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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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11.04.2016 1.249
 
Getrennte Wege

Finsternis erbrach im Wald. Es schüttete wie aus Eimern und es war sehr stürmisch, sodass man kaum noch geradeaus laufen konnte.
Melina, Lucy und Nana hatten eine Höhle als Unterschlupf gefunden. Eigentlich brauchte Nana einen Arzt, jedoch hinderte das Wetter die Mädchen daran, überhaupt aus den Wald zu kommen. Deshalb hatten die Drei beschlossen in der Höhle zu schlafen. Zumindest für diese Nacht.

Als am nächsten Tag der Morgen anbrach und die angenehm milden Sonnenstrahlen die Mädels weckten, standen Lucy und Melina auf. Auch wenn es Lucy nicht passte, diese Heulsuse mit sich zu schleppen, nahm sie ihre Gleichgesinnte Huckepack und verließ mit der Schwarzhaarigen ihren nächtlichen Unterschlupf. Unterwegs aßen sie zum Frühstück ein paar Äpfel. Keiner von ihnen hatte überhaupt eine Ahnung, wo der nächstgelegene Arzt war.
Nach gut einer Stunde waren sie aus dem Wald draußen und befanden sich irgendwo außerhalb davon.
„Pass auf.“, warnte Lucy Melina, jedoch kam ihre Warnung zu spät, da die Schwarzhaarige schon in einen Jungen hineingerannt war.
„Sorry!“, entschuldigte sich dieser.
„Nichts passiert.“, beruhigte sie den Jungen.
„Ist sie verletzt?“, wollte der braunhaarige Junge von den Mädchen wissen.
„Ja, deshalb suchen wir nach einem Arzt.“, erwiderte Melina.
„Der nächste ist gut drei Stunden von hier entfernt.“, meinte er.
„Na toll…“, seufzte Lucy genervt.
„Kommt mit, ich kenne da jemanden in der Nähe.“, meinte der Braunhaarige, „Akio Niwa mein Name. Wer seid ihr?“
Während die Mädchen Akio hinterherliefen, stellte Melina sich, Lucy und Nana vor.

Nach einer viertel Stunde kamen die Vier endlich an. Akio hatte die Drei zu einem riesigen Gebäude geführt.
„Ich warte hier draußen.“, kündigte Lucy an.
„Du kannst gerne mit reinkommen.“, bot der Halbdämon an.
„Ne, lass mal lieber.“, lehnte die Gehörnte ab, weshalb Akio ihr Nana endlich abnahm.
Die Hörner der beiden Rosahaarigen waren dank der Mütze und der Schleifen nicht sichtbar.
„Dann warte hier.“, lächelte Melina und ging mit Akio in den schwarzen Orden.
„Ist mit Lucy alles okay?“, hakte Akio nach, während er Nana und Melina zu Komui brachte.
„Ja, mach dir keine Sorgen. Sie ist immer so.“, erklärte die Schwarzhaarige.
„Brauchst du auch etwas?“ Akio sah die Schwarzhaarige an.
„Sie kotzt sehr oft.“, antwortete Nana sehr leise für Melina.
„Verstehe.“ Der Halbdämon setzte Nana auf einen Stuhl ab und erklärte Komui alles.
Der Brillenträger verstand und untersuchte die beiden Mädchen. Akio ließ die Drei lieber allein und ging zu Akina, die bereits auf ihn wartete.
Komui versorgte die Wunden an Nanas Bein und verband ihr dieses, ehe er das Bein eingipste. Daraufhin überreichte er ihr Krücken.
„Dein Bein ist gebrochen. In sechs bis acht Wochen kann der Gips wieder ab.“, lächelte der Brillenträger und wand sich daraufhin an Melina. Nana blieb still und war ziemlich nachdenklich.
„Was fehlt mir jetzt?“, wollte Melina wissen, als Komui mit seinen Untersuchungen fertig war.
„Du bist im zweiten Monat schwanger.“, antwortete er.
Für eine Weile erbrach Stille im Zimmer, bis die Schwangere schließlich sagte: „Nana…?“
„Hm?“, machte die Kurzhaarige.
„Kein Wort zu Lucy bitte.“, bat sie den Diclonius.
„Ja. Aber wieso?“
„Naja…, wer weiß wie sie reagiert.“, meinte sie, vor allem weil sie wusste, dass sie von einen der Männer geschwängert wurde, wo sie vor einiger Zeit noch gefangen gehalten wurde, „Komui? Können die beiden hierbleiben? Sie haben kein Zuhause. Ich werde mir irgendwo was anderes suchen.“
„Klar können sie bleiben. Und dir wünsche ich viel Erfolg bei der Wohnungssuche.“, lächelte der Violetthaarige und brachte die Beiden zu Lucy, die schon draußen wartete.
Na endlich.“, kam es von Lucy und stand von der Bank auf, „Können wir?“
„Du wirst mit Nana hierbleiben.“, sagte Melina.
„Bitte was? Und was ist mit dir?“
„Mein Weg wird ein anderer sein. Früher oder später werden wir uns wieder sehen.“ Ohne dass Lucy überhaupt noch etwas einwenden konnte, war das Mädchen schon fort.
Fluchend ballte sie ihre Hände zu Fäusten. Erneut fühlte sich Lucy verraten und verarscht.

„Wen haben wir denn da?“, fragte Hayate, der eben von einer Mission kam.
Lucy drehte sich um und sah den Jungen in die Augen. Auch er musterte sie einige Minuten lang. Irgendwoher kannte er sie. Genau! Er kannte das Mädchen aus seiner Kindheit.
„Du hast mich vergessen und total verarscht!“, fuhr Lucy den Kämpfer an, während sich Nana lieber raushielt und sich in dieser Zeit sogar davonschlich, was keiner von Beiden bemerkte.
„Tut mir leid…, das war keine Absicht.“, entschuldigte er sich, „Aber was meinst du mit verarschen?“
„Es war keine Absicht, mit einem anderen Mädchen auszugehen, während du mich abblitzen lassen hast?!“ Zorn fuhr durch Lucys Körper. Liebend gerne würde sie ihr Gegenüber in Stücke reißen, andererseits wollte sie dies gar nicht.
„Von welchem Mädchen sprichst du?“ Perplex sah er Lucy an.
„Genau dieser hier! Du scheinst mit ihr ja richtig glücklich zu sein!“, schrie Lucy, als sie Akina bemerkte und ihr einen wutentbrannten Blick zuwarf, „Ich werde sie töten!“
„Wirst du nicht! Sie ist meine Schwester…“ Seufzend strich sich Hayate durchs Haar.
„Das stimmt.“, bestätigte Akina.
„Was…?“ Das verschlug Lucy die Sprache, „Ich gehe jetzt besser…“
Der Diclonius wandte sich zum Gehen, jedoch hielt Hayate sie fest. „Du darfst gerne bleiben. Und du brauchst eh mal neue Bekleidung.“
„Aha.“, gab Lucy desinteressiert von sich.
„Wo ist denn das andere Mädchen hin?“, fragte er.
„Keine Ahnung… die ist mir sowieso egal. Vermutlich will sie auch ihren eigenen Weg gehen.“, meinte die Rosahaarige.
„Hm, okay. Hoffen wir mal, dass sie wirklich ihren eigenen Weg gehen möchte und nicht abhaut, weil sie denkt, dass sie uns zur Last fallen würde.“, hoffte der Braunhaarige und nahm seine Schwester und Lucy mit rein, auch wenn es Lucy nicht wirklich zu passen schien.

Zur gleichen Zeit saß Nana am Flussufer des Waldes. Dieser doofe Gips hinderte sie daran, lange Strecken zurückzulegen. Eigentlich war ihre Aufgabe, dass sie Lucy zurückbrachte. Dorthin, wo sie gefangen gehalten wurden. Aber sie hätte schlecht Lucy mit ihren gebrochenen Bein mitnehmen können, zudem Hayate wohl sowieso nicht zugelassen hätte, dass sie ihre Gleichgesinnte dorthin mitgenommen hätte. Und bei ihnen wollte sie auch nicht bleiben. Nicht dass man nach ihr suchte und die anderen in ihre Probleme mit reingezogen wurden. Das wollte sie keineswegs. Und sie wollte auch keinen zur Last fallen. Irgendwo hatte Lucy doch damit recht, dass sie eine Heulsuse war. Am liebsten würde sie zu jenen gehen, den sie als ihren Vater anerkannte. Und er behandelte sie auch wie seine eigene Tochter. Aber sie konnte nicht zurück. Nicht ohne Lucy. Ihr Papa wäre sonst sicher enttäuscht, auch wenn er zu ihr sagte, sie solle sich zurückziehen, wenn es zu gefährlich wurde.
„Alles in Ordnung bei dir?“, fragte ich das Mädchen, als ich an ihr vorbeilief, aber ihretwegen stehenblieb.
Nana zuckte vor Schreck völlig zusammen und blickte mich über ihre Schulter hinweg an.
„Ja.“, antwortete sie knapp.
Ich sah, dass ihr Tränen über die Wangen liefen. Leicht lächelnd reichte ich ihr ein Taschentuch, das sie auch dankend annahm und sich damit die Wange abtrocknete.
„Kann man dir irgendwie helfen?“, bot ich mich ihr an.
„Nein danke.“, lehnte Nana dankend ab.
„Hast du überhaupt ein Zuhause?“ Ich ging davon aus, dass sie keines hatte, da ihre Kleidung etwas verschmutzt und zerfetzt war.
„Ja, ich war nur für ein paar Tage auf Wanderung.“, log die Rosahaarige. Als sie vom Boden aufstehen wollte, half ich ihr auf und richte ihr die Krücken.
„Pass gut auf dich auf.“, meinte ich und sah wie sie nickte.
Nana bedankte sich nochmals und ging weiter. Ich hoffte wirklich, dass sie die Wahrheit gesagt hatte und auch ein Zuhause hatte.
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