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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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18.04.2016 1.180
 
Was ist los mit Daikes Kumpel?

An einem angenehm milden Abend nach der Schule aß ich mit meinen Brüdern zu Abend. Die Ferien waren nun leider schon seit ein paar Tagen vorüber. Nachdem wir aufgegessen hatten, fing Daike an, alles vom Tisch zu räumen. Natürlich halfen ich und Akio unserem rothaarigen Bruder.
„Ich gehe noch zu einem Kumpel.“, meinte Daike, als wir das Geschirr weggeräumt hatten.
„Alles klar. Pass aber auf dich auf, Kleiner.“, gab Akio grinsend von sich.
„Ihr macht eure Hausaufgaben und lernt.“, meinte der Rotschopf ernst.
„Du darfst dich amüsieren und wir müssen büffeln?“, klagte ich.
„Selbst schuld, wenn ihr eure Hausaufgaben nicht gleich macht und immer am letzten Drücker lernt. Denkt daran, dass wir morgen eine Klausur schreiben.“, blaffte uns Daike an.
„Streber.“, kam es von mir und Akio wie aus einem Mund.
„Ich meine es nur gut mit euch.“, meinte der Rothaarige, „Wie auch immer. Bis später.“
Daraufhin verließ Daike das Haus und machte sich auf den Weg zu seinem Kumpel, den er schon kannte, als sie noch zusammen im Sandkasten spielten.

Nach einer halben Stunden Zugfahrt stieg er aus dem Gefährt aus und betrat den Bahnhof. Dort erwartete der Freund von Daike schon seinen Kumpel. Lächelnd ging der Rothaarige auf seinen langjährigen Freund zu.
„Hey Dai.“, begrüßte er ihn nur leicht lächelnd.
„Na, Takeru?“ Vorsichtig drückte Daike seinen Kumpel.
Als er sich wieder von ihm löste, machten sich die Jungs auf den Weg zu Takeru. Der Blondhaarige war heute so ungewöhnlich still, was Daike gar nicht von ihm kannte.
Nachdem die zwei bei Takerus Zuhause ankamen, sah sich Daike verwundert um. „Um diese Zeit sind deine Eltern doch eigentlich schon daheim, oder nicht? Wo sind sie denn jetzt?“
Doch der Rothaarige erhielt keine Antwort.
„Takeru?“, hakte Daike nach.
Der Blonde wandte sich zu Daike und starrte ihn an, bis er letztendlich antwortete: „Sie sind tot.“
„Was…?“ Daike war ziemlich aufgelöst und sehr schockiert. Jetzt stand auch noch sein Freund ganz ohne seine Eltern da. Aber er hatte wenigstens Geschwister, was Tekeru nicht hatte. Das erklärte auch, warum der sonst so fröhliche Takeru so still war.
„Naja, gehen wir zu ihrem Grab? Allein habe ich bisher noch nicht den Mut dazu gehabt…“, bat Takeru seinen Freund.
„Ja, klar.“ Daike versuchte so neutral wie möglich zu wirken und wollte auch nichts Falsches sagen, denn er wusste wie grausam es war, jemanden zu verlieren, den man liebte.
Takeru nickte und lief voraus. Daike folgte ihm. Er verstand schon, dass der Blondschopf traumatisiert war. Trotzdem wunderte er sich, warum sein Freund kaum bis gar kein Wort mit ihm wechselte und als sie am Grab standen, nicht einmal weinte. Er verzog keinerlei Miene.
„Keru?“, kam es von Daike, der sich um seinen Sandkastenfreund sorgte.
„Hm?“ Mehr kam von ihm nicht.
„Darf ich fragen, wie sie starben?“, fragte der Rothaarige vorsichtig, „Wenn du darüber nicht reden möchtest, dann ist es aber auch okay für mich.“

