Lilith & Lucifer- Gefährliche Leidenschaft

GeschichteRomanze, Fantasy / P18
18.01.2016
22.06.2019
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Als hätte Lucifer meine Gedanken gelesen, wirft er mir einen fragenden Blick zu.
„Mach dir keine sorgen. Sollte jemand versuchen, Hand an dir zu legen, dann...“
„Ich will nicht mehr darüber sprechen. Auch nicht mehr über den gestrigen Abend. Das war alles zu viel für mich.“, unterbreche ich ihn.
„Es wird langsam Zeit, zu akzeptieren, dass du nicht gewöhnlich bis, Lilith.“
„Ich sage es ein letztes mal, ich möchte das Thema wechseln. Ich habe den ganzen Tag über so viele Sachen nachgedacht, dass mir der Kopf wehtut. Ich dachte eigentlich, wir reden nicht mehr darüber. Jedenfalls habe ich das gehofft.“
Inzwischen hat er seinen Drink ausgetrunken. Er starrt in sein leeres Glas hinein, bevor er wortlos aufsteht, um an die Bar zu gehen. Mit einer Flasche Whisky und einem weiteren Glas, kehrt er zurück und setzt sich dieses mal nicht direkt neben mich, sondern nimmt gegenüber, auf der anderen Couch, Platz. Er stellt die zwei Gläser auf den Glastisch und ich beobachte, wie er die Flasche öffnet und uns beiden einschenkt. Dann reicht er mir ein Glas und ich zögere, weil ich dieses Zeug noch nie gemocht habe.
„Probiere ihn und sag mir, wonach er schmeckt.“
„Du weißt doch selber, wonach er schmeckt, wieso soll ich ihn dann probieren?“
„Weil ich wissen möchte, wie er für dich schmeckt.“
Ich nehme das Glas und trinke einen Schluck. Ich versuche krampfhaft, nicht mein Gesicht zu verziehen.
„Er schmeckt... Holzig.“, erkläre ich und Lucifers Lippen werden von einem leichten grinsen umspielt. „Irgendwie erinnert er mich an ein Lagerfeuer im Wald. Zumindest wärmt er mich, als würde ich an einem sitzen.“
Nun grinst.“Als würdest du auf einem, nach altem Holz riechenden, Baumstamm sitzen und dem knisterndem Feuer vor dir lauschen.“
„Ja, genau so!“, erwidere ich und er trinkt einen sehr großzügigen Schluck.
„Genau das gleiche hat eine alte Freundin zu mir gesagt, als sie ihn zum ersten mal probiert hat.“, erzählt er.
Lucifer starrt in sein Glas und sieht aus, als würde er sich an etwas erinnern.
Eine alte Freundin also? Vergleicht er mich mit einer anderen Frau?
„Das ist alles neu für mich, aber irgendwie auch so vertraut.“, spricht er, ohne mich anzusehen.
Mein Herz rast wie verrückt. Er wirkt wie ein Junge, der einem Mädchen sagen will, dass er sie mag. Und das macht mich nervös. Vielleicht interpretiere ich auch zu viel in seine Worte hinein.
Mir fällt keine bessere Antwort ein, als: „Wie meinst du das?“
„Ich will mit dir reden.“, antwortet er.
Verwirrt hebe ich eine Augenbraue und blicke ihn mit leicht schief gelegten Kopf an.
„Wir reden doch?“, sage ich schmunzelnd.
„Das meine ich doch. Ich will mit dir reden und das ist neu für mich.“
„Weil du sonst nur mit den Frauen vögelst und danach wieder wegschickst. Ohne viel mit ihnen reden zu müssen.“
Er nickt zustimmend. „Wieso ist das anders bei mir?“
„Weil du anders bist.“
Ich schüttle meinen Kopf und senke kurz meinen Blick, bevor ich meinen Drink zurück an meine Lippen führe. Ich mag das Gefühl, angetrunken zu sein und mit ihm zu reden.
„Ich bin nicht anders, Lucifer. Jedenfalls nicht auf diese Weise.“
„Doch, bist du.“
„Wieso?“
Wir sehen einander an.
„Du kannst mir widerstehen.“
„Nein, kann ich nicht. Sonst wäre ich nicht hier.“
Er beugt sich vor, stellt sein Glas auf den Tisch ab und umfasst ihn wieder mit beiden Händen.
„Du bist die erste Frau, die sich nicht sofort auf mich eingelassen hat. Du hast mich wahnsinnig gemacht, mit deiner abweisenden Art, da ich das nicht gewohnt bin. Ich wollte noch nie eine Frau so sehr erobern, wie ich dich erobern will. Ich kann einfach nicht genug von dir kriegen.“
Mein Magen macht einen Satz, der Alkohol vernebelt immer mehr meinen Kopf- oder sind das seine Worte?
Dieses Geständnis trifft mich wie eine Wucht, mitten dort hin, wo es nicht sein sollte. Verliebe ich mich etwa?
Denk nicht darüber nach. Wenn du nicht über dieses Problem nachdenkst, ist es auch nicht da.
Lucifer trinkt sein Glas leer und schenkt sich erneut an. Als ich mein Glas anhebe, um einen Schluck zu trinken, hebt er eine Hand, um mich daran zu hindern.
„Trink nicht so schnell, ich versuche mit dir mitzuhalten.“
„Du hast bereits viel mehr getrunken als ich?“
Er nickt. „Ja, weil ich einiges mehr vertrage, als andere.“
Ich schnalze mit der Zunge und er wirft mir einen tadelnden Blick zu. „Miss Grey, halten Sie sich ein wenig zurück.“
Ich stelle meine Glas ab und schiebe es zu ihm rüber. „Trink.“, fordere ich. Ich finde die Idee, ihn betrunken zu machen, sehr interessant. Menschen werden dann immer so offen und gesprächig. Und Lucifer fängt bereits jetzt an, Dinge zu sagen, die mir gefallen.
„Ist das ein Befehl?“
Ich nicke und lehne mich zurück.
„Was bekomme ich dafür?“
Ich denke kurz nach. „Einen witzigen Abend.“, scherze ich und er schnalzt ebenso mit der Zunge, bevor er kurz nachdenkt und das Glas zurück schiebt.
„Nettes Angebot, aber ich finde den Abend bereits sehr witzig. Mach mir ein besseres.“
„Du willst also verhandeln?“
„Ja.“, antwortet er. Ich lehne mich lächelnd zurück.
„Sag mir doch einfach, was du willst.“
„Lass uns das Spiel ändern. Wir machen es interessanter. Du fragst mich etwas und ich antworte entweder mit der Wahrheit oder mit einer Lüge. Wenn du errätst, ob ich Lüge oder die Wahrheit sage, trinke ich. Und wenn du falsch liegst, ziehst du ein Kleidungsstück aus.“
Er streckt seine Hand aus und wartet darauf, dass ich ihm meine gebe. Doch ich sehe ihn nur an.
„Und am Ende bin ich nackt und du nicht betrunken. Ich habe nicht viel davon, Lucifer. Ich brauche einen besseren Vorschlag.“
Er senkt seine Hand und seufzt. „Du bist eine harte Verhandlungspartnerin.“ Er braucht einen Moment, um sich etwas einfallen zu lassen.
„Gut, dann stelle ich dir ebenfalls fragen und versuche zu erraten, ob du lügst oder die Wahrheit sagst. Und sollte ich ebenfalls falsch liegen, trinke ich und ziehe mir ein Kleidungsstück aus. Einverstanden?“
Ich grinse und halte ihm meine Hand hin. Er ergreift sie und drückt sie sanft. Streichelt mit seinem Daumen über meinen Handrücken. Keiner von uns lässt los.
„Wer fängt an?“, fragt er leise.
„Du fängst an.“ Er nickt. Fast gleichzeitig lösen wir unsere Hände voneinander und ich sehne mich sofort nach seiner Haut an meiner. Wieso muss er so weit weg von mir entfernt sitzen?
