Shenny: „Und es geht los“

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Amy Fowler Bernadette Rostenkowski Howard Wolowitz Leonard Hofstadter Penny Sheldon Cooper
19.01.2016
28.03.2020
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19.01.2016 1.383
 
Er sah mich nach wievor fragend an, denn es ist ihm nicht entgangen, dass Leonard und ich uns seit Wochen ausdem Weg gegangen sind. Wir befanden uns vor meinem Apartment, wobei Sheldon im Türrahmen stand.

„Na schön. Weißt du noch, wie Leonard und ich mit dem Auto nach Las Vegas gefahren sind, um dort spontan zu heiraten?“, eigentlich rief ich ungern alte Geschichten zurück in meine Erinnerung, die zudem furchtbar waren, aber Sheldon ließ nicht locker.

Fassungslos sah mich dieser an. „Natürlich weiß ich das. Ich habe ein eidetisches Gedächtnis.“, kam es von seiner Seite aus.

„Natürlich.“, stellte ich meine Tasse ab. „Wir haben nicht geheiratet.“, nahm ich ihm schon mal jegliche Spannung heraus.

„Bekam Leonard kalte Füße?“, er sah mich nach wie vor an. Dies war schon fast gruselig.

„Nein, hat er nicht.“

„Hat er Milchprodukte zu sich genommen? Er weiß doch, dass er Laktoseintolerant ist. Du weißt gar nicht, wie es letztes mal war. Die Kinder haben sich erschrocken, als sie diese Katastrophe mit ansehen mussten. Ja, auch die Gäste, die in dem Restaurant gegessen haben, haben“, erzählte er seine Geschichte.

„Ist gut, Sheldon.“, unterbrach ich diesen. Wollte ich dies doch nicht hören. Wirklich nicht. „Nein, er hat mir auf dem Weg gebeichtet, dass er während unserer Beziehung eine andere küsste. Dieser Schuft ist mir fremd gegangen, kannst du dir das vorstellen, Sheldon?“, war ich fassungslos gewesen.

„Als er mit seinen Kollegen auf dem Schiff war und du Sorgen wegen ihm bekamst. Und sogar einen Albtraum bekamst.“

Dieses mal unterbrach mich Sheldon. „Ganz bestimmt bekam ich deshalb keine Anst. Ich ging zu dir, damit du dir keine Sorgen um ihn machen musstest.“, warf dieser empört ein.

Penny verdrehte die Augen, „Was auch immer.“, sie nahm einen Schluck von ihrem Tee. Es wäre ihr lieber, wenn es sich hierbei um Alkohol handeln könne. „Jedenfalls begann ab da ein großer Streit.“ Wo stand dieser verdammte Alkohol?

„Ihr streitet euch doch ständig. Wo ist das Problem, Penny?“, er war auch dieses mal sehr schwierig. Langsam glaubte ich wirklich, dass seine Mutter über die Tatsache, zwei dumme Kinder zu besitzen, weshalb Sheldon das einzige Problemkind war, sehr erleichtert war.

„Ich habe mich von ihm getrennt.“, sprach ich es aus.

„Aber du liebst ihn doch!“, warf dieser ein. Ein gutes Argument, seinerseits.

„Sheldon“, leicht genervt fasste ich mir an die Stirn.

„Liebst du ihn oder nicht?“, wollte dieser ganz ehrlich wissen.

Seine Frage konnte ich problemlos beantworten, aber er ist Leonards Freund, wenn nicht sogar der Beste. Er würde ihm sofort alles erzählen, weil er nichts für sich behalten kann und sich deshalb sehr verdächtig verhält. Leonard würde früher oder später begreifen, dass etwas nicht stimmt.

„Penny.“ Mir fiel auf, dass er seinen Tee stehen ließ.

„Er ist wirklich nett.“, fing ich an, um den heißen Brei zu sprechen.

„Penny.“, sprach dieser meinen Namen aus.

„Zwar nicht groß, aber liebevoll.“ Er sah mich wütend an. Wartend, denn er verlangte eine Antwort.
„Nein, ich liebe ihn nicht. Zufrieden?“, meine Schultern sackten herab. War doch Leonard ein wirklich toller Typ gewesen, wirklich! Aber das konnte ich ihm nicht verzeihen.

Er gab darauf keine Antwort.

„Was mache ich jetzt?“, stöhnte ich genervt auf und trank den Rest Tee leer. Jetzt würde mich Sheldon bestimmt nie wieder sehen wollen und Leonard wird bestimmt sehr gekränkt darüber sein. War ich doch sein Traum.

„Leonard trifft sich heimlich mit einer anderen.“, gab er mir zu verstehen. Überrascht sah ich diesen an, war wirklich es wahr?

„Hm?“, gab ich nur von mir, so sprachlos war ich gewesen. Schließlich fand ich doch noch Worte. „Seit wann?“

„Ich weiß nicht, ob sie sich schon früher heimlich trafen, bevor ich sie dort zusammen sah.“, prüfend warf er einen Blick in seine Tasse, hielt sie dann vor mir. Dieser wollte Nachschub.

„Bist du dir sicher, dass die Frau nicht aus seiner Familie stammt?“, scherzte ich und schüttete heißes Wasser in seine Tasse.

„Wenn das so wäre, wäre das eine durchaus seltsam intime, familiär Beziehung.“, nahm sich dieser einen Teebeutel und legte diesen in seine Tasse.

„Was meinst du damit?“, wurde ich hellhöriger.

„Sie hielten Händchen und küssten sich, während er sie nach Hause begleitete.“, mit dem kleinen Löffel rührte sich Sheldon seinen Tee um.

„Ja, ein Spaß für die ganze Familie.“, murmelte ich sichtlich verärgert. Dieser sah mich an.

„Wie bitte?“, irritiert blinzelte er ein paar mal.

„Egal.“ Leonard besaß also wieder eine Freundin. Schön für ihn, wirklich! Wieso nahm es mich dennoch so mit? Gab es doch keinen Grund zur Beunruhigung.

„Nein, dass verstehe ich jetzt nicht!“, war dieser mal wieder auf dem Schlauch gestanden, dabei besaß dieser Mann ein unglaublich hohes IQ!

„Es war ein Witz, Sheldon!“, ich sah in sein Gesicht und erkannte, dass er sich noch immer darüber Gedanken machte.

„Bist du sehr verletzt?“ Zum Glück dachte er nicht mehr lange über meine Aussage nach.

„Nein. Wieso auch? Ich bin wirklich froh, dass er eine neue fand, wirklich. Ernsthaft.“, überzeugte ich mich selbst davon, was wirklich schwierig war. Sheldon nahm einen Schluck von seinem Tee.

„Bist du deshalb nicht mehr zu uns gekommen?“ Dieses mal fiel es mir leichter, auf seine Frage zu antworten, zum Glück.

„Ja, ich wollte, dass er mich vergisst. Das hat funktioniert.“ Ein bisschen zu gut, für meinen Geschmack, aber was soll's.

„Hör mal, kennst du die Neue etwa?“, stellte ich die Frage an Sheldon nach einer sehr langen Schweigeminute.

„Nein, ich sah sie von weitem. Aber ich besaß das Gefühl, als ob ich sie kennen würde.“, er dachte angestrengt nach, schien diese Erinnerung ihm doch egal zu sein. „Ja, sie trug die selbe Kleidung und ihr Gangart war identisch.“, schweigend sah ich ihn an, während er über die Person nachdachte. Nach ein paar Minuten dachte ich, dass ich ihn ablenken könne.

„Was ist mit dir und Amy?“, kam von mir die Frage auf, nachdem nichts mehr von ihm kam. Er ließ seinen Kopf hängen. Gut gemacht, Penny.

„Sie trennte sich von mir. Seitdem sah ich sie nie wieder.“, er machte Anstalten, dass er gehen wollen würde.

„Das tut mir sehr leid.“, meine Besorgnis war echt, dies merkte er, betrachtete aber nach wie vor auf den Boden. Stillschweigend saß Sheldon da.

„Schon okay. Seitdem sie mich verließ, besaß ich sehr viel Zeit, um mir alles zu überdenken. Es schien mir sehr logisch, dass dies alles einen Sinn besaß.“, sein Blick war fern, so als ob er sich über etwas Gedanken machte.

„Ja, denk doch einmal nach.“, ich bezweifelte stark, dass er mit mir sprach, als eher mit sich selber, um sich von etwas überzeugen zu können. Gespannt sah ich Sheldon dabei zu.

„Es war für mich eine Qual, wenn wir uns trafen. Es interessierte mich nie, was sie zu erzählen besaß. Sie seziert Gehirne und Mäuse, die voll mit Bakterien und anderen Krankheiten übersät sind. Sie ist immerzu davon besessen, mit mir eines Tages den Coitus vollführen zu können und sie veränderte sich sehr. Manchmal kann ich es ihr nicht übel nehmen, denn ich bin großartig, aber Amy ist nicht die Frau, mit der ich mein Leben verbringen würde.“, er blickte mir direkt in die Augen und lächelte.

„Ja, aber“, wollte ich ihm schon widersprechen.

„Aber?“, irritiert sah er mich an.

„Sheldon, du bist“ Es besteht Fluchtgefahr. Überleg' dir also gut, was du ihm sagst. „Ein spezieller Mensch.“, drückte ich es sachte aus.

„Du kannst es ruhig aussprechen. Ich bin anstrengend und ich überfordere die Menschen mit meinem Verhalten und mit meiner Art.“, seine Gesichtszüge wurden ernst, aber er blieb sitzen.

„Ja, dass stimmt. Aber seitdem Tag, andem ich dich kennengelernt habe und jetzt. Es ist so viel passiert. Du bist ein erstaunlich, intelligenter Mann. Du bringst mich zum lachen und ich weiß, dass ich dir vertrauen kann und das tue ich auch. Du machst dich zwar über mich lustig, aber genau aus diesem Grund möchte ich mich weiterbilden.“, ich sah ihn an und bemerkte, dass auf seinen Lippen ein Lächeln aufkam.

„Deshalb hattest du dich über die Umarmung gefreut.“, dachte dieser, er wüsse jetzt den Grund. Dann fing dieser an. „Dank dir verstehe ich etwas Sarkasmus und Ironie und kann sowohl das eine, wie auch das andere einsetzen.“, bevor ich etwas sagen konnte, nahm mich Sheldon in die Arme. „Danke Penny!“, war dieser sichtlich glücklich gewesen.

Ohne etwas zu erwidern, genoss ich die Umarmung.