Willkommen in der weißen Welt

von - Leela -
GeschichteAllgemein / P12
Eddie Futura Jake Jessica Tracy
10.01.2016
10.01.2016
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Dies ist meine Geschichte zu meinem Projekt Schneespaß! Viel Spaß wünsche ich euch mit meinen Jungs und Mädels im Schnee! ^^


Und jetzt geht's looooos



Prolog:
Die Kunst der Überzeugung

Ich klingelte euphorisch an der Tür zum Ghostkommando und wartete mit gespannter Erwartung. Tracy öffnete mir und ließ mich mit einem freudigen Grinsen und einer einladenden Geste herein. Ich begrüßte den Gorilla mit einer innigen Umarmung. „Hey, Trace!“
      „Hi, Leela!“ Die Umarmung des Gorillas erdrückte mich fast, aber es war kuschelig, und so ließ ich ihn gewähren.
      Nun sprangen auch die anderen auf: Jake hatte am Schreibtisch gesessen, Eddy hatte aus dem Sofa gelesen, und Tasha und Futura waren in ein Baggammon-Spiel vertieft gewesen. Alle Charaktere, die ich hatte sehen wollen, auf einem Haufen! Besser ging es nicht!
      „Leela! Wie schön, daß du mal wieder hier bist!“ Jake zog mich zur Begrüßung in eine Umarmung.
      Eddy wartete geduldig, bis auch Tasha und Futura mich begrüßt hatten, dann nahm er mich innig in die Arme, einen Moment länger, als eine gewöhnliche Begrüßung es erfordert hätte. Einen Augenblick verschlug es mir den Atem, während ich seine Nähe genoß, bis wir uns - sehr zu meinem Leidwesen - wieder voneinander lösten.
      „Hat es einen Grund, weswegen du hier bist?“ erkundigte sich Jake.
      „Muß es immer einen Grund haben?“ fragte ich zurück.
      „Nein, sicher nicht, ich meine nur…“ stammelte Jake.
      Ich lächelte süffisant. „Diesmal gibt es aber tatsächlich einen Grund. Ich möchte ein Schneeprojekt starten und würde mich freuen, wenn ihr mitmachen würdet!“
      In Eddys Augen leuchtete es; ich konnte hören, wie er neben mir euphorisch nach Luft schnappte. Jake dafür schaute entsetzt.
      Ich erwiderte seinen Blick verunsichert. „Sag‘ nicht, du hast keine Lust!“
      „Das ist kalt!“ brachte er es auf den Punkt. „Sorry, ich schlage dir nur ungerne einen Wunsch ab, aber für ein ganzes Schneeprojekt? Ich habe keine Lust, mich zu Tode zu frieren!“
      Ich mußte Enttäuschung verbergen und sah in die Runde. Tracy blickte mich verlegen an. „Schnee ist kalt und naß! Mag es nicht in meinem Fell haben.“
      Ich wandte mich hoffnungsvoll an Eddy. „Aber du machst mit?“
      „Ja, sicher!“ strahlte er und erwärmte mein Herz.
      Ich sah zu den beiden Frauen herüber.
      „Also, ich bin dabei!“ sagte Tasha sofort zu. Von einer gebürtigen Kanadierin hatte ich aber auch nichts anderes erwartet.
      „Das wird bestimmt lustig!“ sagte Futura, und besonders ihre Stimme beruhigte mich zutiefst, die davon zeugte, daß ich auch sie bereits überzeugt hatte. „Leelas Projekte sind doch immer spannend und interessant.“
      „Die sind aber auch schon mal zum Desaster geworden!“ erinnerte Jake.
      „Ja, aber wegen uns, nicht wegen Leela! Du weißt doch, sie kann nur aufschreiben, was uns tatsächlich widerfahren ist.“ entgegnete Futura.
      Jake und Tracy schauten trotzdem skeptisch; wahrscheinlich, weil sie sich noch immer nicht mit dem Schnee anfreunden konnte.
      „Ach, kommt schon!“ beschwor ich sie. „Daß es ein Schneeprojekt ist, heißt ja nicht, daß ihr euch gleich in den Schnee stürzen sollt! Die Kapitel haben nur schneebezogene Themen – wie ihr damit umgehen wollt, das müßt ihr ganz allein entscheiden!“
      „Ehrlich?“ fragte Jake kleinlaut.
      „Ehrlich!“ bestätigte ich.
      „Das heißt, wenn sich alle im Schnee suhlen wollen, und ich möchte als einziger drinnen bleiben, wo es warm ist, dann ist das okay?“ erkundigte er sich vorsorglich.
      „Natürlich ist das okay! Ich gebe ja nur die Themen vor – wie ihr auf die Themen reagiert, müßt ihr doch selber wissen! Ich zwinge euch doch zu nichts!“ stellte ich klar. Was dachte er eigentlich von mir? Wir kannten uns doch inzwischen lange genug!
      Langsam schien sich die Anspannung von ihm zu lösen. „Okay, das könnte man ausprobieren.“
      „Solange du uns nur nicht die Laune vermiest!“ warf Tasha ein.
      „Solange ihr mich zu nichts drängt, könnt ihr meinetwegen machen, was ihr wollt!“ bekräftigte Jake.
      Ich drehte mich zu Tracy um und sah dem süßen Gorilla in die Augen. Er blickte mich noch immer beklommen an. „Und was ist mir dir?“ fragte ich bittend.
      „Muß also nicht raus in den Schnee?“ erkundigte er sich noch mal.
      Ich schüttelte den Kopf. „Ihr sollt nur Teil des Projektes sein. Das ist ja Sinn der Sache, zu den verschiedenen Themen eure ganz eigenen Reaktionen zu sehen; je unterschiedlicher, desto spannender wird es doch. Und wenn du nicht rauswillst, dann bleibst du drinnen!“
      Langsam lächelte Tracy. „Okay, ich mache mit!“
      In mein Lächeln hinein klingelte es erneut an der Tür und Jake ging öffnen. Kurz darauf ließ er Jessica herein. Ich nutzte meine Chance sofort. „Hey, Jess, hast du vielleicht auch Lust, an einem Schneeprojekt mitzumachen?“
      Ein euphorischer Glanz legte sich in ihre Augen. „Heißt das, ich kann Winterfotos machen, und eine Reportage?“
      „Wenn du willst!“ Ich wußte, ich hatte sie bereits überzeugt.
      Jessica lächelte. „Da mache ich gerne mit!“
      Ich sah zufrieden in die Runde. Tracy war dabei, auch wenn ich verstehen konnte, daß er gerne versuchte, den Schnee zu umgehen; als ursprünglicher Urwaldbewohner war das kalte Naß sicher gewöhnungsbedürftig für ihn, noch immer. Jessica, die smarte Reporterin hatte ich für mich gewonnen, und ihre Idee, eine winterliche Reportage zu machen, gefiel mir jetzt schon. Sie bewies, daß man aus allen Themen nur für sich das richtige zu machen brauchte, ohne daß man sich von ihnen bedrängt fühlte. Futura machte mit, die faszinierende Frau aus der Zukunft und Ghostbuster-Legende. Tasha, die mit Schnee aufgewachsen war und sich noch immer davon faszinieren ließ war dabei. Jake hatte sich überreden lassen, auch wenn er das warme Haus ungerne dafür verließ, um sich der Kälte des Winters auszusetzen. Und Eddy war dabei, der strahlende, süße, mollige Ghostbuster, den man einfach mit allem begeistern konnte. Wenn er abgesagt hätte, dann wäre ich arg enttäuscht gewesen!
      „Gut!“ schloß ich. „Ich freue mich drauf! – Jetzt muß ich aber noch ein paar Vorbereitungen treffen! Das Dokument vorbereiten, die Kapitel einteilen, und den Prolog schon mal aufschreiben.“
      Die sechs merkten mir meine Euphorie an, denn sie lächelten alle fasziniert, und verbissen sich die Frage, ob ich noch bleiben wollte, auch wenn ich merkte, daß sie alle mich nur ungerne gleich wieder gehen ließen, jetzt, wo ich gerade mal hier war. Okay, im Falle von Jake mochte vielleicht mit reinspielen, daß er mich ungerne gehen ließ, um den Schneespaß rauszuzögern… Bei dem Gedanken biß ich mir verlegen auf die Unterlippe. Schließlich verabschiedete ich mich, und Jake brachte mich zur Tür.
      „Dann sehen wir uns im Schneeprojekt!“ Ich versuchte aufmunternd zu wirken, bevor ich das Ghostkommando verließ.
      Jake hielt mich noch kurz auf. „Wann geht es los?“
      Ich lächelte leicht zurück. „Das wirst du dann merken!“
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