Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18
24.01.2016
31.07.2019
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Erster Schultag

Seit dem Tod unseres Vaters waren nun mittlerweile drei Jahre vergangen. Wir lebten noch in dem Haus, wo wir auch schon vor seinem Tod wohnten.
Wir waren noch sehr jung, aber irgendwie kamen wir immer durch. Akio hatte alles getan, dass es uns gut ging, weshalb er ein bisschen Geld verdiente, indem er kochte oder in Supermärkten aushalf. Zwar hatten wir nie viel, aber es reichte immer gerade so, dass wir noch durchkamen.
Unser Vater starb damals, indem er sich selbst ein Messer in die Brust rammte, da Satan, mein und Akios leiblicher Vater, von ihm Besitz ergriff. Wie es dazu kam, wussten wir jedoch nie. Aber oft gab Akio und ich mir die Schuld daran, da Satan unser Blutsverwandter war. Jedoch hasste Daike es, wenn wir uns die Schuld zuschoben und erklärte uns auch schon zigmal, dass dies nicht unsere Schuld war. Wir trauerten noch immer sehr unserem Adoptivvater nach, auch Kuro. Immerhin hatte Shiro die Katzendämonin bei uns aufgenommen.
Heute war ich mittlerweile vierzehn Jahre alt und meine Brüder fünfzehn. Wir hatten für uns beschlossen auf die Schule der Exorzisten zu gehen. Die sogenannte Heilig Kreuz Akademie. Gerade ich und mein Bruder Akio wollten unbedingt Satan in den Arsch treten. Dazu mussten wir trainieren. Da dies aber eigenhändig nicht richtig klappte, beschlossen wir, auf diese Schule zu gehen. Zwar war ich, wie mein braunhaariger Bruder auch, echt keine Schulleute, aber irgendwie wollten wir auch weiterkommen.

Am frühen Morgen schellte der Wecker. Ich packte dieses nervtötende Ding und warf es gegen die Wand. Ich war erleichtert, als dieser Lärmmacher endlich still war.
Endlich konnte ich in Ruhe weiterschlafen, ohne gestört zu werden. Dachte ich zumindest. Auf einmal riss mir irgendjemand die Decke weg.
„Aufstehen, sonst kommen wir zu spät!“, donnerte mein rothaariger Bruder.
Eigentlich war er sehr geduldig und ruhig, aber wenn es um sowas ging, konnte er dann doch sehr schnell ungeduldig werden.
Ich setzte mich auf und sah ihn mit einem sehr verschlafenen Blick an. Ich erkannte kaum etwas, so schlecht waren meine Augen. Widerwillig stand ich vom Bett auf und grummelte: „Wieso fangen Schulen auch schon so früh am Morgen an?“
„Wenn sie später anfangen würden, wäre auch erst später Schluss, Schwesterherz. Und so hätte man doch kaum noch etwas vom Tag, findest du nicht?“, meinte Daike.
Seufzend setzte ich mir die Brille auf und schleppte mich zum Kleiderschrank. Auf seine Antwort ging ich jetzt lieber nicht ein.
„Würdest du bitte rausgehen? Ich will mich in Ruhe umziehen.“, bat ich ihn.
Er nickte mir zu und verließ mein Zimmer. Daraufhin weckte er seinen paar Monate älteren Bruder. Er war genauso schlimm wie ich und ließ sich auch so schwer vom Bett holen.
Da Daike schon geahnt hatte, dass wir verschlafen würden, hatte er schon mal das Frühstück zubereitet. Wenn Akio dies jetzt noch gemacht hätte, wären sie eindeutig zu spät gekommen. Sie konnten sich es nicht schon am ersten Tag leisten, zu spät zu kommen.
Zufrieden lächelte Daike, als wir endlich zum Esszimmer kamen und auch endlich dazu kamen, um etwas zu frühstücken. Kuro war sogar schon fertig.
Als wir nach gut einer viertel Stunde fertig waren, stand ich auf und verkündete: „Wir sollten los.“
„Hast du nicht wieder was vergessen?“, rief mir Akio ins Gedächtnis.
„Ne, wie kommst du darauf?“, fragte ich kopfschüttelnd, bis er mir die Tabletten vor die Nase hielt, „Ach das. Die wollte ich nachher einnehmen.“
„Jetzt.“, kam es von Daike und Akio wie aus einem Mund.
Seufzend drückte ich eine Tablette aus der Packung heraus und schluckte diese mit einem Schluck Wasser hinunter. Zufrieden lächelten mir meine Brüder zu und nahmen ihre Taschen über die Schultern. Ich tat ihnen das gleich und packte meine über alles geliebten Tabletten in die Tasche, bevor meine Brüder wieder herumnörgelten.
„Viel Spaß!“, wünschte Kuro uns.
„Danke.“, lächelte Daike freundlich, „Bis später Kuro.“
Die Dämonin nickte uns zu und sah uns so lange hinterher, bis die Tür zu war.

