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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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25.09.2016 1.042
 
Das Geständnis

Es waren nun einige Tage vergangen. Allen und die anderen hatten uns bei dem Umzug geholfen. Ich war mir jedoch bei der ganzen Sache noch immer etwas unsicher. Wieso wollte man überhaupt unbedingt, dass wir hierher kamen? Irgendwie wurde ich dieses dumpfe Gefühl nicht los, dass es auch irgendeinen Hintergedanken hatte, zumal der Vorschlag hauptsächlich von Akina kam. Ich wusste auch schon, was vor ungefähr zwei Monate bei ihnen gelaufen war. Also zwischen Akina und Akio. Ich hatte nur gehofft, dass sie verhütet hatten. Ich bemerkte auch das Gespräch zwischen den beiden, dass sie und mein Bruder sich gerade darüber unterhielten.
Heulend stand die Braunhaarige vor Akio.
„Was ist denn mit dir los?“, wollte der Halbdämon von der Braunhaarigen wissen.
„Ich… weiß nicht ob ich das sagen kann…“, murmelte Akina.
„Sag schon. Mit mir kannst du über alles reden, wirklich.“, garantierte Akio.
Akina hob ihren Blick und sah ihm in die Augen. „Ich… weiß nicht.“
Seufzend kratzte sich Akio den Kopf. „Na sag schon.“
„Ich… bin schwanger.“, murmelte sie kleinlaut.
Akio sah das Mädchen an. Vorerst schweigend. Doch dann schloss er sie in die Arme und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Und wie lange verheimlichst du das schon, hm?“
„Erst seit ungefähr zwei Wochen…, bin in der zehnten Woche schwanger.“
„Du kannst doch mit mir darüber reden.“
„Ich hatte Angst, du lässt mich sitzen… ich bin doch erst sechzehn.“
„Wieso sollte ich so etwas tun?“ Mit hochgezogener Augenbraue sah er das junge Mädchen an.
Doch die Braunhaarige zuckte mit den Schultern.
„Ich bin nicht wie viele andere Typen, die ihren Schwanz einziehen, immerhin ist es auch meine Schuld. Außerdem mag ich Kinder.“, meinte Akio.
Erleichtert vergrub Akina ihr Gesicht in seine Brust. Ihr fiel ein Stein vom Herzen, dass er das sagte. Sie hatte wirklich große Angst gehabt, er würde sie im Stich lassen, aber das tat er jedoch nicht.

Natürlich hatte ich das Ganze im Hintergrund mitbekommen. Aber bemerkt hatten mich die beiden nicht, weshalb ich einfach unbemerkt weiterging. Also lag ich doch richtig und sie hatte mich angelogen, als ich noch fragte, ob sie schwanger sei. Sie wollte doch nur deshalb, dass wir zu ihnen kamen, oder? Irgendwie machte mich das ein wenig sauer.
Jeder von uns hatte schon ein eigenes Zimmer zugeordnet bekommen, jedoch fand ich dieses nicht, da ich mich komplett verlaufen hatte. Was musste dieser schwarze Orden auch so riesig und verwirrend sein? Genervt fasste ich mir an die Stirn.
„Kann man dir helfen?“, fragte Akina hinter mir stehend.
Ich wandte mich zu ihr und sah sie erstmal wortlos an. Nein. Sie konnte ich jetzt schlecht anmaulen, warum sie nicht aufgepasst hatten. Da musste ich mit meinem Bruder Akio reden. Akina war schon genug überfordert damit. Und da sie jetzt offensichtlich nicht mehr bei ihm war, konnte ich doch jetzt in Ruhe mit ihm unter vier Augen sprechen.
„Ich will mit Akio sprechen.“, sagte ich.
„Okay.“, kam es bloß von Akina. Doch sie brachte mich tatsächlich zu ihm.
Als ich merkte, sie blieb daneben stehen, sah ich sie an. „Das ist so ein Geschwistergespräch… also nehme mir das bitte nicht übel, wenn ich mit ihm unter vier Augen reden will.“