Auf einmal sah Takeru seinen Freund mit einem leicht grinsenden Blick an und kicherte in sich hinein. „Du möchtest das also wirklich wissen?“
Erschrocken trat Daike einige Schritte zurück. Irgendwie war ihm Takeru unheimlich geworden. Niemand würde über den Tod seiner Eltern lachen.
„Warum auf einmal so still?“ Mit hochgezogener Augenbraue sah er Daike an.
„I-ich weiß nicht…“, stammelte der Rotschopf und wollte einfach nur noch weg von hier.
Doch da stellte sich Takeru ihm in den Weg. Schlagartig veränderte sich seine Gestalt. Eine weiße Maske mit einem schwarzen Stern bildete sich auf seiner Brust, die Haut wurde zu einer Art Metall und die Farbe des Materials war schwarz-violett. Seine Hände ähnelten Klauen, die tödlich spitz verliefen und seine Zähne waren gefährliche Reißzähne.
Schwer schluckend wollte Daike in die andere Richtung rennen, doch diese furchteinlösende Gestalt, die eben noch sein Freund war, ließ ihn einfach nicht gehen.
„Du wolltest doch wissen, was mit meinen Eltern geschehen ist, also lauf jetzt nicht davon.“, grinste Takeru, der zu einem Akuma transformiert war.
„Du bist gar nicht Takeru…“, flüsterte Daike in sich hinein.
Der Akuma, der Takerus Körper lediglich als Hülle benutzte, kicherte. „Weißt du…, dein Freund war dafür verantwortlich.“
„Was meinst du?“, wollte Daike wissen, nichts ahnend, in welcher Gefahr er tatsächlich schwebte.
„Seine Mutter kam bei einem Autounfall ums Leben und er machte sie zu einem Akuma, der direkt vor dir steht.“, erklärte das Wesen und meinte sich selbst, „Und seinen Vater habe ich getötet, nachdem ich den Körper deines Freundes nahm, weißt du?“
„W-warum machst du sowas grausames?“, stotterte Daike.
„Weil der liebe Graf das so möchte.“, antwortete das Akuma, das sich mittlerweile im zweiten Leel befand, „Und dich werde ich nun auch auslöschen.“
Aus den Klauen des Akumas ragten lange und messerscharfe Klauen heraus. Schlagartig griff er den Rothaarigen an. Aus Reflex konnte der Junge dem Akuma gerade noch so ausweichen. Doch der zweite Angriff kam viel schneller. Der junge Niwa schrieb mit seinem Leben ab und kniff die Augen voller Angst zusammen, während sich der Akuma einfach nur kaputtlachte.
Sekunden später bemerkte Daike, dass das Lachen erlosch und es auf einmal mucksmäuschenstill war.

Langsam öffnete er die Augen. Er lebte noch, weshalb der Rotschopf erleichtert aufatmete.
Da sah er zwei Jugendliche in seinem Alter vor sich stehen, die den Angriff des Akumas abgewehrt hatten.
„Allen?“, kam es von Daike.
„Bist du okay?“, wollte der weißhaarige Exorzist von ihm wissen.
„Ja schon…“, murmelte der Rothaarige.
„Wir werden die Seele von ihren Qualen erlösen.“, versprach Allen und attackierte das bösartige Wesen zusammen mit seiner Kollegin.
Das Akuma wich Allens Metallarm aus und stieß zeitgleich seine Kollegin von sich weg, die mit ihrer Anti-Akumawaffe angriff. Ihre Stiefel, auch Dark Boots genannt, trugen das Innocence in sich.
Doch dann erwischte Allen das Wesen und griff so nach seinem Körper, dass es mit den Bewegungen eingeschränkt war. Diese Chance nutzte die Exorzistin mit den Dark Boots und befreite die Seele aus der wandelnden Waffe.

Mit Verlust einiger Tränen ging Daike zu Boden. Jetzt wurde ihm erst bewusst, dass er seinen besten Freund verloren hatte. Und das schon ab diesem Moment, als Takeru sich vor einigen Wochen seine Mutter vom Grafen ‚zurückwünschte‘. Dieser Moment war sein Tod.
Allen und seine Exorzistenkollegin gingen auf den Jungen zu. Vorsichtig legte das junge Mädchen die Hand auf seine Schulter.
Mit einem tränenerfüllten Blick sah er die beiden Exorzisten an.
„Es ist meine Schuld… Ich war zu wenig für ihn da.“, machte Daike sich Vorwürfe.
„Nein, das stimmt nicht.“, versuchte sie ihn zu beruhigen.
„Meint ihr…?“
„Klar.“, kam es von den Beiden wie aus einem Mund.
Daike strich sich die Tränen von der Wange und stand schließlich vom Boden auf.
„Wie heißt du?“, wollte die Dunkelhaarige wissen.
„Daike… Daike Niwa.“, stellte sich der Rotschopf vor, „Und du?“
„Lenalee Lee.“, antwortete die Exorzistin lächelnd.
„Freut mich.“
„Unsere Mission ist erfüllt, wir sollten wieder nach Hause.“, kam es von Allen.
„Ja. Wir sollten Daike aber auch heimbringen, sofern er begleitet werden möchte.“, meinte Lenalee.
„Wenn es euch keine Umstände macht…“, sprach Daike leise.
„Quatsch. Das machen wir doch gerne.“, lächelte der Narbenjunge und lief mit den beiden zum Bahnhof.
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