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Immortals ~ Fall Out Boy

von Yato-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Hiyori Iki Kofuku Nora Yato Yukine
18.01.2016
25.03.2016
10
11.951
12
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Dieses Kapitel
1 Review
 
04.03.2016 1.307
 
Zuhause







I'll be the guard dog of all your fever dreams

~Fall Out Boy (Immortals)



Ich werde der Wachhund all deiner Fieberträume sein





„Und?“, fragte Kofuku mit vollen Backen, während sie schon das nächste Sushiteilchen in die Sojasoße dippte, „Was hast du so in der Zeit erlebt?“
Yukine versuchte, sich seine Unbehaglichkeit nicht anmerken zu lassen, doch trotzdem warf Yato ihm über den schweren Eichenholztisch einen kurzen, ernsten Blick zu. Und das wollte schon was heißen, schließlich gab es gerade sein geliebtes Abendessen.
Irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, das Yato sich verändert hatte.
Nur- hatte er sich wirklich selbst verändert?
Lag es vielleicht an Hiyori?
Oder an der Shinki?

Yukine schluckte und überlegte, wie er Kofuku möglichst unverfänglich antworten könnte, als Daikoku ihm plötzlich zur Seite sprang: „Na, verhungert ist der Kleine wohl nicht. Sieht eher so aus, als hätte er zugenommen!“ Er lachte herzlich laut los und auch Kofuku schlug lachend die Hände zusammen. „Dann gehst du wohl erst einmal auf Diät! Aber nicht jetzt, schließlich habe ich extra zur Feier des Tages gekocht! Wäre ja schade drum“, sie sprang auf und lief in die Küche, um ein neues Blech mit Sushiröllchen zu holen.
Yukine konnte nicht glauben, dass ihr Daikokus Lüge nicht aufgefallen war.
Er hatte deutlich abgenommen.

„Ach, Yukki, weißt du eigentlich schon das Neuste?“, fragte die Unglücksgöttin, die mit leuchtenden Augen und einer Nachschubration unseres Abendessens bepackt zurück ins Zimmer kam.
„Ähm, Kofuku-chan, ich glaube nicht-“, setzte Hiyori an, aber Kofuku ignorierte sie.
„Yatty und Hiyorin sind jetzt ein Paaahaar!“, rief sie fröhlich und tanzte um den Tisch.
Der Angesprochene schluckte und nahm aus den Augenwinkeln wahr, wie Hiyori ihm einen mitleidigen Blick zuwarf.
Was wollte sie denn? Alles okay bei ihm! Warum auch nicht?! Alles wunderbar!
„Kann ich mal die Soße haben?“, fragte Yato in die Stille hinein. Er sah nicht auf. Was hatte er Hiyori bitte erzählt? Es gab doch nichts zum Erzählen! Nur weil er einen Teil von Yukines Gefühlswelt mitbekam, musste er das nicht jedem auf die Nase binden! Außerdem war dieser ja noch nicht einmal mit sich selbst ganz im Reinen.
Immerhin hatte er scheinbar die Sache mit Nora für sich behalten, und dafür war er ihm, ehrlich gesagt, sehr dankbar. Sorgfältig zupfte Yukine die gewickelte Bandage um sein Handgelenk herum zurecht, die das Zeichen des anderen Gottes verbergen sollte. Zum Glück trug er immer noch das langärmlige Shirt darüber.

Er schloss kurz die Augen, dann erwiderte er Hiyoris besorgten Blick fest. „Ich freue mich für euch“, entgegnete er ruhig.
Yukine könnte praktisch spüren, wie Yato verblüfft die Augen aufriss. War es so verwunderlich, dass er ein normales Gespräch führen konnte, ohne zu schreien, zu weinen oder Eifersuchtsanfälle zu bekommen?
Hiyori sah nicht minder überrascht aus, aber sie fing sich schneller. Langsam wollte Yukine wirklich wissen, was Yato ihr gesagt hatte.
„Danke“, meinte sie und lächelte ihn zögerlich an, allerdings nicht ohne Yato vorher einen unsicheren Blick zuzuwerfen. Yukines Augenbrauen zuckten in die Höhe, aber zum Glück schenkte ihm gerade keiner Beachtung.
Kofuku hatte nämlich gerade vorgeschlagen, dass Yato und Hiyori nun ganz offiziell zusammenziehen könnten.
Die Halbayakashi wurde knallrot bis zum Haaransatz. „N-Nein!“ Dann fiel ihr allerdings auf, wie das, was sie gerade gesagt hatte, ausgelegt werden könnte. Sie wurde noch einen Ton roter und fing an, wild mit den Händen herumzufuchteln. „Also nicht dass ich das nicht wollen würde, versteht mich bitte nicht falsch, aber…“ Sie saß etwas überfordert am Tisch und wusste scheinbar nicht, wie sie sich erklären sollte.
„Hiyori hat Recht“, griff Yato seiner Freundin erstaunlich vernünftig unter die Arme, „wir sind doch noch nicht lange zusammen. Da könnte man frühestens in ein paar Jahren drüber nachdenken.“
Ein Stich zuckte durch Yukine hindurch. Das Ganze schien ja etwas Ernstes zu sein…
Yato hingegen ließ sich nichts anmerken, obwohl er Schmerzen haben musste. Sofort packte ihn das schlechte Gewissen. Das war nicht fair von ihm. Yato hatte es verdient, glücklich zu sein. Und er stand ihm nur im Weg. Er berührte erneut die Bandage. Noch so ein Problem, um das sich der gutaussehende Gott wegen ihm kümmern musste.
-…WARTE! Das hatte er gerade nicht wirklich gedacht, oder? Gutaussehend?! Was war los? Hatte der Schnee sein Gehirn einfrieren lassen oder was genau war passiert?
Yukine spürte, wie seine Ohren heiß wie ein Satz Pellkartoffeln wurden. Himmel, war das peinlich. Gut, dass er das nicht aus Versehen laut gesagt hatte.
Yato ignorierte sein Wechselbad der Gefühle gekonnt und fragte erneut nach der Soße. Diesmal erbarmte sich Kofuku und schob sie zu ihm hinüber. „Danke“, meinte Yato und versuchte konzentriert, zwei Maki gleichzeitig zu dippen.
Yukine musste sich zurückhalten, um nicht die Augen zu verdrehen. Der Typ war Jahrhunderte alt und trotzdem fühlte er sich manchmal wie sein Babysitter.
Aber es machte glücklich, ihn so zu sehen. Ausnahmsweise wirkte er einmal sorglos.
Als Yukine aufsah, bemerkte ich, dass Hiyori Yaro mit einem warmen Lächeln ansah.
Eine Welle Traurigkeit schwappte über die Shinki hinweg, gemischt mit einem Hauch von Bitterkeit.
Aber er verstand sie. Beide hatten so lange auf diese Zeit gewartet.
Und sie hatten es mehr als verdient.


