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Different Exorcists (half Demon)

von -Mizuki
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
24.01.2016
01.10.2019
64
79.074
6
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18.03.2016 1.600
 
Auf dem Weg zur Mission

Endlich Ferien. Das war einfach ein tolles Gefühl, zu wissen, lernfreie Zeit zu haben. Nur langweilte ich mich zuhause zu Tode. Zumindest zu dem jetzigen Zeitpunkt. Das lag daran, dass Akio mal wieder mit Akina verabredet war und Daike mit Kuro unterwegs war. Mein rothaariger Bruder wollte nämlich etwas trainieren gehen. Ich konnte es echt nicht fassen, dass er auch freiwillig in den Ferien lernte. Training war meiner Ansicht nach noch normal, da auch ich gerne trainierte, um stärker zu werden. Jedoch kam es für mich oder auch Akio weniger in Frage, etwas für die Schule während den Ferien zu tun.
Doch dann riss mich das Klingeln an der Tür aus den Gedanken. Ich stand vom Stuhl auf und lief von der Küche aus zum Flur. Ich öffnete schließlich die Tür. Da sprang mir ein bekanntes Gesicht entgegen. Allen Walker. Aber er war nicht allein. Allen hatte seinen älteren Bruder mitgebracht.
„Was macht ihr denn hier?“ Verwirrt sah ich die beiden Jungs an.
„Nun wir wollten dich fragen, ob du mit uns kommen möchtest, da unsere liebste Schwester schon anderweitig beschäftigt ist.“ Allen sah mich lächelnd an und strich sich verlegen den Nacken.
„Ähm, wenn ihr unbedingt ein Mädchen bei euch haben möchtet…“, meinte ich stutzig.
„Klar doch.“, lächelte Hayate.
„Und wohin möchtet ihr?“, hakte aus Neugier nach.
„Auf eine Mission.“, erklärte der Weißhaarige.
„Welche Mission denn?“, wollte ich von den Jungs wissen.
„Lass dich da mal überraschen.“, schmunzelte Allen und zog mich an der Hand mit, doch ich blieb abrupt stehen.
„Ist das nicht recht?“ Nun war Allen etwas verunsichert, dass er was falsch gemacht haben könnte.
„Quatsch, ihr lasst mich ja nicht mal die Tür absperren und Sachen mitnehmen.“, sagte ich schon beinahe gekränkt.
„Tut uns leid.“, grinste Allen.
Seufzend rieb ich mir über die Wangenknochen und ging nochmal ins Haus hinein, während Allen und Hayate vor der Tür warteten. Ich wollte nur eine kleine Tasche mitnehmen, worin das Nötigste enthalten war. Etwas zu trinken, etwas Geld und meine Tabletten, die mein Körper benötigte.  Und dann natürlich noch mein Schwert. Daraufhin verließ ich das Haus wieder und lief zurück zu den Jungs. Draußen schloss ich die Türe ab.
„So, jetzt können wir meinetwegen los.“, kam es von mir.
„Super!“ Freudestrahlend zog mich Allen mit.
Ich wunderte mich nur, warum es die zwei so eilig hatten und welche Mission es genau war. Jedenfalls liefen wir in die Richtung eines Zugbahnhofs und kauften uns schon mal die Tickets für die Fahrt. Gerade als ich mein Ticket bezahlen wollte, schob mich Allen etwas auf die Seite und übernahm die Kosten für mich.
„Wieso?“, fragte ich nur, da mir mehr darauf nicht einfiel.
„Immerhin schleppen wir dich doch mit.“, grinste der Narbenjunge.
„Schon, abe-“
„Lass dich doch auch mal einladen.“, unterbrach mich Allen.
„Na gut, danke.“ Ein sanftmütiges Lächeln erschlich sich auf meinen Lippen und ich sah, wie Hayate nur grinste.
„Was grinst du eigentlich so dämlich?“, fragte ich den Braunhaarigen.
„Nun erst fängt meine Schwester mit den Liebesgeschichten an und jetzt ihr beide.“ Hayates Grinsen blieb noch immer erhalten.
Mit ernster Miene trat ich vor Allens älteren Bruder. „Liebesgeschichten?“
„Ja genau. Mal sehen wer zuerst rumknutscht. Ihr oder meine Schwester und dein Bruder.“ Der Braunhaarige rieb sich vor Aufregung die Hände.
Ich sah, wie der Zug gerade am Bahnhof einfuhr und die Türen öffnete. Ich zog Hayate eiskalt am Ohr in das Fahrzeug hinein.
„Aua, das tut weh!“, jammerte der Braunhaarige, „Zickige Zimtkuh!“
Ich ignorierte sein Gejammer und auch sein beleidigendes Kommentar, was mich keineswegs beeindruckte.
Allen folgte uns grinsend und fand meine Aktion auch noch sehr amüsant.
„Verräter! Anstatt du mir hilfst!“, meckerte Hayate.
„Du hast Sprüche geklopft, die uns beide betroffen haben.“, meinte Allen schulterzuckend.

Ich ließ Allens Bruder erst wieder los, als wir einen Sitzplatz fanden. Dort schubste ich ihn lieblos in den Sitz.
Er starrte mich fassungslos an und fragte sich, woher ich diese Manieren hatte. Oder ob ich überhaupt welche hatte.
„Ist sie auch so gemein zu dir?“, wollte Hayate von seinem Bruder wissen.
„Ja.“, beantwortete ich für Allen.
„Was findest du an ihr dann toll?“ Hayates Blick klebte weiterhin an seinen weißhaarigen Bruder.
Ich ließ mich auf den Sitz nieder und trat dem Braunhaarigen gegen das Schienbein, in der Hoffnung er würde endlich seine Klappe halten.
„Verdammt!“, beschwerte sich der Braunhaarige.
Allen setzte sich zu seinem Bruder.
„Vielleicht solltest du einfach deine Sprüche unterlassen.“ Der Weißschopf verschränkte seine Hände hinter den Kopf.
„Dann soll auch sie aufhören, so zu zicken.“
„Mädchen zicken gerne während der Pubertät.“, konterte ich.
„Allerdings.“, grummelte Hayate.
„Na also, was beschwerst du dich dann?“ Ich sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an.
Seufzend lehnte sich Hayate zurück, streckte seine Beine aus und überschlug diese übereinander. Eine Antwort fand er darauf nicht mehr.
„Wie lang dauert die Fahrt überhaupt?“, wollte ich von den Jungs wissen.
„Ungefähr drei Stunden.“, erwiderte Allen.
„Okay.“
„Bleib bloß bei uns sitzen.“, mahnte Hayate seinen jüngeren Bruder und schloss seine Augen.
„Jaja.“, meinte der Weißhaarige nur.
Bevor der Braunhaarige sich wegen seinem ‚jaja‘ beschweren konnte, schlief er schon ein. Denn eigentlich wusste er, wenn er mit so einer Antwort kam, dass er sich meistens nicht daran hielt.
„Wieso solltest du nicht hierbleiben?“, wollte ich von Allen wissen.
„Weil ich nie auf meinem Platz während der Zugfahrten bleibe, sondern mir eine Beschäftigung suche.“, erklärte er.
„Ach so und welche?“ Das weckte nun meine Neugier.
„Wer weiß? Ich bin mal kurz weg. Hayate merkt jetzt eh nichts, der pennt tief und fest.“, grinste der Weißhaarige teuflisch in sich hinein.
Solch einen Blick hatte ich noch nie bei ihm gesehen, weshalb ich sehr überrascht war und es mich noch begieriger machte, was er wohl meinte.
Allen stand von seinem Platz auf und lief voraus. Ich folgte ihm. Heimlich. Und hoffte, dass er mich nicht bemerkte. Ich stellte mir echt die Frage, welche Beschäftigung er sich nun suchen wollte. Was wollte man in einem Zug schon groß anstellen? Irgendwie kam ich mir nun vor wie ein Stalker, da ich ihm ernsthaft hinterher spionierte.

Zur selben Zeit befand sich Daike mit Kuro in einem Wald, nahegelegen ihrer Heimat. Der Rothaarige lag völlig ausgeschlaucht auf dem Boden und beobachtete die Vögel, die im Himmel herumschwirrten. Während seinen Geschwister die Praxis leichter fiel, als die Theorie, war bei ihm das genaue Gegenteil der Fall. Ihm fehlte es einfach an Ausdauer, weshalb er mit Kuro allein in den Wald ging, um dort zu trainieren. Denn dort konnte ihn niemand beobachten, dass er sich im praktischen Teil noch ziemlich plagte. Zudem wollte er sich nicht vor seinen Geschwistern blamieren und er war froh, dass Kuro den Verlauf des Trainings immer für sich behielt.
Kuro setzte sich zu Daike und nahm wieder ihre normale Größe an. Die Dämonin beobachtete die Gräser eine Weile. Es sah so aus, als säßen sie in einem grünen Meer. Die Weide war so sehr gewachsen, dass der Wind es so aussehen ließe, als wäre es grünes Wasser, das leichte Wellen schlug.
„Warum halte ich eigentlich nicht so viel aus, wie meine Geschwister?“, fragte Daike und blickte dabei zu Kuro.
„Du musst daran denken, dass sie dämonisches Blut in sich tragen. Irgendwo ist ihnen das Kämpfen schon angeboren, was du hart antrainieren musst. Natürlich müssen die beiden auch trainieren, aber sie haben auch übermenschliche Fähigkeiten, die du nicht hast. Du musst das alles von eigener Faust trainieren. Jedoch müssen die beiden lernen, ihre Kräfte im Griff zu behalten.“, erklärte der schwarz-weiße Fellknäul.
„Aber ich werde nie meine Geschwister beschützen können.“, seufzte der Rotschopf, „Bisher mussten sie immer mich beschützen.“
„Jeder hat seine Stärken und Schwächen, Dai.“ Kuro sah ihren Freund mit einem strahlend, motivierten Blick an.
„Ja, du hast recht. Ich mach mir wohl zu viel Gedanken.“, seufzte Daike.
Er stand vom Boden auf und klopfte sich die Erde von seiner Kleidung. Jedoch blieben die grünen Grasflecken erhalten.
„Du solltest nichts Helles anziehen, besonders nicht, wenn du dich in die Wiese legst oder trainierst.“, grinste die dämonische Katze.
„Ist gut, Chefin.“, lächelte der Rothaarige. Er sah auf sein Handy und bemerkte, dass er eine neue Nachricht hatte, die von seiner Schwester kam.
„Alles in Ordnung?“, fragte Kuro.
„Ja, meine Schwester ist nun auch unterwegs. Ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Akio und Akira vergeben sind.“, stellte Daike fest.
„Dann wird es bei dir auch langsam Zeit, was?“ Kuro schmiegte sich an sein Bein und grinste frech.
„Was soll das denn jetzt heißen?“
„Was wohl? Du weißt ganz genau was ich meine.“ Die Dämonin rannte durch die Wiese.
„Hey, warte!“, rief Daike und rannte der schwarz-weißen Katze schließlich hinterher.
Kuros Grinsen wurde noch viel breiter und wurde schneller. Nun legte auch Daike einen Gang zu, jedoch musste der Rotschopf feststellen, dass die Dämonin schneller war als er und das trotz sie viel kürzere Beine hatte, als er. Zumindest in ihrer üblichen Größe.
Während Kuro problemlos über den Fluss sprang, fiel Daike während des Sprungs mitten ins Wasser.
Schlagartig blieb der weibliche Katzendämon stehen und sah zu Daike zurück. Als sie ihn im Wasser sah, fing sie an zu lachen.
Daike warf ihr einen warnenden Blick zu und schwamm zum Flussufer. Er war erleichtert, dass die Strömung nicht allzu stark war und er nicht zu sehr dagegen anpaddeln musste. Als er endlich wieder festen Boden unter seinen Füßen hatte, plumpste sein ganzer klatschnasser Körper auf den Boden. Doch nun fing auch er an zu lachen. Er sah, wie sich Kuro zu ihm legte.
„Lass uns doch noch ein wenig hier bleiben und ein wenig ausruhen.“, schlug Kuro vor, worauf Daike nickte und ihr Angebot annahm.
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