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Alles bleibt, wie es nimmer war!

von Phaemonae
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P18 / Gen
Tiranu Yulivee
23.01.2016
15.03.2016
23
53.881
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08.03.2016 2.602
 
Am Morgen hatte Obilee sich von ihrem Fjordländer überreden lassen, ihm den Palast zu zeigen. Der Mensch staunte über all die Wunder, die er sah. Besonders der Thronsaal der Elfenkönigin hatte ihn verzaubert. Mit dem Wasserfall und dem offenen Dach war er auch wahrhaftig magisch.
Als sie sich dem Klingensaal näherten, in dem Emerelle damals begonnen hatte sie als fahrende Ritterin auszubilden, vernahmen ihre feinen Ohren das Geräusch von Waffengeklirr. Die Elfe hielt einen Moment inne und überlegte, ob sie später zurückkehren sollten.
Doch wollte sie auch wissen, wer dort kämpfte. Die Königin üben zu sehen, war immer wieder erstaunlich! Kjartan vorwarnend trat sie mit ihm ein. Am anderen Ende der Halle konnte sie zwei schwarzhaarige Elfen erkennen. Die eine Gestalt wies die andere an und übte mehrere Schlagabtausche mit ihr. Seltsam war jedoch, dass die Elfen zwar mit Übungswaffen fochten, dies jedoch keine Rapiere, sondern Schwerter waren. Kaum jemand kämpfte heutzutage noch damit.
Mit offenem Mund betrachtete der junge Mensch das Bild, das sich ihm bot und trat näher heran. Obilee folgte ihm, um das Schlimmste zu verhindern. Dass einer der Elfen Tiranu war, hatte sie bereits erkannt, jetzt sah sie jedoch, dass die Kampfpartnerin niemand aus der Leibwache des Fürsten war, sondern seine eigene Schwester. Seit wann kämpfte die Heilerin mit Klingen? Was planten die Elfen? Als sie dicht heran waren, unterbrach der Fürst die Übungen und kam zu ihnen herüber.
„Was genau plant ihr hier?“, fragte die Vertraute Emerelles misstrauisch. Wollten die Kinder Alathaias hier einen Aufruhr starten?
„Wir bereiten uns auf einen Auftrag vor“, entgegnete Tiranu und blickte den Menschen an. Er antwortete auf Elfisch, sodass er nichts verstand.
„Welcher Auftrag?“, forderte Obilee.
„Nur wenn du schwörst Yulivee nichts davon zu berichten!“, antwortete der Fürst ernst.
„Das kommt ganz darauf an…“, begann Obilee, wurde aber von Tiranu unterbrochen: „Ich will nicht, dass auch sie sich in diese Gefahr bringt!“
Nun war Obilees Neugier geweckt. Von welcher Gefahr sprach der Fürst? Sie schuldete ihm nichts, auch wenn sie ihr Wort gab, ihrer Freundin gegenüber zu schweigen.
„Ich schwöre“, willigte sie ein.
„Wir werden einen Drachen töten“, eröffnete ihr Tiranu emotionslos.
„Es gibt keine Drachen mehr auf Albenmark!“, wandte die Zauberweberin ein.
„Dieser eine ist zurückgekehrt“, erklärte der Fürst. „Er hat die feindliche Armee angeführt und plant nun einen weiteren Schlag. Dies müssen wir verhindern, so gering unsere Chancen auf Erfolg auch sind.“
Kjartan zupfte an ihrem Ärmel und blickte sie fragend an. Die Elfe schüttelte nur den Kopf und scheuchte ihn dann aus dem Raum. Sie musste sich dringend mit der Königin unterhalten und sie darüber informieren, was die Fürstengeschwister hier so trieben! Die Worte Tiranus glaubte sie kein bisschen. Zu weit hergeholt war die Ausrede. Und seine Mutter hatte Drachen beschworen, warum sollte er sie nun töten wollen?

***


Emerelle hatte die Aussage des Fürsten bestätigt und sie darum gebeten Stillschweigen zu wahren. Dennoch hatte sie sich an Fenryl gewandt. Wenn sie schon etwas hinter dem Rücken ihrer Freundin tun musste, wollte sie das nicht alleine entscheiden. Denn unbeobachtet wollte sie die Fürstengeschwister in ihrem Tun nicht lassen. Und mit den richtigen Anreizen würden sie einen von ihnen aufnehmen, dessen war sie sich sicher. Auch wenn es eine recht hinterhältige Art war, sie war notwendig, damit diese Elfen nicht zu freie Hand hatten. Alathaias Brut konnte nicht vertraut werden, egal was ihre Freundin sagte und was sie ihr versprochen hatte.
Trotz ihrer kleinen Differenzen beim gestrigen Abendmahl, stand der Fürst von Carandamon auf ihrer Seite.
Als sie ihm alles berichtet hatte, war er einige Zeit seltsam steif und vollkommen bewegungslos dagesessen und hatte durch ein Fenster hinausgestarrt. Irgendwann ruckte sein Kopf wieder zu ihr herum und Fenryl stimmte ihr zu, dass einer von ihnen der Gruppe beitreten sollte. Auch wenn sie einem Selbstmordkommando gleich kam.
„Ich bin der bessere Kämpfer“, begann der Elfenfürst. „Du bist gegen einen Drachen hilfloser als ein Nestling.“ Obilee schüttelte den Kopf. Sie konnte nicht zulassen, dass Fenryl dieses Wagnis einging. Deshalb hatte sie ihn nicht eingeweiht!
„Gehst du, weihe ich Yulivee ein“, fügte der Elf bedeutungsschwer an.
Innerlich fluchte die Elfe. Dieses Argument war nicht zu schlagen. Sie wollte ihre Freundin aus der Gefahrenzone wissen, weshalb sie alles tun würde, dass sie ahnungslos blieb.
„In Ordnung“, grollte die Vertraute Emerelles, die sich gar nicht mehr so fühlte. Wie konnte sie noch eine Vertraute der Elfenkönigin sein,  wenn sie doch von allem nichts erfuhr oder wenn, dann nur durch Zufall. Lieber schmiedete sie Pläne mit diesem undurchsichtigen Elfen, dessen Namen sie noch nicht einmal kannte.
Nachdem sie ihr Einverständnis gegeben hatte, setzte Fenryl sich in Bewegung, die Fürsten von Langollion aufzusuchen. Zuerst versuchten sie es in ihren Gemächern und bei den Räumen Morwennas hatten sie auch Glück. Sie und ihr Bruder saßen an dem kleinen Tisch im Raum über mehrere Papiere gebeugt.
„Normalerweise gebiert es die Höflichkeit anzuklopfen!“, ertönte die herablassende Stimme Tiranus, während er den Kopf hob und sie kalt musterte. Seine dunklen Augen schienen sie praktisch durchbohren zu wollen.
Dies als Aufforderung einzutreten nehmend, schritt Obilee durch die Tür und zog Fenryl mit sich, bevor sie hinter ihnen die Tür schloss. Noch immer schien der Blick des Fürsten Dolchen gleichzukommen und auch Morwenna wirkte kaum freundlicher. Die Missbilligung der Kinder Alathaias war fast greifbar. Abwartend betrachteten sie die Neuankömmlinge. Es kam Yulivee so vor, als würde die Temperatur im Raum mit jedem Herzschlag, der verging, deutlich abnehmen.
„Ihr werdet einen von uns in eure Gruppe aufnehmen“, eröffnete Obilee das Gespräch.
„Ich bezweifle, dass irgendjemand von euch dafür qualifiziert genug ist“, entgegnete der Fürst von oben herab.
„Damit musst du leben, wenn du unser Schweigen, Yulivee gegenüber, gesichert wissen willst“, spielte die Elfe ihre beste Karte.
Tiranu bedachte sie mit kühler Verachtung und musterte jeden von ihnen.
„Du willst deine Freundin in Todesgefahr bringen und verurteilst meine Mutter und meine Sippe?“, fragte der Elfenfürst kühl und Obilee sank das Herz. Sie war sich sicher gewesen, dass dieses Argument ihn erpressbar werden ließ. „Das ist doch äußerst scheinheilig. Ihr glaubt anders zu sein als wir, ohne zu sehen, dass ihr keinen Deut besser seid. Wenn Yulivee wüsste, was für eine schlechte Freundin du manchmal bist, ich glaube sie wäre äußerst enttäuscht von dir.“
Der Elf schüttelte abwertend seinen Kopf.
„Wenn du mit deinen Beleidigungen fertig bist, kann ich ja zu Yulivee gehen“, meinte die Elfe gespielt ruhig. Sie wollte ihren Worten keine Taten folgen lassen, aber sie musste es den Fürsten glauben lassen. Offensichtlich mit wenig Erfolg. Yulivee durfte sich nicht in Gefahr begeben, das konnte sie nicht zulassen! Aber sie durfte den Elfen auch nicht unbewacht lassen. Bevor sie sich umwenden konnte, bemerkte sie, wie Morwenna ihrem Bruder etwas zuraunte, dieser sie streng anblickte und sie so etwas wie ein stummes Wortgefecht ausfochten.
„In Ordnung, wer von euch will unbedingt in den Seelenhort eingehen?“, fragte der Elfenfürst frostig.
„Ich werde eure Gruppe begleiten“, meldete sich Fenryl, zum ersten Mal in dieser Situation, zu Wort. Abschätzig musterte Tiranu ihn.
„Dann erwarte ich dich morgen, zwei Stunden vor Sonnenaufgang, im Klingensaal“, befahl der Elfenfürst und wandte seine Aufmerksamkeit wieder den Dokumenten vor sich zu. Obilee und Fenryl warteten, ob der Elf noch etwas anfügte. So demonstrativ, wie er sie jedoch ignorierte, schien dies ihre –mehr oder weniger- subtile Entlassung zu sein.

