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Immortals ~ Fall Out Boy

von Yato-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Hiyori Iki Kofuku Nora Yato Yukine
18.01.2016
25.03.2016
10
11.951
12
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Dieses Kapitel
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25.03.2016 1.316
 
Epilog





I'll be the watcher (watcher) of the eternal flame,
We could be immortals, immortalsJust not for long, for long,

~Fall Out Boy (Immortals)



Ich werde der Beobachter der ewigen Flamme sein,
Wir könnten Unsterbliche sein, Unsterbliche
Aber nicht für lange, nicht für lange







Eisblumen, Schneeflocken. Jede war absolut einzigartig und wunderschön, und doch bleiben sie nur so kurz auf dieser Welt. Aber sie starben nicht, sie wurden zu Wasser, das Pflanzen, Menschen und Tiere nähren konnte, oder sie wurden zu einem Teil der Weiten des Meeres. Vielleicht gelangten sie auch in einen unterirdischen Bach, aber eines Tages könnte es sein, dass sie wieder als Schneeflocke zu Boden fallen. Natürlich, sie sähen anders aus, aber sie wären immer noch wundervoll, für ein paar wenige Sekunden, bis von dieser vergängliche Schönheit nicht mehr als eine Erinnerung und ein Wassertropfen auf der Hand zurückblieb.

Zwei Jahre waren seitdem vergangen. Die Erinnerungen waren geblieben, der Wassertropfen eine Träne gewesen. Aber diese Träne hatte Yukine genährt, ihn wieder aufgebaut, bis er sie eines Tages losgelassen hatte. Die Träne, die mit ihr verbundene Trauer. Aber sie stand auch für Hoffnung.
Er hatte sie losgelassen, in dem Wissen, dass sie irgendwo anders zurückkehren würde.

Nun war es Frühling, aber trotzdem schon recht warm. Er hatte seine Jacke nicht dabei und ließ seine Arme von den weichen Sonnenstrahlen bescheinen. Durch seine geschlossenen Lider konnte er die Helligkeit der Sonne sehen, als er aus dem Wald des Parks trat. Als er sie öffnete, musste er prompt blinzeln. Über seinem Kopf sangen die Vögel und kleine Kinder lachten, während sie mit ihrem Eis um den tiefen Springbrunnen in der Mitte des kleinen Platzes herumrannten.
Yukines Blick streifte suchend über die Leute. Wo waren sie denn? Scheinbar waren sie noch nicht-
Ein Schrei unterbrach seine Gedanken, daraufhin folgte ein lautes Platschen.
Scheinbar waren sie doch da.

Die Shinki setzte sich wieder in Bewegung und umrundete den Brunnen.
Und siehe da: Er sollte Recht behalten. Eine klatschnasse Hiyori hockte im Wasser und direkt daneben stand Yato und lachte sich kaputt.
Ein belustigtes Lächeln strich um Yukines Lippen. Egal, wie alt Yato wurde, er würde nie erwachsen werden. Aber vielleicht war das gut so.
In dem Moment erblickte der Gott ihn. „Yukine!“,  rief er fröhlich und kam mit ausgebreiteten Armen auf ihn zu.
Es dauerte ein paar Sekunden, bis dieser die drohende Gefahr erkannt hatte, aber da war es schon zu spät.
Yato schnappte ihn und warf den quietschenden Jungen ohne Mitleid hinterher.

Prustend tauchte Yukine auf und spuckte Hiyori dabei aus Versehen eine Ladung Wasser ins Gesicht.
Aber einen großen Unterschied machte das jetzt sowieso nicht mehr.
Yato hielt sich den Bauch vor lauter Lachen. Er schien richtig Spaß zu haben.
Hiyori strich sich die Haare aus dem Gesicht und tauschte einen kurzen Blick mit Yukine aus.
Der Plan stand fest.
Dann stürzten sie gleichzeitig wie wildgewordene Hyänen aus dem Wasser.
Yatos blaue Augen starrten ihnen völlig geschockt entgegen, als sie ihm, tropfnass wie sie waren, um den Hals fielen.
„Wuaahh“, schrie er und sprang zurück. Aber so leicht ließen sich die Beiden nicht abschütteln.
Stattdessen jagten sie den Gott erbarmungslos immer wieder um den Brunnen herum, bis Yukine irgendwann aufgrund mangelnder Kondition aufgeben musste. Hiyori würde das schon hinbekommen.

Er schlenderte an den Krokussen und Osterglocken vorbei zu der Eisdiele, wo er sich in die Schlange stellte und beobachtete, wie Hiyori Yato ansprang und die zwei zusammen in das Wasserbecken stürzten.
Yukine zählte sein Geld und wartete darauf, dass sie wieder auftauchten.
Taten sie auch.
Yatos Hände lagen dabei auf ihrer Taille und ihre Hände waren in seinen Haaren vergraben.

