Die Wahl zum Spielzeug des Jahres

von Titziana
KurzgeschichteHumor, Freundschaft / P12
Buzz Lightyear Jessie Slinky Woody Pride
23.01.2016
23.01.2016
1
1973
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Hey Leute!
Das ist meine erste Toy Story Geschichte. :) Ich hoffe, sie gefällt euch!
Ich widme sie Loewenflamme, die mich immer mit tollen Toy Story Geschichten zum lesen versorgt. :)
Viel Spass euch allen beim lesen!
LG Titziana


***


Es war an einem 23. November als Jessy erstaunt stehen blieb. Buzz unterhielt sich gerade angeregt mit Woody. Um was es wohl ging?
Sie schlich sich langsam zurück und versteckte sich hinter der Ecke des Bettes. So aufgeregt hatte sie Buzz selten erlebt. Er war doch sonst immer der coole gelassene Typ. Doch heute schien ihn etwas zu beschäftigen. Woody lachte und sagte zu ihm: „ Ach Buzz du weißt doch ganz genau wer gewählt wird.“ Damit deutete er siegessicher auf sich und grinste breit. Es bereitete ihm Freude seinen Freund hin und wieder zu necken. Buzz schüttelte darauf nur belustigt den Kopf. „ Wenn du meinst. Aber schätze deine Konkurrenz nicht falsch ein. Schliesslich ist dieses Jahr Jessy neu auch mit dabei. Und so wie es aussieht hat sie sich schon bei vielen beliebt gemacht.“ Woodys lächeln erlosch. „ Du meinst,…. Sie könnte gewinnen?“ Buzz nickte. „ Allerdings, mein Freund.“ Sofort sah Woody sich um. „ Aber nicht wenn ich ihr zuvor komme.“ Damit eilte er los und liess Buzz stehen. Dieser sah ihm nach und lachte.
„ Ach Woody.“ Dann wandte er sich ab und lief Jessy geradewegs in die Arme, die sich immer noch hinter der Ecke des Bettes versteckte. „ Von was hat Woody da gerade gesprochen?“ Buzz hob abwehrend die Hände. „ Ich habe nichts damit zu tun.“ Sie rollte mit den Augen. „ Sei nicht albern Buzz. Sag mir die Wahrheit. Was will er unbedingt gewinnen?“ „ Die Wahl zum Spielzeug des Jahres.“ Jessy stutzte. „ Spielzeug des Jahres?“ Sie war ja noch nicht so lange hier. Aber dennoch hatte sie das Gefühl, sie hätte sich gut eingelebt. Von einer Wahl hatte sie jedoch noch nie etwas gehört…
„ Was ist das?“
„ Jedes Jahr wählen die Spielzeuge jemanden zum Spielzeug des Jahres. Immer am 26 November. Und jedes Jahr gewinnt Woody.“ Erklärte Buzz und kratzte sich am Hinterkopf, bevor er fort fuhr: „ Aber dieses Jahr stehen deine Chancen auch nicht schlecht. Die anderen mögen dich, und du bist sehr hilfsbereit.“
Jessy grinste breit. „ Spielzeug des Jahres. Ich, Spielzeug des Jahres…. Gefällt mir!“ Sie rieb sich geheimnisvoll die Hände. Buzz sah sie beschwichtigend an. „ Aber Jessy, es ist nur ein Titel. Mehr nicht. Ich weiss nicht, wieso sich Woody jedes Jahr ein Bein ausreist für den.“ Doch Jessy schien in Gedanken schon weit weg zu sein, denn sie nickte nur Gedankenverunken und liess ihn schliesslich einfach stehen. Buzz sah ihr nach. Seine Freundin hat wohl gerade der Kampfgeist gepackt. Wenn sie und Woody sich dabei nur nicht übernehmen….