***


Der Elfenfürst hatte gelernt Morwenna zu schätzen. Ihr Verhalten während der Elfenjagd hatte nichts anderes zugelassen. Obwohl sie sie ausgeschlossen hatten, war sie dennoch für sie eingestanden, als es notwendig gewesen war. Insgesamt war die Heilerin weniger finster als ihr Bruder, mit dem er während der Tjuredkriege mehr zu tun gehabt hatte. Ihr gemäßigteres Auftreten lag vermutlich auch daran, dass sie lange Zeit an Emerelles Hof geweilt hatte, nachdem ihre Mutter besiegt worden war. Sie war das Pfand für ein gutes Verhalten seitens ihres Bruders gewesen. Schließlich war die Heilerin seine letzte, überlebende Blutsverwandte.
Er betrachtete die kleine Gruppe genau, die die Fürsten um sich versammelt hatten. Außer ihnen waren es nur noch zwei weitere Kämpfer aus den Reihen der Schnitter. Beide Elfen waren sogar zu den Elfenrittern berufen worden, wenn er sich nicht täuschte. Sie standen meist dicht zusammen und übten miteinander. Beide waren hervorragende Kämpfer, selbst unter der Truppe Tiranus. So viel erkannte der Elf in ihm mühelos.
Winterauge in ihm glaubte so etwas wie gelegentliche Sorge in ihren Gesichtern zu erkennen, wenn sie ihren Fürsten betrachteten. Es verwunderte ihn solche Gefühlsregungen zu sehen. Tiranu würde so etwas keinesfalls dulden und dass er dies überhaupt verdiente, glaubte er nicht.
Der Fürst von Langollion übte ein wenig mit seiner Schwester, bevor er sie zu seinen beiden Kriegern abstellte, die mit ihr kämpfen sollten. Morwenna bewegte sich elegant, doch nicht mit derselben Leichtigkeit wie die langjährigen Fechter. Sie musste jedoch eine gewisse Grundausbildung erhalten haben.
Katzenhaften Schrittes, kam Tiranu auf ihn zu und betrachtete ihn kritisch. Bisher hatte er ihn mit Missachtung gestraft. Ohne Vorwarnung warf er ihm ein Übungsschwert zu, das er nur dank seiner elfischen Reflexe auffangen konnte.
„Dann zeige mir, wie viel du taugst“, forderte der Elf ihn auf und griff an.
Fenryl hatte bereits früher manchmal mit Ollowain gefochten, um von ihm zu lernen und er wusste, dass es hieß Tiranu wäre dem weißen Ritter der Shalyn Falah im Schwertkampf ebenbürtig. Bis jetzt hatte er es nie glauben wollen. Er kämpfte etwas anders als der verblichene Schwertmeister Emerelles, mit mehr minimalistischer und tödlicher Eleganz. Und er zögerte auch im Übungskampf nicht Schwächen gnadenlos auszunutzen. Er würde mehrfache Blessuren von der Übungsstunde davontragen, dessen war er sich sicher.
Als der Fürst von Carandamon sich irgendwann am Ende seiner Kräfte glaubte, beendete Tiranu ihren Kampf. Mit keinem Wort kommentierte er seine Fähigkeiten, doch er wirkte weniger missmutig als zuvor. Er sollte all dies nicht zu sehr an sich heranlassen, wenn er die Zeit mit dieser verfluchten Brut überstehen wollte.
