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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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25.03.2016 1.595
 
Menschenleer

Nach wenigen Minuten fand ich den weißhaarigen Narbenjungen in einem anderen Zugabteil. Dort saß er mit vier weiteren Männern im Sitzkreis auf dem Boden, die bis auf die Unterwäsche komplett entkleidet waren. Allen hatte wenigstens noch seine Hose an, jedoch reichte mir schon sein freier Oberkörper, damit meine Wangen eine rosige Farbe wahrnahmen.
„Wieso spielt ihr halbnackt mit Karten?“, wollte ich von den Männern wissen.
„Um genauer zu sein pokern wir nur ein wenig.“, korrigierte Allen mich.
„Aber wieso… beinahe nackt?“, fragte ich schon eher murmelnd.
„Sonst macht es ja kein Spaß, wenn man um nichts zockt.“, grinste der Weißhaarige düster in sich hinein.
„Ah… okay.“ Ich tat einfach so, als hätte ich den Sinn dahinter verstanden und kratzte mich am Hinterkopf. Typisch Männer.
Allen sprang freudig in die Luft, als er die Runde gewann und rannte mit der Kleidung der Typen einfach davon. Ich stand da und sah ihm fassungslos hinterher und bemerkte, wie mich die vier beinahe nackten Männer ansahen und anfingen, sich bei mir zu beschweren, ich solle ihm die Kleidung abknöpfen und zurückbringen.
„Wenn ihr verlieren müsst, seid ihr doch selbst schuld.“, sagte ich unbeeindruckt und wollte den Zugabteil verlassen, jedoch wurde ich von eines der Typen festgehalten.
Lächelnd sah ich diesen Grünhaarigen an und ließ meine blau-roten Augen aufblitzen, die ich von meinem liebsten Vater geerbt hatte. Das funktionierte allerdings nur, wenn ich mein Schwert zog und da reichte es schon, wenn ich die Waffe, wie jetzt, nur ein Stückchen aus der Scheide zog. Als der Mann schließlich auch noch diese Reißzähne bemerkte, schrak er zurück und ließ mich los. Zufrieden steckte ich mein Schwert wieder komplett in die Scheide zurück und verließ das Abteil. Meine Augen normalisierten sich wieder in die grüne Farbe. Manchmal konnte mein Dämonendasein echt nützlich sein.
Es dauerte nicht lange, dass ich auf Allen und Hayate stieß und ich sah, wie die Brüder miteinander diskutierten. Vermutlich weil Allen doch einfach gegangen war und das tat, was Hayate eben nicht wollte. Aber wie es schien, nützte es auch nicht, wenn Allens älterer Bruder versuchte, ihm das Pokern auszureden. Der Braunhaarige hatte zwar nichts gegen das Spiel selbst, sondern es lag eher an der Art und Weise wie sein jüngerer Bruder spielte.
„Wir müssen aussteigen.“, unterbrach ich die Jungs, als ich merkte, wie der Zug zum Stehen kam.
„Äh ja, du hast recht.“, kam es Hayate in den Sinn und stand von seinem Platz auf.
Lächelnd nahm ich meine Tasche und verließ mit den beiden Geschwistern das Gefährt.

Am Bahnhof durchwühlte ich meine Tasche nach den Tabletten und dem Wasser. Ehe ich jedoch die Flasche rausholte, drückte ich eines der Tabletten aus der Packung heraus und schob dieses kleine Ding in meinen Mund und schluckte das Medikament schließlich mit einem Schluck Wasser hinunter. Daraufhin lief ich mit Allen und Hayate weiter in die Richtung des Dorfes, wo wir zur Mission hinmussten.
Der Weg führte vom Bahnhof direkt zu einem Wald, der recht düster schien. Etliche Bäume waren verstorben. Nicht nur die Bäume, sondern auch die ganzen Blumen und Gräser. Auch der Fluss, der die Waldmitte durchtrennte war verschmutzt. Ein ziemlich deprimierender Anblick, was die Stimmung ziemlich hinunterzog. Jedoch ließen wir uns davon nicht lange aufhalten und liefen weiter, bis wir das Ende des Waldes erreichten und schon von der Ferne aus unser Zielort erkennen konnten.
Wir trotteten weiter, bis wir in das Dorf gelangen. Wir sahen uns um. Auch hier schien es sehr düster und keine Menschenseele war zu sehen.
„Was genau sollen wir hier überhaupt machen?“, fragte ich die Jungs und wollte nun genauer wissen, was hier vor sich ging.
„Nun hier latschen Dämonen und auch wenige Akumas herum. Ich weiß schon wo die Akumas sind.“, erklärte Allen, dessen Auge sich rot-schwarz gefärbt hatte, „Ich werde mich darum kümmern und ihr zwei um die Dämonen.“
Ich sah nur noch, wie Allen in die Richtung eines Wirtshauses verschwand. Perplex sah ich Hayate an, der mir nur zunickte.