Sie sah mich erst perplex an, nickte aber einverstanden und ließ uns allein.
Ich verpasste meinem ältesten Bruder eine Ohrfeige, die gesessen hatte. Er fasste sich an die Stelle, die knallrot wegen des Schlages wurde.
„Ey! Für was soll das jetzt gewesen sein?!“, fuhr er mich an.
„Du kannst sie doch nicht schwängern!“, knurrte ich ihn, so leise wie es ging, an.
„Woher…?“
„Ich hab euer Gespräch eben zufällig mitbekommen.“, seufzte ich.
„Tut mir ja leid, aber kein Grund gleich so auszurasten, oder?“
„Aber sie hat recht.“, mischte sich Daike ein, der das zufällig mitbekam.
„Daike!“ Akio sah seinen rothaarigen Bruder an.
„Wir müssen erstmal die Schule abschließen… du wirst trotzdem noch genug dafür lernen, ja?“, meinte der Rothaarige ernst.
„Ja schon…“, murmelte der Braunhaarige, worauf Daike jedoch nichts mehr sagte, da ihm noch immer nicht wirklich nach Reden zumute war.
„Und du kümmerst dich dann auch ordentlich ums Kind, damit das klar ist. Aber trotzdem. Ich hab euch noch gefragt, ob ihr verhütet habt. Und als ich Akina fragte, wo sie wollte, dass wir herziehen, ob sie schwanger sei, hat sie mich auch angelogen. Wahrscheinlich sollten wir deshalb hierherkommen? Naja, wie auch immer.“ Als ich mit meiner Standpauke fertig war, dampfte ich leicht wütend ab.

Am darauffolgenden Tag hatte ich mich schon wieder ein wenig eingekriegt. Ich hoffte nur, dass Akio mich ernstnahm. Zugegeben mochte ich Akina anfangs nicht wirklich. Doch mittlerweile war sie eine gute Freundin für mich. Jedoch machten sie sich viel zu früh zu Eltern. Und mich zur Tante. Naja, die Hauptsache war, dass sie sich um das Kind kümmerten und dass sie den Alltag so auch noch meistern konnten. Letztendlich machte ich mir nur Sorgen. Trotzdem wäre es nicht nötig gewesen, jetzt schon ein Kind zu bekommen. Seufzend verließ ich mein Zimmer und rannte in Allen hinein. Er lächelte mich an, jedoch erwiderte ich dieses Lächeln nicht.
„Was ist denn mit dir los?“, wollte der Weißschopf von mir wissen, jedoch gab ich keine Antwort darauf. Ich war noch etwas geladen und wollte ihn nicht anschreien oder so.
Trotzdem gab er mir einen Kuss auf die Stirn und drückte mich. Keine Ahnung wieso er das tat.
„Wusstest du von der Schwangerschaft deiner Schwester?“, fragte ich letztendlich.
„Ja, aber auch erst seit ein paar Tagen.“, antwortete Allen.
„Deshalb wolltet ihr wohl, dass wir herkommen, was? Damit sie nicht allein ist, wenn du mit deinem Bruder auf einer Mission bist, stimmt‘s?“, bohrte ich nach.
„Quatsch. Ihr wart so außerhalb und ziemlich allein da draußen. Deshalb dachten wir uns ihr könntet herkommen, zudem wir eh genug Platz hier haben.“, erklärte er.
„Aha.“Für mich klang das jedoch ziemlich nach einer Ausrede und wollte ihm aus dem Weg gehen. Doch ich kam nicht weit, da Allen mich am Handgelenk festhielt. „Was ist noch?“
„Das ist die Wahrheit, wirklich. Außerdem… finde ich es viel schöner wenn du in meiner Nähe bist.“ Der Weißhaarige errötete.
„Ach tatsächlich?“, hakte ich nach.
„Ja.“
Ich drückte ihn gegen die Wand und sah ihm in die Augen, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Er lächelte nur.
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