Später:

„ Und ich verspreche euch immer für die hilflosen Spielzeuge einzustehen. Keiner wird verloren gehen solange ich Spielzeug des Jahres bin!“ Sagte Jessy laut. Sie stand auf einer Kiste und hielt eine Wahlsprache. So hoffte sie zumindest einige Spielzeuge auf ihre Seite zu bekommen. „ Darum wählt mich! Und nicht Woody!“ Ertönte es weiter von oben.
Woody, der gerade Karten gespielt hatte mit Slinky, sah nun vom Bett nach unten. „ Ist das zu fassen. Jessy hat eine Wahlkampagne gestartet!“ Empört warf Woody die Karten achtlos aufs Bett. „ Na warte nur Jessy! Nicht mit mir!“ Slinky sah zu seinem Freund auf. „ Willst du nicht mehr spielen?“
„ Nein, jetzt habe ich gerade andere Sorgen Slinky… Ich muss diese Wahl gewinnen.“ Mit diesen Worten hüpfte er vom Bett und eilte zur Kiste, auf der Jessy stand. Er drängelte sich durch die zuhörenden Spielzeuge und kletterte empor. „ Hört nicht auf sie! Sie ist eine Lügnerin!“ Rief er. „ Hab ihr es letztes Jahr etwa bereut mich gewählt zu haben? Nein! Ich habe immer dafür gesorgt, dass ihr glücklich wart!“
Jessy funkelte ihn böse an. „ Das hier ist meine Redeplattform!“ Sie stemmte die Hände in die Hüfte und deutete nach unten. „ Verschwinde!“
„ Nicht ehe die Leute die Wahrheit erfahren haben!“ Konterte Woody. „ Die Wahrheit! Die Wahrheit ist, dass du nur diesen Titel haben möchtest, aber nichts dafür tust! Du hast ihn dir gar nicht verdient!“ Jessy stürmte auf Woody los und schupste ihn von der Kiste. Grosser Tumult brach aus. Die versammelten Spielzeuge fingen wild an zu diskutieren und zu reden. Es gesellten sich sogar noch mehr dazu und wollten sehen, was hier eigentlich los war. Woody ächzte und rappelte sich wieder auf. „ Und so eine wollt ihr wählen, die andere Spielzeuge einfach zu Boden schuppst!“ Mit einem fiesen Grinsen zu ihr, winkte er die Menge zu sich. „ Kommt mit mir. Ich will euch zeigen, was ich alles für euch tun werde!“ Damit lief er davon und mit ihm eine grosse Anzahl an Spielzeugen. Jessy sah erschrocken, wie sich einige entfernten. „ Nein wartete!“ Doch es war bereits zu spät. Sie hatte es vermasselt…
Genervt stieg sie von der Kiste und setzte sich davor zu Boden. Ihr Plan war also nicht aufgegangen. Es wurde Zeit für einen weiteren…
Buzz kam auf sie zu und hockte sich neben ihr hin. „ Jessy, hör mal. Das bringt doch nichts. Ihr zerstör nur eure Freundschaft.“
„ Freundschaft. Pha!“ Sie ergriff Buzz Arm und kuschelte sich an ihn. „ Buzz wir sind im Krieg. Für Freundschaft ist jetzt keine Zeit.“ Dann erhob sie sich und meinte: „ Aber es ist schön zu wissen, dass du auf meiner Seite stehst.“ Noch bevor Buzz etwas erwidern konnte, war sie auch schon weg. Er sah ihr nach. „ Aber…. Woody ist doch genau so mein Freund…“ Na toll. Er befand sich zwischen den Fronten. Ob das gut gehen würde? Wieso mussten die Spielzeuge auch nur so einen albernen Titel vergeben?
Buzz verstand sie nicht. Er erhob sich und hoffte, dass es noch ein gutes Ende nehmen würde.

