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Repeating History

Kurzbeschreibung
GeschichteThriller, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Lijanas Mordan
20.01.2016
17.10.2016
6
11.159
3
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
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03.02.2016 2.539
 
Kapitel 3


Lijanas wusste nicht was sie erwartet hatte. Ein weiteres Savehouse, wie dass in dem sie operierte, vielleicht, oder eine Lagerhalle. Unten am Hafen, wie in einem schlechten Gangsterfilm vielleicht. Von denen hatte sie in letzter Zeit ziemlich viele gesehen. Entweder, die kamen sehr gut an die Realität heran, oder ihre neuen Kollegen gaben sich die größte Mühe auch wirklich alle Klischees zu erfüllen. So oder so kamen sie ihr manchmal ein wenig albern vor.

Das „der Boss“ ein schickes Büro in einem der Wolkenkratzer im neuen Stadtzentrum zu mieten schien, sagte ihr sehr viel mehr zu – da musste sie sich wenigstens nicht mehr blöd vorkommen wenn sie wie ein ganz normaler Mensch redete und sich nicht wie ein unterbezahlter Nebendarsteller in einem zweitklassigen Tarantino-Abklatsch aufführte.

Das Büro war unpersönlich, aber geschmackvoll in einem modern-europäischen Stil eingerichtet, mit klaren, harten Linien in schwarz und hellgrau, lederbezogene Sitze. Lijanas hatte keine Ahnung von Architektur, aber die Möbel schrien schon fast ihren horrenden Preis. Sie fand, es passte zu dem großen Mann der entspannt hinter dem gläsernen Schreibtisch saß, die Skyline, die die komplette Nordseite des Raumes einnahm, im Rücken.

Während ein Auge ihres Gegenüber unter einer Augenklappe verborgen blieb, musterte das andere sie aufmerksam. Die Kälte in seinem Blick reichte aus, um Lijanas zu verunsichern. Sie fühlte sich klein, underdressed und geradezu schäbig. Aber das war wahrscheinlich der einzige Sinn hier. Entschlossen reckte sie dass Kinn. Er war schließlich nicht der einzige, der Besseres zu tun hatte.

Belustigt stellte sie fest, das sich unter dem teuren schwarzen Hemd kaum merklich eine dünne, schusssichere Weste abzeichnete. Da ist aber jemand paranoid. Sie fragte sich, wo der Panikknopf und die Pistole an dem minimalistischen Glasschreibtisch versteckt waren.

„Mrs Calder, entsch-“

„Lauma.“, unterbrach sie ihn. „Ich lasse mich zur Zeit scheiden und gedenke meinen Mädchennamen wieder zu benutzen – da ich hoffe, diese Angelegenheit mit meinem Ehemann möglichst schnell zu regeln, können wir auch gleich so anfangen. Aber das wissen Sie ja bereits.“ Kalt und professionell? Das konnte sie auch.

„Miss Lauma.“, sagte er und für eine Sekunde schien sein Mundwinkel zu zucken. Findet er meinen Ehekrieg etwa lustig? „Schön, Sie endlich persönlich zu treffen.“

Sein Tonfall – irgendwo zwischen professionell und gelangweilt – ließ eher das Gegenteil schließen. Er redete auch nicht weiter, sondern blätterte ein paar lose Zettel vor sich durch.

Wenn sie genauer darüber nachdachte war dieses Büro eindeutig nur dafür eingerichtet worden, sie unbehaglich zu machen. Ihr Stuhl war weitaus niedriger als seiner, und in Verbindung mit den riesigen Möbeln war es kein Wunder das sie sich winzig fühlte. Außerdem, dachte sie belustigt, muss es verdammt unbequem für jeden sein, der längere Beine hat als ich. Und wie er sie einfach ignorierte! Als wäre sie das Unwichtigste und Nervigste mit dem er sich je hatte befassen müssen. Sollte er es doch so haben – dieses Spiel konnten zwei spielen.