Nach einer halben Stunde Busfahrt kamen wir endlich… leider an. Lust hatte ich wirklich keine, aber irgendwo auch schon. Ich mochte wie mein ältester Bruder auch, nur die Praxis. Theorie fand ich schon immer zum Kotzen. Irgendwie erhoffte ich mir, dass es hier mehr praktischen Unterricht und Prüfungen gab, als theoretische. Aber schon mein Bauchgefühl sagte mir, dass dies nur ein Wunschdenken sein wird.
Das Schulgelände und das Gebäude selbst… war bombastisch riesig! Und irgendwie auch ein wenig bunt. Ein bisschen verrückt sah es ja schon aus und wie eine normale Schule sah es auch nicht aus.
Mir rutschte das Herz fast in die Hose, als auf einmal etwas an meinem Hosenbein zerrte. Ich sah auf den Boden hinab und bemerkte einen weißen Hund, mit einer rosa Schleife um den Hals.
„Folgt mir.“, befahl der Hund.
„Und dann?“, fragte ich, als ob es das normalste auf der Welt wäre, dass dieser Hund sprach.
„Ich werde euch zu eurer Klasse führen.“, antwortete mir der weiße Fellknäul.
Wir schraken zusammen, als er auf einmal eine menschliche Gestalt annahm.
„Du bist gar kein Hundedämon?“, fragte Akio überrascht.
„Ach quatsch. Ich kann mich nur in einen Hund verwandeln, sonst nichts Sonderliches. Du und Akira seid also die Kinder von Satan?“, fragte er lächelnd.
„Woher wissen Sie…?“, mehr brachte ich nicht heraus.
„Man sieht es an den Schwanz von Akio. Du solltest ihn besser verstecken, bevor ihn noch wer anders sieht. Nur ich und die wenigsten Lehrer wissen von eurer Herkunft Bescheid. Außerdem hat Daike doch die Anmeldungen abgegeben und euer Vater Shiro hat mir auch schon einiges über euch erzählt.“, redete er vor sich hin, während wir ihm ins Schulgebäude folgten und Akio nun endlich seinen dämonischen Schwanz versteckte.
„So da wären wir.“, fuhr der Direktor fort, „Ich bin Mephisto und der Schuldirektor. Viel Spaß an eurem ersten Schultag.“ Er hielt uns die Klassenzimmer Tür auf, sodass wir dieses betreten konnten.
Kein Wort hatten wir zu ihm gesagt… zumindest kamen wir nicht dazu, da er ziemlich viel schwätzte. Aber wir bedankten uns bei ihm, jedoch mussten wir feststellen, dass er schon wieder fort war.
Wir sahen uns im Klassenzimmer um und suchten uns noch ein paar freie Plätze. Glücklicherweise waren auch noch genau drei Plätze frei. Ich war froh, dass wir in eine Klasse gehen konnten.
„Jetzt sind wir schon zehn Minuten zu spät, aber der Lehrer selbst ist ja noch unpünktlicher!“, stolzierte Akio vor sich hin.
„Aber echt mal…, da hätten wir uns auch noch Zeit lassen können.“, grummelte ich und stützte gelangweilt meinen Kinn auf die Hände ab.
„Wieso zu spät? Ihr seid die einzigen, die hier zu spät kamen.“, meinte ein junges Mädchen, nicht älter als wir.
„Ich sehe hier keinen einzigen Lehrer. Oder siehst du hier einen?“, wollte ich von dem Mädchen wissen, das vorne an der Tafel stand.
„Dieser Lehrer“, fuhr das Mädchen fort, „steht direkt vor dir.“
Stille brach herein. Doch irgendwann fingen ich und Akio an zu lachen, ob das jetzt ein Scherz sein sollte.
Dieses Gelächter brach das Mädchen einfach ab, indem sie mit ihren Händen gegen den Tisch knallte. Grinsend sahen wir sie an.
„Eure Namen?“, wollte das Mädchen in unserem Alter wissen.
„Geht dich nichts an.“, lehnte ich abrupt ihre Frage ab.
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