„Würdest du dich auf einem Klavier von mir vögeln lassen?“
Ich sehe ihn mit geweiteten Augen an. So will er dieses Spiel also spielen?
Ich schaue zum Klavier, bevor mein Blick wieder auf seinen trifft.
„Nein.“
„Du lügst. Zieh dir was aus.“
Ich schlucke. Natürlich war das eine glatte Lüge. Also ziehe ich mir meine Schuhe aus.
„Das war unfair.“
Er lächelt verführerisch. „Ich habe nie behauptet, dieses Spiel fair zu spielen. Du bist dran.“
„Hast du mich je angelogen?“
Wenn er unfair spielt, mache ich es ihm gleich.
„Ja.“
„Wahrheit. Zieh dir was aus und trink.“
Er schaut mich einen Moment lang an und schüttelt leicht seinen Kopf, bevor er seinen Pullover auszieht und nur noch Oberkörperfrei vor mir sitzt. Ich schlucke. Starre seinen perfekt geformten Oberkörper an und will meine Hände über ihn gleiten lassen.
Reiß dich zusammen!
Dann trinkt er sein Glas und meins leer. Ich versuche, nicht mehr auf seinen Oberkörper zu starren.
„Wirst du bei dem Gedanken, wie ich dich packe, auf mein Klavier setze und meine Zunge über deine Spalte gleiten lasse, gerade feucht?“, fragt er mich. Sein Blick ist dunkel, vollkommen ernst. Ich presse schlagartig meine Beine zusammen. Das kann er doch nicht ernst meinen? Wie kann er da so gelassen aussprechen, als würde er mich fragen, wie mein Tag war?
Mein Brust hebt und senkt sich. Ich beiße mir auf die Lippe.
„Nein“
Lucifer steht auf. Was hat er vor? O nein. Er setzt sich zu mir. Rückt ganz nahe an mich heran. Legt einen Arm auf die Rückenlehne, bis seine Fingerspitzen auf der anderen Seite meine Schulter berühren. Und ja, ich bin feucht. Und die Vorstellung, von seiner Zunge, die mich leckt, liebkost und an mir saugt... Macht mich verrückt. Ich kann an nichts anderes denken.
„Zieh deine Hose aus.“
„Ich habe nicht gelogen.“, antworte ich, was wieder eine Lüge ist.
„O Lilith, zwei Lügen auf einmal. Oberteil und Hose aus. Jetzt.“

Ich verdrehe meine Augen. „Unfair“, murmle ich und beginne meine Hose auszuziehen. Er beobachtet mich wie ein Raubtier. Sobald ich meine Hose ausgezogen habe, folgt mein Oberteil. Und jetzt sitze ich halbnackt neben Lucifer. Plötzlich hebt er seine Hand und legt sie auf meinen nackten Oberschenkel. Mit dem Zeigefinger streicht er langsam in meinen Innenschenkel. Ich presse meine Schenkel zusammen.
„Auseinader“, raunt er leise und schaut mir unfassbar tief in die Augen, dass ich nicht anders kann, als ihm zu gehorchen.

Dann fährt er mit den Finger weiter nach oben. Immer weiter. Bis er fast meine empfindlichste Stelle berührt. Doch dann hält er kurz inne, lässt ihn wieder zurück wandern und umfasst meinen Schenkel mit der ganzen Hand. Lässt sie dort verharren.
Ich wimmere leise. „Willst du mich?“, frage ich ihn.
„Ja.“, antwortet er sofort. Rau und ganz leise. Ich umfasse seinen harten Schwanz durch seine Jeans und er legt ruckartig seine Hand auf meine. Aber nicht, um sie wegzunehmen, sondern um meine Hand zu führen. Er umfasst sie und bringt mich dazu, ihn dort zu reiben.

