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Der Wunsch, das richtige zu tun

von Av4l4rion
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Aramis Athos D'Artagnan OC (Own Character) Porthos
18.01.2016
24.11.2019
20
34.081
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14.03.2018 2.588
 
Aimée fühlte sich, als hatte sie nur Minuten geschlafen, als sie die Augen wieder aufschlug. Fahles Licht fiel durch das Fenster ins Zimmer, während weiterhin der Regen gegen die Fenster prasselte.
Wie spät es wohl sein mochte? Bei den Lichtverhältnissen war es schwierig einzuschätzen.
Doch da Aimée erst in den Morgenstunden hatte schlafen können, ging es sicher schon auf Mittag zu.
Geräuschvoll atmete Aimée aus und setzte sich auf.
Wenn sie niemand geweckt hatte, hatte Sire wohl beschlossen, das schlechte Wetter in dieser Kneipe abzuwarten.
Hoffnung keimte in Aimée auf. Wie viele Stunden mochten die Musketiere wohl hinter ihr sein? Einen halben Tagg, einen ganzen?  Wenn Emma am Vorabend tatsächlich ihren Bruder los geschickt und dieser ihre Verbündeten gefunden hatte, konnte diese durchaus schon am Abend hier sein.
Vorausgesetzt, die Wege und Brücken waren passierbar. Schaudernd erinnerte Aimée sich daran, dass schon am Vorabend einige Straßen unterspült gewesen waren. Es würde einige Zeit dauern, bis die Wege wieder gefahrlos passierbar waren. Sire wollte sich sicher nicht aufhalten, da er davon ausgehen musste, dass man versuchte, sie zu finden. Doch wenn die Witterungen es nicht zuließen, konnte selbst er es nicht ändern.
Ein wenig verloren saß Aimée in dem Bett und wartete. Auf Wirtin oder Emma, völlig egal. Hauptsache irgendjemand kam und brachte ihr eine Schüssel mit Wasser und etwas zu essen. Aimée fühlte sich, als verhungere sie.
Als der Tag voran schritt und es weiterhin ruhig auf der Stiege blieb,stand Aimée schließlich auf und zog sich an. Anschließend klopfte sie zaghaft an die verschlossene Tür.
„Hallo?“, fragte sie. Doch sie erhielt keine Antwort.
Sie klopfte deutlicher. Als sie wieder keine Antwort erhielt, drückte sie die Klinke herunter. Wie erwartet blieb die Tür verschlossen.
Frustriert seufzte Aimée und drehte sich um. Dann fiel ihr Blick auf das Fenster. Wenn sie schon nicht fliehen konnte, konnte sie sich darüber hoffentlich wenigstens bemerkbar machen. Sie öffnete die Läden und spähte hinaus. Sie konnte niemanden sehen, da das Fenster nach hinten raus ging und nicht zur Straße. Auch hörte sie nichts.
„Hallo?“,rief sie noch einmal. Weiterhin kam keine Antwort. Aimée seufzte und wollte gerade den Kopf zurück ziehen, als sie eine aufgeregte Stimme hörte, die eindeutig näher kam.
Erschrocken wollte Aimée schon das Fenster schließen und sich möglichst unauffällig auf das Bett setzen, da merkte sie, dass der Besitzer der Stimme nicht die Treppe hinauf gepoltert kam. Sie streckte den Kopf wieder aus dem Fenster heraus.
„Ihr könnt heute nicht weiterreiten. Es ist beinah Mittag und das Wetter hat sich nicht gebessert. Ihr brecht euch den Hals.“, wetterte die Wirtin zwischen klirrendem Geschirr und Töpfeklappern.
„Wir waren schon viel zu lange hier. Die Pferde sind ausgeruht, wir können uns nicht aufhalten. Man... “ Die Stimme verlor sich, weil Sire den Rest wohl nur raunte. Aimée runzelte die Stirn. Dieses Gespräch war ja sehr interessant.  
„Ich weiß nicht, in welche krumme Geschichte du wieder verwickelt bist und es ist mir auch egal. Aber du gelangst sicher schneller nach England, wenn ihr wartet, bis die Straßen wieder passierbar sind.“
Aimée sog scharf die Luft ein. Also hatte sie Recht gehabt. England? Was sollte sie denn da? Wer hatte ihre Entführung in Auftrag gegeben und wieso?
„Du hättest dieses Mädchen nie hier her bringen sollen. Wenn man euch verfolgt, nehmen die mir den ganzen Laden auseinander.“
'Du hättest nie mit schmierigen Verbrechern kooperieren dürfen. Wie sieht's damit aus?', dachte Aimée ironisch.
„Ich sag' dir was. Ohne die Kleine wirst du ohnehin nicht gehen. Und den Schlüssel habe ich.“
„Wie wäre es, wenn du ihn mir dann gibst?“, hakte Sire nach und die Wirtin lachte hämisch auf.
„Selbst wenn du ihn mir mit Gewalt abnehmen willst, wirst du ihn nicht finden. Ihr bleibt hier.“
Es war eine Weile ruhig. Geschirr klirrte und  zerbrach augenscheinlich den Geräuschen nach.
„Du hast selbst gesagt, dass die Männer des Königs deine Kneipe auseinander nehmen.“
„Nicht, wenn ihr noch da seid. Dann nehmen sie höchstens euch auseinander.“, antwortete die Wirtin süffisant. Die Stimmen wurden leiser. Die beiden entfernten sich wieder. Aimée richtete sich auf und streckte den schmerzenden Rücken, ehe sie die Läden wieder verschloss. Es war empfindlich kalt im Zimmer geworden.
Wenige Minuten später hörte sie Schritte auf der Treppe. Also hatte die Wirtin wohl doch nicht vor, sie verhungern zu lassen. Zusammen mit der Information, dass sie sie auch nicht rauslassen würde – auch nicht auf Wunsch von Sire, waren das wirklich sehr gute Neuigkeiten.