Der leichte Stich in Yukines Herz blieb aus. Natürlich, es war alles andere als einfach gewesen, vor allem in der ersten Zeit.
Und es hatte sich angefühlt, als würde er sich nie daran gewöhnen.
Er mochte Yato immer noch. Sehr. Auch nach über zwei Jahren noch.
Und normalerweise hätte er nie kampflos aufgegeben.
Wenn Yato und Hiyori nicht so verdammt glücklich zusammen ausgesehen hätten.
Wann immer Yatos Hand wie zufällig Hiyoris berührte und sie rot wurde, wann immer Hiyori Yato sanft durch die Haare strich, dann war er froh. Die zwei schienen eine glückliche Aura um sich herum zu haben, egal wo sie hingingen, egal, wie schwer es gerade war.
Wenn die besten Freunde ein Paar sind, ist das nie einfach, aber sie schlossen ihn nicht aus.
Im Gegenteil: Ihre Aura schloss ihn mit ein, ließ ihn geborgen und zutiefst glücklich fühlen.

Yato zog die Halbayakashi näher an sich heran. Die Sonne spiegelte sich in den winzigen Tröpfchen der Fontäne über ihren Köpfen, als sie sich langsam und innig küssten.
Yukine wandte sich ab, um zu entscheiden, welche Sorte er gerne hätte.
Daran würde er sich wohl nie gewöhnen.
Aber wenn es sie glücklich machte…
Dann war das schon irgendwie okay so.

Er bestellte ein Schokoladeneis und legte das Geld auf den Tresen. Dann schlenderte er entspannt zu einer der blütenweißen Bänke und ließ sich darauf nieder.
Dabei fiel sein blick auf seinen Arm. Dort war kein Zeichen mehr.
Yatos war das einzige, was er noch am Körper trug.
Und das war gut so.
Sie hatten immer noch nicht alle Missverständnisse ausgeräumt und der Gott weigerte sich trotz seiner schwitzigen Hände standhaft, Handschuhe zu tragen.
Wie Hiyori das bloß immer aushielt?
Naja, das war nicht wirklich sein Problem.
Wobei er sich zugegebenermaßen immer noch manchmal vorstellte, wie es hätte sein können.
Aber er konnte nicht in die Zukunft sehen. Er hatte keinen blassen Dunst, was in hundert Jahren sein würde.
Aber das würden sie dann schon sehen.

Entspannt legte er den Kopf in den Nacken und starrte in den Himmel. Kleine Schäfchenwolken zogen über das tiefe Blau, während Yatos und Hiyoris Gelächter durch die Luft schallte.

Heute war ein guter Tag. Und er hoffte, dass noch viele weitere folgen würden, egal, wie sie aussähen.











__________________________________________



Ist das ein Happy End? Ich weiß es nicht.

Wollte ich von Anfang an, dass es so endet? Keine Ahnung.

Aber ist es das Ende? Nein, auf keinen Fall. Es ist erst der Anfang.
Für jeden der Drei hat ein neues Kapitel begonnen, auf welche Weise auch immer.
Aber da Anfang auch immer das Ende von irgendetwas bedeutet, ist es das vielleicht doch.
Ein Ende.
Also weiß ich eigentlich auch das nicht.

Ich hatte mir Verschiedenes für das letzte Kapitel überlegt, aber ich denke, dass es so am besten ist.
Offen. Für Interpretationen frei.
Für Fantasie frei.


Urgh, was ist los, ich bin so melancholisch.
Vielleicht, weil es die erste Geschichte ist, die ich abschließe?
Vielleicht, weil ich gerade erst dieses Ende geschrieben habe und immer noch dementsprechend eingestellt bin?
Fragen über Fragen, und mal wieder kann ich keine beantworten.

Was ich aber auf jeden Fall noch machen möchte, ist, mich bei euch zu bedanken.
Diese FF ist bis jetzt über tausend Mal angeklickt worden. Ich hoffe, euch hat gefallen, was ich geschrieben habe ^~^
Und vielen, vielen Dank an alle, die eine Empfehlung abgegeben und/oder favorisiert haben. Ich kann es immer noch nicht glauben und bin immer noch hin und weg ^//.//^
Das ist der helle Wahnsinn für mich!
Danke! Ich freue mich riesig! \(^-^)/

Ein besonderer Dank geht an alle, die mir einen Kommentar dagelassen haben. Es ist so schön zu sehen, wie ihr die Geschichte aufgegriffen habt, was euch besonders gefallen hat, wie ihr euch den weiteren Verlauf vorstellt.
Und es war immer sehr motivierend!
Unterschätzt niemals die Macht der Reviewschreiber ;)

Ich weiß nicht, was ich ohne euch alle gemacht hätte.

Ich hoffe, euch gefällt der Abschluss dieser Geschichte.
Eure Gedanken dazu (egal, wie lange diese Geschichte nun schon beendet ist) würden mich sehr interessieren, weil mir die Entscheidung da wirklich nicht allzu leicht gefallen ist :3

Aber genug der Worte. Ich wünsche euch allen frohe Ostern und hoffe, dieser doch eher melancholisch gehaltene Epilog hat euch nicht die Schokohasen versaut XD
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