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Shenny: „Und es geht los“

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Amy Fowler Bernadette Rostenkowski Howard Wolowitz Leonard Hofstadter Penny Sheldon Cooper
19.01.2016
14.09.2020
21
36.221
4
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03.07.2016 973
 
„Und wer ist das jetzt?“, Sheldon saß auf meiner Couch und sah mich irritiert an. Obwohl er es hasste, dass Beobachter während einer Serie sich unterhielten, stellte dieser erstaunlich viele Fragen. Während der gesamten Zeit über. Um die Spannung aufrecht erhalten zu können, nahm ich einen kräftigen Schluck aus meinem Glas, welcher randvoll mit Alkohol gefüllt war. Und um einen gewissen Pegel anzuheben, um die Motivation zu besitzen, diese Frage beantworten zu können.

„Sheldon Spatz, schau dir es doch erst einmal weiter an. Das wird alles noch beantwortet, im Laufe der Serie.“, erklärte ich ihm, fast schon liebevoll. Der Alkohol wirkte also bereits, zum Glück. Das wäre nämlich nicht mein erstes Glas. Oder mein zweites.

Cooper sah mich geschockt an. „Es ist eine ganze Serie?“, dieser schien entgeistert zu sein. „Oh nein! Jetzt muss ich mir die komplette Staffel kaufen und sie mir ansehen, von Anfang bis Ende.“, stöhnte dieser genervt.

Ein Lächeln schlich sich auf meinen Lippen. Der Alkohol wirkte sowas von! An Sheldon kann es ja wohl kaum liegen. Sanft lege ich ihm eine Hand auf sein Knie, was er jedoch nicht bemerkte, so fokussiert war er auf den Bildschirm. „Es gibt acht Staffeln, Spatz.“, sprach ich aus und das Lächeln blieb nach wie vor. Jedoch nicht bei Sheldon. Sein Blick schien mir, als hätte man diesen getreten.

„Ganze acht Staffeln?“, widerholte er meine Worte, wandelte sie jedoch in eine Frage um.

Da musste ich selbst nachdenken. „Nein.“, überdachte ich es mir nochmal. Jetzt fiel es mir wieder ein, während dieser sich entkrampfte, regelmäßig die Luft inhalierte.

„Es gibt neun Staffeln, aber wahre Fans sehen diese nicht als solche an, weil sie wirklich schlecht ist. Gerade zu grauenhaft!“, erkläre ich ihm mit einem breiten Grinsen. Da sah mich der Physiker auffordernd an, damit ich weiter sprach. Jedenfalls kam es bei mir so an, denn dieser blieb stumm.

„Es handelt sich um eine Serie über Ärzte, diese erleben“, fing ich an zu erzählen, werde jedoch schnell unterbrochen.

„Penny?“, kam es von seiner Seite aus. „Erzähl mir nicht, was dort passieren wird.“, ermahnte mich dieser. „Erinnerst du dich an die Strikes?“ Erinnerungen werden wach, aber nicht die schönen. Als ich diesem zunickte, sprach er weiter. „Gut.“, kam es nur knapp von seiner Seite aus.

Damit sah ich wieder auf den Bildschirm.

„Oh nein, wer ist das jetzt?“, kam erneut eine Frage auf.

Aber wehe einer kennt die Antwort!, ging es mir durch den Kopf und ich konnte nicht anders, als genervt mit den Augen zu rollen. Zicke., dachte ich über meinen Besucher. Ehrlich gesagt, war ich etwas genervt.

„Bitte Penny, sag es mir!“, forderte mich dieser auf. Sein Blick glich dem eines Welpens. Sofort werde ich aus meinen Gedanken gerissen.

Genervt seufzte ich auf und fing an zu erklären. „Das ist Dr. John Dorian, Spatz. Er befindet sich in der Ausbildung.“, erklärte ich ihm schlussendlich. Irgendwie fühlte ich mich ruhig, entspannt und auch glücklich. Glücklich, über die Tatsache, dass ich Single war?

Oder wegen dem Rausch, wegen Sheldon oder der Tatsache, dass dies meine Lieblingsserie war, über die ich da sprach?

Fasziniert sah er mich dabei an, während ich nach wie vor über die Serie sprach. Sah dabei in seine Augen, die mich musterten. „Aber Dr. Cox, sein Ausbilder ist ein echtes Arschloch.“, beendete ich das Gespräch und genehmigte mir einen Schluck aus meinem halb leeren Glas.

Halb voll oder halb leer? Es wäre mir lieber, wenn es halb voll wäre.

Besorgt erkenne ich, wie Sheldon sich verkrampfte, während er einen Punkt in meiner Wohnung fixierte. „Spatz, du musst dir die Serie nicht ansehen, wenn diese für dich unangenehm ist.“, sprach ich sanft. Mit Lee Cooper musste man sehr einfühlsam sein.

Aber dieser schüttelte nur hastig mit dem Kopf und blickte auf sein Bein herab. Meine Hand lag nach wie vor auf seinem Knie und ich zog diese schnell zurück, sichtlich peinlich berührt. „Verzeihung.“, kam es wie aus der Pistole geschossen.

Wieso lag da überhaupt meine Hand? So als ob Sheldon ein sehr enger Freund für mich wäre. Sowas ganz natürliches.

Eigentlich unternahmen wir selten etwas miteinander, weil ich diesen überforderte. Aber mit ihm war es auch kein Kinderspiel gewesen, machte er mich doch regelrecht wütend.

Aber ab diesem Tag, an dem er vor meiner Tür stand, ohne Aufforderung in meine Wohnung kam und nach der Antwort verlangte, wieso ich nicht mehr Teil ihres Lebens bin, ab da kam er regelmäßig zu mir.

Es war schon fast zur Gewohnheit geworden, dass ich zur Uhr sah, vor der Tür wartete, bis dieser seinem Zwang nachging und übertrieben oft an der Tür klopfte, ich sie für ihn öffnete und er stumm meine Wohnung betrat.

Der angesprochene winkte ab und versuchte ruhig zu wirken, jedoch konnte ich es ihm ansehen, dass es ihm mehr als nur unangenehm war. Auch sah ich, dass er nach den passenden Worten suchte.

„Penny, es ist schon spät.“, kam schließlich seinerseits, was mich traurig stimmte, ich nickte jedoch ruhig.

„Natürlich.“, fast schon synchron standen wir auf, gingen zur Tür und er öffnete diese, wir blieben jedoch stehen.

„Es war schön.“ Aus irgendeinem Grund, ging es mir besser, als mein Gehirn diese Nachricht verarbeitete. „Und diese acht Staffeln müssen wir uns auch ansehen.“, fügte dieser hinzu, wandte sich an mich und es schlich sich ein sanftes Lächeln auf seinen Lippen.

„Aha!“, ertönte eine mir bekannte Stimme. Meine Freundin stand vor Sheldon und sah uns abwechselnd an. „Kommt ja nicht auf den Gedanken, dass ich etwas mit Leonard am laufen habe, hört ihr?“, die viel zu hohe Stimme schrie uns bedrohlich an und ihr wütender Blick fixierte uns.

„Diese Fanfiktion wird nicht dazu benutzt, um Howard und mich zu trennen, kapiché?“, dies hörte sich nicht wie eine Frage an, eher wie ein Befehl.

„Genau!“, kam auch Howard dazu und sah uns ebenfalls wütend an. Der Blick seiner Frau war jedoch bedrohlicher.
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