Sie überschlug ihre Beine, faltete die Hände ordentlich auf dem oberen Knie und lehnte sich entspannt zurück. Und dann wartete sie. Das monotone Ticken seiner Armbanduhr machte sie fast wahnsinnig.

Wenn dieser Raum tatsächlich seine Persönlichkeit widerspiegelte, musste er unglaublich penibel sein. Oder er hatte eine sehr gute Putzfrau. Trotzdem – es war schon fast zwanghaft, Stifte, Ordner und Bürozubehör waren akribisch zur Tischkante hin ausgerichtet worden, die Ordner im Regal rechts von ihr waren perfekt sortiert, nicht ein Staubkorn auf dem großen Plasmabildschirm über der Anrichte links. Sie bekam ihren Fernseher nie ganz sauber. Die Reißzwecken und Büroklammern waren nach Farbe sortiert. Er hatte sogar eines dieser Perpetuum-Mobile-Dekodinger, die so ausbalanciert waren, dass sie sich einmal angestoßen immer weiter drehten und wippten. Zur Zeit stand es allerdings still. Sie fragte sich, ob er wohl einen Nervenzusammenbruch bekommen würde, wenn sie es anstupste. Wahrscheinlich eher weniger. Aber sie konnte es doch wenigstens mal ausprobieren ...

Um der Versuchung zu widerstehen stellte sie ihre Einkaufsliste für die nächste Woche zusammen. Sie fragte sich, was zum Teufel er da kritzelte. Wahrscheinlich spielt er Tick-Tack-Toe mit sich selbst. Sie konnte gerade so ihr Grinsen unterdrücken.

Schließlich gab er auf. Wahrscheinlich hatte er wirklich Wichtigeres zu tun. Er räusperte sich und schob die Blätter ein wenig von sich weg. „Miss Lauma.“, sagte er wieder.

Da sind wir schon gewesen, Depp.

„Es gäbe da noch einige Kleinigkeiten die ich mit ihnen besprechen wollte. So wie ich dass verstanden hatte, schließen Sie ihr Studium nächstes Semester ab?“ Er sprach so klar und gepflegt wie es nur Leute tun die mit jedem Wort einen Akzent unterdrücken.

Sie nickte.

„Haben sie schon genauere Pläne was Sie als Nächstes tun wollen?“

Sie überlegte kurz. Das dieses ganze Arrangement keine Gelegenheitssache war, war ihr von Anfang an klar gewesen. Sie war darin verstrickt und sie würde sich kaum wieder herauswinden können. Die Frage war nur, wie tief sie schon drinsteckte, und wie weit noch sie zu gehen bereit war.

„Ich hatte bis jetzt vor, mir einen passablen Job in einem Krankenhaus zu suchen – gute Chirurgen sind immer gesucht.“ Ja, und wie steht es mit Chirurginnen? Sie biss sich auf die Lippe.

Er schien den gleichen Gedanken gehabt zu haben, oder vielleicht bildete sie sich das auch nur ein, denn für einen Moment zuckten wieder seine Mundwinkel. Bastard, dachte sie, du weißt genau, dass ich schlechte Karten habe, und es macht dir Freude.

„Wie wäre es mit einer Alternative.“ Er schlug einen der unbeschrifteten Ordner auf, zog ein paar zusammen getackerte Bögen Papier hervor und schob sie ihr hin. Sie hätte sich vorbeugen müssen, um darauf zu spähen, aber sie tat es nicht. „Wie wäre es wenn wir unser Arrangement erweitern würden, Sie stattdessen noch zwei Jahre weiter studieren und dabei ein wenig umsatteln? Die Gebühren würden wir natürlich übernehmen.“

Sie hob skeptisch eine Augenbraue. „Und was würde ich studieren?“

Er lächelte, das erste Mal, aber es war ein kaltes, freudloses Lächeln. „Plastische und ästhetische Chirurgie. Sie wissen schon,“, er zuckte mit den Schultern, das Erste wenigstens halbwegs Menschliche das sie bisher an ihm hatte entdecken können, „neue Nasen, neue Ohren, neue Brüste.“

Neue Gesichter., stand ungesagt im Raum. Neue Gesichter für alte Verbrecher.

