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Immortals ~ Fall Out Boy

von Yato-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Hiyori Iki Kofuku Nora Yato Yukine
18.01.2016
25.03.2016
10
11.951
12
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23 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
26.02.2016 645
 
Kleines Glück





I'm bad behavior but I do it in the best way

~Fall Out Boy (Immortals)



Ich habe ein schlechtes Benehmen, aber auf die beste Art und Weise.





Yato und Yukine standen vor Kofukus Haus. Der Schneesturm war wenigstens etwas abgeflaut und um Yukines Unterarm mit dem zweiten Zeichen schlang sich eine weiße Bandage aus einem Erste-Hilfe-Kasten, den Yato auf die Schnelle hatte auftreiben können. Er war zu Recht davon ausgegangen, dass es Yukine so erst einmal leichter fallen würde, mit seinen Schuldgefühlen und den eventuellen Vorwürfen der Anderen umzugehen.
Da musste man nicht gleich noch etwas so Unziemliches wie das Dasein als Streunende Waffe mit ins Spiel bringen, was nur Misstrauen und Unverständnis hervorrufen würde.
Yukine zupfte seinen Ärmel über dem Verband zurecht, damit man ihn auf den ersten Blick nicht sehen konnte, holte tief Luft und betrat das Haus.
Yato direkt in seinem Rücken zu haben, gab ihm das nötige Selbstvertrauen und er wusste, dass sein Gott das fühlen konnte.
Trotzdem zitterten seine Knie, als er durch den Flur aufs Wohnzimmer zuging. Er streckte die Hand nach der Türklinke aus und warf einen letzten verzweifelten Blick zu Yato hinter sich.
Dieser neigte leicht den Kopf. Was seine magnetisierend blauen Augen sagten, war klar: Ich. Bin. Bei. Dir.
Yukine atmete noch einmal tief durch, dann öffnete er mit einer fließenden Bewegung die Tür.

Hiyori war die erste, die aufsah. Ihre Augen weiteten sich. Dann erst sprang sie auf, wobei sie das Schachbrett vom Tisch fegte: „Yukine!“, rief sie fassungslos.
Schließlich sahen auch Kofuku und Daikoku auf. Die Unglücksgöttin hüpfte hinter der anderen Seite des Spielfelds hervor und fiel begeistert der stocksteif dastehenden Hiyori um den Hals. Um Daikokus Lippen hingegen konnte man gerade so ein kleines Lächeln ausmachen. Er schien irgendwie… stolz zu sein. Auf wen? Auf Yato? Oder etwa doch Yukine?

Letzterer stand immer noch auf der Schwelle, starrte mit großen Augen in die Runde, wo Hiyori mittlerweile angefangen hatte zu weinen und Kofuku sich alle Mühe gab, sie zu trösten.
Plötzlich spürte er eine Berührung und wäre vor Schreck fast an die Decke gesprungen. Yato hatte seine Hand auf Yukines unteren Rücken gelegt und schob ihn sanft, aber bestimmt ins Zimmer.
Durch ihre Verbindung konnte er das darauffolgende eher mäßig unterdrückte Chaos in Yukine eigentlich gar nicht verpasst haben.
Yukine spürte, wie etwas Blut in seine Wangen schoss und starrte beschämt auf den Boden. Die ganze Situation könnte furchtbarer kaum sein.
Was sollte er jetzt tun? Was erwarteten die anderen von ihm?
Seine Handflächen wurden schwitzig und er umkrallte den Saum seiner Jacke, dass es wehtat.

Sekunden verstrichen.

Bis Daikoku sich erhob und durch den Raum auf Yukine zuschritt, bis nur noch Zentimeter die Beiden trennten.
Yukine spürte Angst, Unwohlsein und verzweifelte Hoffnung, aber er konnte nicht sagen, ob es seine oder Yatos Gefühle waren, die wie ein riesiger Tsunami auf ihn niederzubrechen und ihn mitzureißen drohten.
Daikoku hob eine Hand.
Und legte sie Yukine auf die Schulter.

Yukine biss sich auf die Unterlippe, aber er konnte nicht verhindern, dass sie zitterte, während sich langsam eine salzige Träne den Weg seine Wange hinab bahnte.


Und so kam es, dass die junge, einsame Shinki schon zum zweiten Male an diesem Tag so glücklich war, dass sie weinen musste.


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Tut mir Leid, dass es nicht länger geworden ist!
Eigentlich hatte ich noch einen zweiten Großabschnitt in diesem Kapitel geplant, der sogar größer wäre als dieser hier, aber ich habe es einfach nicht mehr geschafft.
Da dachte ich mir, dann lade ich besser das kürzere Kapitel hoch als gar keins^^
Deshalb kommt der nächste interessante Part wohl auch erst dann XP
Trotzdem würde ich mich sehr über Reviews freuen! ^^

Ach ja, der Name des Kapitels ist eine Anspielung auf Kofukus Namen, der übersetzt so etwas wie "kleines Glück" bedeutet. Sie hat ihn damals von Daikoku bekommen.
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