„Entschuldigt mich bitte, ich habe noch etwas Wichtiges zu tun“, murmelte er und stand auf, um dem Mann im Internetcafé endlich sein Geld zu geben.

***

Yukine trat seine Schuhe säuberlich an der Matte vor der Tür ab, dann stieß er sie auf. Irgendwie war es doch praktisch, dass Kofuku nicht abschloss, obwohl Daikoku ihr immer wieder einredete, dass sie sich das besser angewöhnen sollte.
Er schlüpfte hinein, von der Dunkelheit der Nacht in die des Flures, und fragte sich, ob Hiyori oder Yato noch hier waren.
Wo auch immer sie sein mochten, er wollte sie ganz bestimmt nicht unterbrechen. Das letzte Mal hatte das nämlich eine Kette an unschönen Ereignissen ausgelöst, die er ganz bestimmt nicht wiederholen wollte. Apropos: Er sollte sich langsam einen wirklich guten Plan überlegen, wie er aus dieser Streunenden-Waffe-Sache wieder herauskam, denn dieses Zeichen auf seinem Körper machte ihn total verrückt. Er fing an, sich beschmutzt und betrügend zu fühlen. Je fröhlicher die Stimmung seiner Freunde war, desto schlimmer wurde es.
Er glaubte nicht, dass er es auf Dauer als ein Geheimnis verwahren könnte. Es fraß ihn von innen heraus auf.
Außerdem, was war eigentlich mit Nora? War sie zurück? Suchte sie ihn?

„Yukine?“, flüsterte auf einmal eine Stimme und er wäre vor Schreck fast wieder hinaus in die Kälte gehüpft. Erst als der Möchtegerngeist lachte, erkannte er endlich, mit wem er es zu tun hatte. „Yato! Wo ist Hiyori?“, fragte Yukine, während er die Tür zuzog und versuchte, ihm nicht in die Augen zu sehen.
„Schläft“, entgegnete dieser und zeigte mit dem Daumen über die Schulter in Kofukus Zimmer. Seine Augen blitzten und es war unmöglich, ihn nicht anzusehen.
„Ahm,  Yukine, ich wollte dich eigentlich fragen, ob du mal kurz Zeit hast. Ich denke, wir sollten… uns mal unterhalten“, unterbrach Yato gedämpft sein Gestarre.
„Klar“, murmelte dieser und hoffte, dass es zu dunkel war, um seine Gesichtsfarbe zu erkennen. Sicherheitshalber gab er vor, mit seinen Schuhen beschäftigt zu sein.
Yato wartete geduldig, bis er sie endlich aushatte, dann schlich er vor ihm entlang zum Wohnzimmer.


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Wir neigen uns dem Ende zu!^^
Ich habe sogar überlegt, ob ich hier, vor dem letzten Abschnitt, schon einen Cut machen sollte, aber das wäre doch etwas zu offen gewesen, denke ich.
Und das will ich euch schließlich nicht antun Xb
Wir haben mittlerweile 22 Favos O.O Wow!! Leute!! 22!!!!!! *zu baff, um ein Tänzchen aufzuführen*

Tja, das hat mich so motiviert, dass ich dieses und das nächste Kapitel gleich in einem durchgeschrieben habe.
Ich rechne einschließlich dem nächsten Kapitel und einem Epilog noch mit zwei bis drei :)

Lasst doch bitte ein Review da! (muss auch nicht viel sein, wirklich! ;D)
Ansonsten sehen wir uns nächste Woche! *wink*
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