Moving  On, Letting Go, Holding On To Tomorrow

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12
Elisabeth von Hohenfels Sebastian Goder
16.01.2016
16.01.2016
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Afrika. Afrika? Warum bitte Afrika?

Sebastian weiß nicht mehr weiter. Seit seinem ersten Kuss mit Elisabeth hat er nicht mehr daran gedacht, jemand anderen zu lieben. Es kam ihm immer albern vor, man kommt doch nicht mit 12 mit seiner wahren Liebe zusammen.

Aber ein kleiner Teil von ihm hat nicht daran gezweifelt. Dieser kleine Teil hat ihn dazu gebracht, alles mit ihr durchzustehen. Und nicht aufzugeben, wenn zwischendurch Schluss war.

Fast drei Jahre ist es jetzt her, dass Elisabeth ihn als „ihre Wasserleiche“ bezeichnet hat. Drei Jahre voller Spaß und Liebe, aber auch Schmerz. Sebastian wird nie vergessen können, wie er von Elisabeths Kuss mit Karim erfahren hat. Wie er sie vor die Wahl stellen musste, bis sie gemerkt hat, dass sie zusammen gehören.

Aber er wird sich auch immer daran erinnern können, wie sie sich um Elvis gekümmert haben. Schon damals wusste er, egal wie anstrengend es war, dass sie diejenige ist, mit der er Kinder bekommen möchte.
Er würde sich um seine Kinder so kümmern, wie um Elisabeth, als sie wegen ihres Diabetes im Krankenhaus lag. Auch wenn sie zu der Zeit nicht zusammen waren. Solange er bei ihr sein konnte, war ihm egal, was das zwischen ihnen war.

Er kann sich sein Leben nicht mehr ohne Elisabeth vorstellen. Erst recht nicht sein Leben auf Schloss Einstein. Darüber nachzudenken tut zu weh, also denkt er an das Geschenk. Sein Geschenk für sie.

"Damit wir uns nicht vergessen, in den langen afrikanischen Nächten."

Er wiederholt die Worte in seinem Kopf wie ein Mantra, das ihn am Leben hält. Er hat sie vor einer Stunde verabschiedet. Auf dem Boot auf dem See, ironischerweise. Doch diesmal konnte sie ihn nicht retten. Kein Abschleppgriff der Welt kann ihn aus seiner Einsamkeit herausholen.
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