„Wahrheit. Trink.“ Ich bin ganz heiser. Er lässt er meine Hand los, um die Flasche zu nehmen und zu trinken. Die Flasche ist fast leer, als er sie wieder absetzt, um dann von mir abzulassen, um seine Schuhe und seine Hose ausziehen, bis er nur noch eine schwarze Boxershorts trägt. Dann setzt er sich wieder.
„Das waren zwei Kleidungstücke.“
„Ich bin nicht so unfair wie du und zähle meine Schuhe als ein Kleidungsstück.“
Er beugt sich zu mir rüber. Seine Gesicht ist nur noch ein bisschen von meinem Entfernt. Ich halte es nicht länger aus und küsse ihn. Als sich unsere Lippen jedoch berühren, für einen kurzen Moment, zieht er sich wieder zurück.
„Willst du, dass ich dich hier und jetzt ficke?“
Ich nicke, bin nicht in der Lage, zu sprechen.
„Wahrheit. Zieh deinen Bh aus.“
Ich schüttle meinen Kopf.
„Nicht hier, sondern auf dem Klavier.“, antworte ich. Damit hat er nicht gerechnet. Aber er akzeptiert meine Antwort, trinkt die Flasche leer und steht auf. Dann nimmt er meine Hand und ich stehe ebenfalls auf.
„Dein Wunsch ist mir Befehl, Lilith.“, haucht er, hebt mich hoch und ich schlinge meine Beine um ihn. Auf dem Klavier setzt er mich ab, versucht mich zu küssen, doch ich drehe meinen Kopf zur Seite und ziehe am Saum seiner Boxershort.

„Ich bin dran.“, wispere ich. Sein Blick ist dunkel, voller Begierde und mein Blick weicht abwechselnd von seinem hinreißenden Mund, wieder zu seinen verführerischen blauen Augen.
„Ach scheiß drauf“ Meine Lippen treffen auf seine. Berühren sie nur kurz, dann gehe ich zu seinem Hals über. Ich küsse seine Halsschlagader, die immer zu pochen beginnt, sobald er wütend ist, küsse die Stelle über seinem Schlüsselbein und sein leiser, abgehackter Atem, verrät mir, dass ich eine Stelle an seinem Körper gefunden habe, die ich nur küssen muss, um ihn verrückt zu machen.
Dann hebt er mein Gesicht an. Wir sehen einander an. Nur einen Augenblick. Doch es fühlt sich wie eine Ewigkeit an. Scheine wie gebannt von seinen Augen zu sein.
Zärtlich streicht er seinen Mund über meine Lippen.
„Ich will dich schmecken“, flüstert er.
Und binnen weniger Sekunden ist er zwischen meinen Schenkeln und leckt mit seinen Lippen meine intimste Stelle.
„Lucifer...“, stöhne ich, greife in seine Haare und ziehe leicht daran, woraufhin er an meiner Klitoris zu saugen beginnt.
O Gott!
Meine Hüften bewegen sich gegen seinen Mund, der kein erbarmen kennt. Doch dann drückt er meine Beine noch weiter auseinander und lässt gleichzeitig zwei Finger in mich hineingleiten. Binnen Sekunden bahnt sich daraufhin ein überwältigender Orgasmus an. Seine Finger werden schneller. Er löst seinen Mund von mir und schaut zu mir hoch, während er mich weiter mit seinen Fingern bearbeitet.
Ich wimmere leise, lasse meinen Kopf nach hinten fallen, um ihn nicht ansehen zu müssen. Denn das ist zu intim.
Plötzlich werden seine Finger langsamer.
„Hör nicht auf“, ächze ich leise.
„Schau mich an“, sagt er.
Süße Folter...
Ich schaue ihn an. Meine Wangen brennen vor Scham, fast genauso sehr wie es zwischen meinen Beinen vor Sehnsucht nach ihm brennt.
„Du bist... wunderschön“, haucht er zwischen zwei Küssen auf meinen Innenschenkeln, bevor er endlich fortfährt und ich den stärksten Orgasmus aller Zeiten erlebe.


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