Doch gleich am nächsten Tag plante Jessy etwas Neues. Es war der 25 November, und bis zum 26 blieb ihr nicht mehr viel Zeit. Es musste also etwas aussergewöhnliches sein. Etwas Grosses! Etwas das Woody niemals hingebracht hätte…
Jessy grinste. Sie wusste ganz genau was! Eilige verliess sie ihren Standartplatz auf dem Regal und kletterte herunter. Andy war dieses Wochenende bei den Grosseltern und seine Eltern hatten sich schon auf den Weg gemacht. Soweit Jessy wusste, wollten sie wandern gehen… Was auch immer Wandern bedeutete. Schliesslich hatte sie als Spielzeug keine Ahnung davon. Aber es war die perfekte Gelegenheit die Bude unsicher zu machen!
Schnell sprintete sie zur Tür und blieb davor stehen.
Sie war zu.
„ Könnte mal jemand aufmachen?“ Slinky bellte. „Ich helfe dir.“ Und schon war er da und öffnete geschickt mit wenigen Tricks die Tür. „ Danke.“ Dann schlüpfte Jessy hindurch und liess sie offen stehen. Der Flur war unendlich lang, aber sie kannte sich aus und wusste wo sich das Wohnzimmer befand. Geschickt kletterte sie die Stufen herunter und kam nach einer halben Ewigkeit unten an. Ein grosser Fernseher und eine riesige, einladende Couch standen im Raum und warteten darauf benutzt zu werden. Sie strahlte und kletterte die Couch herauf. Die Fernbedienung lag gleich auf der Armlehne und so drückte sie eilig auf den Knöpfen herum. „ Wieso geht dieses Ding nicht an?“
„ Es ist der Rote, ganz oben.“ Sagte eine Stimme in ihrer Nähe. Sie wandte sich um und fand schliesslich an einer Wand hängend einen plastik Fisch, der ihr das gesagt hatte. „ Ah, vielen Dank.“ Sie betätigte ihn und schon lief der Fernseher. Jetzt nur noch die Lautstärke aufdrehen und die Party konnte stiegen.
Es dauerte nicht lange da hörte sie von oben einige Stimmen. „ Ich verstehe das nicht. Andy ist doch weg und seine Eltern auch… Wer hat dann den Fernseher eingeschaltet?“ Ertönte es. Jessy richtete sich auf und kletterte auf die Kopfstütze der Couch. „ Ich wars. Kommt und seht mit mir fern! Ich besorge und noch Popcorn, und dann kann die Party steigen!“
„ Eine Party!“ Sofort waren alle in Aufregung und eilten ins Zimmer zurück, um die Anderen zu holen. Es dauerte nicht lange und schon hatte sich das halbe Kinderzimmer vor dem Fernseher versammelt.
Jessy betrat mit frischen Popcorn den Raum und rief: „ So was cooles gibt’s nur bei mir! Wählt mich!“ Dann warf sie die Popcorn in die Höhe und kaum kamen die kleinen Dinger zu Boden, erhaschte jeder was er konnte. Popcorn war ein grosser Höhepunkt. Und die bekam man schliesslich nur sehr selten zum naschen.
Alle jaulten und Rex drückte auf die Fernbedienungstasten. Nur Woody sah vom Treppenabsatz oben zu.
Jessy hatte es also geschafft die Meute wieder auf sich zu lenken. Aber Woody wäre nicht Woody wenn er nicht bereits einen besseren Plan hätte um Jessy in den Schatten zu stellen. Gerade als er so darüber nachdachte, erschien Buzz hinter ihm. „ Na Woody.“
„ Buzz.“ Er wandte sich um. „ Jessy spielt mit üblen Tricks.“ Buzz nickte. „ Du kennst sie ja. Sie ist nicht zu bremsen.“
Woody nickte. „ Aber es ist schön zu wissen, dass du auf meiner Seite stehst.“
„… Aber…“ Weiter kam Buzz nicht, denn Woody eilte schon davon, um seinen genialen Plan in die Tat um zu setzen. Buzz schüttelte nur ungläubig den Kopf. Jessy dachte, dass er für sie stimmen würde und Woody dachte dasselbe…. Was sollte er nur tun? Er konnte ja nicht zwei Stimmen abgeben….

