Shadow of the day

GeschichteDrama, Romanze / P18
Jared Leto OC (Own Character)
16.01.2016
07.04.2016
19
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Hier erst einmal einen kleinen Prolog.
Ich wünsche euch viel Spaß :)

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Die Sonne verschwand hinter den Bergen und ich ging einen Schritt schneller. Die Straßenlaternen erhellten die Seitengasse nur sehr kläglich, der Wind peitschte mir um die Ohren und die Blätter der Bäume und Sträuchern am Seitenrand raschelten. Auf dem Gehweg tummelten sich nur noch vereinzelt Menschen und die Straße war kaum befahren. Die einzelnen Passanten interessierten sich nicht für mich, in Los Angeles liefen alle Menschen hektisch durch die Straßen. Ich sah noch einmal hinter mich in die spärlich beleuchtete Gasse und bog in die nächste Straße ab.

Ich hatte ein ungutes Gefühl im Magen und wollte einfach nur noch schnell nach Hause. Ich zog meinen Mantel enger um mich und klammerte mich an meiner Handtasche fest. Mein Puls raste und mein Herz klopfte gegen meine Brust. Ich hörte stetige Schritte hinter mir, doch als ich mich umdrehte war niemand zu sehen. Ich konnte nur die Mitte der Straße erkennen, die meisten Häusereingänge lagen im Dunkeln verborgen. Schnell lief ich weiter und kramte mein Handy aus der Hosentaschen. Ich wählte mit zitternden Händen die Nummer und hielt mir hektisch das Telefon ans Ohr. „Geh ran, geh ran, geh ran.“, flüsterte ich in die dunkle Nacht, doch es nützte nicht.

Ich behielt das Telefon in der Hand, und lief weiter durch die Nacht. Der Mond wurde kunstvoll von einigen Wolken verdeckt und vereinzelt waren ein paar Sterne zu sehen. Das Bellen von Hunden und das Gepöbel von betrunkenen Männern hallte durch die Nacht. Ich war im Kneipenviertel unterwegs und ab und zu wankte ein betrunkener feierwütiger durch die Straße. Wenn man die Kneipen nicht sah, roch man sie. Der Gestank von Urin und Alkohol vermischten sich und bildeten einen üblen Geruchscocktail.

Ich sah noch einmal hinter mich und drückte die Wahlwiederholung. Dieses Mal ging direkt die Mailbox an. „Ruf mich zurück, sofort!“, sagte ich mit zitternder Stimme. Die Angst saß mir wie ein Klos im Hals und lag erdrückend auf meiner Brust. Lange würde ich das nicht mehr aushalten, da war ich mir sicher. Die ständige Angst und die ständige Anspannung raubten mir so langsam den Verstand und ich war körperlich und geistig total ausgelaugt.

Mit einem lauten Knall viel etwas hinter mir zu Boden. Mein Puls raste wie verrückt und meine Herz schien gleich aus meiner Brust zu hüpfen. Voller Angst drehte ich mich in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Mein ganzer Körper zitterte und ich drückte mein Handy in der Hand so fest ich konnte. Erleichtert atmete ich aus, es war nur eine Katze die eine Mülltonne umgestoßen hatte.

„Blöde Katze“, schimpfte ich und drehte mich wieder um. „Guten Abend“, hauchte eine große Gestalt, die komplett in schwarz eingehüllt war. Mein ganzer Körper erstarrte, ich konnte mich einfach nicht mehr bewegen. Der Mann war riesig, ich musste meinen Kopf in den Nacken legen, um ihn sein Gesicht zu sehen. Seine Schultern waren breit und muskulös. Er war doppelt so breit wie ich und wirkte unheimlich bedrohlich. Er hatte seine schwarze Kapuze soweit in sein Gesicht gezogen, dass ich es in der spärlich beleuchteten Straße nicht erkennen können. „Abend“, sagte ich vorsichtig und zwang meinen Körper zum Weitergehen.

Ich wollte an ihm vorbei doch er schnitt mir den Weg ab. Mein ganzer Körper zitterte und ich konnte vor lauter Angst nicht mehr denken. Wer war dieser Kerl und was wollte er? Ich drehte mich um und wollte in die entgegengesetzte Richtung gehen, doch er hielt mich am Arm fest. „Hey, was soll das?“, rief ich und versuchte mich loszureißen. Doch es war vergebens, sein Griff schloss sich so fest um mein Handgelenk, dass es schmerzte.

Seine braunen Augen starrten mich an und ließen mich erstarren. Sie waren bedrohlich und voller Bosheit. Ich wollte schreien, als er mich Richtung Gebäudewand drängte, doch ich bekam nur noch ein jämmerliches Piepsen heraus. Ich sah mich panisch um, doch niemand war auf der Straße unterwegs. Meine Augen füllten sich mit Tränen und ich konnte sie nicht mehr zurückhalten. Ich hatte das Handy noch fest in der Hand, konnte mich aber nicht bewegen. Mein Körper war wie erstarrt, einfach eingefroren.

„Was wollen sie von mir?“, wimmerte ich leise und schmeckte den salzigen Gehschmack meiner Tränen. Der düstere Mann drückte mich mit seinem ganzen Körpergewicht gegen die Wand und ich konnte nicht mehr atmen. Die Angst dominierte meine Gedanken, wollte er mich ausrauben, vergewaltigen oder sogar umbringen? „Wenn sie Geld wollen, nehmen sie es sich. Ich habe 300 Dollar dabei.“, flüsterte ich mit zittriger Stimme.

Doch der Mann drückte mich nur noch fester gegen die Wand, und sah mir in die Augen. Er hatte ein schwarzes Tuch über Mund und Nase gezogen, ich konnte nur seine vor Begierde blitzenden braunen Augen erkennen, die mich lüstern ansahen. Er sagte nichts, packte mich mit einer Hand am Hals und hob mich hoch. Er drückte meinen Hals zu, ich rang nach Luft und schloss die Augen. Hoffentlich würde es schnell und schmerzlos sein.

Der Schmerz schoss durch meinen Körper und es fühlte sich so an, als ob mein Kehlkopf brechen würde. Meine Arme hingen schlaff neben meinem Körper, ich konnte noch nicht einmal mehr mein Handy festhalten. Ich rang nach Luft und meine Atmung wurde immer flacher. Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ich war kurz davor, dass Bewusstsein zu verlieren. „Ich bekomme dich“, raunte er bedrohlich in mein Ohr, ließ mich los und ich sackte zu Boden.
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