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Immortals ~ Fall Out Boy

von Yato-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Hiyori Iki Kofuku Nora Yato Yukine
18.01.2016
25.03.2016
10
11.951
12
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23 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.01.2016 1.297
 
Die Wahrheit


Sometimes the only pay off for having any faith
Is
when it's tested again and again everyday


~Fall Out Boy (Immortals)



Manchmal ist die einzige Auszahlung dafür, dass man Glauben hat,
dass er jeden Tag immer und immer wieder getestet wird



Yukine stand da wie vor den Kopf geschlagen: „Was soll das heißen: ‚Es geht nicht‘?“
Yato seufzte. „Pass auf, Yukine, ich kann es dir nicht erklären, aber irgendwann wirst du es verstehen, dass verspreche ich dir.“
Besagter starrte seinen Meister an und konnte nicht glauben, was er gerade gehört hatte. Yato machte alles, um Geld für seinen Schrein zu sammeln, egal, ob er Gullys putzen oder Windeln wechseln sollte. Im Vergleich dazu war Europa doch sehr angenehm!

Der Gott kratzte sich leicht nervös im Nacken, bis ihn auf einmal wohl ein Geistesblitz traf. „Hey, Yukine, komm, lass uns Kofuku besuchen! Da gibt es bestimmt was zum Essen~“, flötete er und scharwenzelte um seine Waffe herum, die das allerdings überhaupt nicht komisch finden konnte.
„Nein!“, rief dieser auf aus. Sein wütender Blick bohrte sich in die Stufen und seine Hände waren zu Fäusten geballt. Alles, was sich angestaut hatte, wollte sich einen Weg ins Freien bahnen.
„Huh?“, machte Yato und hielt mitten in der Bewegung inne.
„Ich will endlich wissen, was los ist! Und jetzt sag nicht, dass alles in bester Ordnung wäre! Ich merke es doch auch, irgendetwas belastet dich und nimmt deine Gedanken vollkommen ein. Und jetzt lehnst du auch noch einen Auftrag ab? Ich bin kein kleines Kind mehr, du kannst mit mir reden. Sieh mich endlich als gleichberechtigt an, verdammt noch mal!“, er hob seinen Kopf, bis sich seine sanddornfarbenen Augen in die strahlend blauen des Gottes bohrten.
Yato starrte ihn perplex an, dann verhärtete sich sein Blick. „Was soll das? Verlangst du von mir, dass ich dir meinen ganzen Tagesablauf vor den Füßen ausbreite? Ich bin dein Gott und ich habe mich nicht vor dir zu rechtfertigen! Was ich denke, geht dich überhaupt nichts an! Außerdem: Was soll dieser ganze Aufstand? Willst du, dass sich die Geschichte wiederholt?“
Die Shinki zuckte zusammen, als wäre sie geschlagen worden.
Yato riss die Augen auf. „Oh.. ich.. Das war nicht so gemeint- Hey! HEY! Yukine! Warte! Wo willst du hin?!“
Besagter wandte sich nicht um; die Hände in den Taschen vergraben stapfte er die Straße entlang.
Er konnte Yato hinter sich rufen hören, doch er ignorierte ihn. Natürlich würde er zu ihm zurückkehren, er hatte nicht vor, eine Nora zu werden. Die Frage war nur: Wann und für wie lange noch.


Yukine trat mit voller Wucht gegen ein Regenrohr, dass es nur so schepperte. Mittlerweile taten seine Zehen weh, aber er bemerkte den Schmerz nicht einmal.
Er verstand Yato einfach nicht. War es so ein großes Problem, ihm einfach kurz zu erklären, was  Sache war? Warum bezog er ihn nicht in seine Überlegungen mit ein? Dauernd bekam er nur vorgeschrieben, was er zu tun hatte. Nur wenn sie gekämpft hatten, bekam er manchmal ein „Gut gemacht, Yukine“. Ansonsten schlugen sie sich mit Existenzfragen herum oder besuchten Kofuku und Hiyori.
Genau, das war es! Hiyori!
Er beschleunigte seine Schritte. Hiyori war immer für ihn da gewesen, selbst als Yato es nicht mehr gekonnt hatte. Er fühlte sich ein bisschen schuldig, er kam immer wieder zu ihr und brachte seine Probleme mit. Sie hatte ihm in den letzten Wochen, nein, sogar Monaten, viel zu oft zugehört, wenn er sich über Yato beschwerte. Es war, als würde der Gott im Jogginganzug sich immer weiter von ihm entfernen. Und er konnte nichts dagegen tun. Es gab Tage, da wachte Yukine auf und Yato war verschwunden. Er erschien dann so gegen Abend wieder. Manchmal brachte er Essen mit, aber nie erklärte er sich. Auch war sein Verhalten ernster geworden, Späße und sein komischer Kleinkind-Modus waren mittlerweile eine Seltenheit.
Yukine hätte nie gedacht, dass er das mal sagen würde, aber er vermisste den alten  Yato.
Hiyori hatte ihm erklärt, sie sollten sich aussprechen, aber das war wohl gründlich schief gelaufen.
Gut, er hätte Yato vielleicht nicht so anfauchen müssen, aber jener neigte dazu, Yukines Befinden unter den Tisch fallen zu lassen, wenn er sich nicht deutlich ausdrückte.
Vielleicht war er aber auch einfach nur unsensibel, eine Tatsache, die Yukine keinesfalls als Lüge abtun wollte.

Hiyori war anders und die einzige Freundin, die er hatte, soweit er sich erinnern konnte. Sie musste ihn nur kurz ansehen und schon verstand sie ihn. Sie konnte sogar durch Yato hindurchblicken, zumindest besser, als Yukine jemals in der Lage wäre.
Manchmal erklärte sie ihm, warum Yato wohl etwas getan oder gesagt hatte. Damit hatte sie einen Bruch zwischen dem ungleichen Duo immer wieder verhindern können, aber es war nur eine Frage der Zeit. Und heute war ihr Band definitiv angerissen, wenn nicht sogar mehr.
Vielleicht würde Yato ihn ohne ein weiteres Wort entlassen, wenn sie sich das nächste Mal sahen.
Dann würde Hiyori sein einziger Anker sein.

Er erreichte die Tür zum Haus der Familie Iki und tastete nach dem unter dem Briefkasten befestigten Schlüssel, mit dem er die Tür aufschloss, bevor er ihn vorsichtig wieder befestigte.

Als er die Tür mit seinem Fuß vorsichtig weiter auf stieß, pulsierten seine Zehen schmerzhaft. Das Gesicht zu einer Grimasse verzogen huschte Yukine durch die Lücke und schloss dann die Tür so leise wie möglich hinter sich.
Es war mittlerweile schon nach Mittag und er konnte nur hoffen, dass die Schülerin schon zu Hause war. Die Frage klärte sich allerdings, denn auf dem Weg zu Hiyoris Zimmer fand er ihren Körper auf der Treppe liegen. Er seufzte leise. Wahrscheinlich hüpfte sie gerade als Ayakashi durchs Haus und hatte es noch nicht einmal bemerkt.
Yukine legte einen Arm um ihren Oberkörper, schob den anderen unter ihre Knie und versuchte, sie hochzuheben. Das ging gerade noch, aber er konnte so auf keinen Fall die Treppe weiter hinauf gehen. Er wollte sie aber auch nicht nach unten tragen, wahrscheinlich fänden ihre Eltern es weniger begeisternd, wenn sie nach Hause kommen und ihre Tochter bewusstlos in der Küche herumliegt.

Also legte er sie wieder hin, stellte sich über sie, packte sie unter den Armen und zerrte sie möglichst vorsichtig die Treppe hinauf.
Was übrigens nicht so einfach war, wenn man bedachte, dass ihr Kopf eigentlich dauernd gegen die nächste Stufe schlagen konnte.

Doch bald hatte Yukine es geschafft, sie bis ins Bad zu bringen, und das auch noch, ohne ihr eine Platzwunde zuzufügen. Er legte sie vorsichtig auf einen Stapel Handtücher. Wie friedlich und entspannt sie aussah!
Yukine musste lächeln.
Dann verließ er das Bad.

Die Shinki klapperte ein paar Zimmer ab, aber er konnte Hiyori nicht finden.
Vor ihm ragte ihre Zimmertür auf. Sollte er einfach…?
Er gab sich einen Ruck und griff nach dem Türgriff.
Langsam drückte er ihn herunter.
Die Tür schwang mit einem leisen Knarzen auf.
Und Yukine erstarrte.
Hiyori stand ein paar Zentimeter vor ihrer Zimmerwand. Der Pinsel ihres Ayakashischwanzes strich an der Tapete entlang. Direkt vor ihr stand Yato, eine Hand neben ihr gegen die Wand gestützt, seine Augen fest auf ihren ruhend.
Die Augen der einsamen Shinki weiteten sich, als der unsterbliche Gott seine Lippen zart auf die des Halbayakashis legte.


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Hallo^^
Ich bin von meinen Reviewern und den Leuten, die diese Geschichte favorisiert haben, so motiviert worden, dass ich richtig Lust hatte weiterzuschreiben. Ihr seid toll!
Ich kann es gar nicht glauben. Sechs Favoriten!! Danke danke danke!
Ich freue mich riesig.

Was haltet ihr von diesem Kapitel?
Ich hoffe, ich kann Yatori und Yatone Fans glücklich machen ^^ Und auch alle, die einfach mal eine Noragami Fanfiction lesen möchten.

Ich hatte mir vorgenommen, dieses Kapitel etwas länger zu machen als das letzte und trotzdem habe ich nicht alles reinbekommen, was ich wollte. Aber das kommt dann im nächsten Kapitel^^
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