„Es gibt eine halbe Stunde Pause, danach treffen wir uns hier wieder“, bestimmte der Elfenfürst und verließ dann, an der Seite seiner Schwester, den Raum. Leise unterhielten sie sich angeregt miteinander. Fenryl beschloss, sich ihnen anzuschließen, um zu sehen, was sie planten. Als er aufholte, bedachte der andere Elfenfürst ihn mit einem Blick, als ob er ein lästiges Insekt wäre, schwieg aber und schickte ihn nicht fort.
Sie unterhielten sich über die Produktionszahlen von Rosenölen, sowie den Zukauf von Nahrungsmitteln. An sich ein eher unwichtiges Thema, dass die Wirtschaft ihres Fürstentums betraf. Aber er nahm an, dass sie es nur wegen seiner Anwesenheit angeschnitten hatten. Wenn sie finstere Pläne schmieden wollten, sollten sie dabei so sehr wie möglich behindert werden.
Die halbe Stunde verbrachten sie mit Essen und der Diskussion über die verschiedenen Adelshäuser und Einladungen, die ausgesprochen wurden und irgendwann in Anspruch genommen werden sollten. Niemand von beiden riss sich sehr darum und es wurde kühl kalkuliert, wen man wie lange hinhalten konnte.
Gemeinsam mit den Geschwistern kehrte er zurück, wo die Schnitter bereits auf sie warteten. Es wirkte fast so, als hätten sie die Zeit für weiteres Training genutzt. Nun trat die Fürstin vor und erklärte ihnen leise, womit sie es genau zu tun hatten und was von ihrem Gegner zu erwarten war. Woher sie dieses Wissen hatte, war kaum schwer zu erraten. Es konnte nur von den Schattenkriegen her sein. Fenryl fragte sich, was der Sinn hinter dieser Lektion war, bis die Elfe zu Zaubern kam, die sie vor manchen Dingen schützen sollten und die möglichst alle beherrschen sollten. Fenryl war sich nicht sicher, wie er sich dabei schlagen würde. Die Verschmelzung der Vogelseele mit der des Elfen hatte zahlreiche Veränderungen gebracht.
Seinen Erwartungen entsprechend tat er sich auch recht schwer, als es soweit war, dass sie sich an den Zaubern versuchen sollten. Das innerliche Aufseufzen Tiranus war beinahe greifbar, doch überraschenderweise erwies seine Schwester sich als relativ ruhige Lehrerin, die ihn möglichst gut versuchte anzuleiten. Morwenna war sehr begabt, das bewies sie immer wieder. Eine Schande, dass sie Alathaias Tochter war. Sonst könnte er die Elfe möglicherweise sogar mögen.
Irgendwann am Vormittag beendete die Elfe die Lehrstunde und ihr Bruder eröffnete ihnen, dass er sie am nächsten Tag zur gleichen Uhrzeit hier erwartete. Damit zerstreute die kleine Gruppe sich. Fenryl folgte den Geschwistern möglichst unauffällig, bis sie auf Yulivee trafen und Morwenna sich von ihnen trennte. Nun musste er noch vorsichtiger sein.
Als seine Freundin mit ihrem Geliebten verschwunden war, ging er den Gang entlang, den auch die Fürstin genommen hatte. Doch finden konnte er die Elfe nicht mehr.

All die Wochen hatte er keine verdächtigen Vorgänge feststellen können, sehr zum Unmut Obilees, die sich sicher war, dass die Fürsten etwas planten. Er selbst bemerkte nur, wie Tiranu äußerst viel Zeit mit Yulivee verbrachte. Manchmal gemeinsam mit seiner Schwester und manchmal nur alleine. Oft verschwanden sie auf Ausflüge in das Umland, auf die er ihnen nicht folgen konnte, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Er musste ohnehin Acht geben, dass seine Freundin nichts bemerkte. Es war fast eine Erleichterung, als Yulivee ihnen allen eröffnete, dass sie bald nach Valemas reisen musste, da es dort bald eine neue Ratswahl gab und möglichst alle Freien dafür anwesend sein sollten.

***


Die letzten Wochen hatte er aus vollen Zügen genossen. Yulivee war erfreut gewesen, dass er sehr viel Zeit mit ihr verbracht hatte. Wenn sie wüsste, was der Grund dafür war, er mochte sich nicht vorstellen, wie sehr sie getobt hätte. Niemals wäre sie nach Valemas gereist, wo es wichtige Dinge bei ihrem Volk gab, die geklärt werden mussten. Eher wäre sie vor Nachtatem getreten und hätte ihn herausgefordert und dabei ihr Leben riskiert.
Einen besseren Zeitpunkt zum Aufbruch, ohne dass die Magierin ihnen folgte, gab es kaum. Seit Wochen kehrte der Goldene immer wieder in den Jadegarten zurück, eine Provokation für Nachtatem. Der Drache kochte zwar vor Wut, war jedoch zu schlau, den Empfindungen Taten folgen zu lassen. Dieses Mal würden sie den Ort über das Goldene Netz bereisen. Es ging schneller und sie mussten sich keine Sorgen um den Sandsturm machen.
Der Fürst warf einen Blick auf seine vier Begleiter. Jeder von ihnen trug ein Schwert, das einen Drachen zu töten vermochte. Seine Schwester musste er mitnehmen, so sehr er sie auch zu schützen und ihre Linie zu erhalten wünschte. Es gab niemand Anderen, der gut genug in den Künsten ihrer Mutter ausgebildet worden war. Seine zwei Schnitter waren eine gute Wahl. Sie waren gute Kämpfer und einer von ihnen konnte sogar etwas heilen. Er hatte seine Truppe über die Chancen auf Erfolg aufgeklärt und ihnen freigestellt, wer sich ihm anschließen wollte. Es waren viele gewesen und er hatte sie erst gnadenlos reduzieren müssen. Gerade die Elfen mit Kindern wollte er nicht aus ihrer Familie reißen. Einer seiner Begleiter war Leanel. Die Elfe hatte darauf bestanden mitzukommen. Der zweite Schnitter war Gavalas. Er hatte keine Gefährtin und lebte nur für das Schwert. Ähnlich wie er selbst für lange Zeit. Der Elf hoffte auf Ruhm, durch das Erschlagen eines Drachen. Doch der letzte Begleiter machte ihm die meisten Sorgen. Wie hilfreich Fenryl war, konnte er nicht ermessen. Im Kampf war er nicht schlecht und wurde wenig von seiner Behinderung eingeschränkt. Dass er sie begleitete war die Bedingung des Elfen und Obilees gewesen, Yulivee gegenüber Stillschweigen zu bewahren. Was die Motivation des Fürsten von Carandamon war, vermochte Tiranu nicht zu sagen. Er hatte gemeinsam mit ihnen trainiert und sich ebenfalls an den magischen Künsten beteiligt. Die Elfen hatten sich gegen Reittiere entschieden, da diese nur unnötig gefährdet würden und wenn sie alle starben, wer wusste, was mit ihnen im Jadegarten geschah. Dort gab es für sie kein Entkommen. Seine Schwester stand mitten im Thronsaal der Königin und wob den Zauber, der ihnen den Albenstern öffnete. In so wenigen Schritten würden sie womöglich ihrem Tod begegnen.
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