Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Immortals ~ Fall Out Boy

von Yato-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Hiyori Iki Kofuku Nora Yato Yukine
18.01.2016
25.03.2016
10
11.951
12
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
18.01.2016 1.166
 
Der Auftrag

They say we are what we are
But
we don't have to be


~Fall Out Boy (Immortals)





Sie sagen, wir sind, was wir sind,
aber das müssen wir nicht sein



Es dämmerte. Der Gott und seine Shinki schlenderten die spärlich beleuchtete Straße hinab. Keiner von ihnen sagte ein Wort, Yato hing seinen eigenen Gedanken nach. Yukine warf einen kurzen Blick in die umwölkten Augen seines Meisters. Was war los mit ihm? Sein Gesicht war etwas zerkratzt, weil sie eben noch gegen zwei Ayakashi gekämpft hatten, aber das war es nicht und das wusste die Shinki. Er wandte seinen Blick wieder nach vorne und ging neben dem Gott her. Er wollte ihn nicht ansprechen, aber es versetzte Yukine einen Stich, ihn so zu sehen. Wenn Yato ihm doch wenigstens sagen würde, was Sache war! Wütend kickte er einen Stein über die Straße. Mit einem leisen Plong prallte er gegen eine umgefallene Mülltonne. Sofort schoss eine unglücklich fauchende Katze heraus. Yukine seufzte leise, doch Yato hielt weiterhin die Hände in den Taschen vergraben und schritt stur geradeaus. Yukine zog seine Mütze tiefer ins Gesicht. Es war kalt geworden; es wäre gut, so schnell wie möglich etwas Besseres als offene Schreine zu finden.  Das stellte allerdings ein Problem dar, weil sie auf den geweihten Boden als Schutz vor bösartigen Ayakashi angewiesen waren. Yukine rieb sich die Stirn. Es war kompliziert. Aber Yatos Probleme schienen noch komplizierter, wenn man seinem Gesicht nach ging. Yukine schnaubte, stopfte die Hände in die Jackentaschen und beugte sich seinem Schicksal.

***

Mitten in der Nacht erreichten sie schließlich einen Schrein. Yukine hätte auf seinen Füßen einschlafen können. So müde war er lange nicht mehr gewesen. Er wusste nicht einmal, wessen Schrein es war, als er sich auf dem Boden fallen ließ. Dass Yato sich auf die Treppenstufen hockte und auf den Boden starrte, nahm er nur noch am Rande wahr.

***

Yukine wurde von „I’m sexy and I know it“ geweckt. Mürrisch drehte er sich auf die andere Seite, doch das Klingeln hörte nicht auf. Verdammt, warum ging Yato nicht an sein verflixtes Handy und ließ ihn schlafen? Schlecht gelaunt rieb Yukine sich die Augen. Es war schon hell. Er drehte sich zu Yato um. Der lag, friedlich zusammengerollt, mit seiner Flasche in den Armen auf den Treppenstufen. Yukine musste lächeln. Yato war in letzter Zeit noch seltener entspannt anzutreffen als sonst. Hiyori hatte dem Blonden gestanden, dass sie sich Sorgen machte, doch er hatte ihre Befürchtungen mit ein paar Sätzen abgetan. Allerdings musste er zugeben, dass sie Recht hatte. Etwas war anders.

Das Handy neben Yato auf den Stufen vibrierte immer noch. Yukine war sich nicht sicher. Sollte er..? Seine Hand zuckte. Sein Gesicht war entschlossen, als er danach griff und es aufklappte, um den Anruf anzunehmen. „Guten Morgen, haben sie einen Wunsch? Dann sind sie beim Gott Yato genau richtig. Schnell, zuverlässig und kompetent.“ Ihm war klar, das Yato normalerweise etwas anderes sagte, aber im Moment fehlte ihm die nötige Begeisterung für diesen Spruch. Seine Gesprächspartnerin antwortete auch so. „Guten Morgen. Mein Name ist Rin und ich habe einen Wunsch. Ich will, dass dieser Gott einen Brief von mir an eine gewisse Person überbringt, die sich im Moment in Europa aufhält.“ Sie wusste, was sie wollte, das musste man ihr lassen.