Als ich bemerkte, wie uns Menschen umzingelten die sich seltsam verhielten, hielt ich mein Schwert griffbereit. Diese ‚Menschen‘ sahen keineswegs normal aus. Ihre Haut sah blass aus, ihnen lief der Speichel aus dem Mund über die Lippen, Wunden zierten die Haut dieser menschenähnlichen Kreaturen. Es waren Dämonen, die man auch als Ghule bezeichnete. Sie griffen nach Menschen oder auch Tiere Besitz.
„Wie fit bist du im Kampf eigentlich?“, fragte mich Hayate und lächelte.
Ich sah ihn kommentarlos mit hochgezogener Augenbraue an.
„Naja, weil Akina meinte, dass du und Akio es nicht so gern mit der Theorie habt.“, fügte der Braunhaarige hinzu.
„Unterschätze mich ja nicht. Und wieso hattet ihr nicht gleich gesagt, dass sie eure Schwester ist?“ Ich sah ihn erwartungsvoll an, während ich mein Schwert zog und mich bereitstellte. Dämonische Reißzähne blitzten hervor, mein Körper wurde von blauen Flammen umhüllt und meine grünen Augen verfärbten sich zu einem kühlen Blau und die Pupillen wurden knallrot. Das was mich von Akio unterschied war, dass mein Bruder noch diesen schwarzen dämonischen Schwanz trug, egal ob im menschlichen oder dämonischen Aussehen und seine Ohren dauerhaft spitz verliefen.
„Frag das Allen. Und nein, ich unterschätze dich nicht, keine Sorge.“, lächelte er.
Auch er machte sich bereit und zog seine Kampfhandschuhe über die Hände. Daraufhin ballte er seine Hände zu Fäusten und stellte sich in Kampfposition. Anscheinend hatte er vor ganz ohne Waffen zu kämpfen, was mich schon etwas erstaunte. Natürlich hatte ich schon bemerkt, dass er ein Schwert bei sich trug, aber wie es aussah lag ihm der Kampf mit und ohne Waffen.
Ich startete meinen Angriff und trat zwei dieser Ghuldämonen zu Boden. Ehe sie sich aufrichten konnten, drückte ich beide mit meinen beiden Händen zu Boden, während sich Hayate um die weiteren Dämonen kümmerte. Grübelnd sah ich diese beiden Wesen an, die in menschlichen Körpern steckten. Nach einer Weile fiel mir wieder ein, dass ein Ghul über Leichen Besitz ergriff. Da würde es also keinen Sinn machen, die Lebewesen von den Dämonen zu erlösen, weshalb ich die beiden, die ich zu Boden brachte, einfach mit meinem blauflammenden Schwert zweiteilte. Anscheinend zeigte dies Wirkung. Sie ließen sich nämlich nur mit einem tödlichen Vers oder einer Waffe mit heiligem Silber oder auch mit einer mächtigen Feuerwaffe besiegen. Und so hatte ich nun Pluspunkte, über Satans Flammen zu herrschen. Jedoch stellte ich mir die Frage, wie Hayate diese Dämonen besiegen wollte. Immerhin ging ich davon aus, er sei als Exorzist im Schwarzen Orden ausgebildet worden, die eigentlich ausschließlich nur gegen Akumas kämpften. Andererseits könnte er wie seine Schwester auch etwas über Dämonen gelernt haben.

Zur selben Zeit war Allen mit zwei Akumas in einer ziemlich heruntergekommenen Bar beschäftigt. Der eine Akuma war Level eins und ähnelte aufgrund seiner ovalen Form einem übergroßen Ei. Aus seinem ‚Körper‘ ragten einige Geschosse hinaus. Der Level Einser hatte sogar ein Gesicht, was einem Clown sehr ähnelte. Dessen Gesichtszüge schienen sehr emotionslos und rührten sich auch keineswegs. Der zweite Akuma war bereits zum zweiten Level fortgeschritten. Seine Füße wurden durch Sicheln ersetzt und seine Arme und Beine waren schwarz-weiß gestreift. Das Gesicht erinnerte auch an einen Clown und aus seinem Bauch ragte nur eine Kanone heraus.
Der linke Arm des weißhaarigen Exorzisten transformierte sich zum Metallarm. Daraufhin rannte er auf den Level eins Akuma zu und ehe ihn die Kanonen überhaupt trafen, zerteilte er dieses Wesen. Der ovalförmige Akuma verschwand im grellen Licht, woraufhin eine weiße Gestalt aus dem Rücken erschien. Dies stellte der Mensch dar, der damals gestorben war. Der Mann bedankte sich bei Allen für die Erlösung und löste sich kurzerhand auf.
Nur kurz zögerte der Level zwei Akuma, ehe er Allen angriff. Der Weißhaarige wich diesem Wesen aus und griff ihn von hinten mit seinen klauenartigen Metallhänden an. Diesen Angriff hielt der Akuma mit bloßer Hand fest und grinste vor sich hin. Das gequälte Wesen packte Allens Hand fester und warf ihn mit hohen Bogen über die Stühle und Tische, die in den Raum standen. Der Exorzist kam mit dem Rücken auf einen Tisch auf. Jedoch rappelte er sich sofort wieder auf und griff erneut die clownähnliche Kreatur an und schlug diese gegen die Wand. Bevor er sich überhaupt wieder aufrichten konnte, schlug Allen zu und erlöste auch diese Menschenseele aus dem Werkzeug des Millennium Grafen. Anschließend wünschte der Weißhaarige auch diesen Menschen, dass er endlich in Frieden ruhen könne.
Zu diesem Zeitpunkt war Allen sogar froh darüber, dass sich hier keine Menschenseele befand. Trotzdem schaute er aus Sicherheitsgründen, ob er nicht jemanden fand und eventuell an dem Virus litt, das aus den Geschossen der Akumas kam. Doch es stellte sich raus, dass hier keine Menschenseele war.
Da der Narbenjunge nun beruhigt das Wirtshaus verlassen konnte, ließ er seinen Arm wieder seiner ursprünglichen Form werden. Er fragte sich, wie weit wohl Hayate mit mir mittlerweile gekommen war und ob bei uns soweit alles in Ordnung sei. Daraufhin lief er wieder zum Hof hinaus, wo wir gegen die Dämonen standhalten mussten und dabei waren, diese zu beseitigen.
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Hier mal Bilder, damit ihr wisst, wer wie aussieht, von Hayate und Melina hab ich leider keines, diese folgen eventuell irgendwann mal.

Kuro: http://vignette2.wikia.nocookie.net/aonoexorcist/images/9/9a/Kuro_PP.png/revision/latest?cb=20140404190702
Allen: http://images6.fanpop.com/image/photos/36700000/D-Gray-Man-image-dgray-man-36743434-2560-1600.jpg
Lucy: http://vignette2.wikia.nocookie.net/legendsofthemultiuniverse/images/6/60/Lucy1.jpg/revision/latest?cb=20130625145545
Akira: http://abload.de/img/akira211u4c.jpg
Akina (gez. von Autorin Narisu): http://abload.de/img/akina71uk4.jpg
Daike: http://abload.de/img/daikevgu6s.jpg
Akio: http://abload.de/img/akioswuum.jpg

Gruß
Mizuki
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