Die Tür ging auf und Emma stand im Türrahmen, in den Armen eine Schüssel und einen vollen Wasserkrug. Über der Schulter hing ein Handtuch.
Sie knickste umständlich und errötete ein wenig.
„Guten Morgen, Mademoiselle. Habt Ihr gut geschlafen?“
Aimée eilte auf sie zu und nahm den Wasserkrug an sich, um Emma die Arbeit zu erleichtern.
„Sehr fest, danke der Nachfrage. Wie geht es Eurem Bruder?“
Zu Aimées Überraschung presste Emma die Lippen zusammen und antwortete nicht. Dann schüttelte sie verhalten den Kopf. Die Erklärung folgte auf dem Fuße. Einige Minuten nach Emma trt die Wirtin ein, ein Tablett mit Brot, Käse und Milch tragend.
„Guten Morgen.“, sagte Aimée freundlich.
„Morgen? Es ist Mittag.“, antwortete die Wirtin und stellte das Tabett ab.
„Was stehst du hier rum? Stell das Zeug ab und komm wieder mit nach unten. Die Männer wollen auch ihr Essen.“, fuhr sie Emma ab, die der Anweisung schnell Folge leistete. Sie warf Aimée einen vielsagenden Blick zu, dann verschwand sie mit gesenktem Kopf.