Zwei Minuten später waren die Details geklärt. Als Yukine auflegte, war er sehr zufrieden mit sich. Yato würde das bestimmt anerkennen. Jetzt galt es, ihn zu wecken.
Vorsichtig beugte er sich über ihn. Sein Schatten fiel auf sein Gesicht. „Hey, Yato?“, wisperte Yukine. Yato reagierte nicht. „Yato!“, rief er lauter.
Der Gott schüttelte den Kopf, als wolle er eine Fliege loswerden. Yukine wollte ihn eigentlich gar nicht wecken. Ausnahmsweise schien er zufrieden, ja fast glücklich. Normalerweise hatte er Alpträume. Trotzdem, jetzt hatten sie einen Auftrag zu erfüllen.
Yukine stupste ihm mit dem Zeigefinger in die Seite. „Jetzt komm schon, wach auf!“
Yato bewegte sich unruhig. Er murmelte irgendetwas, scheinbar aber immer noch schlafend.
Yukine beugte sich neugierig vor, um ihn besser zu verstehen. Er konnte fast den Atem des Gottes an seiner Wange spüren. Dann fing dieser wieder an zu sprechen, zuerst nuschelnd, dann immer deutlicher: „Nein, geh nicht. Bleib hier, Yukine! Bitte, bleib bei mir!“ Der Junge fuhr zurück, als hätte er einen elektrischen Schlag bekommen. Er hatte definitiv nicht damit gerechnet, seinen Namen zu hören. Aber dann siegte seine Neugier. Mit einem flauen, nervösen Gefühl im Bauch beugte er sich wieder zu Yato herab, genau in dem Moment, als dieser seine hypnotisierend blauen Augen öffnete. Yukine zuckte zusammen und richtete sich schnell auf.
Während Yato sich aufsetzte und über die Schläfen rieb, ging er ein paar Stufen hinab und achtete darauf, dass der verarmte Gott sein Gesicht nicht sehen konnte.
Er atmete ein paar Mal tief durch. Er hatte Yato schon öfter wecken müssen, aber nie war er sich dabei so komisch vorgekommen. Vielleicht lag es daran, dass er auf einmal seinen Namen gehört hatte. Was hatte der denn bitte geträumt? Etwa, dass Yukine seinen Job als Shinki bei ihm aufgeben und sich einen besseren Gott suchen würde, der wenigstens einen Schrein besaß?
Er musste zugeben, so unwahrscheinlich war das gar nicht. Eigentlich hätte er das längst machen sollen. Er war schließlich keine schwache Heilige Waffe, außerdem zahlte Yato nicht und hatte schwitzige Hände.
Yukine starrte in den Himmel hinauf.
Was hielt ihn eigentlich bei Yato, abgesehen von Hiyori, die wahrscheinlich die beste Freundin war, die er je gehabt hatte? Natürlich, Yato hatte ihn zum ersten Mal gerufen und ihm einen Namen gegeben. Selbstverständlich war er dankbar dafür, dass Yato zu ihm gestanden und für ihn gelitten hatte, als er vom rechten Weg abgekommen war und sich der Reinigung hatte unterziehen müssen, aber das konnte nicht der Grund dafür sein dass er bis in alle Ewigkeit bei diesem armen Schlucker festhing. Wenn Yato nicht bald etwas auf die Reihe brachte, würde er mal bei den Stellenausschreibungen reinschauen. Dass Yato ihm dieses Heft, das extra für Shinki produziert wurde, vorenthalten hatte, hatte Yukine ihm immer noch nicht verziehen.
Jener war sich aber keiner Schuld bewusst, als er sich streckte und schließlich aufstand. „Was gab’s denn, Yukine?“, fragte er gähnend und kam zu ihm die Stufen herab.
„Wir haben einen Auftrag bekommen“, entgegnete die Shinki fest.
Yato schien sich seltsamerweise nicht wirklich darüber zu freuen. „Worum geht’s denn diesmal?“, wollte er desinteressiert wissen.
„Ach, nichts Großes. Wir sollen nur einen Liebesbrief nach Europa bringen.“
Yato erstarrte: „Das geht nicht.“

______________________________________________

Und? Wie fandet ihr den Auftakt? Lasst mir doch bitte ein Review da, positiv als auch negativ!
Könnt ihr auch anonym machen!
Ich schreibe nebenbei noch zwei andere Ffs, also weiß ich nicht, in wie weit ich hier regelmäßig uploaden kann, tut mir Leid :(
Aber ich gebe mir Mühe ^//.//^

Ach ja, wenn ihr irgendwelche Fall Out Boy Zitate oder auch Zitate von anderen Bands habt, die ihr toll findet, sagt sie mir doch bitte! Ich bin immer auf der Suche nach so etwas!
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast