen eine Weile lang an. Es sah so lecker aus, immerhin bekam sie so gut wie nichts, als sie bis eben noch bei ihrer Schwester lebte, was man ihr auch deutlich ansah. Aus Gewohnheit wollte sie die Nahrung mit der Hand nehmen, jedoch nahm Allen das Besteck und fütterte sie so, um ihr zu zeigen, wie es richtig ging.
Sie sah ihn wortlos an, woraufhin er lächelte. Der Weißhaarige gab ihr das Besteck zurück und tatsächlich lernte sie schnell, damit umzugehen.
„Na du gewinnst ja schnell ihr Vertrauen.“, grummelte Lucy.
„Findest du?“
„Sieht man doch.“
Rin sagte dazu nichts. Sie schob ihren Teller nach einer Weile von sich weg, da sie satt war. Aufgegessen hatte sie jedoch nicht, da sie so viel nicht gewohnt war, weshalb Allen ihr den Rest abnahm. Aber es hatte ihr sehr geschmeckt.
„Wie heißen Sie?“, fragte das Mädchen Allen.
„Allen Walker. Aber sag einfach Allen. Du musst hier auch niemanden Siezen.“, kam es vom Weißschopf.
„Na gut. Aber seid ihr euch wirklich sicher, dass es gut ist, dass ich hier bin? Nicht dass mich meine Schwester findet… ich will einfach nicht, dass sie noch mehr Leute tötet.“, murmelte sie besorgt.
„Mach dir da mal keine Sorgen. Hier ist jeder bereit, dich zu beschützen.“, lächelte der weißhaarige Walker.
Rin sah ihn eine Weile wortlos an. „Ähm… naja danke fürs Essen.“
„Dafür brauchst du dich nicht zu bedanken.“
„Isst du eigentlich immer so viel?“, fragte Rin neugierig, da Allen mittlerweile schon fünf Teller aufgegessen hatte, inklusiv ihren Rest und er noch immer nicht fertig war. „Dabei bist du so dünn. Wo isst du das alles hin?“
„Äh…, ja ich esse immer so viel, wegen dem Innocence und bin ein Parasitentyp.“, lächelte er verlegen und strich sich dabei über den Nacken.
„Was ist Innocence und ein Parasitentyp?“, wollte sie wissen.
„Erklär ich dir nach dem Essen, okay?“
Rin nickte einverstanden und trank ihren Orangensaft aus. „Warum siehst du eigentlich so seltsam aus?“
„Wie bitte?!“, schrie Allen beinahe entsetzt.
Hayate und Lucy sahen sich verblüfft an, da es Allen tatsächlich schaffte, schnell das Vertrauen der Kleinen zu gewinnen.
Die Rosahaarige sah zu Akina hinüber und dachte nach. Daraufhin entschuldigte sie sich für ihr Verhalten, Akina gegenüber. Trotzdem fiel ihr das Vertrauen schwer, zudem sie noch immer zutiefst verletzt von Akinas Aktion war.
Als Rins Glas leer war, wollte sie dieses wegräumen und bemerkte dabei eine Katze und einen Hund…, wobei dies vielleicht doch eher ein Wolf war. Jedoch sahen die beiden gar nicht aus, wie gewöhnliche Tiere.
„Ist etwas?“ Kuro sah Rin mit schiefgelegenen Kopf an.
„Kann der Hund auch reden?“, wollte die Schwarzhaarige natürlich gleich wissen.
„Ich bin kein Hund.“, blaffte die Wolfsdämonin gleich dazwischen.
„Ach so. Seid ihr dann Dämonen? Wie heißt ihr?“
„Ja, sind wir. Ich bin Kuro und das neben mir ist Mara.“, stellte die dunkelfarbige Katzendämonin sich und Mara vor.
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