„Ihr dürft unsere Gastfreundschaft noch ein wenig länger genießen.“, informierte die Wirtin sie.
„Sire hat beschlossen, zu warten, bis die Sprachen wieder passierbar sind.“
Aimée nickte stumm und lächelte ihr dann zu.
„Vielen Dank, Madame.“, sagte sie freundlich, als die Wirtin sich anschickte, das Zimmer wieder zu verlassen. Diese grummelte etwas, dann schloss sie die Tür hinter sich.
Doch ehe sie die Treppe hinunter steigen konnte, öffnete sie die Tür noch einmal.
„Ich hatte noch etwas Marmelade im Keller. Ich hoffe, es mundet Ihnen.“
Damit verschwand die Wirtin wirklich und Aimée blieb hungrig zurück. Sie fackelte auch nicht lange und begann, zu essen.
Als sie die Marmelade öffnete, stutzte sie kurz.
Die Wirtin hatte den Eindruck vermittelt, die Marmelade soeben aus dem Keller geholt zu haben. Demnach war sie noch nicht geöffnet. Doch als Kelly den Korken aus der Flasche zog, war dies ganz leicht und es erklang nicht das typische „Plop“, den ein Marmeladenkrug machte, wenn sich die Luft wieder darin sammelte. Alles deutete darauf hin, dass die Marmelade entweder nicht fachmännisch verschlossen worden war oder dass sie bereits geöffnet worden war.
Misstrauisch schnupperte Aimée daran. Doch die Marmelade roch nicht schlecht . Sie nahm eine der Brotlaibe und stocherte mit dem Messer in der Marmelade herum, um etwas heraus zu kommen. Als sie dieses wieder herauszog, stockte sie.
An ihrem Messer klebte ein Zettel, eingeschlagen in Wachstuch, damit er sich hielt.
Mit spitzen Fingern klaubte sie das Stück Papier von ihrem Messer und zog es auseinander.

„Ein Bote wurde ausgesandt, um Eure Freunde zu benachrichtigen, doch sie werden nicht rechtzeitig hier sein.
Haltet Euch heute Nacht zwei Stunden nach Mitternacht bereit. Ich werde für Eure Sicherheit sorgen.
-E.“

Aimée las die Zeilen zwei, drei Mal hintereinander. Die Botschaft war klar erkennbar und es musste für Emma sehr gefährlich gewesen sein, diese unter den Augen der Wirtin in dem Marmeladenglas zu deponieren. Was Aimée Sorgen machte, war jedoch der Inhalt. Demnach hatte ihr Bruder die Musketiere zwar gefunden, diese würde jedoch nicht rechtzeitig hier sein. Soweit, so einfach. Doch Emma schien beschlossen zu haben, sie auf eigene Faust hier heraus zu holen. Doch wie sollte das gelingen? Und wo sollte sie dann hin? Ohne vernünftiges Reittier würde Aimée niemals weit genug kommen, sodass man sie nicht wieder einfangen konnte. Ganz zu Schweigen von der Gefahr, in die Emma sich selbst und ihren Bruder brachte. Aimée würde es sich nie verzeihen können, wenn wegen ihr unbeteiligte Menschen verletzt wurden.
Am liebsten hätte sie nun sofort Emma hier zitiert und ihr diesen Schwachsinn ausgeredet. Aber die Tür war wieder verschlossen und Stimmengewirr aus den unteren Räumen deutete darauf hin, dass sie nun zu viel zu tun hatte, um noch einmal von selbst herauf zu kommen.

Aimée saß den ganzen Tag wie auf Kohlen. Sehnsüchtig wartete sie darauf, dass Emma heraufkam. Doch nach dem verspäteten Frühstück erhielt sie keine weitere Mahlzeit und niemand kam die Stiege heraufgestiegen. Mit voranschreitender Dunkelheit wurde das Gegröle im Schankraum lauter und mit jeder Sekunde sank Aimées Zuversicht. Emma würde nicht vor heute Nacht kommen und dann konnten sie das Gespräch auf gar keinen Fall führen. Damit blieb Aimée nur eins: Sich auf den Plan einzulassen und Emma nach allen Kräften zu unterstützen.