In der Nacht auf den 26. November dann:
„ Liebe Spielzeuge alle mal her hören!“ Woody hatte das Licht angeschaltet und stand nun auf dem Bett. „ Ich weiss von einigen, wie gerne sie einmal die Go-Kart Rennbahn unten im Keller benutzen würden. Daher habe ich alles in die Wege geleitet, um uns dies zu ermöglichen.“ Er sprach weiter und Buzz beobachtete ihn von einiger Entfernung. Die Go-Kart Anlage unten im Keller… Soweit Buzz wusste wurde diese ausschliesslich von Spielsachen vom Keller benutzt und diese gaben die Rennbahn nur sehr selten her. Wenn überhaupt…
Was hatte Woody wohl alles dafür tun müssen? Doch noch ehe Buzz weiter darüber nachdenken konnte, liefen Woody auch schon die meisten Spielsachen im Zimmer nach. Nur Jessys blieb im Türrahmen stehen. „ Unglaublich. Dieser elender…“ Sie schnaubte. „ Na warte!“ Und schon machte sie sich auf und davon, um ihren nächsten Plan in die Tat um zu setzen. Buzz sah ihr nach. Jetzt waren sie endgültig verrückt geworden!
Und Buzz sollte recht behalten.
Kaum waren die Spielzeuge vom Go-Kartrennen zurück, erwartete Jessy sie auch schon und lud sie ein zu einem Bad in der Badewanne. Aufgebracht lief die Menge ihr nach. Woody blieb sauer zurück, nur um gleich den nächsten Plan auszuhecken. Und so ging es hin und her. Bis schliesslich zum 26. November um 12 Uhr mittags.


Die Zeit der Wahl

Die Spielzeuge waren alle vor einer riesigen Kartonbox versammelt und warfen ihre Stimmen ein. Slinky beendete die Wahl und leerte die Box um die Zettel zu zählen. Buzz stand etwas abseits und beobachtete das Ganze. Woody und Jessy musterten sich gegenseitig verärgert und warteten neben Slinky, der die Zählung verwirrt beendete. „ So wie es aussieht fehlt eine Stimme….. Es steht 20 zu 20. Wir sind aber 41 Spielsachen.“ Alle sahen sich fragend an. Slinky besah sich nochmals die Zettel und suchte nach der fehlenden Stimme. Woody kratzte sich am Hinterkopf dann sah er auf: „ Wer hat seine Stimme nicht abgegeben? Ich verspreche dir, wenn du mich wählst, werde ich dir einen Wunsch erfüllen!“
„Was!“ Jessy stemmte die Hände in die Hüfte. „ Wage es ja nicht!“ Sie wandte sich den Spielzeugen zu. „ Wer auch immer seine Stimme zurückgehalten hatte, ich werde persönlich dafür sorgen, dass du alles bekommst was du möchtest.“ Noch bevor Woody Jessy ins Wort fallen konnte, sagte Slinky: „ Ich habs! Es ist Buzz Stimme die fehlt.“
„Buzz!“
Kam es aus einem Munde. Jessy und Woody sahen beide zu ihm und sofort wandten sich alle Spielsachen zu Buzz um. Dieser hob nur abwehrend seine Hände. „ Ich… ich enthalten meine Stimme.“ „ Aber wieso?“ Fragte nun Slinky.“
„ Weil ich beiden meine Stimme geben würde. Und da ich das nicht kann. Wird keiner der beiden gewählt werden.“  Erklärte Buzz.
„ Das heisst.“ Schlussfolgerte Slinky. „ Es wird morgen einen zweiten Wahldurchgang geben um den Sieger zu ermitteln.“
Einen zweiten Wahldurchgang! Buzz glaubte sich verhört zu haben. Es sah ganz so aus, als ob das ganze Chaos von neuem beginnen würde!
Bitte nicht!


Ende
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