Da hatte sie sich ja wundervoll eingestrickt. Andererseits, konnte sie es sich erlauben, eine unglaubliche, feste Bezahlung aufgrund moralischer Prinzipien in den Wind zu schießen, wenn die einzige Alternative eine unterbezahlte, hypothetische Anstellung war? Wenn sie ehrlich mit sich war, würde sie niemals auf Anhieb eine Stelle finden, die Budgets der Krankenhäuser in Anchara waren viel zu klein. Sie könnte in einer anderen Stadt suchen, aber dann müsste sie den Umzug bezahlen – und das Jugendamt und Ahmeers Anwalt würden ihr die Hölle heiß machen, weil sie „die Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung riss“.

Die traurige Wahrheit war doch, das dieses dubiose Arrangement ihre beste Chance war. Weg von Ahmeer, und zwar ohne Kinder und Erbe aufgeben zu müssen.

Verzweifelte Zeiten und so weiter ...

Sie straffte die Schultern und zwang sich, den kalten Blick zu erwidern. Und als Sahnehäubchen zwang sie sich zu dem bezauberndsten Vorstadthausfrauenlächeln zu dem sie imstande war. Nimm das, Terminator.

„Das klingt doch nach einem wunderbaren Angebot.“, strahlte sie übertrieben enthusiastisch. Sie überlegte, noch ein beglücktes Händeklatschen anzuhängen, aber anscheinend hatte ihre seltsame Darstellung schon gereicht. Ihr Gegenüber sah tatsächlich für einen kleinen Moment verdutzt aus. Eins zu Null für Sarah Connor.

Wenigstens erholte er sich schnell wieder von seinem Schock. „Und dann wäre da noch dass hier.“ Zwei weitere Stapel wurden ihr hin geschoben. Da er keine Anstalten machte, ihr deren Inhalt zu erklären, blieb ihr nichts weiter übrig als auf ihrem Sitz so weit wie möglich nach vorne zu rutschen und sich die Papiere zu angeln. Angestrengt starrte sie auf die kleine Schrift. Das kann doch nicht …

„College-Funds?!“, fragte sie verblüfft.

„Cemi Hamer und Reixa Nucara Calder. Ich hoffe, es ist alles richtig geschrieben.“

Sie starrte immer noch auf die Papiere.

„Eine monatliche Überweisung ist eingerichtet. Das Geld ist so sauber, wie wir es hinkriegen können. Apropos sauber, hier.“, er reichte ihr eine Visitenkarte. „Ecren wird sich um ihre Steuererklärung kümmern. Am Besten sie machen schon im Herbst einen Termin, zum Jahresende ist immer ziemlich viel zu tun.“ Warum plötzlich so freundlich, huh?

Sie war immer noch komplett überrumpelt. Diese Runde ging doch an Mr T-800.

***

Seufzend verlagerte sie das Gewicht der Einkaufstaschen und schob den Schlüssel ins Schloss. Die Tür war schon etwas älter, weshalb man sie mit Kraft aufstoßen und hinter sich zuschlagen musste. Drinnen lief der Fernseher. Levan hatte sich aufs Sofa geworfen und blies gedankenverloren Kaugummiblasen. Sie hatte ihm schon vor Wochen einen Schlüssel in den Blumentopf gelegt. Wenn er immer wenn er sie abholen sollte in der Einfahrt herumlungerte machte das nur Ärger mit den Nachbarn. Besser er war Ihr Neuer Macker als Der Schräge Typ, So'n Gangster war er ja eh schon, da war Hopfen und Malz verloren.

„Du hast zwanzig Minuten!“, rief er als sie die Taschen auf den Küchentisch knallte.

„Wunderbar.“, sagte sie. „Sei ein guter Junge und räume die Sachen aus dem blauen Beutel da ins Tiefkühlfach, ja?“

„Wer bin ich, das Hausmädchen?“

Sie gab ihm von der Treppe aus ihren besten Mama-Blick. „Beweg dich. Ich geh duschen.“

Das heiße Wasser tat besser als sie hätte zugeben wollen.

Wenige Minuten später pflückte sie ein Shirt von einem Kleiderhaken. Vorm Spiegel blieb sie kurz stehen. „Redest du mit mir?“, fragte sie ihr Spiegelbild. „Redest du mit mir?“ Sie lachte. „Du guckst zu viele Filme, Lija.“

Plötzlich ging unten die Haustür. Sie lief die Treppe hinunter. Die Taschen lagen leer in der Wohnküche verteilt, von Levan keine Spur. Wahrscheinlich raucht er wieder heimlich im Garten. Als ob ich das nicht merken würde.

Ahmeer stand in der Garderobe, mit seinem üblichen mies gelaunten Gesichtsausdruck.

Sie seufzte genervt. „Nicht jetzt. Ich muss gleich los.“

„Ach, die Dame muss gleich los?“, äfft er sie nach. „Was hast du denn für wichtige Termine?“

„Termine. Irgendwie muss ich ja was verdienen, wenn mir ein gewisser Herr keinen Unterhalt zahlt.“

„Ich kann mir schon vorstellen wie du dein Geld verdienst, Schlampe.“

Wo ist bloß Levan wenn man ihn braucht? Andererseits wollte sie Ahmeer nicht noch mehr Zündstoff für seine Verleumdungen liefern.

Sie atmete tief durch. Lass ihn doch denken was er will …

„Was willst du hier?“, fragte sie. Das Gefühl, genau dieses Gespräch schon mal geführt zu haben, wurde mit jeder Minute stärker. Nur hatte sie da wahrscheinlich keinen Handtuch-Turban getragen. Sie dachte kurz nach. Nein, frisch geduscht hatten sie sich noch nie gezofft.

„Brauche ich einen Grund, in mein Haus zu gehen? Warum bist du noch hier?“, fuhr er sie an.

Sie schnappte verärgert nach Luft. „Dein Haus? Dein Haus? Das Haus gehörte meiner Mutter, und jetzt gehört es mir!“

„Nichts gehört dir, hörst du? Warte nur, bis der Richter darüber entscheidet. Denkst du, so eine verlogene Hure wie du bekommt Recht?“ Er machte einen Schritt auf sie zu. Sie reckte das Kinn. So leicht ließ sie sich nicht einschüchtern!

„Sollen deine Anwälte sich doch die Zähne daran ausbeißen! Meine Mutter hat es mir vermacht, ich habe lebenslanges Wohnrecht! Das können die auch nicht ändern! Und jetzt verschwinde. Ich rufe dir Polizei, wirklich. Die schmeißen dich hier hochkant raus!“

Er kam noch näher, ihre Nase berührte fast sein Kinn., aber sie wich nicht zurück. Nicht einen Millimeter. Sie zwang sich, ruhig zu atmen.

„Hast du's immer noch nicht verstanden, du dummes Miststück? Ich bin die Polizei! Wenn hier irgendwer rausgeschmissen wird, dann du, kapierst du das? Du hast hier gar nichts zu melden!“ Er war ganz rot angelaufen. Ihr Arzt-Persona machte sich automatisch Sorgen um seinen Blutdruck. Seine Rechte zuckte, in seinen Augen stand blinder Zorn, er brüllte immer weiter. Er will, dass ich nachgebe. Wenn er nur in einer Sache gewinnen kann, in einer einzigen, dann hat er alles gewonnen. Alles was sie hörte war das dumpfe Wummern ihres eigenen Blutes. Ihre Hände ballten sich zu nutzlosen Fäusten. Wenn du glaubst, ich werde zucken, hast du sich geschnitten. Sein Brüllen wurde immer aggressiver. Ihr ganzer Körper vibrierte vor Anspannung.

Und dann zersprang der Druck.

Das satte Geräusch von Haut auf Haut erfüllte den Raum.

In ihrem Kopf war alles still. Benebelt fragte sie sich, wo der Schmerz blieb, die unweigerliche Wucht, die ihren ganzen Körper erschüttern müsste. Sie blinzelte verwirrt.

Levan hatte Ahmeers Arm mitten im Schwung abgefangen. Die zwei Männer standen sich wie Ringer im Flur gegenüber, ihre Arme bildeten einen grotesken Bogen über ihrem Kopf, Levans Hand fest um Ahmeers Handgelenk geschlossen. Das bizarrste Armdrücken der Geschichte. Ahmeer schäumte. Levan war – überraschend gelassen, wenn man bedachte, dass Ahmeer aussah als würde er sich jede Sekunde wie ein tollwütiger Hund auf ihn stürzen. Aber Lijanas konnte sehen wie die Sehnen an seinem Hals sich spannten und Eis in seine Augen floss.

Ihr war nie aufgefallen, wie groß er tatsächlich war. Mit der abgeschabten Lederjacke, den ausgewaschenen Jeans und dem Glasstecker im Ohr war er eher der rebellische Teenie von nebenan als jemand, vor dem man sich fürchten musste. Aber nun – voll aufgerichtet und auf Konfrontationskurs – war er plötzlich um einiges beeindruckender.

Ich habe meinen persönlichen Rausschmeißer, dachte sie, und für einen aberwitzigen Moment glaubte sie, kichern zu müssen.

Mit einer einzigen geschmeidigen Bewegung verdrehte er Ahmeers Arm und schob sie gleichzeitig hinter sich. Ahmeer ächzte und sie konnte sehen wie sich sein Gelenk ungesund verdrehte als er versuchte, dagegenzuhalten. Was auch immer Levan ihrem Noch-Ehemann zuflüsterte, es brachte zumindest für einen Moment einen Hauch von Blässe um seine Nase bevor die Zornesröte zurückkehrte. Dann öffnete er die Tür, schob Ahmeer einfach nah draußen und knallte sie ihm vor der Nase zu.

Ihr war, als hätte jemand alle Luft aus ihr herausgelassen. Dumpf rutschte sie an der Wand entlang zu Boden.

ABR, teilte ihr der winzige, funktionierende Teil ihres Geistes mit. Du Weichei hast einen Schock.

Levan hob sie hoch und führte sie zum Sofa.

„Ich … wir müssen los …?“, flüsterte sie und starrte ihn mit riesigen Augen an.

Er hielt ihr ihre Hand vors Gesicht. Winzige Tremore rannen durch ihren ganzen Körper und ihre Finger zitterten merklich. Ihr Herz flatterte wie ein gefangener Vogel in ihrer Brust.

„So?“, fragte er. „Wenn du denkst, ich lasse dich auch nur in die Nähe der Instrumente, dann hast du falsch gedacht.“

„Aber ...“

„Kein Aber. Das kann noch einen Moment warten.“, er kniete sich vor sie und nahm ihr Gesicht in seine Hände. „Und jetzt erzählst du mir, ob er das schon mal gemacht hat.“

Sie schüttelte schwach den Kopf.

„Gut. Wenn er je wieder so eine Scheiße abzieht, dann rufst du mich an. Hast du das verstanden? Das sollte ich dir eh geben.“, er drückte ihr ein Wegwurfhandy in die tauben Finger. „Du rufst mich an, und wir regeln das.“

Das Handtuch hatte sich gelöst und ihre Haare hingen ihr in feuchten Zotteln ins Gesicht.

„Aber ...“, flüsterte sie. „Er ist ein ...“ Cop „Polizist. Ihr … ich meine, ich bin nicht blöd … so läuft das nicht ...“ Plötzlich weinte sie.

„Scheiß drauf. Ist mir egal ob er ein Cop ist oder der Kaiser von China.“, knurrte er so scharf das sie zusammenzuckte. Beschützend legte er die Arme um sie. „Er ist ein Arsch. Und er fasst dich nie wieder an, dafür sorge ich.“

Sie schniefte und presste ihr Gesicht in seine Jacke.

***
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