Die Stunden verstrichen und mit jeder vergangenen Stunde wurde es ruhiger im Haus und unter Aimées Stube. Aimée hatte eigentlich vorgehabt, zu schlafen und Kraft zu tanken. Doch dazu war sie zu aufgeregt. Daher lag Sie nur noch unbeweglich im Bett, die Decke umklammert und horchte auf die Geräusche von unten.
Ihre Kleidung hatte sie bereits wieder gewechselt. Wenn Sie fliehen wollte, brauchte sie Beinfreiheit. Im Rock konnte sie weder gescheit laufen, noch reiten. Außerdem konnte sie Emmas Kleid ja nicht mitnehmen.
Daher lag dieses ordentlich zusammengefaltet auf dem Tisch und warf einen gespenstisch aussehenden Schatten auf das Tablett, das daneben stand, der mit der fortschreitenden Zeit wanderte.
Als es im gesamten Haus ruhig geworden war, wurde Aimée noch unruhiger. Mit spitzen Ohren lauschte sie auf jedes Geräusch, bis endlich das erlösende Knarzen der Treppenstufen ertönte, das Aimée inzwischen bereits vertraut war.
Sie setzte sich auf und faltete die Decke zusammen. Doch als die Tür aufging, blieb ihr beinah das Herz stehen.
Im Türrahmen, nur schwach durch das Licht einer Kerze beleuchtet erkannte Aimée nicht Emma, sondern die Hauswirtin. Schon begann sie nach Worten zu suchen, wie sie erklären sollte, dass sie mitten in der Nacht wach war und warum sie in Ihren Reitkleidern schlief. Doch die Wirtin kam ihr zuvor, machte schnell ein paar Schritte auf sie zu und packte sie am Arm.
„Ihr seid schon vorbereitet. Sehr gut. Dann habt Ihr meine Nachricht gefunden.“
Aimée sah die Wirtin an, wie die erste Frau auf der Welt und war fassungslos über das, was sie gehört hatte.
„Ihr habt meine Flucht geplant? Aber … ich dachte Emma...“
Die Wirtin zog sie zur Treppe. Während sie nach unten gingen antwortete sie flüsternd: „Emma hätte Euch sicher ebenfalls geholfen, wenn es in ihrer Macht gestanden hätte. Doch durch ihre Hilfe allein wärt Ihr nicht weit gekommen.“
Aimée nickte. Das hatte sie ja ebenfalls schon durchdacht. Dennoch, dass nun ausgerechnet die Wirtin ihr half...
„Ich bringe Euch zu den Ställen. Dort wartet ein frisches, ausgeruhtes Pferd auf Euch. Wenn Ihr zügig nach Westen reitet, gelangt Ihr nach Luynes. Der Graf ist Euch bekannt wie man hört.“
Aimée nickte wie betäubt. Die Wirtin hatte sich tatsächlich etwas dabei gedacht.

