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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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30.03.2016 1.590
 
Peinliche Situation

Der Vorteil dieser Dämonen war, dass sie sich relativ langsam bewegten, weshalb ich mit Hayate keine Probleme hatte, den Angriffen der Ghuldämonen auszuweichen. Trotzdem zählten sie als sehr aggressiv und wie es schien, hatte Hayate mehr Ahnung von Dämonen, als ich dachte. Immerhin schaffte auch er diese Kreaturen auszulöschen, indem er tödliche Verse aufsagte. Ich dagegen schaffte die Dämonen mit meinen Flammen weg. Hayate sprach von Versen, die ich noch nie zu Ohr bekam, weshalb ich feststellte, dass ich vielleicht doch etwas mehr auf den Unterricht aufpassen und mehr dafür lernen sollte. Doch nun waren die meisten Dämonen schon beseitigt und es waren nur noch vier dieser Ghule zu beseitigen.
Ich bemerkte Allen, der gerade dazukam, weshalb ich kurz nicht aufpasste und einer dieser Dämonen in meinen Arm biss. Kurz zuckte ich zusammen und trat diese abscheulich blutverschmierte Kreatur zur Seite. Das Problem war, dass dieser Ghul kein normaler dämonischer Ghul war, sondern ein Naberius, der das Aussehen eines Hundes hatte. Sein Körper war komplett braun gefärbt. Naberius‘ waren Dämonen, die aus mehreren Ghulen geschaffen wurden, zudem diese Art um einiges schneller war, als die gewöhnlichen Ghule.
Ich erhob mein feuerumhülltes Schwert und schlug damit auf diesen Naberius ein, womit ich ihn zweiteilte und bis auf die Asche restlos verbrannte. Derzeit löschte Hayate die drei übrigen Ghule aus und ging daraufhin auf mich zu. Er nahm vorsichtig meinen rechten Arm, wo sich die Bisswunde am Unterarm befand. Aus der Wunde quoll Blut und mein Arm schien auch langsam etwas anzuschwellen. Geschwind sprach er einen sogar mir bekannten Vers um das Gift des Naberius aufzuheben, das sich langsam in meinem Körper ausbreiten wollte. Daraufhin verband er mir die entgiftete Wunde.
„Du solltest vielleicht ein paar Verse lernen.“, lächelte der Braunhaarige.
„Jaja.“, grummelte ich bloß, „Aber danke.“
Ich wollte nicht wissen, was passierte, wenn sich das Gift in meinen Körper komplett ausgebreitet hätte und es nicht behandelt worden wäre.
„Und lass dich nicht immer von deinem Schwarm ablen-!“
Ich unterbrach sein Geschwätz, indem ich ihm in die Magengrube schlug, aber dies auch nicht allzu kräftig, da ich ihn auch nicht zu sehr wehtun wollte.
Sanft lächelnd steckte ich mein Schwert wieder weg, nahm dabei mein übliches Aussehen wahr und band mir die Waffe an den Rücken.

Zusammen mit Hayate lief ich zu Allen, der einige Meter weiter von uns weg stand.
„Sag deiner Freundin mal, die soll nicht immer gleich so gewalttätig werden.“, befahl Hayate seinen jüngeren Bruder.
„Dämonen sind doch gerne aggressiv.“, erklärte ich, bevor Allen überhaupt antworten konnte.
„Ich merk’s“, seufzte der Braunhaarige und strich sich durchs Haar.
„Seid ihr fertig mit der Diskussion?“ Allen sah uns mit hochgezogener Augenbraue an.
„Ja natürlich.“, lächelte ich sanft, gab diesem weißhaarigen Tölpel einen Kuss auf die Wange und lief gemütlich voraus, die Hände hinter meinem Kopf verschränkt.
„Ich… verstehe dieses Mädchen nicht.“, seufzte Hayate leise.
„Ich… finde sie irgendwie süß.“, schwärmte Allen mit erröteten Wangen.
„Jaja, ist mir schon klar.“ Der ältere Bruder verdrehte die Augen, packte den Weißhaarigen am Handgelenk und zerrte ihn mit sich mit, ehe er weiterhin erstarrt stehen blieb.
Ich sah, wie mir die Jungs endlich folgten. Bevor wir das Dorf verließen, kam ein ziemlich ängstlicher Bewohner auf uns zu und bedankte sich für unsere Taten.
„Jetzt können Sie ja wieder in aller Ruhe ins Dorf gehen, wir haben auch alles genau untersucht, dass auch keine Dämonen oder Akumas herumlaufen.“, sagte Allen lächelnd.
„Aber passen Sie auf, es gibt auch Dämonen die sehr menschlich aussehen und gerne Menschen fressen und das während sie schlafen.“, gab ich meinen Senf dazu und ich merkte, wie mich der Mann ängstlich ansah und einige Schritte zurücktrat.
„Autsch!“, beschwerte ich mich, als Hayate mir auf den Fuß trat.
„Hören Sie bitte nicht auf das Mädchen, sie jagt unglaublich gerne anderen Leuten Angst ein.“, versuchte der braunhaarige Kämpfer den Mann zu beruhigen.
Der Dorfbewohner nickte nur und verschwand schließlich aus unseren Blickwinkel.

„Musste das sein?“ Hayate sah mich mit einem sehr ernsten Blick an.
Ich zuckte nur mit den Schultern und fasste mir lächelnd an die Stirn. „Menschen sind eben so unglaublich ängstlich.“
„Hey!“, schrie Allen gekränkt.
„Wir sollten weiter.“, ignorierte ich Allens Beschwerde und lief weiter, woraufhin mir die Jungs auch folgten.
Nach einer Weile kamen wir auch am Bahnhof an und bestiegen den Zug, in den wir mussten und suchten uns dort einen Platz. Da wir alle etwas geschafft vom Kampf waren, blieben wir diesmal still auf unseren Sitzen. Hayate saß gegenüber von uns und ich neben Allen. Während Hayate nur vor sich hindöste, schlief Allen friedlich ein.
Ich starrte den weißhaarigen Narbenjungen an, was mir ein sanftes Lächeln auf die Lippen zauberte. Irgendwie war er ziemlich süß, wenn er schlief. Ich merkte, wie auch meine Augen langsam schwer wurden und kämpfte gegen meine Müdigkeit an. Jedoch ließ mein Körper einfach nach und schlief letztendlich doch ein.

Nach ungefähr drei Stunden wachte Hayate aufgrund des Zugs auf, da das Gefährt schlagartig anhielt und deshalb wachgerüttelt wurde. Der Braunhaarige sah mich und seinen Bruder an und grinste in sich hinein. Wir schliefen wie ein Stein, was man auch schon daran merkte, dass wir nicht einmal durch das Rütteln des Zuges aufwachten. Zudem hatte ich mich wohl während des Schlafes an Allen geschmiegt und umklammerte seinen Arm. Natürlich stand meine Brille komplett schief und meinen Kopf hatte  ich an der Schulter des Tölpels abgelegt.
Der älteste Walker stand auf und rüttelte uns vorsichtig wach.
„Noch ein paar Minuten.“, murmelte Allen.
„Wir müssen raus und weck mal deine Freundin.“, bemerkte Hayate.
Der Weißhaarige schlug langsam seine Augen auf und rieb diese, da er sich erstmal an das Licht gewöhnen musste. Daraufhin bemerkte er, wie sehr ich mich an ihn gekuschelt hatte. Knallrot lief der Weißhaarige an und blickte mich wortlos an. Vorsichtig schob er mich gerade auf den Sitz und setzte mir die Brille wieder ordentlich auf. Gerade als er mich wecken versuchte, zog ich ihn zu mir hin. Als er sich gegen die Sitzlehne stemmen wollte, gelang seine Hand dorthin, wo sie nicht sein sollte. Nun machte Allen schon einer Tomate Konkurrenz, da ihm das jetzt sehr peinlich war und dann musste ich auch noch genau in diesem Moment aufwachen.
Mit einem müden Blick sah ich Allen in die Augen und gähnte erstmal. Doch da spürte ich diesen Druck an meiner linken Brust, weshalb mein Blick von seinem Gesicht aus zu seinen Händen führte. Ich schrak auf und verpasste ihm eine Ohrfeige, sodass er in den Sitz gegenüber plumpste.
„D-das… war keine Absicht!“, schwor Allen  und fasste sich an seine Wange, an die Stelle, wo er die Ohrfeige verpasst bekam. Diese Stelle schmerzte ihm sehr, da dieser Schlag nicht ohne gewesen war.
Ich stand vom Sitz auf und klopfte mir meine Kleidung wieder zurecht. „Ich hätte nicht von dir gedacht, dass du so schnell schon zur Sache kommst.“
Ich nahm meine Tasche und verließ schon einmal den Zug.
Hayate sah seinen jüngeren Bruder an und fing auf einmal an zu lachen, was er sich die ganze Zeit verdrückte, während ich noch da war.
„Das ist echt nicht lustig…“, sagte der Jüngere beschämt und strich sich mit der Hand übers Gesicht.
„Na komm.“, meinte Hayate und zog seinen Bruder mit nach draußen.
„Sie wird nie wieder mit mir reden wollen.“, jammerte der Weißhaarige.
„Wer sagt das?“ Ich wandte mich zu den Jungs und sah Allen mit hochgezogener Augenbraue an.
„Naja… du weißt schon… und das war doch keine Absicht…“
„Immer diese Ausreden. Ich hätte nur nicht erwartet, dass du so schnell zur Sache gehst.“, meinte ich schulterzuckend.
Allen hob seinen Finger und wollte etwas sagen, jedoch unterließ er dies, da er der Meinung war, das brachte eh nichts.
„Wir sollten nach Hause.“, riss Hayate uns aus dieses unangenehme Thema.

Da keiner von uns Einwände hatte, taten wir dies auch. Die Jungs begleiteten mich nach Hause. Doch auf dem Weg, schwiegen wir uns die ganze Zeit nur noch an, da die Situation für uns beide ziemlich unangenehm war. Natürlich musste ich zugeben, dass ich ihn sehr mochte, aber das überforderte mich ein wenig.
Hayate hielt sich da sicherheitshalber raus, aber dennoch fand er diese Aktion ziemlich amüsant, was er sich natürlich nicht anmerken ließ.
Als wir schließlich endlich vor meiner Haustür standen, machten wir Halt.
Von Hayate verabschiedete ich mich mit einem einfachen Handschlag, während ich Allen kurz in die Arme schloss.
„Ich verzeihe dir und das hat keinerlei negativen Auswirkungen auf uns.“, flüsterte ich dem Tölpel ins Ohr und lächelte sanft.
Allen sah mir tief in die Augen, lächelte erleichtert und nickte bestätigend.
„Gut.“ Ich löste mich von Hayates jüngeren Bruder, „Kommt gut nach Hause und eine gute Nacht wünsch ich euch.“
„Werden wir und wir wünschen dir dasselbe.“, erwiderte Allen und machte sich schließlich mit seinem Bruder auf den Heimweg.
Ich sah, wie sich Allen nochmal kurz umdrehte und mir winkte. Leicht lächelnd winkte ich ihm zurück und sah den Jungs solange hinterher, bis sie schließlich weg waren. Daraufhin ging ich rein und schmiss meine Tasche einfach aufs Sofa und ließ mich selbst aufs Sofa plumpsen.
„Wenigstens bist du vor Akio zuhause.“, kam es von Daike, der hinter mir stand.
„Ist er noch immer unterwegs? Dabei war er sogar vor mir weg.“
„Ja, ich frag mich echt, was er mit Akina treibt.“ Daike kam um das Sofa herum und ließ sich neben mir nieder.
„Bestimmt herumknutschen oder so.“, sagte ich taff.
„Hm.“, machte der Rothaarige schulterzuckend.
Auch Kuro kam zu uns getapst und sprang auf den Schoß von Daike, wo es sich die Dämonin gemütlich machte.
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