Um zu den Ställen zu gelangen, mussten Aimée und die Wirtin durch die Schankstube durch, die von lautem Schnarchen erfüllt war.
„Macht keinen Lärm. Ich habe den Männern einen Schlaftrunk verabreicht, damit sie schneller schlafen, aber bewusstlos sind sie dennoch nicht.“
Aimée nickte und trippelte auf Zehenspitzen um einen Schläfer herum, der im Schlaf halb von seinen Platz gesunken war und sich am Boden breit zu machen begann. Drei Schritte weiter blieben Aimée und die Wirtin wie vom Donner gerührt stehen, als einer der Männer sich bewegte und dabei eine Weinflasche vom Tisch stieß.
Mit klopfenden Herzen sahen beide Frauen sich um, während einige sich regten.
Doch als keiner erwachte, schlichen sie weiter.
Unbescholten erreichten sie die Tür und stiegen ins freie. Aimée erlaubte sich ein tonloses Seufzen und merkte, dass sie die ganze Zeit die Luft angehalten hatte.
Der Regen hatte nachgelassen und war in einen Nieselregen übergegangen. Ein grauer Schleier, der über allem lag, verriet Aimée, dass es außerdem nebelig war. Es würde schwierig werden, nach Luynes zu finden ohne Mond und Gestirne zur Orientierung.
„Geschafft.“, schnaufte die Wirtin leise, als sie den Riegel zu ihren Stallungen zurück schob. Sie drehte sich um und lächelte Aimée zu. Diese nickte leicht, schrak dann aber zusammen, als eine Stimme in einiger Zeit ertönte.
„Mademoiselle, wohin des Weges?“
Ein Klicken ertönte und Aimée erkannte einen Musketenhahn, der zurückgezogen wurde. Zeitgleich keuchte die Wirtin panisch auf.
Sie wandte sich um. Hinter ihr stand Sire, die Kleidung reichlich derangiert, das Wams war bis zum Gürtel aufgeknöpft, der Gürtel hing herab und sein Hemd – mehr grau als Weiß hing heraus.
Sire trat ein paar Meter näher.
„Ihr wolltet doch nicht davon laufen? Wobei, wenn ich Euch so hier stehen sehe, in Männerkleidung und an der Stalltür... Ihr wolltet davon reiten.“
Aimée setzte eine möglichst kühle Miene auf.
„Eure Gastfreundschaft war nicht annähernd so angenehm, als dass ich sie länger als nötig ertragen möchte.“
Sire grinste und trat nun vollends an sie heran. Seine Muskete presste er an ihren Bauch.
„Ihr seid zu Scherzen aufgelegt. Sehr gut. Dann können wir ja weiter reiten. Es macht Euch doch nichts aus, wenn meine Männer Euch begleiten.“
„Das ist eine Entführung und ich werde erneut nicht freiwillig mit Euch reiten.“, zischte Aimée als Antwort.
Sire grinste und hob die Hand mit der Muskete.
„Oh bitte. Darüber waren wir doch bereits hinweg. Tatsächlich bin ich weniger enttäuscht, als von Euch, Eloise.“
Er sagte dies lauter und wohl zu der Wirtin hinter Aimée.
Diese sah sich um. Eloise hatte ein paar Schritte zum Haus gemacht und schien sich davonstehlen zu wollen. Nun blieb sie stehen.
Sire ergriff Aimées Arm und zerrte sie zu der Wirtin, die Muskete im Anschlag auf sie.
„Ich habe Euch gesagt, was ich von Euren Machenschaften halte.“, sagte Eloise. „Da kann auch das Geld nichts daran ändern, das Ihr mir gegeben habt.“
Aimée schluckte. Sire wandte sich Ihr wider zu.
„Entschuldigt, Mademoiselle, wenn ich nun ein wenig grob mit Euch umgehe. Aber diese Diskussion ist nicht für Eure Ohren bestimmt.“
Im nächsten Augenbllick holte er mit dem Musketenkolben aus und traf Aimée an der Schläfe. Sie zuckte noch kurz, dann sank sie zu Boden.
Benommen und mit höllischen Kopfschmerzen blieb sie liegen, wütend, dass ihr nicht einmal gewährt wurde, in die erlösende Bewusstlosigkeit zu sinken.
Undeutlich drang der Wortwechsel zwischen Sire und Eloise an ihre Ohren. Obwohl die beiden neben ihr standen und laut und hitzig sprachen, konnte sie kein Wort verstehen. Es war, als laufe eine Horde Ameisen durch ihren Kopf. Der Musketenknall, der dann jedoch an ihre Ohren klang, konnte sie nicht überhören.
Sie erschrak innerlich, konnte sich aber weiterhin nicht bewegen. Auch dann nicht, als ein schwerer Köprer halb neben, halb auf sie fiel.
Die arme Eloise hatte ihr helfen können und nun hatte Sire sie getötet. Was wurde nun aus ihrem Haus und vor allem aus Emma, die auf die Arbeit hier angewiesen war?
Langsam spürte Aimée, wie sie das Bewusstsein verlor. Sie zwinkerte ein  paar Mal, um wach zu bleiben, doch ihr wurde vermehrt schwindelig und schwarz vor Augen.
Jemand rollte Eloises Körper von ihr herunter und hob sie hoch. Sie wollte sich wehren, doch ihr Körper war wie gelähmt und ließ es einfach mit sich machen. Dann wurde sie auf ein Pferd gehoben und jemand stieg hinter ihr in den Sattel.
Wer immer sie da vor sich aufs Pferd nahm, ging überraschend behutsam mit ihr um und hielt sie mit sanftem Druck fest, damit sie nicht wieder aus dem Sattel kippte.
Das war das letzte, woran Aimée sich erinnerte, ehe sie der Dunkelheit nicht länger standhalten konnte. Sie schloss die Augen und ließ es geschehen, dass sie das Bewusstsein verlor.
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